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Zehn (digitale) Dinge, die ich in den Zehnern gelernt habe (Digitale Januar Notizen)

Dieser Text ist Teil der Januar-Folge meines monatlichen Newsletters „Digitale Notizen“, den man hier kostenlos abonnieren kann.

Eine Liste! Natürlich muss ein Text über die Erkenntnisse der Zehnerjahre dieses Format nutzen. Denn die vergangene Dekade war geprägt von den Listicles genannten Aufzählungen, die erst viel Freude – und dann Clickbait den Boden bereiteten. Diese nun folgende Liste will einen digitalen Zwischenstand (Foto: Unsplash) zusammenfassen: Zehn Dinge, die ich glaube verstanden zu haben im vergangenen Jahrzehnt – über das Internet und den digitalen Wandel. Und wie die Form ist auch der Inhalt geprägt von seiner Zeit: Denn keiner der folgenden Punkte will abschließende Wahrheit für sich beanspruchen. Die Punkte basieren im Gegenteil auf der prozesshaften Grundhaltung, am Wahrheiten zu sein, also in Bewegung und offen für Veränderung.

1. Es spielt eine Rolle, was Du tust
2. Transformation ist weniger eine technische als vielmehr eine kulturelle Frage
3. Das Internet (und seine Folgen) geht nicht mehr weg
4. Veränderung ist nicht nur möglich, sondern beständig
5. Wir stecken mitten in einem wuchtigen Generationenkonflikt
6. Aufmerksamkeit ist die wichtigste Währung der Gegenwart
7. Kontext schlägt Content: Meta-Daten sind die unterschätzten Treiber des Jahrzehnts
8. Der Durchschnitt als dominantes Prinzip verliert an Bedeutung
9. Ohne digitale Kopie keine Digitalisierung
10. Das Gegenteil könnte stimmen

1. Es spielt eine Rolle, was Du tust

Die Nacht auf den 23. Juli 2016 war in München geprägt von Angst und Panik. Das lag zum einen an dem – wie wir heute wissen – rechtsradikalen Terroranschlag am Olympia-Einkaufzentrum. Es lag aber vor allem daran, dass die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung in dieser Nacht zu einem Panik-Beschleuniger wurden: Timeline der Panik heißt die #langstrecke-Rekonstruktion der Kolleg*innen, die nachzeichnet, wie Gerüchte und Halbwahrheiten sich durch die Stadt gefressen haben. Man kann eine Menge aus dieser Nacht lernen (gemeinsam mit Manuel Kostrzynski und Heiko Bielinski haben wir deshalb die Medienkompetenz-Schulung gegen-die-panik.de ins Netz gestellt), aber vor allem dies: Es spielt eine Rolle, was Du tust. Du kannst Einfluss darauf nehmen, ob Gerüchte sich verbreiten. Die Art wie du dich in Dark-Social-Gruppen verhältst, hat Folgen. Dein Beitrag ist wichtig! Der New York Times Kolumnist Farhad Manjoo hat dies so zusammengefasst: „Die Lehre der vergangenen Dekade lautet, dass unsere privaten Entscheidungen über Technologie Geschäftsmodelle und Gesellschaften verändern können. Sie spielen eine Rolle.“

Diese Erkenntnis hat deshalb Bedeutung weil sie nicht nur in digitalen Ökosystemen gilt. Greta Thunberg und die ebenfalls durchs Digitale beschleunigte Fridays-for-Future-Bewegung haben gezeigt, dass dies auch für andere Politik-Bereiche gilt. Die größte Gefahr der Zehnerjahre scheint es mir deshalb zu sein, sich Machtlosigkeit einreden zu lassen: Mag die Aufgabe auch noch so groß oder noch so komplex sein: Lass Dir nicht einreden, dass Du zu klein bist, um Dich damit zu befassen!

2. Transformation ist weniger eine technische als vielmehr eine kulturelle Frage

Am Anfang der Zehnerjahre dachte ich bei der digitalen Transformation ginge es vor allem um technische Fragen. Die folgenden Punkte handeln auch genau davon: wie die historische Ungeheuerlichkeit der digitalen Kopie ganze Branchen verändert, wie Kultur zu Software wird und wie die Öffentlichkeit sich segmentiert. Dahinter stecken tiefgreifende Transformationen, die bei weitem noch nicht abgeschlossen sind. Aber vor diesen eher technischen Aspekten steht die kulturelle Frage: Wie gehst du mit dem Neuen um? Bist du offen für Veränderung?

Denn alle technische Innovation bleibt so lange wertlos, wie sie auf kulturelle Widerstände trifft. Die Verteidigungs- und Verweigerungskräfte sind dort besonders ausgeprägt, wo die Frage „Kann es (noch) besser werden?“ beständigt verneint wird. Digitales Denken zeichnet sich meiner Einschätzung nach deshalb auch weniger einzig durch das technische Verständnis als vielmehr durch die Bereitschaft zur Verständigung und zur Veränderung aus. Dazu zählt die Fähigkeit, Dinge aus der Perspektive des und der anderen wahrzunehmen: ¯\_(ツ)_/¯

3. Das Internet (und seine Folgen) geht nicht mehr weg

„Die Unterscheidung zwischen einer irgendwie echten analogen Welt auf der einen Seite und einer irgendwie neuen digitalen Welt auf der anderen Seite hat sich aufgelöst. Anders formuliert: Die Mitte der Gesellschaft bemerkt gerade, dass sie sich vielleicht anders mit dem Internet befassen sollte.“ Diese Sätze habe ich erst am Ende der Dekade in die SZ geschrieben – nachdem ein junger Digitalpublizist (in Medien oft noch als YouTuber beschrieben) mit einem ernorm reichweitenstarken Video gezeigt hatte, dass sich #diesejungeleute mehr für Politik interessieren als die etablierten Generationen erwartet hatten. Doch das Erstaunen war noch größer weil der Generationenkonflikt auch greifbare Ergebnisse bei der Europawahl produzierte und damit auch den Skeptiker*innen zeigte: Das Internet ist nichts, was man der Gesellschaft optional hinzufügen kann, es ist die Gesellschaft. Denn das heißt auch: Wer sich nicht für das Internet interessiert, verliert den Anschluss an die Gegenwart – und an gegenwärtige Gesellschaft.

Nicht wenige Menschen reagieren darauf mit Angst und Ablehnung. Der Economist diagnostiziert „eine Orgie der Nostalgie“, die nicht nur den Westen erfasst hat und die sich auch darin ausdrückt, dass Menschen ständig Sorgen aussprechen, statt Hoffnungen zu formulieren. Wer jedoch hoffnungsvoll auf Veränderungen blickt, kann eine Fähigkeit trainieren, die man mit Robert Musil als „Möglichkeitssinn“ beschreiben könnte.

