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loading: Great Green Thinking &Töchter

Fünf Frauen, die in diesem schwierigen Jahr die Verlagsbranche inspirieren: &Töchter ist ein Buchverlag aktueller Prägung: Laura Nerbel, Lydia Hilebrand, Elena Straßl, Jessica Taso und Sarah Zechel denken das Verlegen neu – steht auf ihrer Website. Dort findet man auch das aktuelle Buchprojekt „Great Green Thinking“, das gerade auf Startnext realisiert wird. Lydia Hilebrand hat dazu die loading-Fragen beantwortet.

Was macht ihr?
Wir möchten über Startnext unser nächstes Buchprojekt realisieren: „Great Green Thinking“ ist ein Sachbuch über Nachhaltigkeit. Die beiden Autorinnen Jennifer Hauwehde und Milena Zwerenz beleuchten das Thema aus verschiedenen Perspektiven, erzählen eigene Geschichten und führen Interviews mit Expert:innen. Auf diese Weise möchten sie dieses kontroverse Thema so divers wie möglich aufgreifen und Möglichkeiten und Grenzen eines umweltbewussten Lebens aufzeigen. Wie kann ich nachhaltig, aber dabei bewusst und ohne Verzicht leben? Was passt zu mir und kann ich überhaupt alles richtig machen? Aber auch übergeordnete Fragen werden gestellt: Was hast Nachhaltigkeit mit Klassismus zu tun? Wieso ist das Thema so weiblich?

Warum macht ihr es so?
Wir sind ein neugegründeter Buchverlag: Fünf Frauen, die die Branche aufmischen möchten und frisch nach dem Studium, zeigen wollen, dass Buchproduktion und Literaturvermittlung neu gedacht werden kann. Das Buch „Great Green Thinking“ soll klimapositiv und nach dem Cradle-to-Cradle-Ansatz produziert werden. Die Kosten für diese Produktion sind (noch) hoch, aber der nachhaltige Ansatz hört bei uns nicht beim Inhalt des Buches auf.
Wir möchten diesen Ansatz der Kreislaufwirtschaft fördern und zeigen, dass das die Zukunft der Buchproduktion sein muss.

Außerdem ist es uns wichtig allen Beteiligten ein faires Honorar für ihre Arbeit zu zahlen und wollen uns nicht damit zufrieden geben, dass die Branche chronisch unterbezahlt ist. Mit dem Crowdfunding-Projekt wollen wir testen und zeigen, dass die Zeit für umweltfreundliche und faire Produktion gekommen ist.

Wer soll sich dafür interessieren?
Alle, die nicht nur selbst umweltfreundlich leben möchten, sondern auch Perspektiven kennen lernen möchten, die nicht in ihrer eigenen Filterblase dominieren. Wer daran glaubt, dass das Lesen und Bücher eine spannende Zukunft haben und wer einen Buchverlag unterstützen möchte, der sich den Werten Nachhaltigkeit, Offenheit und Gemeinschaft verschrieben hat, ist bei &Töchter auch immer richtig.

Wie geht es weiter?
Wenn die Crowdfunding-Kamapagne erfolgreich ist, wird „Great Green Thinking“ schon ab März 2021 in den Buchhandlungen stehen und für alle zu kaufen sein. Die Idee zu dem Buch war einer der Anreize für die Gründung und ist zum Herzensprojekt für den Verlag geworden. Wir haben aber auch schon einige neue Projekte in Planung und freuen uns, wenn wir vielleicht bald auch wieder unsere geliebten Lese-Events machen können.

Was sollten mehr Menschen wissen?
&Töchter ist mehr als „nur“ ein Buchverlag: Wir machen auch Literaturveranstaltungen, viel Social Media und einen Podcast. Wir glauben nämlich, dass die Literatur erlebbar und ein wertvolles Gesprächsthema ist. Das Lesen ist mehr als nur eine langweilige Schullektüre und kann ein wertvoller Ausgleich und spannender Informationsvermittler sein.
UND: Je mehr Unternehmen und vor allem Verlage, die Kreislaufwirtschaft des Cradle-to-Cradle-Ansatzes nutzen, umso leichter wird es für alle!

>> Hier kann man das Projekt auf Startnext unterstützen!

