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Warum Tiktok ein relevantes journalistisches Feld ist

Im Magazin des Presseclubs München (hier als PDF) durfte ich eine Einschätzung zu der Frage schreiben, wie sich Journalist:innen zu Tiktok verhalten sollten. Mein Ratschlag – trotz allem: „Sie sollten sich mit Tiktok befassen“

Der erste Satz. Der Einstieg. Der Moment, in dem das Interesse geweckt wird.

Jede gute Geschichte lebt davon. Egal, ob sie gedruckt im Magazin des Presseclubs München erscheint oder in wenigen Sekunden auf der Plattform Tiktok erzählt wird. Die Dramaturgie verlangt einen Einstieg, der nicht nur fesselt, sondern den Wunsch weckt, mehr zu erfahren. So werden Leserinnen ebenso wie Tiktok-Nutzer reingezogen in den Inhalt.

Bei der als Musik-Videoplattform gestarteten Social-Media-App Tiktok kann man das in diesen Tagen an einem Schnipsel sehen und miterleben, der so etwas wie der Urahn der guten Einstiege ist. Er basiert auf einem Prinzip, das in Filmen und Serien häufig genutzt und „Record Scratch / Freeze Frame“ genannt wird. Dabei hört man das Kratzen einer Schallplatte, die gestoppt wird, während das Bild, in dem die Hauptperson zu sehen ist, einfriert. Eine Erzählstimme sagt: „Jepp, das bin ich. Und vermutlich wundern Sie sich, wie ich in dieser Situation gelandet bin.“

Dieser Satz ist so perfekt, er braucht fast keine folgende Geschichte. Die Geschichte entsteht im Kopf der Zuschauerinnen und Zuschauer. Diese fügen sich aus den Hinweisen in dem eingefrorenen Bild eine Geschichte zusammen, in der die Hauptperson meist nicht sehr gut dasteht. Dieses uralte Prinzip des Aufmerksamkeits-Angelns wird gerade in seiner demokratisierten Form auf jener Plattform aufgeführt, die als das nächste große Ding für die Medienbranche gehandelt wird. Dabei ist Tiktok spannend, weil es genau diese alten Erzählmuster in neuer Form zu Tage fördert. Man kann Nutzerinnen und Nutzer dabei beobachten, wie sie zu dem Sound-Schnipsel unvorteilhafte Szenen von sich selbst zeigen. Diese Form der inszenierten Selbstironie zu den Worten „Yup that’s me; you’re probably wondering how I ended up in this situation“ ist eine weitere Möglichkeit im nahezu unendlichen Spiel, die eigene Identität in sozialen Medien auszudrücken.

Übertragen auf diesen Text könnte ich nach der Aufforderung in der Überschrift, Sie sollten sich mit Tiktok befassen, genau diesen „Record Scratch / Freeze Frame“-Satz nachschieben. Denn in Wahrheit spricht so viel gegen die Benutzung von Tiktok, dass Sie an dieser Stelle des Textes das Kratzen einer Schallplatte und aus dem Off eine Stimme hören müssten, die die Überschrift mit den Worten kommentiert:

„Jepp, das bin ich. Und vermutlich wundern Sie sich, wie ich in dieser Situation gelandet bin.“

Tiktok gehört zum chinesischen Konzern ByteDance, der schon länger wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten in der Kritik steht. Im April 2021 wurde bekannt, dass die chinesische Regierung sich mit einer einprozentigen Unternehmensbeteiligung an einer Tochterfirma an ByteDance beteiligt. Schon im Sommer 2020 wollte der damalige US-Präsident Donald Trump die App in den USA verbieten lassen, weil er sie verdächtigte, Daten von Amerikanern an chinesische Behörden weiterzureichen. Der Jurist Malte Engeler sagte der Süddeutschen Zeitung bereits im Jahr 2019: „In China muss man mit dem unbeschränktem und anlasslosen Zugriff der Behörden auf die Daten rechnen. Damit ist der Wesensgehalt des Grundrechts auf Achtung des Privatlebens verletzt.“ Auch mit der Meinungsfreiheit gibt es auf Tiktok wiederholt Probleme. Als eine Nutzerin in einem Clip die Verfolgung muslimischer Uiguren in China anprangerte, verschwand ihr Video plötzlich von der Plattform. ByteDance sprach von einem „menschlichen Fehler“. Das Portal Netzpolitik kam nach Einsicht interner so genannter Moderationsregeln von Tiktok zu dem Ergebnis: „Unsere Recherchen zur Content Moderation bei TikTok zeigen, wie wenig politische Meinungsfreiheit auf der Plattform respektiert wird. Das chinesische Unternehmen kontrolliert und manipuliert intransparent wie bisher kein anderer marktdominanter Konkurrent diese neue Öffentlichkeit.“

