Alle Artikel mit dem Schlagwort “loading

loading: Agroforst im Norden Spaniens

Daniel Etter ist ein preisgekrönter Fotograf und Journalist. Seit Jahren berichtet er u.a. auch über die Klimakrise. Gerade hat er ein interessantes Projekt auf GoFundMe gestartet: Es geht um Agroforst im Norden Spaniens. Ich habe ihm den loading-Fragebogen geschickt.

Was macht Ihr?
Wir pflanzen in Norden Spaniens ein so genanntes Agroforst-System mit gut 1000 Bäumen. Agroforst bedeutet, Ackerbau und mit Streifen von Bäumen zu verbinden. Das gibt es in kommerziellem Maßstab etwa mit Walnüssen-Reihen, zwischen denen Getreide angebaut wird. So will man Synergien schaffen. Bäume können die Bodenstruktur verbessern, ein Mikroklima schaffen und so etwa den Boden vor Austrocknung schützen. Der Energie-Output solcher System kann deutlich höher sein, als der konventioneller Monokulturen. Die Besonderheit bei uns ist, dass wir sehr eng pflanzen und schnell wachsende Pionierbäume mit Obst-, Nuss und Olivenbäumen kombinieren. So wollen wir die natürliche Abfolge bei der Entstehung eines Waldes Nachahmen.

Warum macht Ihr es?
Wir haben gesehen, wie dramatisch schnell sich das Klima ändert. Die globalen Änderungen, die wir jetzt sehen, sind massiv. Bei uns ist im vergangen Sommer der kleine Fluss im Tal teilweise versiegt – bis heute hat er sich nicht erholt. Auch die Wälder in der Region haben sehr gelitten. Im vergangen Jahr habe ich für ein Buch über Landwirtschaft recherchiert und wirklich jeder Landwirt, jede Landwirtin kämpft mit Klimawandel. Die Systeme, mit denen wir derzeitig Nahrungsmittel produzieren, leiden schon jetzt darunter. In Teilen von Spanien ist die Olivenernte 2022 wegen der Hitze und Trockenheit um die Hälfte eingebrochen. Wie sind die Antworten drauf? In Brandenburg versucht etwa der Landwirt Benedikt Bösel mit Agroforst-Systemen seinen Betrieb zukunftssicher zu machen. Unter anderem von dort habe ich mir Inspirationen für unser Projekt geholt.

Unser Projekt ist nicht kommerziell. Es ist ein Experiment, mit dem wir aber auch mittelfristig Wal- und Haselnüsse, Oliven und Granatäpfel produzieren wollen.

Wer soll sich dafür interessieren?
Jede Person, die isst.

Wie geht es weiter?
Wir werden bis Ende Januar weiter pflanzen. In den ersten Jahren müssen Bäume geschützt werden, ansonsten werden die von Rehen oder Hasen abgefressen oder von Wildschweinen ausgegraben. Deshalb werden wir noch einen Elektrozaun installieren. Und dann hoffen wir, dass sich die Bäume gut etablieren, um mit möglichst wenig Bewässerung durch den Sommer zu kommen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Unsere Nahrungsmittelproduktion ist nicht im Ansatz nachhaltig. Ein Beispiel: Viele werden von der Todeszone im Golf von Mexiko gehört haben. Dort gibt es so wenig Sauerstoff, dass kein Leben möglich ist. Sie ist gigantisch groß: 5.000 Quadratkilometer. Aber es ist kein Vergleich zur Todeszone in der Ostsee, die 60.000 Quadratkilometer groß ist. Verantwortlich dafür sind vor allem überdüngte landwirtschaftliche Böden, aus denen Nährstoffe ausgewaschen werden, die dann zu Algenwachstum führen. Wenn diese Algen absterben, rauben sie ihrer Umgebung Sauerstoff. Landwirtschaft geht aber besser. Und sie ist einer der größten Hebel, um Klimawandel zu verlangsamen. So versucht die so genannte regenerative Landwirtschaft ökologische Schäden zu beheben. Seit ein paar Jahren ist daraus in Europa eine regelrechte Bewegung entstanden. Das Tolle daran ist: es braucht keine großen, komplexen technischen Innovationen, sondern einfach andere Praktiken und mehr Verständnis für natürliche Abläufe.

Das Projekt hier auf GoFundMe unterstützen!

loading: let’s play critical

Im Frühjahr 2024 soll im Transcript-Verlag der Sammelband „Let’s Play Critical – Kritische Auseinandersetzung mit Videospielen“ erscheinen – kuratiert von Şeyda Kurt, Thomas Spies und Holger Pötzsch. Auf gofundme schreiben die drei: „Einen kritischen Band zu veröffentlichen, bedeutet für uns nicht nur, aus dem engen Korsett der universitären Wissensproduktion auszubrechen und freischaffende Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Akteur:innen aus der Spieleindustrie mit an Bord zu holen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, diejenigen Autor:innen, die nicht fest an Universitäten angestellt sind, für ihre Arbeit fair zu bezahlen.“ Deshalb haben sie eine Crowdfunding-Kampagne auf gofundme gestartet. Thomas Spies hat dazu den loading-Fragebogen beantwortet

Was macht Ihr?
Wir sind Herausgeber:innen eines Sammelbands, der so im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. In diesem lassen wir Expert:innen über Themenfelder schreiben, die sich mit dem Medium Videospiel auseinandersetzen. Zwar gab es das bisher bereits, doch wir schlagen zunächst einmal eine Brücke zwischen akademischer und nicht-akademischer Arbeit: Wir vereinen Artikel von freischaffend arbeitenden Autor:innen, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen mit denen von universitär Angestellten. Darüber hinaus nähern wir uns dem Videospiel aus einer kritischen Perspektive – heißt: queerfeministisch, dekolonial und politökonomisch. So ergeben sich spannende Untersuchungsfelder wie Erinnerungskultur, Sexarbeit oder Mutterschaft im Videospiel, aber auch gewerkschaftliches Organisieren und vieles mehr wird Schwerpunkt sein!