4. Veränderung ist nicht nur möglich, sondern beständig

Die Welt verändert verbessert sich schneller als vielen es bewusst ist. Gerade darin begründet sich ja die Angst derjenigen, die spüren, dass ihr Wissen an Bedeutung verliert. Der Bildungsforscher Andreas Schleicher formuliert den Wandel so: „Kompetenz ist die wichtigste Währung des 21. Jahrhunderts. Aber es ist eine Währung mit einem hohen Grad an Inflation.“ Der Inflationsprozess verläuft für ihn so: „Ich nutze meine Kompetenzen nicht. Die Welt verändert sich. Ich kann im Grunde jeden Tag weniger.“ (zitiert nach „Das Pragmatismus-Prinzip“)

Denkt man diesen Wandel zusammen mit dem oben erwähnten Generationenkonflikt ist man mitten drin in der zentralen Herausforderung dieser (und der kommenden Dekade): Autorität muss sich neu begründen. Lebensalter alleine ist in einer Zeit, die durch lebenslanges Lernen geprägt ist, keine Autoritätsbegründung mehr. Es geht vielmehr darum, wie man beständig mit dem Neuen und Verstörenden umgeht, ohne das Lernen nun mal nicht auskommt. Auf diese Überforderung gibt es zwei Reaktionsmuster: Man kann sich auf die vermeintlich bessere Vergangenheit und dort vermutete einfache Antworten zurückziehen (Früher weiß alles besser) oder man kann versuchen, eine Fähigkeit zu erlernen, die Christoph Kucklick „Überforderungsbewältigungskompetenz“ nennt und die ich dem Shruggie zugeschrieben habe: ein gestaltendes Schulterzucken.

5. Wir stecken mitten in einem wuchtigen Generationenkonflikt

Am Beginn der Dekade war oft die Rede vom digitalen Graben, der die Gesellschaft trennt. Mittlerweile hat er sich zu einem riesigen Problem ausgewachsen – wie sich in diesem Jahr an der Klimadebatte und an der Auseinandersetzung ums Urheberrecht gezeigt hat. Der Konflikt zwischen denen, die bewahren und jenen, die gestalten wollen, also „zwischen denen, die etabliert sind und jenen, die sich etwas herausnehmen, was anders ist und neu – und nicht selten als Angriff wahrgenommen wird. „Das gehört sich nicht“, sagen die Alten und sprechen von mangelnder Wertschätzung für die eigene Leistung. „Die machen nichts“, sagen die Jungen und sprechen von mangelndem Möglichkeitssinn und Gestaltungswillen.“

Ich glaube wir erleben gerade den Anfang dieser Auseinandersetzungen (mit Umweltsau und Ok Boomer) und daraus erwächst eine Herausforderung, die für das gesamte digitale Ökosystem gilt: Wir sollten weniger Recht haben müssen. Anders formuliert: Medienkompetenz ist immer auch Streitkompetenz – und damit die Fähigkeit, Dinge aus der Perspektive eines anderen zu betrachten.

6. Aufmerksamkeit ist die wichtigste Währung der Gegenwart

„In einer Welt voller Informationen bedeutet diese Fülle zugleich einen Mangel an etwas anderem: eine Knappheit von dem, was Informationen verbrauchen. Was das ist, liegt auf der Hand: Informationen verbrauchen die Aufmerksamkeit ihrer Empfänger. Folglich erzeugt ein Reichtum an Informationen eine Armut an Aufmerksamkeit.“ Dieses Zitat stammt aus dem Jahr 1972 vom Sozialwissenschaftler Herbert Simon. Und es beschreibt das Verhältnis von Information und Aufmerksamkeit in einem Zeitalter, in dem Publikationsmittel demokratisiert werden. Jede und jeder kann publizieren. Die spannende Frage ist heute nicht mehr, wer sich öffentlich äußert, sondern wer gehört wird. Und damit kommen wir zum ersten Punkt der Liste zurück und zu der ganz persönlichen Frage: Wem schenkst du Aufmerksamkeit?

Diese Dekade hat uns vor Augen geführt, dass in der Antwort auf diese Frage eine politische Ebene stecken kann – das gilt für den Umgang mit weltweitem Terror und für die Debatte um Ok Boomer. Wer auf diese Weise auf das Zusammenspiel von Information und Aufmerksamkeit blickt, kommt nicht umhin festzustellen:

7. Kontext schlägt Content: Meta-Daten sind die unterschätzten Treiber des Jahrzehnts

Wir haben bei der Betrachtung der digitalen Kopie in den Zehnerjahren einen Fehler gemacht. Wir haben stets auf den Inhalt geschaut und gedacht, die Kopie sei ein Raub am Original. Wir hätten vielmehr und viel früher den Blick auf das richten sollen, was beim Kopieren neu entsteht: die Metadaten. Dann hätten wir erkannt: „Die Kopie raubt nicht Content, sie produziert: Kontext!“ (zitiert nach Meta!)

Die Beziehung von Inhaltsdaten zueinander kann wertvoller sein als die Inhaltsdaten selber – das hat nicht zuletzt Edward Snowden mit seinen Enthüllungen der Welt vor Augen geführt. Auf dieser Beobachtung basiert aber auch der Plattform-Kapitalismus, der diese Dekade geprägt hat. Sie erklärt, warum Kontext-Anbieter mächtiger geworden sind als Inhalte-Anbieter.

8. Der Durchschnitt als dominantes Prinzip verliert an Bedeutung

Die Macht des Kontext greift auch ein Konzept an, das Chris Anderson mal als „Diktat des kleinsten gemeinsamen Nenners“ beschrieben hat: die Mainstream- oder Durchschnittskultur, die auf dem Prinzip „Ein Sender – eine Botschaft – viele Empfänger“ basiert. Diese Form der Massenkultur hat das 20. Jahrhundert geprägt. Das 21. Jahrhundert hingegen ist von einer massenhaften Nischenkultur geprägt, die eine Segmentierung der Öffentlichkeit nach sich zieht: Ich nenne es „Das Ende des Durchschnitts„, denn eben durch Metadaten können nicht nur Botschaft nach Empfänger gefiltert werden, sie werden zum Teil auch erst durch die Metadaten des Empfängers geschaffen.

Spotify zeigt mit seinem Daily Drive genannten Versuch, Musik und Wortbeiträge auf die Interessen der Hörer*innen zuzuschneiden, wie sich die Idee des „Beste Hits“-Radios in Zukunft verändern wird. Viele weitere Bereiche werden von dieser Entwicklung betroffen sein, die in den vergangenen zehn Jahren ihren Anfang nahm.

9. Ohne digitale Kopie keine Digitalisierung

Ich nenne sie die historische Ungeheuerlichkeit und sehe in der Kopie die Grundlage für das, was wir digitale Transformation nennen. Die Möglichkeit, Inhalte identisch zu duplizieren, kann nicht hoch genug bewertet (ich würde sogar sagen gelobt) werden. Sie ist die Voraussetzung für die Versionierung von Inhalten (Kultur wird zur Software) und für den wachsenden Wert von Kontext. Meine Einschätzung ist: Wer die Kopie als Funktionsprinzip verstanden hat, erhält tieferen Einblick in die digitale Gegenwart. Denn die Kopie hat sich mittlerweile weit über das Ökosystem Internet hinaus bewegt und prägt die politische Kommunikation auf erstaunliche Weise. Limor Shifman spricht von der Memefizierung der Gegenwart und öffnet damit die Tür, um sowohl die kurzlebigen Hashtag-Debatten als auch die sehr grundlegenden Debatten-Trends zu verstehen.