Müsste die einzig mögliche Schlussfolgerung aus diesem Wissen nicht lauten: Meiden Sie diese App? Wer kommt danach dennoch auf die Idee, Tiktok für interessant für gegenwärtigen Journalismus zu halten? „Yup that’s me“ – und ich schreibe diese Sätze im Wissen um ihre Widersprüchlichkeit. Ich habe im Jahr 2020 ein Buch über „Muster digitaler Kommunikation“ im Wagenbach-Verlag veröffentlicht – und bei der Recherche zu „Meme“ habe ich festgestellt: Tiktok ist nicht nur eine politisch problematische App, Tiktok ist auch eine der wichtigsten Plattformen für gegenwärtige Netzkultur.

Begonnen hat Tiktok mit einem der magnetischsten Stoffe der kulturellen Identitätsprägung: mit der Musik. Die App startete unter dem Namen musical.ly und bot Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, sich mit Hilfe von Song-Schnipseln zu verbinden. Das lippensynchrone Nachsingen von Lieblingsliedern wurde aus der Einsamkeit vor dem Badezimmerspiegel befreit und zu einer sozialen Interaktion – denn andere nutzen das gleiche Song-Zitat, um ganz ähnlich oder auch ganz anders damit zu interagieren. Das funktionierte so erfolgreich, dass die hinter musical.ly stehende chinesische Firma ByteDance dem Angebot einen neuen Namen und eine etwas erwachsenere Markenausrichtung schenkte: Tiktok gilt zwar immer noch als jung, aber nicht mehr zwingend als albern oder kindisch.

Das hängt auch damit zusammen, dass die ursprüngliche Nachsing-Option erstaunlich erweitert wurde. Spätestens als im Frühjahr 2020 die US-Comedian Sarah Cooper weltweiten Ruhm mit ihren Imitationen von Originalzitaten von Donald Trump erlangte, war klar: Tiktok ist weit mehr als der digitale Badezimmerspiegel für junge Menschen. Wer sich heute mit gegenwärtiger Popkultur befasst, kommt um die Handy-App, die via Hochswipe immer neue Kurzclips zeigt, nicht mehr herum. Der US-Journalist Ryan Broderick hält Tiktok in den Vereinigten Staaten mittlerweile sogar für kulturell bedeutsamer als Facebook (über dessen politische Einordnung man ja übrigens auch streiten kann).

Der Hauptgrund für diesen Erfolg ist das hochformatigen Kurzvideo, das Tiktok popularisiert hat. Die Konkurrenzplattform Instagram hat diese Schnipsel unter dem Namen „Reels“ adaptiert und die zu Google zählende Videoplattform Youtube bietet das Format unter dem Namen „Shorts“ an. Diese Kurzclips sind zu einer verbindenden Kommunikationswährung einer jungen, digitalen Generation geworden. Sie werden in erster Linie mobil konsumiert und dort auch weitergereicht. In diesen Kurzclips wird kulturelle Identität ebenso verhandelt wie politische Debatten oder musikalische Lieblingssongs. Die meisten dieser Videos nehmen nicht nur ihren Anfang in Tiktok, das seinen Nutzern eine sehr intuitiv zu bedienende Videoschnittsoftware anbietet. Diese Filmschnipsel werden vor allem über Tiktok zugänglich gemacht. Anders als bei anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder LinkedIn braucht man bei Tiktok keinen Account. Tiktok zeigt auf seiner so genannten „For you page“ auch denjenigen Nutzerinnen und Nutzern Inhalte an, die gar nicht in der App angemeldet sind. Dennoch schneidet die App auf der „For You Page“ Videos auf die Präferenzen derjenigen zu, die entweder schnell weiterswipen oder länger zuschauen. So entfaltet die App eine magnetische Wirkung, weil sie mit dem nächsten Swipe einen neuen vielleicht spannenden Inhalt nicht nur verspricht, sondern auf Basis von Nutzer-Interessen häufig auch zeigen kann.