Warum macht Ihr es (so)?
Wir wollen das starre universitäre Korsett ein Stück weit aufbrechen und sehen vielstimmige Beiträge als wesentlich für die moderne Wissensproduktion an. Das Medium Videospiel ist gesamtgesellschaftlich verbreitet und deswegen ein geeigneter Untersuchungsgegenstand für unseren neuartigen Band. Darüber hinaus ist es spannend zu erforschen!

Wer soll sich dafür interessieren?
Alle, die gelegentlich oder häufig Videospiele spielen oder sich schon immer mal gefragt haben, was diese so besonders macht und warum sie für unsere Gesellschaft äußerst relevant geworden sind.

Wie geht es weiter?
Wir sammeln mit unserer Kampagne Geld für unsere freischaffenden Autor:innen. Denn Honorare für diese sind in der akademischen Förderungslandschaft nicht vorgesehen. Mit dem Band selbst erzielen wir keine Einnahmen und sind somit auf Spenden angewiesen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wie wichtig es ist, Videospiele und die mit und an ihnen arbeitenden Personen ernst zu nehmen und zu beleuchten, was sie über unsere Gesellschaft aussagen, wen sie abbilden und wie – und wen nicht!

>> Hier die Kampagne auf gofundme unterstützen

loading: Sorry, war noch kurz laufen

Die Geschichte des Laufsports wird häufig männlich gelesen. Der Hamburger Ankerwechsel-Verlag will das ändern – und bringt ein Laufbuch aus weiblicher Perspektive auf den Markt, in einem Crowdfunding auf Startnext.

Verlegerin Harriet Dohmeyer hat dazu den loading-Fragebogen beantwortet.

Was machst du?
Wir sammeln auf Startnext Geld für ein Buch über das Laufen aus weiblicher Perspektive. Es heißt: „Sorry, war noch kurz laufen“. Und natürlich: Sorry, not sorry! Die Autorin Nicole Blatt gibt weder Diät-Tipps noch Tutorials für schweißfestes Make-up, sondern Antworten auf wirklich wichtige Fragen wie: Warum ist Laufen anfangs so mühsam? Und wieso ist Laufen für Frauen nicht nur ein Sport, sondern eine Form der Rebellion? SWNKL ist ein Projekt aus dem Hamburger Indie-Verlag Ankerwechsel, den ich vor fünf Jahren gegründet habe.

Warum machst du es (so)?
Mit dem Funding können wir den qualitativen und klimaneutralen Druck bezahlen. Beim Ankerwechsel Verlag ist es mir wichtig, dass wir Bücher machen, die besonders durchdacht, gestaltet und lokal produziert werden. Gestartet habe ich den Verlag ursprünglich, weil ich als Autorin und Fotografin die Idee für eine Reihe über Städte hatte, aber das Manuskript und die Fotos nicht einfach abgeben wollte, sondern in der Zusammenarbeit mit Kreativen mitentscheiden und auch den Vertrieb gestalten wollte (wie z.B. aus Überzeugung nicht bei Amazon). Die Verlagsgründung war das Beste, was ich in meinem Leben bis jetzt getan habe. Ich konnte so viel dadurch lernen und schätze vor allem der kreative Austausch mit unserer Grafik Designerin Violetta Sanitz. Sie ist auch Teil des großartigen Teams hinter „Sorry, war noch kurz laufen“. Neben der Autorin Nicole Blatt ist weiter Lektorin Marie Krutmann beteiligt und die Hamburger Illustration Annina Brell. Als Verlag haben wir wenig finanzielle Mittel, aber hohe Ambitionen, deshalb das Crowdfunding. Es ist außerdem eine super Möglichkeit, unser Vorhaben zu präsentieren. Und die erste positive Resonanz ist ein Start, der viel Mut macht!

Wer soll sich dafür interessieren?
Auf der einen Seite Personen, die sich fürs Laufen interessieren. Egal, ob gerade angefangen, begeistert dabei – oder irgendwo zwischen Hass und Liebe. Auf der anderen Seite (gerne auch gleichzeitig) ist “Sorry, war noch kurz laufen” ein Buch für Menschen, die besonders gestaltete Bücher mögen und nicht nur auf reine Information aus sind.

Wie geht es weiter?
Hoffentlich noch mit vielen weiteren Unterstützer*innen und noch mehr Presse zum Buch. Dann gehen wir im Herbst in den Druck und liefern noch vor Weihnachten aus. Bei Ankerwechsel arbeiten wir außerdem gerade an einem weiteren Buchprojekt. Gleichzeitig möchte ich langsam und Schritt für Schritt wachsen – für eine bewusste und gesunde Entwicklung in einer teils schwierigen, aber wunderschönen Branche.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass Frauen erst seit den 70ern an Marathon-Läufen teilnehmen dürfen. Und dass es Projekte wie unseres gibt – also danke für deine Fragen, Dirk!