Dass die Möglichkeit, nahezu kostenfrei Inhalte vom Träger zu lösen und zu vervielfältigen, auch ganze Geschäftsmodelle auf den Kopf stellt, kommt noch hinzu. Die Musik- und Medienbranche hat in den vergangenen zehn Jahren hier erstaunliche Wandlungen durchlaufen – und vieles spricht dafür, dass dies in den kommenden zehn Jahren weiter gehen wird. Eine der wenigen Konstanten, die ich dabei sehe: die Kopie wird nicht verschwinden.

10. Das Gegenteil könnte stimmen

Ich finde man kann keine glaubwürdige gegenwärtige Äußerung treffen, ohne deren Gegenteil mitzubedenken. Wer am Wahrheiten ist (s.o.), ist dies selbstverständlich gewöhnt, es lohnt sich aber immer wieder daran zu erinnern, dass das Gegenteil stimmen könnte. Kurt Tucholsky wird (vermutlich falscherweise) das Zitatz zugeschrieben, Toleranz sei der Verdacht, dass der andere Recht haben könnte. In diesem Sinne tolerant zu bleiben, scheint mir eine Voraussetzung für die offenen Gesellschaft (natürlich mit dem Verweis auf Popper und die Grenzen der Toleranz). Auszuhalten, dass man nicht immer nur Recht haben muss, lässt sich etwas wissenschaftlicher mit den Begriff „Ambiguitätstoleranz“ zusammenfassen. Das bedeutet auch, dass man anerkennt, dass die Gegenwart widersprüchlich ist, dass man am Anspruch stets alles richtig machen zu wollen, scheitern muss.

In diesem Sinne ist auch diese Liste zu lesen, die sich ihrer eigenen Unzulänglichkeit bewusst ist. Details zu den Punkten findet man in den Büchern, die ich in den vergangenen zehn Jahren veröffentlicht habe: „Mashup – Lob der Kopie“ (2011, Suhrkamp), „Eine neue Version ist verfügbar“ (2013, metrolit), „Meta – Das Ende des Durchschnitts“ (2017, Matthes&Seitz), „Das Pragmatismus-Prinzip“ (2018, Piper), „Gebrauchsanweisung für das Internet“ (2018, Piper)

Dieser Text ist Teil meines monatlichen Newsletters „Digitale Notizen“, den man hier kostenlos abonnieren kann. In diesem Jahr sind in diesem Newsletter folgende Texte erschienen:
> 12 Dinge, die erfolgreiche Tiktoker tun (Dezember)
> Ambiguität der Aufmerksamkeit: Fallen Sie nicht noch mal auf Claas Relotius rein (November)
> 50 Dinge, die man zum 50. Geburtstag übers Internet wissen könnte (Oktober)
> Essen ist fertig – online (September)
> Handeln vs. Sein (August)
> #internetbriefmarke (Juli)
> Es bleibt was du tust (Juni)
> Generation Bewahren vs. Generation Gestalten (Mai)
> 70 Jahre Grundgesetz (April)
> Warum die Urheberechtsdebatte schon jetzt ein Fortschritt ist (März)
> Lesen Sie diesen Text – bevor es zu spät ist (Februar)
> Meinungsvirus: das bessere Bild für einen Shitstorm (Januar)

Shruggie des Monats: Podcasting

Der Shruggie des Monats ist eine von meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ inspirierte Rubrik meines monatlichen Newsletters (den man hier kostenlos bestellen kann). Darin beschreibe ich Personen, Ideen und Begebenheiten, die mir besonders passend zur Hauptfigur aus dem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ erscheinen – dem ¯\_(ツ)_/¯.

Du machst nichts falsch, wenn du in diesen Tagen einen Witz über Podcasts machst. Wenn Du es wie Alf oder Martin machst, kannst Du damit sogar recht lustig sein. Denn Podcasts gelten noch immer als Trend – und ständig beginnt irgendwo irgendwer damit, weitere MP3-Dateien ins Netz zu laden und sie via Apple und/oder Spotify zu verbreiten. Häufig geschieht dies ohne dass irgendwer drum gebeten hätte, weshalb all diese Podcasts erstaunlich wenige Hörerinnen und Hörer haben. Ein andere Witz lautet deshalb: es gibt mehr Podcaster*innen als Hörer*innen.

Ich weiß nicht ob das stimmt. Aber wenn ich das Podcasting zum Shruggie des Monats ernenne, dann auch genau deshalb, weil es darum gar nicht geht. Wer auf Reichweite ober Abrufzahlen schaut, könnte ja Tiktok-Videos produzieren. Dass aber (gefühlt) ständig irgendwo ein neuer Podcast gestartet wird, zeigt mir, dass hier ein anderes Interesse im Vordergrund steht: Menschen wollen im Wortsinn ihre Stimme erheben – und zwar nicht nur die mittelalten weißen Laberpodcast-Dudes, sondern diverse Stimmen sind plötzlich zu hören (Foto: unsplash)

Daran kann der Shruggie sich erstmal erfreuen. Denn dass sich mehr Menschen beteiligen, ist keine falsche Sache. Wenngleich eine trendartige Zunahme der Beteiligung natürlich stets auch Abwehr-Reflexe erzeugt. Beim Blogging war das vor einigen Jahren genau so wie jetzt beim Podcasting. Für manche wirkt es cooler, wenn man lautstark nicht mitmacht.

Gemeinsam mit dem Shruggie kann ich mich für diese Form der Coolness nicht erwärmen. Ich beobachte die Zunahme des aktiven Podcastings eher mit Freude – gerade weil nicht jeder dieser kleinen Audio-Blogs es auf große Reichweite bringen wird. Dass sie trotzdem entstehen, zeigt dass und wie Öffentlichkeit sich verändert: Publizieren ohne weitere Absicht ist möglich!

Genau diese Absichtslosigkeit passt zur Haltung des schulterzuckenden Emoticons: Probiers halt aus! Schau doch mal, wie itunes Podcasts einbindet (nämlich nur über RSS-Feeds, keine Datei wird bei Apple hochgeladen). Teste doch mal, wie ein Podcast in Spotify eingebunden wird. Finde heraus, welche Episoden oft gehört, welche Links oft geklickt werden. Und schau dir mal Substack an, dort kann man nicht nur bloggen und Newsletter verschicken, man kann auch Podcasts hosten.

Bei all dem lernt man mehr als wenn man nur am Beckenrand hockt. Podcasting ist das Wasser im Pool des Internet – du musst dort aber nicht zwingend um die Wette schwimmen. Plantschen ist auch okay!