#fbm13: Buchmesse

In Frankfurt treffen sich Bücher-Interessierte auf dem Messegelände und sprechen über Literatur. Ein guter Anlass ein paar Lektüretipps zu bündeln. Denn natürlich erscheinen rund um die #fbm13 auch viele neue Titel. Diese hier kann ich besonders empfehlen:

Buchmesse

Max Scharnigg: Vorläufige Chronik des Himmels über Pildau

Nilz Bokelberg: Endlich gute Musik




Joanna Swistowski & Peter Wagner: Das Buch als Magazin

Disclosure: Ich bin mit den Autoren persönlich bekannt und ich bin natürlich auch selber in Frankfurt, um über Social Media bei der SZ und über Enviv zu sprechen. Mehr zu letzterem auf enviv.de

Facebuch

Durch Zufall habe ich letztens bemerkt: mein Buch Mashup ist „auf Facebook“ wie man zu sagen pflegt. Ich weiß nicht wie es dahin gekommen ist, es stört mich dort aber auch nicht. Obwohl sich mir grundsätzlich das Einrichten einer Fanseite für ein Buch nicht ganz erschließt. Für den vermutlich von den Autoren/Verlagsmenschen gewünschten Effekt der Verbreitung im digitalen Freundeskreis würde doch auch eine Facebook-Veranstaltung ausreichen. Diese hätte wiederum den Vorteil, dass man von ihr keine weitere Aktivität verlangt, wenn sie vorbei ist. Von einer Buchseite jedoch würde ich mir genau das wünschen – meist bleibt dieser Wunsch unerfüllt.

Die Facebuch-Seiten stehen so unmotiviert und teilnahmslos rum, dass man sich fragt: Braucht ein Buch überhaupt eine Facebook-Fanseite? Passen diese Denkmodelle zueinander: Hier ein Buch, dort eine Fanseite?

Ich stelle mir diese Frage immer dann, wenn eine entsprechende Fanseiten-Einladung in meiner Timeline auftaucht. Jetzt traue ich mich, diese Frage mal öffentlich zu formulieren. Denn in der Vorbereitung meines kleinen Buchprobjekts mit dem Titel „Eine neue Version ist verfügbar“ (hier gerne vorab eintragen) denke ich natürlich auch über eine Facebuch-Seite nach: Ist das sinnvoll? Würdest du so etwas wollen?

Unter Piraten – Buchtipps (mit Verlosung!!)

Welches Tempo die Urheberrechtsdebatte der vergangenen Monate aufgenommen hat, bemerkte ich gestern als ich in der Post das von Christoph Bieber und Claus Leggewie herausgegebene Buch Unter Piraten: Erkundungen in einer neuen politischen Arena fand (hier ein Bericht von der Buchpräsentation unter anderem mit Christopher Lauer in Berlin). Der Verlag schickte drei Belegexemplare. Denn in dem Sammelband findet sich auch ein Text von mir: „Freibeuter im Netz – eine Netzpolitik ohne geistiges Eigentum?“ befasst sich unter anderem mit der Frage „Warum heißen die eigentlich Piraten?„. Er wurde Ende Februar 2012 abgeschlossen. Mit dem Wissen um Regener Wutrede und all die folgenden Manifeste hätte die abschließende Frage, ob es den Piraten gelingen kann, den urhebrerrechtlichen Diskurs in Deutschland zu bestimmen, vielleicht anders formuliert.

Da das Buch trotzdem sehr lesenswert ist – es versammelt „Erkundungen in einer neuen politischen Arena“ (so der Untertitel) u.a. von Silke Helfrich, Lawrence Lessig, Michael Seemann, Karl-Rudolf Korte, Leonhard Dobusch und Hartmut Rosa – möchte ich es hier empfehlen und verlosen. Zumindest die zwei Exemplare, die ich nicht brauche, verlose ich unter allen, die unter diesem Beitrag kommentieren oder den entsprechenden Tweet retweeten.

Bis zum Ende der Verlosung (sagen wir Dienstag?) hier noch ein paar Empfehlungen zu Büchern, die auch über den Dienstag hinaus lesenswert sind:

>> Michalis Pantelouris: Hände weg von Griechenland

>> Bernhard Pörksen: Der entfesselte Skandal: Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter

>> Joost Smiers: No Copyright: Vom Machtkampf der Kulturkonzerne um das Urheberrecht. Eine Streitschrift

>> Ulrich Herb: Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft

Hingewiesen sei zum Abschluss auf die Veröffentlichungen von ehemaligen oder aktuellen Kollegen von jetzt.de – und zwar: Art Bechstein, Moritz Baumstieger, Christoph Koch, Max Scharnigg, Philipp Mattheis und Peter Wagner

Viel Spaß bei der Lektüre – und viel Erfolg für das piratig-gute Gewinnspiel!

Die Gewinner sind ermittelt: die Bücher gehen nach Dortmund und Bremen. Glückwunsch an Daniel und Norbert!

Bücher sind lächerlich

jetzt.de: Ist doch auch schade, wenn jemand gar keine Bücher mehr liest, oder?
Tapscott:
In 50 Jahren wird niemand mehr Bücher lesen. Bücher sind lächerlich.

jetzt.de: Sie schreiben selbst Bücher . . .
Tapscott:
. . . und es ist lächerlich! Dieses Konzept ist völlig veraltet. Es wäre viel besser, wenn sie lauter Links und Multimedia-Inhalte hätten, die ständig aktualisiert würden. Aber: Was ich sage, gilt nur für Sachbücher. Mit Romanen ist das etwas anderes.

Im jetzt.de-Interview äußert sich Don Tapscott über den Medienwandel und über Bücher.