>>>Sorry, war kurz noch laufen kann hier auf Startnext bestellt werden

loading: Low Budget High Spirit Magazin

2014 legte Fabian Schuetze mit seiner Band „A Forest“ den Entstehungsprozess der eigenen Musik offen. Damals kamen wir in Kontakt, weil ich genau über diesen Prozess in Eine neue Version ist verfügbar geschrieben hatte. Wir blieben in losem Kontakt und ich verfolgte seinen sehr inspirierende Newsletter „Low Budget High Spirit“. Deshalb war es eine Freude als er mich fragte, ob ich an der Magazin-Werdung des Newsletters teilnehmen würde: Es geht um ein Print-Magazin zum Oberthema „Musik Business neu denken“. Zu dem Heft ist vergangene Woche ein Crowdfunding gestartet – und ich habe Fabian dazu den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Ich versuche Musikbusiness neu zu denken und hoffe, dass es auch anderen Denkanstöße gibt. Ich schreibe einen monatlichen Newsletter und mache jetzt zum ersten Mal ein Print-Magazin mit tollen Gastbeiträgen und Long Reads.

Warum machst du das (so)?
Ich liebe Print und wollte schon immer ein Magazin machen. Low Budget High Spirit war und ist „Newsletter First“, und jetzt halt „Magazin second.“ ich bin froh, wenn ich es zukünftige schaffe einmal im Jahr ein Magazin zu machen. Der Aufwand ist natürlich enorm. Das Magazin wird maßgeblich über ein Crowdfunding finanziert, weil das dem Community-Gedanken von Low Budget High Spirit am besten folgt.

Wer soll sich dafür interessieren?
Ambitionierte Musiker:innen, Professionals aus der Branche und alle, die sich für Wandel in Kreativindustrien interessieren.

Wie geht es weiter?
Nach einem hoffentlich erfolgreichen Crowdfunding wird Ende Mai das Magazin erschienen und hoffentlich viele Leser:innen finden. Dazu gibt es natürlich weiter den Newsletter und sicherlich auch noch weitere Projekten 2021.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass die Musikindustrie mehr Schein als sein ist. Dass es eine Branche mit vielen Problemen ist. Dass was es heißt Künstler:in zu sein in der Realität etwas komplett anderes ist, als das, was sich die Leute darunter vorstellen.

>>> Das Low Budget High Spirit-Magazin auf Kickstarter supporten

loading: Marco e Amici

Vergangene Woche durfte ich an einer besonderen Buchpremiere teilhaben: mein DJS-Kollege Marco Maurer hatte mich zur Vorstellung seines Buches „Meine italienische Reise“ eingeladen – virtuell. Gemeinsam mit Francesco Wilking von den Band Crucci Gang und Die Höchste Eisenbahn sprachen wir in einem Insta-Live über Italien und Marco zeigte uns den Buchladen in Hamburg, den er zu dem Buch eingerichtet hat. Ein Buchladen im Wortsinn: denn der ganze Laden im Lehmweg 43 in Hamburg ist dem Buch gewidmet.

Eine sehr tolle Idee, die man jetzt hier auf Startnext unterstüzen kann.

Was machst du?
Ich habe den einzigen One-Book-Bookstore der Welt, also die einzige Ein-Buch-Buchhandlung del mondo eröffnet. Sie wird nur bis 7. Mai offen stehen, aber wir möchten sie darüber hinaus erhalten. Ich habe das Buch „Meine italienische Reise“ geschrieben, und in der Buchhandlung, die auch über einen 3-D-Link einsehbar ist, kann man die Reise, die der Fotograf Daniel Etter, ein Pulitzer-Preisträger, und ich gemacht haben, „erfahren“. Über 7000 Kilometer mit uns von Sizilien bis nach Hamburg reisen, die Menschen treffen, die auch wir getroffen haben, an den Stationen Halt machen an denen wir das getan haben. Die Italiener und Italienerinnen haben Exponate (Wäscheleinen aus Neapel, eine Werkstatt aus Turin, Seide aus den 60er Jahren, Nudelhözer, Kleidungsstücke, eine Boccia-Kugel aus der Adenauer-Villa La Collins) geschickt, mit denen ich das Buch Kapitel für Kapitel nachgebaut habe. Dann könnte man das Buch mit nach Hause nehmen, erwerben, und eines der 25 Rezepte nachkochen, einen italienischen Tag oder ein italienisches Wochenende verbringen. Zudem können sie natürlich das Buch lesen, eine Erzählung. Insgesamt: Unsere Reise erleben.

Warum machst du es (so)?
Die Leipziger Buchmesse und viele Lesungen wurden abgesagt, einerseits. Anderseits leben wir in einer lähmenden Zeit, die uns alle stillstehen lässt. Kultur kann kaum stattfinden. Ich wollte den Menschen ein niedrigschwelliges kulturelles Gegengift verabreichen. Daher dachte ich mir, ich mach mal was anderes: eine Buchhandlung eröffnen, die wie ein Museum funktioniert. Allerdings verkaufen wir nur ein Buch, und die Geschichte der Erzählung. Ich diene als eine Art Reiseführer, nehme die Menschen mit auf die Reise für 15-30 Minuten, sie können alle Italiener und Italienerinnen treffen, die wir auch getroffen habe. Hintergrund ist, ich möchte Hamburg was bieten, Reisen ist gerade schwer, auch gibt es immer weniger Freizeitangebote aufgrund von Corona. Ich möchte ein nachbarschaftliches Projekt für ganz Hamburg sein, man kann hier auf einen Kurzurlaub in Italien vorbeikommen. Wir haben eine kleine Kirche aufgebaut, eine historische Turiner Cinquecento-Autowerkstatt, ein Cafe aus den Sechzigern, in dem es Illy-Espresso für einen Euro gibt. Eine Küche aus den Abruzzen ist ebenso zu finden, wie ein Papagei namens Andracko (mit ck!); ein Kollege von ihm hat nämlich besagtes Dorf in den Abruzzen gerettet. Wie das funktioniert erzähle ich im Lehmweg 43, 20251 Epppendorf und auf @marcoeamici auf Instagram. Der NDR nannte unsere Buchhandlung „Little Italy in Hamburg“, der Spiegel ein „Museum der Sehnsucht“. Gleichzeitig veranstalten wir hier auch die Amici-Talks, Gespräche mit prominenten Gästen. Du, Dirk, gehörtest ja auch dazu – und hast unseren Showpapagei Andracko nicht zum Sprechen gebracht übrigens ;) Auch zu Gast sein werden Johanna Haberer (Theologin, Buchautorin, Podcast „Unter Pfarrerstöchtern/Zeit“), Melissa Forti (italienische Konditorin und Buchautorin), Lars Weisbrod (Autor und Journalist Die Zeit), Jasmin Schreiber („Marianengraben“, Bestsellerautorin), Francesco Wilking und weitere mehr. Mehr über die einzelnen Veranstaltungen findet ihr hier: www.marcoeamici.de