Auf diese Weise schafft Tiktok eine Form der sozialen Bindung, die früher das Dudelradio erzeugte. Die Heavy Rotation als das wiederholte Abspielen bestimmter Hits im Radio heißt bei Tiktok „For you Page“ und bezieht sich nicht mehr nur auf Musik. Aber wie beim Pop im Radio verlangen auch die Inhalte auf Tiktok nach einer kulturellen Begleitung durch gegenwärtigen Journalismus. Denn trotz aller Kritik bietet Tiktok damit einen Raum für sozialen Austausch, in dem zumindest der junge und digitale Teil der Gesellschaft relevante (und auch weniger relevante) Fragen behandelt. Wer sich damit befasst, wird nach kurzer Zeit vermutlich ins Tiktok-Universum reingezogen – und zumindest still bei sich denken: „Jepp, das bin ich“, und sich wundern, „Wie bin ich nur hier gelandet.“

Mehr über Tiktok hier im Blog unter tiktok-taktik.de. Besonders empfehle ich den englischsprachigen Newsletter von Marcus Bösch: Understanding Tiktok. Im Sommer 2019 habe ich in einem Selbstversuch mal 24 Stunden auf Tiktok verbracht. Die im Text behandelten Phänomene habe ich auch im Buch Meme – Muster digitaler Kommunikation eingeordnet.

Ach, Sven Regener!

Sven Regener war am Samstag in der Sendung „Neugier genügt“ bei WDR5 zu Besuch, um über sein neues Buch „Magical Mystery“ zu sprechen. Sabine Brandi stellte ihn darin als „Gott des Urheberrechts“ vor (Hintergrund dazu hier und hier).

Sie fragte ihn darin (MP3-Link)

Wie geht es Ihnen eigentlich jetzt, wo die ganze Freiheit des Netzes vor allem die Freiheit der Geheimdienste ist?

Regener antwortet darauf in einer Form, aus der sich auch ableiten lässt, warum die Überwachungsmeldungen der vergangenen Wochen eigentlich kaum Folgen zeigen. Sven Regener erklärt nämlich, dass man sich doch nicht so haben soll. Wörtlich:

Ich würde sagen: Alle sollen sich ein bisschen entspannen. E-Mail schreiben ist wie eine Postkarte schreiben, da kann halt der Briefträger mitlesen. Und man wäre ja auch enttäuscht, wenn die Geheimdienste immer noch Briefe über Wasserdampf öffnen würden. Würde man ja auch nicht einsehen, warum die noch im Geschäft sind.

Vermutlich ist das eine besonders versteckte Kritik an der Arbeit der Geheimdienste. Vielleicht ist es aber auch nur ein trauriger Niedergang: Sven Regener, der Erfinder von Herrn Lehmann, der Textdichter wunderbarer Element-of-Crime-Gedichte Lieder hat sich offenbar aus der Gegenwart, aus Rock’n’Roll und allem Widerständigen verabschiedet. „Sven Regener ist ein Arschloch“ schreibt korrupt, bei dem ich den Link gefunden habe.

Warum ich übrigens glaube, dass wir uns hier keineswegs entspannen können, habe ich unlängst für die SZ aufgeschrieben.

Gegen Überwachung

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In der vergangenen Woche habe ich in der SZ einen Kommentar zu Prism und Tempora geschrieben. Es ging um die Ratschläge der Datensparsamkeit, die ich als Reaktion auf den Überwachungsskandal beobachtet habe. Ich halte diese Ratschläge für falsch und gefährlich – auch weil die Politik sie als Entschuldigung für Nicht-Handeln verwendet:

Dieses Narrativ, das nicht nur von Uhl und Morozov bedient wird, entbindet den Staat aus der Pflicht, die Grundrechte seiner Bürger selbst dort zu schützen, wo mancher ein Neuland vermutet. Prism und Tempora sind keine Internetprobleme, sondern Grundrechtseingriffe, die lediglich zuerst auf der einen Seite des digitalen Grabens zu spüren sind. Dieser Seite dafür die Schuld zu geben, ist ein Wahl- und Marketingtrick, dem man nicht auf den Leim gehen darf. Hier geht es um mehr als um die digitale Skepsis einiger weniger, hier geht es um die Grundrechte der ganzen Gesellschaft.