¯\_(ツ)_/¯

Podcast-Tipps:
Seth Godin über Podcasts
Pia Frey spricht mit OMR-Gründer Philipp Westermeyer über Podcasts
– Die Weihnachtsfolge vom „Wirbt das?“-Podcast

Der Shruggie des Monats ist eine Rubrik aus meinem Newsletter (den man hier kostenlos bestellen kann). Der Shruggie ist die Hauptfigur aus meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“, in dem ich zehn Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen versammle. Der Shruggie hatte übrigens auch selber schon einen Podcast – und seit kurzem nehme ich gemeinsam mit Lucas von Gwinner auch einen Podcast auf. Hier kannst du ihn hören.

Till Ottlitz: Vier Tage Angst

In diesem Herbst wird dieses Land den 30sten Jahrestag des Mauerfalls begehen. Es wird Sonderseiten und Erinnerungen geben, Feierlichkeiten und Jubiläums-Reden. Und es gibt Journalismus, der sich diesem Thema widmet. Gerade eben ist eine Radio-Dokumentation zum Thema erschienen, die ich hier allein deshalb empfehlen muss, weil sie die erste ist, die ich audio-bingte. Ich weiß nicht, ob es den Begriff gibt, aber bei 4 Tage Angst ist mir passiert, was man von Serien in Streaming-Portalen kennt: Sie ist so spannend erzählt, dass ich nicht aufhören konnte sie anzuhören.

Es ist eine sehr gegenwärtig gemachte Dokumentation über einen Teil deutscher Geschichte, die nicht nur wegen des Jubiläums unglaublich aktuell ist. Diese Dokumenation erzählt von den Schrecken eines Unrechtsstaats und von dem Zauber der Menschlichkeit, die nicht fragt, sondern hilft – unabhängig von politischen Überzeugungen. Es ist eine Geschichte von der Not und der Angst, die Menschen in die Flucht treibt. Diese innerdeutsche Geschichte einer Flucht lässt die aufgeheizte Stimmung um Migration in diesem Land in einem neuen Licht erscheinen – und zeigt Dimensionen der deutschen Teilung.

Dass die Geschichte so ergreifend und aktuell ist, liegt aber auch daran, dass ihr Autor Till Ottlitz sich über die merkwürdige Regel hinwegsetzt, dass Journalisten sich nicht selber zum Thema machen sollten. Denn diese Geschichte verdankt ihre Spannung und Tiefe genau dieser Tatsache, denn „Vier Tage Angst“ ist die Geschichte von Bärbel Ottlitz, die Geschichte der Mutter des Autors. Dadurch ist dieser große politische Podcast auch wahnsinnig intim und persönlich. Es ist die private Geschichte der Familie Ottlitz, die große Teile der Politik und der Geschichte diese Landes greifbar macht. Damit zeigt der Podcast, worin der Wert herausragenden Journalismus liegen kann: dass er das Große im Kleinen sichtbar macht.

Das ist handwerklich und dramaturgisch herausragend gut gemacht. Besonders empfehlenswert ist dieser Podcast aber vor allem, weil Till Ottlitz sich als Autor selber angreifbar und verletztlich zeigt. In einer Folge gesteht er, dass ihm Gespräche so nahe gehen, dass ihm Tränen in den Augen stehen, in einer anderen hört er sich an, wie seine Mutter sagt, dass sie keine Kinder hätte bekommen wollen, wenn die Flucht nicht geglückt wäre.

Die Flucht glückt am Ende, aber bis es soweit ist, durchlebt Bärbel Ottlitz vier Tage Angst. Von diesen vier Tagen handelt der Podcast, über den ich nicht mehr verraten will als den Transparenz-Hinweis, dass ich mit Till persönlich bekannt bin.

Der Podcast läuft in den nächsten Wochen auf Bayern2 im klassischen Radio, man kann die Folgen aber schon jetzt digital anhören, auf der Website, bei Apple Podcast – und ich finde das sollte man tun

Folge 1: Republikflucht
Folge 2: Keine Antwort unter dieser Nummer
Folge 3: Treffpunkt Alexanderplatz
Folge 4: Independence Day
Folge 5: Abtauchen
Folge 6: Der Geruch von Pizza

Fünf Gründe warum Podcasts kein Geld verdienen (jedenfalls nicht einfach so)

Seth Godin ist ein BesserBescheidwisser in Fragen von Internet und Marketing. Ich habe den Eindruck, die beiden Themen wachsen immer mehr zusammen und immer mehr Menschen nutzen das Internet vor allem für Marketing-Zwecke: Reichweite, Interaktion, Kontakte – all das scheint mehr Menschen anzutreiben als die Tatsache, dass man sich im Internet so gut wie noch nie zuvor nach eigenen Interessen vernetzen und fortbilden kann.

Seth Godin hat – wie gefühlt fast jeder andere Internet-Mensch auch – einen Podcast. Der heißt Akimbo und ist sehr empfehlenswert. In der aktuellen Folge spricht er Meta! über Podcasts und mir ist danach so einiges klarer geworden – über das Internet, Marketing und das große Problem mit der Werbung (Foto: unsplash). Deshalb halte ich hier fünf Dinge fest, die ich bei Godin über die Frage gelernt habe, wie man mit Aufmerksamkeit Geld verdienen kann. Nicht alle Gründe sind auch meine Meinung (dafür kenn ich mich gar nicht gut genug aus), aber sie sind in jedem Fall spannende Denkansätze.

Godin lobt Podcasts und rät jeder und jedem, einen Podcast zu starten. Deshalb hat er unter dem Slogan „Podcasting is the new Blogging“ ein Podcast-Fellowship-Programm aufgesetzt. „Podcasting hilft die eigene Stimme zu finden, aber es ist kein guter Weg um Geld zu verdienen“, sagt er. Dass er darauf kommt, hängt mit Daten über das Podcast-Ökosystem zusammen, die Andreessen Horrwoitz erhoben haben und die Andrew Chen hier zusammengefasst hat – wie er das begründet, sagt viel über den Unterschied zwischen klassischer Werbung und Online-Werbung aus. Deshalb halte ich es hier fest:

1. Podcast sind groß(artig) – und anders

„Es gibt kein Medium, das mir bekannt ist“, sagt Godin mit Bezug auf die Daten der Podcast-Erhebung, „das so schnell wächst wie Podcasts – mit Ausnahme von Surfen im Netz.“ Und dann ergänzt er beeindruckende Wachstumszahlen von Menschen, die regelmäßig Podcasts hören (in den USA) – vor allem auf dem iPhone. Aber Podcasts sind nicht nur groß, sondern auch großartig – weil sie sich meist dem Clickbait um Aufmerksamkeit entziehen, den wir von anderen Medien kennen. Godin vergleicht Podcasts deshalb eher mit klassischen Büchern – mit der Ruhe und der Erkenntnistiefe, die entsteht, wenn ein Medium sich einem Thema ausführlich widmet. Die Frage lautet nun: Kann man mit diesem wachsenden Medium Geld verdienen? Die Antwort hängt von der Perspektive ab. Godin vergleicht die durchaus erstaunliche Summe, die für Podcast-Werbung in den USA ausgegeben wird mit dem Betrag, der dort für Werbung in Kinos ausgegeben wird: das Podcast-Budget macht gerade mal ein Drittel davon aus.