Damit ist es auch ein gesellschaftliches und journalistisches Projekt, wir wollen die Menschen unterhalten in deiner Zeit in der wir uns nach Unterhaltung, Abwechslung sehnen. Reisen im Kopf ist unser Motto. Und deswegen mache ich das. Zerstreuung, Unterhaltung, sich unbeschwert fühlen. Wir bieten einen Kurzurlaub.

Wer soll sich dafür interessieren?
Menschen. Jung, alt, gebräunt, ungebräunt, Mann, Frau, divers, Italiener, Deutsche, Eppendorfer, Wilhelmsburger. Alle sollen sich hier heimisch fühlen. Alle, die gerne Urlaub in Italien machen wollen, können bei uns vorbeikommen. Ein paar unbeschwerte Momente bieten wir ihnen auch hier. Kostet gar nichts. Wer die Reise verlängern möchte, nimmt das Buch mit nach Hause, in der normalen oder einer Sonderedition (Details siehe unten; 5 Euro davon gehen an Seawatch oder die SOS Kinderdörfer), die live im Laden hergestellt wird.

Wie geht es weiter?
Erst einmal geht es bis zum 7. Mai. Das war bis dahin gut finanziert. Aber aufgrund von Corona sind uns zwei, drei Partner im letzten Augenblick (zum Teil während wir begonnen haben) abgesprungen; verklagen könnten wir sie, wollen wir aber natürlich nicht. Sind dennoch unsere Freunde, unsere Amici. Aber wir freuen uns ein wenig über Unterstützung. Es gibt als Dankeschöns Bilder von Daniel Etter, immerhin Pulitzer-Preisträger und World Press Award-Gewinnenr, zu kaufen, in Galeriequalität, Leinbeutel, Shirts, das Buch in einer Sonderedition (mit Prägestempel, limitiert auf 500 Exemplare, einem Leseband und vielen weiteren Extras) und, und, und. Oder man kauft nur unserem Vogel Futter; Andracko freut sich, er isst alles außer Avocados.

Am 7. Mai schließen wir wohl – oder ziehen weiter, was wir uns gut vorstellen können. Auf jeden Fall wollen wir das Ganze auch digitalisieren. Angefangen haben wir schon, siehe etwa dieser 3-DBlick hier in unsere Buchhandlung: aber es soll noch weitergehen. Außerdem ist es unser Wunsch mit der Sache durch Deutschland zu ziehen. Vielleicht gelingt das uns ja zusammen? Marco e Amici bald auch in deiner Stadt, wer weiß? Vielleicht sogar mit Italo-DJ-Set?

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass alles bald besser wird, Ciao und Amore.

>>> Marco E Amici hier auf Startnext unterstützen

loading: Great Green Thinking &Töchter

Fünf Frauen, die in diesem schwierigen Jahr die Verlagsbranche inspirieren: &Töchter ist ein Buchverlag aktueller Prägung: Laura Nerbel, Lydia Hilebrand, Elena Straßl, Jessica Taso und Sarah Zechel denken das Verlegen neu – steht auf ihrer Website. Dort findet man auch das aktuelle Buchprojekt „Great Green Thinking“, das gerade auf Startnext realisiert wird. Lydia Hilebrand hat dazu die loading-Fragen beantwortet.

Was macht ihr?
Wir möchten über Startnext unser nächstes Buchprojekt realisieren: „Great Green Thinking“ ist ein Sachbuch über Nachhaltigkeit. Die beiden Autorinnen Jennifer Hauwehde und Milena Zwerenz beleuchten das Thema aus verschiedenen Perspektiven, erzählen eigene Geschichten und führen Interviews mit Expert:innen. Auf diese Weise möchten sie dieses kontroverse Thema so divers wie möglich aufgreifen und Möglichkeiten und Grenzen eines umweltbewussten Lebens aufzeigen. Wie kann ich nachhaltig, aber dabei bewusst und ohne Verzicht leben? Was passt zu mir und kann ich überhaupt alles richtig machen? Aber auch übergeordnete Fragen werden gestellt: Was hast Nachhaltigkeit mit Klassismus zu tun? Wieso ist das Thema so weiblich?