2. Podcasts sind zu neu

Warum ist der Podcast-Anteil so gering? Godins Antwort (die er im Podcast mit Zahlen begründet, die belegen, wie hoch der Betrag ist, den Werbetreibende ausgeben, um eine durchschnittliche Podcast-Hörer-Stunde zu erreichen im Vergleich zur gleichen Zeit im Radio, in Magazinen, Zeitungen) lautet: Werbung wird häufig von anderen Menschen gekauft als von denen, die sie bezahlen (Stichwort Media-Agenturen). Die Einkäufer müssen ihren Chefs begründen, warum sie die Werbe-Euros ausgerechnet für diese Werbeform ausgegeben haben. Und dabei, so Godin, schneiden sehr neue Werbemöglichkeiten viel schlechter ab als ältere. Der Grund: Die Chefs sind einfach noch nicht so vertraut mit Werbung in Podcasts. Sie kennen Fernseh-Werbung. Und der Einkauf richtet sich, so Godin, nach dem, was die Chefs kennen.

3. Das Internet hat Werbung zu Direktmarketing gemacht

Die zentrale Ausnahme von dieser Biografie der Werbeformen bildet das Internet, so Godin. Denn Internet-Werbung ist eigentlich im klassischen Sinn keine Reklame, die auf Image zielt. Internet-Werbung ist, so Godin, Direkt-Marketing. Direkt-Marketing zielt auf direkte Aktionen ab, die man genauso direkt messen kann. „Damit unterläuft die Internet-Werbung grundlegenden Prinzipien anderer Werbeformen“, erklärt Godin. Denn bei klassischer Fernsehwerbung konnte man den Return of Invest (ROI) eben nicht so deutlich messen wie man das heute bei Google-Ads messen kann. Außerdem basierte diese klassische Werbung auf Knappheit und der Sorge, dass ein Mitbewerber diesen einen Platz für einen TV-Werbespot bucht. Das Internet löst diese Begrenzung auf und verändert das Ökosystem für Werbung (spannender Weise betont Godin, dass dass nicht bedeutet, dass sich klassische Werbung auflösen wird).

4. Podcasts sind schwer messbar, sie brauchen Sponsoren

Anders als Online-Werbung sind Podcasts kaum messbar. Und das, was man in der Breite messen kann, ist eher ernüchternd. Godin zitiert eine Zahl, nach der der durchschnittliche Podcast gerade mal auf 124 Hörerinnen und Hörer kommt. Diese Zahl basiert aber auch auf einer unfassbar großen Gesamtzahl an Podcasts, die es allein in Amerika gibt. Soll heißen: es gibt auch Angebote mit sehr viel größerer Hörerschaft. Doch diese sind sehr schwer vermarktbar – nach klassischen Regeln. Godin rät deshalb: Es braucht Sponsoren, die die Nähe zu schätzen wissen, die durch gute Podcasts entsteht. Das ist eine andere Form der Werbung als das Direkt-Marketing in Google-Ads und die klassische Marken-Werbung in anderen Medien. Podcasts liegen genau dazwischen – und genau deshalb kann man so schwer Geld mit ihnen verdienen. So Godin.

5. Podcasts werden nach dem Buch-Prinzip funktionieren

Godin rät, genau diese Zwischenposition zu nutzen, die Podcasts im Werbeumfeld einnehmen. Er vergleicht sie deshalb wiederholt mit Büchern. Dort gibt es Ausnahmen, die zu Beststellern werden, aber die meisten Bücher werden keine Bestseller – sie werden geschrieben, weil jemand etwas zu sagen hat. Genau diesen Anspruch sollten auch Podcasts haben, so Godin. Dann finden sie auch weitere Wege um Geld zu verdienen.
Ich finde das einen erstaunlichen Ansatz, der die Frage aufwirbt: Warum kümmern sich Buchverlage nicht mehr um Podcasts?

Hier den Podcast von Seth Godin anhören, hier gibt es den Podcast, den ich zu meinem letzten Buch gemacht habe und unter dem Hashtag #klangstrecke schaue ich mir gerne auf Twitter Podcast-Empfehlungen .

Fünf Tipps, wie man einen Job findet, den man liebt

Ich bin großer Fan des Podcasts „The Arthur Brooks Show“. Regelmäßige Blogleser*innen haben den Hinweis auf Arthur Brooks schon hier sehen können. Jetzt ist die zweite Staffel seines Podcasts gestartet, die er – passend zu seinem neuen Buch – unter das Oberthema Liebe gestellt hat: Love Your Enemys folgt dem Thema der ersten Staffel, nämlich den Herausforderungen an eine zivilisierte Streitkultur. Der Podcast geht auf eine spannende Weise etwas darüberhinaus und stellt zum Beispiel die Frage: Wie findet man einen Job, den man liebt? (Foto: Unsplash)

Brooks hat dafür mit interessanten Menschen gesprochen. Zum Beispiel mit dem „Givers/Takers“-Autor Adam Grant, der selber einen tollen Podcast zu dem Thema macht (WorkLife für TED). Zum Ende des Gespräch versucht Brooks Ratschläge aus dem zu kondensieren, was Grant erforscht hat. Er schlägt die ersten drei Punkte aus der folgende Liste vor, die ich zum zwei weitere Punkte ergänzt habe. Punkte vier stammt aus dem Gespräch mit Adam Grant und Punkt fünf ist ein Ratschlag aus dem Gespräch mit dem Autor William Deresiewicz, der gerade das Buch „Excellent Sheep“ veröffentlicht hat.

1. Achte auf das richtige Verhältnis von Kontrolle und Autonomie. Finde einen Job, den du zu „deinem Job“ machen kannst. Der wichtigste Auslöser für Unzufriedenheit im Job, konnte man vorher lernen, sind schlechte Chefs. Solche, die keine Wertschäftung weitergeben und ein zu hohes Maß an Kontrolle ausüben. Solches Verhalten, so Grant, unterdrückt zwei Treiber für Zufriedenheit im Arbeitskontext: Die Möglichkeit, selber zu bestimmen und den Wert der eigenen Arbeit zu erkennen (Selbstwirksamkeit)

2. Finde einen Ort, an dem du die Leute magst, an dem ihr den gleichen Werten folgt und du Vertrauen teilst und bekommst. Vertrauen bekommt nur wer auch Vertrauen gibt. Deshalb beschreibt dieser Punkt keine Eigenschaften eines guten Jobs, sondern Aufgaben wie man einen Job zu einem guten machen kann: indem man auf Basis von ähnlichen Werten und Sympathie Vertrauen aufbaut.

3. Versuche in dem was du tust, einen tieferen Nutzen für andere zu stiften und dabei selber hinzuzulernen. Selbstwirksamkeit ist dann besonders wichtig, wenn man merkt, dass die eigene Arbeit anderen hilft, dass sie Nutzen stiftet. Grant erläutert dies in dem Podcast anhand von Studien, die beweisen, dass Menschen nicht nur höhere Zufriedenheit für, sondern auch bessere Ergebnisse im Job entwickeln, wenn sie Sinn in dessen Zielen erkennen.

4. Du solltest nicht nach einem Job suchen, der dich am glücklichsten macht. Suche einen Job, in dem du am meisten lernen kannst. Grant wählt diesen Ratschlag als Antwort auf diejenigen, die behaupten, man müsse nur seinen Träumen folgen. Das sei irreführend, sagt er. Wichtiger sei es, sich einem kalkulierten Maß an Überforderung auszusetzen und zu lernen. Denn das Meistern einer Lernkurve sei ein guter Indikator für Zufriedenheit.

5. Es wird nicht alles super sein. Sei offen für eine guten Kompromiss. Dieser Ratschlag stammt aus dem Gespräch mit William Deresiewicz. Er warnt davor, einen guten Kompromiss als Kapitulation zu interpretieren. Sehr locker übersetzt, sagt er: „Finde heraus, was du willst und dann kann auch die zweitbeste Lösung sehr zufrieden machen.“

Ich notiere das hier, weil mich Teile des Gesprächs an die Shruggie-Haltung erinnert haben. Ich notiere es aber vor allem, um den Podcast zu empfehlen.

Stabiler Mythos (Was würde der Shruggie tun? Live und Open Air aus Berlin)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen.

Was für ein Finale!!! Am 20.6. um 20:06 Uhr drücken wir im ZweiDreiRaum in Berlin-Kreuzberg auf „Aufnahme“ und zeichnen den ersten Podcast mit U-Bahn auf: Live und Open Air die Folge Stabiler Mythos aus der Reihe Was würde der Shruggie tun?.

Es handelt sich um die vorerst letzte Folge des Projekt. Denn das Crowdfunding für zehn Jahre Podcasting ist gescheitert – was wir in der Folge aber erst ganz am Ende thematisieren. Statt zehn Folgen in die Zukunft haben wir aber zehn Folgen seit dem Start zusammengebracht. Die kann man hier nachhören:

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!
… die Live-Folge aus dem Lovelace in München „Live und Love“
… die Startnext-Ankündigungs-Folge
… die Folge Piratenpodcast-Powerplay
… das große Finale Stabiler Mythos

Shownotes:
> Mehr zu #10jahrezukunft in diesem Blogeintrag
> Hier steht, warum Upload-Filter vielleicht keine gute Idee sind
> das Buch Matchplan von Christoph Biermann ist super – habe ich hier aufgeschrieben
> Hintergründe zur ewigen Bundesligatabelle und Tasmania Berlin.
>Kochen mit den Zutaten aus dem Kühlschrank – die Idee stammt von Michael Faschingbauer
> Der Shruggie-Ansatz zu kleinen Zielen, stand hier schon mal im Newsletter
> Fettarm ist ein Teekesselchen und hier gibt es mehr über Faire Milch
>Die Frage von @janboehm zur Erbschaftssteuer
> Die Frage zum Welli bei gutefrage
> alle Fragen zu 10 Jahre Zukunft
> Für mehr Hoffnung mit Rebecca Solnit
> Die Talkshow Kontrovers im Deutschlandfunk
> Der Rücktritt vom Rücktritt – am Beispiel von Lionel Messi

!!! Ein großer Dank an alle, die uns im vergangenen halben Jahr beim Quatschen unterstützt haben!!!

Kann es (noch) besser werden? (Digitale Juni-Notizen)

Dieser Text ist Teil der Juni-Folge meines monatlichen Newsletters „Digitale Notizen“, den man hier kostenlos abonnieren kann.

Seit einer kleinen Weile gibt es in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn kabelloses Internet. WIFIonICE nennt die Bahn das. Das ist schön. Außer dem WLAN gibt es aber noch etwas, was unsichtbar in der Luft liegt, wenn man einen Zug betritt. Man findet diese besondere Stimmung nicht nur in den schnellen ICE-Zügen, auch Regional- und manchmal sogar U-Bahnen sind betroffen. Das ist nicht so schön wie das WLAN. Es handelt sich um ein grundlegendes Grummeln, ein nörgelndes Nicht-Einverstanden sein, das man als „Schlechte Laune auf Eis“ beschreiben könnte. Es geht um die Haltung vieler Reisender jedes Ereignis auf der Fahrt als Ausweis für die Unfähigkeit der Bahn zu interpretieren. Egal, was passiert, es gibt nur eine Reaktion: „Typisch!“ Und das ist nicht nett gemeint.

Natürlich sind unter den vielen tausenden Bahnreisenden jeden Tag auch welche, die fröhlich gestimmt sind, optimistisch den Blick auf die Dinge richten, die funktionieren und höflich und nett bleiben im Austausch mit dem Personal. Sie sind aber erstens entschiedend leiser als die Typisch-Fahrer*innen und zweitens ist ihre Meinung bei weitem nicht so anschlussfähig wie das breite Bahn-Nörgeln, das einem stets zustimmendes Nicken nicht nur im Abteil garantiert.

Es gibt eine zweite Sache in diesem Land, die mit einem vergleichbaren Vorurteil zu kämpfen hat wie die Bahn: die Zukunft. Genau wie der Zugverkehr ist auch bei der Zukunft niemand offensiv dagegen (wie auch), aber einverstanden ist man dennoch nicht. Zukunft ist zu einer reiner Sonntagsreden-Floskel geworden, deren Gestaltung kaum Alltags-Antrieb ist. Dass jemand lauthals sagt, dass er die Zukunft gut findet, weil er glaubt, dass die Welt dann besser sein wird, hört man in diesem Land genauso selten wie man im Zug ein Lob auf die Bahn hört.

Ich glaube diesem Zukunfts-Zaudern liegt ein Mangel an innovativem Denken zugrunde.
„Die Fähigkeit, die Welt, so wie sie ist, zu verbessern und vieles in ihr ,neu zu erfinden'“, schreibt Wolf Lotter in seinem Buch „Innovation“, „ist eine zentrale kulturelle Leistung, vielleicht die wichtigste von allen.“ Der Brandeins-Autor spricht in seinem lesenswerten Buch von „barrierfreiem Denken“ und definiert Innovation als, „den berechtigten Anlass für die Hoffnung, dass es besser wird. Der Beweis, dass die Zukunft existiert.“

Anders formuliert: Wer innovatives Denken lernen möchte, muss die Fähigkeit trainieren, Zukunft als gestaltbaren Raum zu denken. Das Morgen und Übermorgen ist nicht schicksalhaft vorherbestimmt, es kann durch unser Zutun verändert, ja, verbessert werden.

Glauben Sie daran? Engagieren Sie sich dafür? Oder finden wir nicht allesamt immer wieder Entschuldigungen, warum es sich am Ende dann doch nicht lohnt? Warum erlauben wir uns so selten die Hoffnung darauf, dass unser Mit- und Zutun Einfluss auf die Zukunft hat?