Warum macht ihr es so?
Wir sind ein neugegründeter Buchverlag: Fünf Frauen, die die Branche aufmischen möchten und frisch nach dem Studium, zeigen wollen, dass Buchproduktion und Literaturvermittlung neu gedacht werden kann. Das Buch „Great Green Thinking“ soll klimapositiv und nach dem Cradle-to-Cradle-Ansatz produziert werden. Die Kosten für diese Produktion sind (noch) hoch, aber der nachhaltige Ansatz hört bei uns nicht beim Inhalt des Buches auf.
Wir möchten diesen Ansatz der Kreislaufwirtschaft fördern und zeigen, dass das die Zukunft der Buchproduktion sein muss.

Außerdem ist es uns wichtig allen Beteiligten ein faires Honorar für ihre Arbeit zu zahlen und wollen uns nicht damit zufrieden geben, dass die Branche chronisch unterbezahlt ist. Mit dem Crowdfunding-Projekt wollen wir testen und zeigen, dass die Zeit für umweltfreundliche und faire Produktion gekommen ist.

Wer soll sich dafür interessieren?
Alle, die nicht nur selbst umweltfreundlich leben möchten, sondern auch Perspektiven kennen lernen möchten, die nicht in ihrer eigenen Filterblase dominieren. Wer daran glaubt, dass das Lesen und Bücher eine spannende Zukunft haben und wer einen Buchverlag unterstützen möchte, der sich den Werten Nachhaltigkeit, Offenheit und Gemeinschaft verschrieben hat, ist bei &Töchter auch immer richtig.

Wie geht es weiter?
Wenn die Crowdfunding-Kamapagne erfolgreich ist, wird „Great Green Thinking“ schon ab März 2021 in den Buchhandlungen stehen und für alle zu kaufen sein. Die Idee zu dem Buch war einer der Anreize für die Gründung und ist zum Herzensprojekt für den Verlag geworden. Wir haben aber auch schon einige neue Projekte in Planung und freuen uns, wenn wir vielleicht bald auch wieder unsere geliebten Lese-Events machen können.

Was sollten mehr Menschen wissen?
&Töchter ist mehr als „nur“ ein Buchverlag: Wir machen auch Literaturveranstaltungen, viel Social Media und einen Podcast. Wir glauben nämlich, dass die Literatur erlebbar und ein wertvolles Gesprächsthema ist. Das Lesen ist mehr als nur eine langweilige Schullektüre und kann ein wertvoller Ausgleich und spannender Informationsvermittler sein.
UND: Je mehr Unternehmen und vor allem Verlage, die Kreislaufwirtschaft des Cradle-to-Cradle-Ansatzes nutzen, umso leichter wird es für alle!

>> Hier kann man das Projekt auf Startnext unterstützen!

Der Erfolg von Cory Doctorows Audiobook ist auch ein Sieg gegen Amazon

Welcher Satz klingt richtiger?

„Die größte Buchmesse der Welt findet dieses Jahr nicht statt“

oder

„Die größte Buchmesse der Welt findet dieses Jahr im Internet statt.“

Die Sätze stimmen beide. Irgendwie. Und je nach Perspektive lässt sich an beiden Sätzen etwas über den Buchmarkt lernen. Denn das mit dem Internet und der größten Buchmesse war schon vor Corona so eine Sache. Bei jedem Besuch in Frankfurt wurde ich Zeuge eines Gesprächs, das vom Internet handelte und innerhalb weniger Augenblicke bei Amazon landete. Amazon, das ist ein „börsennotierter US-amerikanischer Onlineversandhändler“ (Wikipedia) und nicht ganz zu Unrecht der Lieblingsfeind vieler Buchmessen-Besucherinnen und -Besucher. Zu Amazon gehört auch die Audio- und Hörbuchabteilung Audible. Und beide haben sich den Zorn vieler Buchfreund:innen u.a. auch dadurch zugezogen, dass sie ihre Dominanz im Markt auf eine Weise nutzen, für die wohl niemand die im Feedback-Manager vorgeschlagene „positive Bewertung“ vergeben würde.

Warum das im Falle von Hörbüchern besonders ärgerlich ist, bringt der Autor Cory Doctorow hier auf den Punkt:

Unfortunately, audiobooks are also a monopoly: Audible, Amazon’s audiobook division, controls 90% of the market. What’s more, Audible won’t allow you to sell your audiobooks through their store unless you allow them to wrap your books in their DRM, which cannot be removed without committing a felony under Section 1201 of the Digital Millennium Copyright Act. Every audiobook you buy from Audible is locked to Amazon’s platform…forever. They can revoke access to the book (they’ve done this with Kindle ebooks, starting with — I shit you not — George Orwell’s Nineteen Eighty-Four… You can’t make this stuff up!).
I really hate DRM. A lot. It’s kind of my thing. I’m even involved in a lawsuit to invalidate Section 1201 of the DMCA, the law that bans removing DRM. The idea that a company gets to decide how you use your property, after you buy it from them? Fuck that. That’s not property. That’s feudalism.

Aber anders als bei den Frankfurter Gesprächen artikuliert Doctorow seine Wut nicht bei einem Glas Weißwein, sondern auf Kickstarter, das ist sowas wie das englischsprachige Startnext – also ein Ort, an dem Produzent:innen in direktem Austausch mit Konsument:innen Inhalte erstellen können.

Und genau das macht Cory Doctorow: Er bittet seine Leser:innen, den dritten Band seiner äußerst erfolgreichen Little-Brother-Reihe als DRM-freies Audiobuch zu kaufen. Der Grund dafür: Er will mit dem Hörbuch nicht im Amazon-Ökosystem auftauchen. Deshalb schmipft er nicht auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, sondern nutzt diese: für seine eigenen Interessen und auch gegen Amazon. 220.000 Euro hat er damit kurz vor Ende des Crowdfundings eingenommen. Vorschuss würde man das in der Welt der Weißwein-Trinker:innen nennen. Im Internet nennt man es: Vorbestellungen.