Ich habe die Befürchtung, dass dies unter anderem daran liegt, dass der Referenzrahmen relevanter Entscheidungsträger*innen in diesem Land eben nicht das Heute oder Morgen ist, sondern das Gestern. Denn gestern waren die Dinge besser – so sehen sie es jedenfalls häufig. Hoffnung heißt für sie vor allem: den Status-Quo zu verteidigen. Das ist ein ehrenvoller Antrieb, aber eben ein anderer als jener, der Menschen vor einer Generation inspirierte, die sich auf das Ziel konzentrierten: Meine Kinder sollen es mal besser haben.

Ob man die kulturelle Leistung der Innovation erbringen kann, ist also weniger eine Frage der Übung als eine Frage der Perspektive, die man auf die Welt wirft. Wenn man so will, handelt „Das Pragmatismus-Prinzip“ von nichts anderem als von dem Versuch, innovatives Denken immer wieder und immer wieder neu anzuwenden. In dem Buch gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie der Wechsel der Perspektive uns dabei helfen kann. Diesen Perspektiv-Wechsel haben Yannic Hannebohn und ich einzuleiten versucht, als wir vor ein paar Wochen das Crowdfunding für den Podcast „Was würde der Shruggie tun?“ gestartet haben: Wir wollten ihn für zehn Jahre finanzieren!

Zehn Jahre!
Das klingt nach einer kleinen Ewigkeit, wenn man aber ins Jahr 2008 zurückdenkt, stellt man fest, wie nah zehn Jahre in Wahrheit sind. Das haben wir in dem Hashtag #10JahreZukunft zusammengefasst. Beides sollte den Blick öffnen auf die Zukunft als gestaltbaren Raum.

Ob das geklappt habe? Darüber kann man streiten: Yannic und ich haben das in der jüngsten Ausgabe des Podcasts getan. Wir haben gewettet, ob das Crowdfunding noch erfolgreich wird. Am Donnerstag dieser Woche endet es. Am Mittwoch nehmen wir eine Live-Folge in Berlin auf (20.6.,20:06 Uhr Gitschiner Straße 20 Berlin).

Vielleicht wird es die letzte Folge unseres kleinen Projekts.
Vielleicht aber auch nicht.

In jedem Fall ist das Projekt aktuell eine gute Übung in der positiven Antwort auf die Frage, die wie keine zweite innovatives Denken offenlegt:

Kann es (noch) besser werden?


Dieser Text stammt aus dem monatlichen Newsletter Digitale Notizen, in dem man mir beim Denken zusehen kann.

In diesem Newsletter sind z.B. erschienen: „Altland“ (April 2018) „#smarterphone“ (März 2018) „Anleitung zum Unkreativsein“ (Januar 2018) „Newsletter über Newsletter“ (Dezember 2017), „Wir sind unbeugsam“ (Oktober 2017), „Unser Land – unsere Regeln“ (September 2017) „Selbstverpflichtung gegen den Terror“ (August 2017), „Freiheit zum Andersdenken“ (Juli 2017), „Was Medien vom Laufen lernen können“ (Mai 2017), „Fairer Teilen“ (März 2017) „Streiten lernen – für ein besseres Internet“ (Januar 2017), „Digitaler Heimat- und Brauchtumsverein“ (Oktober 2016), „Ein Dutzend Ideen für die Journalistenausbildung“ (September 2016) „Kulturpragmatismus“ (Juni 2016), „Denke kleiner“ (Februar 2016 ) „Social-Media-Gelassenheit“ (Januar 2016).

Piratenpodcast Powerplay (Was würde der Shruggie tun? 009)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen, der gerade auf Startnext ein Zehn-Jahres-Projekt begonnen hat

Es gibt so viele Fragen. Manche davon schicken uns Hörerinnen und Hörer (an 0174 350 3082), manche davon entdeckt Yannic in anderen Podcasts. Darum geht es in dieser Piraten-Podcast-Folge. Denn der Shruggie beantwortet dieses Mal Fragen aus anderen Podcasts.

Außerdem geht es um eine Wette: Gelingt das Crowdfunding auf Startnext oder ist das hier schon die vorletzte Folge? Yannic und Dirk wetten und planen ihren Besuch in Kreuzberg

am 20.06. um 20:06 Uhr im Zwei Drei Raum in der Gitschiner Str. 20 in 10969 Berlin

Dort nehmen wir eine Live-Folge auf – die letzte von diesem kleinen Podcast? Es lohnt sich in jedem Fall vorbeizukommen! Es gibt entspanntes Gelaber – und wir beantworten auch die Fragen, die unter dem Hashtag #10jahrezukunft vorgeschlagen wurden (Details hier)

Vorher kann man aber hier anhören, welche Fragen Yannic in Podcasts entdeckt hat – und zwar aus diesen Podcasts, die wir dringend empfehlen:

> Fest und Flauschig
> Creamspeak
> Feuer und Brot
> Rasenfunk

Hier die Piratenpodcast-Powerplay-Folge auf Soundcloud anhören. Außerdem im Hör-Archiv…

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!
… die Live-Folge aus dem Lovelace in München „Live und Love“
… die Startnext-Ankündigungs-Folge

Shownotes:
>Falls jemand den Titel nicht versteht
> Mehr zu #10jahrezukunft in diesem Blogeintrag
> Der Shruggie ist zwischen Possimisten und Eptimisten
> Die Urban-Sound-U-Bahn in Berlin
> Kopiermeister wg. Lob der Kopie
> Die Folge mit der Frage nach dem richtigen Podcast-Tempo gibt es hier
> Haben Bibi und Tina einen Podcast?
> Sind Stefanie Giesinger und Max Giesinger befreundet?
> Wer ist Uli Schulz?
> Das hier ist Uli Stein
> Der Besuch von Eva Schulz im Neo Magazin Royale
> Was haben Sebastian und Max von Creamspeak mit den Screenshots zu tun?
> Jens Spahn, Sophie Passmann und die Frage, wie der Heimatort von Jens Spahn heißt (Spahndau?)
> Der Instagram-Accounts von Feuer und Brot
> Kann der Shruggie klatschen? Bzw.: Wer setzt den Sinnspruch „Keiner klatscht – nur der Shruggie. Du kannst es aber nicht hören“ um?
> Hintergründe zu der Idee Heimatverein Internet – inklusive einem Essay zum Thema aus der Süddeutschen Zeitung
> Warum das Internet ein toller Ort ist, den man verteidigen soll!
> Das deutsche Auswärtstrikot 2014 – und meine Analyse: Belgien ist klarer Titelfavorit bei der WM, wegen des belgischen Auswärtstrikots
> Yannics Podcast-Empfehlung: The Habitat
> Am 21. Juni ist Sommeranfang – und das Finale des Crowdfundings auf Startnext
> Am 20. Juni nehmen wir eine Live-Folge im ZweiDreiRaum in Kreuzberg (Berlin) auf – dafür wünschen wir uns weitere Fragen von dir an den Shruggie! Ruf ihn an oder schreibe eine SMS/WhatsApp an 0174 350 3082

In Kategorie: DVG

Der längste Podcast der Welt (Was würde der Shruggie tun? 008 mit Crowdfunding)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen, der gerade auf Startnext ein Zehn-Jahres-Projekt begonnen hat

Lange nichts gehört. Doch da sind wir endlich wieder! Yannic war im Urlaub und gemeinsam hatten wir eine Idee: Wir beginnen auf Startnext das längste Podcast-Abo der Welt. Zehn Jahre lang machen wir jedes Jahre ein Folge „Was würde der Shruggie tun?“ – wenn Ihr das wollt.

Denn das ist ja die Idee von Crowdfunding: Menschen können mithelfen, Projekte möglich zu machen (wer Hintergründe zu meiner Crowdfunding-Erfahrung sucht: 2012 habe ich mal ein Buch mit Startnext geschrieben) – und ihr könnt jetzt mithelfen, den Shruggie zehn Jahre lang zu hören!

Alle Details dazu erzählen wir in dieser Podcast-Folge, die keine Hörerfragen beantwortet, sondern nur die Frage „Was würde Yannic tun?“ – in der Antwort erfahren wir viel über Trampen und über alte deutsche Nationalspieler. Hier kann man die Folge anhören

… und hier gibt es alle bisherigen Folgen zum Nachhören:

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!
… die Live-Folge aus dem Lovelace in München „Live und Love“
… die Startnext-Ankündigungs-Folge

Shownotes:
> Die Live-Folge aus dem Lovelace in München steht hier – und hier gibt es ein paar Eindrücke
> Eindrücke von Yannics Urlaub gibt es auf seiner Instagram-Seite
> Das Emoji zum Trampen
> Ein Bild von der republica
> Am 21. Juni ist Sommeranfang – und das Finale des Crowdfundings auf Startnext
> Bonus-Info zu Julius (der schon in Folge 05 aufgetreten ist): am 20. Juni nehmen wir eine Live-Folge im ZweiDreiRaum in Kreuzberg (Berlin) auf!

In Kategorie: Pop

Live und Love (Was würde der Shruggie tun? 007 – mit Publikum)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen und gibt es hier bei iTunes, hier bei Soundcloud und hier als RSS-Feed.


Da gucken uns ja Leute zu:
Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen haben sich im Lovelace-Hotel in München auf eine Bühne gesetzt und geredet (also vor allem Dirk). Das hier ist die Aufnahme der wunderbaren Abendveranstaltung mit wahnsinnig vielen Fragen für das sprechende Emoticon aus dem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ – unter anderem:

… Wie steht der ¯\_(ツ)_/¯ zu Feminismus? #dmcmuc
… Warum seid ihr mit dem ¯\_(ツ)_/¯ eigentlich nicht auf Voctag? #dmcmuc
… Der K/Carsten hat noch eine Idee, aber ich tendiere zum Prinzip der Gelassenheit. Das wird zum Problem, was soll ich tun?
… Soll man seinem Chef sagen, dass der Typ den er einstellen will ein Arsch ist?
… Was würde DAS ¯\_(ツ)_/¯ tun, wenn die Zombie-Apokalypse kurz bevor stünde? (Dominik vom Podcast @nerdmeetsyou)
… Kann man Erfolg und Slow Business vereinbaren? von Susanne Klinger von @hauseins
… Warum sind wir noch keinen Zeitreisenden begegnet? von Thomas mit C aus dem Publikum
… Sollte man immer vom Positiven oder immer vom Negativen ausgehen, um überrascht zu werden? Wie gehst du ran an die Welt, Shruggie? Eine Computerstimme
… Soll ich mich für ein Unterhaltungsbuch oder ein kluges Buch entscheiden? @bastihosan
… Schnellfragerunde mit @smandel_8
Warum ist die Erde rund und nicht blumenförmig?
Warum sprießt mein Avocado-Kern nicht so wies im Internet steht?
Warum bleiben Menschen in Beziehungen, in denen sie unglücklich sind?
… Was würde der ¯\_(ツ)_/¯ tun wenn auf seiner Facebook-Veranstaltung alle nur auf „vielleicht“ drücken? aus dem Publikum
… Ich folge seit ein paar Monaten rechten Accounts auf Twitter, die scheißen mir aber die Timeline zu. Was soll ich da tun? von @dschottner
… Wann wird der Religionsunterricht abgeschafft und für alle ein verpflichtender Ethik-Unterricht eingeführt? vom #dmcmuc
… Donald Trump tritt bei der nächsten US-Präsidentschaftswahl erneut an – wen würde der ¯\_(ツ)_/¯ wählen? aus dem Publikum
… Was denkt Angela Merkel WIRKLICH über die Ehe für alle? von @moritzhartm
… Soll ich angesichts der Digitalisierung von Arbeitsplätzen umschulen und auf was? von einem alten Bekannten.

Zum Nachhören gibt es hier…
… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!

Shownotes:
> Wir sind im temporären Hotel Lovelace in München – und hier gibt es ein Eindrücke
> Was Justin Trudeau über Feminismus gesagt hat
> Die Folge mit der Voctac-Frage
> hier geht es zum Blog/Podcast NerdMeetsYou
> „Einsamkeit ist eine ansteckende Krankheit, ist nicht nur ein toller Witz“, sondern eine Idee von Manfred Spitzer (der meint das aber ernst)
> Dirks Lieblingsthema Smartphones weiterlesen unter #smarterphone
> Mehr zum Thema Zukunftsangst und Kulturpragmatismus
> das tolle Podcastlabel Hauseins von Susanne Klingner und Katrin Rönicke
> Das „erlebende Selbst“ und das „erinnernde Selbst“ aus dem Buch „Schnelles Denken – langsames Denken“ von Daniel Kahnemann
> Die ernsthafte Version vom Shruggie ist Gary Vaynerchuck
> Die zitierte Stelle von Stephen Hawking stammt aus diesem Interview mit John Oliver
> Stephen Hawking zum Thema Vorhersehung
> Zum Thema Pessimismus und Optimismus – der Appell für Hoffnung
> Das empfohlene Buch von Rebecca Solnit
> Was Christian Lindner (hätte gerne eine Urkunde) mit einer Beziehung zu tun hat: Bloss nichts falsch machen
> Falls Martin Schulz diesen Podcast hört: Wir haben eine Joboption! (Buchhändler für Amazon)
> Mehr zum Thema Ambiguitätstoleranz in dieser Podcast-Folge
> Hier war Dirk #nacktimnetz
> Die Zwei-Browser-Lösung
> Die Rex-Tillerson-Verwechslung
> Der blöde Merkel-Tweet
> Die Liste von John Perry Barlow, dessen Name Dirk nicht einfällt
> die Groko-Aufregung

Du hast auch eine Frage an den Shruggie? Dann frag ihn: 0174 350 3082!