Am Ende seines kurzen Pitchvideos (an einer Theke?!?) formuliert Doctorow zwei Botschaften, die er mit dem Crowdfunding verbindet. Zum einen will er die Vorbestellungen als Fingerzeig an Amazon verstanden wissen: „Hey Audible“, soll das Crowdfunding sagen, „uns allen ist euer DRM-System nicht egal. Wir mögen es nicht.“ Und zum zweiten sieht er darin ein Vorbild für all die Verlage auf der Welt, die gerne auf Amazon schimpfen: Nutzt die Möglichkeiten mit Hilfe von Crowdfunding, eine direkte Verbindung zu euren Kund:innen aufzubauen.

Eine schöne Erinnerung, in dem Jahr, in dem die größte Buchmesse der Welt im Internet stattfindet.

Mehr zum Thema im loading-Bereich hier im Blog:
Wie verdient man in digitalen Zeiten mit Kultur Geld?
Die Zukunft der Medien: Meine Handy-Nummer
– im Crowdfunding-Fazit zu Neue Version in sechs Punkten
– im der Text Reden wir über Geld: Über Wertschätzung und Wertschöpfung
– im Text Wie verdient man in digitalen Zeiten mit Kultur Geld?
– in den Hintergründen zum Projekt Langstrecke
– in meinem Buchprojekt „Eine neue Version ist verfügbar“

loading: Mucbook

Das Münchner Stadtmagazin MUCBOOK hat ein Crowdfunding auf Startnext gestartet. Der Gründer Marco Eisenack beantwortet die loading-Fragen.

Was macht Ihr?
Wir sammeln auf startnext das fehlende Budget für die nächste Print-Ausgabe von MUCBOOK. Die Preise für die so genannten „Dankeschöns“ entsprechen im Grunde dem üblichen Preis des Heftes, des Abos und des Memberclubs. Das eingenommene Geld fließt zu 100% in die Honorare von Autoren, Grafikern und Fotografen.

Warum macht Ihr es (so)?
Warum ist ganz schnell erklärt: Durch Corona sind unsere Anzeigen Online und Print zu 90% eingebrochen.
Warum startnext? Bei MUCBOOK und dem dazugehörigen Medienhaus gehört der Purpose-Ansatz zum Leitmotiv der Strategie. Unser Haus steht mit seinem ganzen Handeln für eine bestimmte Haltung von verantwortungsvollem Wirtschaften und nachhaltig orientierten Unternehmertum. Es geht uns nicht um Gewinnmaximierung, sondern darum, der Stadtgesellschaft mit unseren Inhalten einen Mehrwert zu bieten.

Startnext ist mit seinem Selbstverständnis also die perfekte Plattform. Zusätzlich gibt es eine Sonderaktion zu Corona, die das Mindestziel aussetzt und die Einnahmen ohne Provision auszahlt. Auch durch seine Benutzerfreundlichkeit bietet sich die Plattform besonders gut an.

Wir haben für Grün&Gloria vor einigen Jahren schon einmal ein erfolgreiches Crowdfunding auf Startnext durchgeführt.

Wer soll sich dafür interessieren?
Alle Münchner, die sich für Nachhaltigkeit, Innovation und Kreativität in ihrer Stadt interessieren.
Und alle Menschen, für die ein Magazin nicht nur Nachrichtenwert hat, sondern das Zusammenwirken von Text, Foto und Grafik als Gesamtkunstwerk ansehen.

Wie geht es weiter?
Alles ist offen, in dieser Zeit. Es kann sein, dass es das letzte MUCBOOK-Print-Magazin wird, es kann aber auch sein, dass MUCBOOK gestärkt aus der Krise hervorgeht und zukunftsfähiger ist als vor Corona.
Ich bin ein großer Befürworter des leserfinanzierten Journalismus. Der jetzige plötzliche Zusammenbruch vieler Anzeigenmärkte wird LeserInnen überall im Lande in die Verantwortung zwingen, über den Fortbestand ihres Mediums mitzuentscheiden: Helfe ich mit, das Magazin oder die Zeitung zu erhalten, oder wird es mir nicht besonders fehlen? Bei MUCBOOK haften an der Schicksalsfrage lediglich 10.- Euro Abo oder 50.- Euro Memberclub im Jahr. Wir sind zuversichtlich, dass das gestiegene Qualitätsbewusstsein der Menschen für regionale Lebensmittel und fair gehandelte Produkte nicht ausgerechnet vor dem Journalismus halt macht.

Was sollten mehr Menschen wissen?
MUCBOOK ist ein dreidimensionales Stadtmagazin. Angefangen hat alles 2009 als Meta-Blog der Münchner Blogger-Szene. Nachdem alle anderen Stadtmagazine in München ihre Kiosk-Ausgaben eingestellt hatten, konzipierte MUCBOOK 2014 unter dem Motto „Blog goes Print“ ein neuartiges Stadtmagazin für die Zeitschriften-Liebhaber. Der Trend zum Live-Journalismus führte 2019 zum eigenen MUCBOOK CLUBHAUS, das mit konzeptionellen Zwischennutzungen in München Raum für die Stadt ohne Platz bietet. Derzeit gibt es drei MUCBOOK CLUBHAUS-Standorte die auf Flächen zwischen 300 und 2.500 Quadratmetern nach Corona wieder inspirierende Events, eine kreative Community und Co-Workingflächen anbieten.

> Hier MUCBOOK auf Startnext unterstützen

loading spezial: Die Startnext Corona Hilfsaktion

„Spenden und Crowdfunding für alle vom Shutdown Betroffenen“ steht auf der Support-Seite, die die Crowdfunding-Plattform Startnext gerade freigeschaltet hat. Die deutschen Crowdfunding-Expert*innen reagieren damit auf die bedrohlichen Folgen der Corona-Lage für freischaffende Künstler*innen (die auch hier schon Thema war).

Denis Bartelt, Co-Founder und CEO von Startnext, hat dazu den loading-Fragebogen ausgefüllt – und erklärt, wie die Kreativwirtschaft hier unkompliziert und schnell Hilfe kriegen kann

Was macht Ihr?
Startnext ist eine Crowdfunding-Plattform, auf der Kreative und Gründer*innen Projekte für eine bessere Zukunft durch viele Unterstützer*innen finanzieren können. Ein normales Crowdfunding funktioniert jedoch nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip und ist deshalb nur erfolgreich, wenn der Zielbetrag innerhalb der Kampagne eingesammelt wurde. Mit der Corona Krise und vor allem den derzeitigen „Shutdowns“ (Schließung von Kultureinrichtungen, Lokalen, Clubs, Museen usw.) hat sich die Lage jedoch verändert, denn jetzt ist Soforthilfe für die vom Shutdown betroffenen Kreativen und Gründer*innen erforderlich. Wie bieten deshalb mit unserer „Startnext Corona Hilfsaktion“ Unterstützung an, die es ermöglichen soll innerhalb von wenigen Stunden mit einer Kampagne online zu gehen. So können wir vom Startnext-Team und unsere Crowd helfen. Das ist ein Hack, der auch ein Teil unserer eigenen Regeln aushebelt.

Ganz konkret bieten wir an:

> Die Transaktionskosten von 4% komplett selbst zu übernehmen (unser Startnext Hilfsfonds)

Hürden abzubauen:

> Das Alles-oder-Nichts-Prinzip gilt für diese Projekte nicht (jeder Euro wird ausgezahlt!)
> Es ist kein Pitchvideo verpflichtend
> Es sind keine Gegenleistungen verpflichtend

Die Starter*innen bewerben sich mit dem Projekt auf unserer Page und werden dadurch sofort bei unserer Projektbetreuung sichtbar und können bearbeitet werden. So können wir innerhalb weniger Stunden gut vorbereitete Kampagnen freischalten. Üblich sind sonst etwa 3 Tage. Wir haben das Betreuungsteam fast rund um die Uhr im Einsatz. Auch die beiden Gründer helfen hier mit.

Warum macht Ihr es (so)?
Wir glauben an die Power der Crowd und sehen hier großes Potenzial darin, dass Fans Künstler, dass Nachbarn Lokale und Kultureinrichtungen in ihrem Kiez, ihrer Stadt schützen wollen. Mit vielen kleinen Beträgen können hier schon erste Sorgen genommen werden. Wir wissen, dass vor allem in der Kreativwirtschaft viele Jobs unsicher oder prekär sind, Gründer*innen hohe Risiken eingehen, die oft zuerst an der eigenen Existenz kratzen. Mit den Hilfsprojekten glauben wir, ist es möglich die ersten negativen Auswirkungen etwas abzuschwächen und Ängste zu nehmen.

Wie haben unsere eigenen Regeln, die sonst für die Qualität einer Kampagne sorgen sollen, außer Kraft gesetzt, weil jetzt vor allem Zeit ein wichtiger Faktor ist. Die Geldempfänger werden von uns dennoch geprüft und vollständig legitimiert, damit klar ist, an wen das Geld wirklich geht.

Die Transaktionsgebühren übernehmen wir, als kleine Soforthilfe von Startnext, solange uns dies selbst nicht ruiniert.

Wer soll sich dafür interessieren?
Uns geht es zunächst um die Kreativwirtschaft, Künstler, Clubs, Kneipen, Theater, Freelancer, Coaches, Veranstalter usw. die jetzt direkt durch die verordneten Shutdowns Ausfälle zu verzeichnen haben. Auch Fans und Nachbarn können Projekte anlegen, um zu Helfen. Unser Wirkungskreis ist die DACH-Region, Liechtenstein, Belgien und Südtirol. Projekte aus diesen Regionen können sich bewerben und starten.

Wie geht es weiter?
Wir sprechen gerade mit vielen Kooperationspartnern, um unseren Fonds zu vergrößern oder ggf. weitere Fonds aufzusetzen, mit denen die Unterstützung der Crowd gematched werden kann. Wir wollen finanzielle Mittel unserer Partner und der Crowd so gut es geht in diese Kampagnen lenken, transparent machen und auch Mut machen dafür, dass wir das als Gemeinschaft hinbekommen. Startnext ist mit 1,34 Millionen Nutzer*innen eine riesige Community mit großem Potenzial zu helfen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Uns ist wichtig, dass sich alle Menschen vor Augen halten, wie wichtig kulturelles Leben und soziales Miteinander für uns Menschen sind. Spätestens wenn wir alle für einige Wochen in unseren Wohnungen bleiben, wird dies vielen Menschen sehr viel klarer und bewusster. „Stell dir vor, wie treten in fünf Wochen vor die Tür, es ist Frühling, die Corona Welle ist unter Kontrolle aber Kultureinrichtungen und Kneipen die du liebst, haben es nicht geschafft.“ Es trifft jetzt vor allem diese teils fragilen Strukturen, abseits von Tarifverträgen, sozialer Absicherung und stabilen Einnahmen. Der Staat hilft zuerst den großen Strukturen, weil dies sehr unkompliziert möglich ist. Wir helfen mit unserer Crowd denen, die mutig sind, neues wagen und das Leben lebenswerter machen. Jetzt geht es darum Existenzen zu sichern, Kultur zu erhalten und auch neues zu probieren. Wir finanzieren uns dabei nach dem gleichen Prinzip durch ein freiwilliges Bezahlmodell, jeden Monat neu, durch Crowdfunding. Wir sehen, dass unsere Gesellschaft hinter allem „zeigenössischen Konsumverhalten“ doch voller Menschlichkeit steckt. Wenn wir dieses Potenzial durch die Corona Krise sichtbarmachen und verstärken können, dann ist das auch eine echte Chance. Dafür arbeitet das Startnext Team auch jetzt aus dem Homeoffice mit voller Motivation.

>>> Hier geht es direkt zur Startnext-Corona-Hilfsaktion

loading: das Veto-Magazin auf Startnext

„Veto ist das neue und einzige Print-Magazin, das die Engagierten im Land in den Fokus der Berichterstattung rückt“ steht auf der Startnext-Seite, die Tom Waurig und sein Team ins Netz gestellt haben. Sie wollen ein Magazin für Engagement drucken. Dazu haben sie das Crowdfunding gestartet – und Tom hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht Ihr?
Mit unserem Magazin Veto machen wir Engagement im Land sichtbar und zeigen all denen, die finden, dass es höchste Zeit ist, sich einzumischen, wie es gehen kann. Veto ist zuallererst ein Magazin, aber auch eine Plattform für jene, die sich auf den Weg gemacht haben, die Demokratie wiederzubeleben und unsere offene Gesellschaft zu verteidigen. Mit der journalistischen Arbeit haben wir Anfang 2019 online begonnen. Ab diesem Jahr soll es Veto auch am Kiosk geben, um den Engagierten dort eine mediale Bühne zu geben – viermal im Jahr und mit 96 Seiten pro Heft. Dazu haben wir Crowdfunding gestartet

Warum macht Ihr es (so)?
Weil es offensichtlich langweilig geworden ist, über das Gute zu berichten. Das muss sich endlich ändern – und Engagement raus aus der Nische! Magazine und Zeitschriften gibt es viele, auch viele gute. Doch Engagierte und ihre mutigen Ideen finden dort leider oft nur am Rand statt, zu besonderen Anlässen oder es werden Menschen gezeigt, die viele sowieso schon kennen. Mit Veto füllen wir diese Lücke, teilen die Erfahrungen und Ideen der Engagierten im Land mit anderen. Und weil Engagement ein so weites Feld ist, sind auch die Themen extrem vielfältig – Diversität, Klimagerechtigkeit, Demokratie, Tierschutz, Gleichberechtigung. Diese Liste ließe sich endlos erweitern. Denn überall gibt es Menschen, die sich für unterschiedliche gesellschaftliche Fragen einsetzen. Wir müssen sie nur kennenlernen.

Wer soll sich dafür interessieren?
Im ganzen Land wollen wir vor allem Engagierte erreichen – Menschen also, die haupt- oder ehrenamtlich in Initiativen, Vereinen, Verbänden oder Stiftungen arbeiten und dort organisiert sind. Auch sind die Inhalte für Menschen in Politik und Verwaltung gedacht, die sich mit Demokratie, Rechtsextremismus oder Engagement beschäftigen. Veto soll es aber auch am Bahnhofskiosk geben. Denn durch die Aufnahme von Geflüchteten, das Aufkommen der AfD oder Pegida und die daraus folgenden Diskussionen sind Themen wie politische Bildung, Ausgrenzung, Radikalisierung oder Demokratieförderung längst keine mehr, die nur jene Menschen bewegen, die betroffen oder in Initiativen organisiert sind. Heute sind es Fragen, die eine breite Masse bewegen, weil viele nach Beispielen suchen, die Mut machen, und Ideen liefern, wie sie sich selbst einbringen können.

Wie geht es weiter?
Die erste Ausgabe ist im Layout – und wir warten darauf, wie unser Crowdfunding ausgeht. Mit erfolgreicher Finanzierung machen die Menschen aus einer Vision Realität und schicken das Magazin in den Druck! Denn ohne Geld funktioniert leider auch die beste Idee nicht. Deshalb sind wir auf der Suche nach Menschen und Organisationen, die uns bei der Verwirklichung helfen, unsere Leidenschaft für Engagement teilen und an die Botschaft des Magazins glauben. Journalismus kostet nämlich auch Geld, vor allem bei Druck und Layout, aber genauso um all jene, die für uns schreiben oder diese so besonderen Fotos machen, angemessen zu bezahlen. Und online machen wir parallel zu Print weiter.

Was sollen mehr Menschen wissen?
Wer ist das eigentlich, diese Zivilgesellschaft? Diese Frage wollen wir mit unserem Magazin Veto beantworten – und anderen Menschen näherbringen. Denn während die Politik weiter nach Antworten auf gesellschaftliche Frage sucht, haben sich Engagierte längst auf den Weg gemacht, die Welt ein bisschen besser zu machen. Und sie helfen überall dort, wo Menschen in Not sind, sie greifen ein, wenn andere ausgegrenzt werden und suchen nach innovativen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Doch erfolgreiche Strategien und Projekte werden nur sehr selten kommuniziert oder untereinander geteilt. Die Aktiven brauchen daher vor allem eine starke Stimme. Und: Sie brauchen Wertschätzung für ihre Arbeit.

>>> Hier das Projekt auf Startnext unterstützen