Der Beitrag sorgte für einige Debatte – auch mit dem missverstandenen Evgeny Morozov – ich möchte ihn aber vor allem als Hinweis verstehen, vor den aktuellen Entwicklungen politisch nicht zu kapitulieren: Deshalb hier nochmal der Hinweis auf den Offenen Brief, der vergangene Woche formuliert wurde.

Datenschutz ist digitaler Umweltschutz

Vielleicht wird dieses Interview des deutschen Innenministers zum Prism-Fall im Rückblick einen Wendepunkt in der Debatte um die systematische Überwachung unserer Kommunikation bilden: Hans-Peter Friedrich erinnert in diesem Gespräch im ZDF-Heutejournal nämlich daran, dass die Fragen von Datenschutz nicht nur auf der persönlichen Ebene zu beantworten sind – also über die Wahl der Kommunikationsanbieter und der Verschlüsselungstechnik. Spätestens dieses Interview erinnert daran: Datenschutz hat auch eine politische Ebene.

Diese politische Ebene zeigt sich zum Beispiel darin, dass es Friedrich wichtiger ist, dass er Joe Biden die Hand schütteln durfte als dass er sich für die Bürgerinnen und Bürger einsetzt, deren Kommunikationsdaten flächendeckend vom amerikanischen Geheimdienst gespeichert werden. Wenn das mit den Daten nicht so eine Sache wäre, hätte Friedrich in Washington ja durchaus die Rückgabe der Daten fordern können, die auch deutschen Bürgern durch das Überwachungsprogramm genommen wurden. Statt dessen kehrt er zurück mit dem guten Gefühl, dass hier für einen „edlen Zweck“ überwacht worden sei.

antiprism

Die Reaktionen innerhalb der ersten Stunden nach diesem Interview lassen erahnen: mit diesem „edlen Zweck“ hat Hans-Peter Friedrichs dem digitalen Umweltschutz einen großen Gefallen getan. Friedrich zeigt damit, welche Prioritäten er setzt und dass diese nicht unbedingt im Einklang sind mit denen, die diejenigen setzen, die nicht einverstanden sind mit der Prism-Überwachung – wie z.B. die Unterzeichner dieser Petition hier (Direktlink). An den deutschen Innenminister – soviel ist seit gestern klar – sollte man jedenfalls keine Erwartungen in Sachen digitalen Umweltschutz stellen. Manchmal bringt eine solche Erkenntnis erstaunliche Fortschritte …

Siehe zu dem Thema auch: ein Eintrag im TV-Blog auf Süddeutsche.de sowie eine Einschätzung zur Person Edward Snowden auf jetzt.de

loading: Heml.is

Peter Sunde, Leif Högberg und Linus Olsson haben eine Idee: sie wollen eine überwachungssichere und nutzerfreundliche Software entwickeln. Sie soll Heml.is heißen (was auf Schwedisch Geheimnis heißt) und sie soll über Crowdfunding ermöglicht werden.

hemlis

Dieses Funding läuft erst seit wenigen Stunden, aber es läuft schon sehr gut. Was auch daran liegen kann, dass Peter Sunde als Flattr-Gründer und Pirate-Bay-Betreiber eine gewisse Popularität im Netz hat.

Ich stelle die geplante App hier vor, weil sie sehr gut in das loading-Konzept passt – aber auch, weil sie der erste größere Beweis für die These des aufkommenden digitalen Umweltschutz ist (im verlinkten Artikel gibt es übrigens einen Verweis auf Threema, das vieles von dem, was die Heml.is-Erfinder wollen, bereits kann).

>> Hier kann man Heml.is unterstützen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


Der saure Regen meiner Generation

Auf Basis dieser Beobachtung aus der US-Serie The Newsroom

… habe ich für die SZ über Überwachung, Daten- und neuen Umweltschutz geschrieben:

ist der Vergleich mit der aufkommenden Umweltbewegung der späten 1970er Jahre angebracht. Auch damals gab es diese böse Ahnung, dass Abfälle in der Nordsee verklappt oder Gifte nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. Auch damals gab es zunächst ein Achselzucken, weil man gegen den sauren Regen und die Übermacht der Konzerne doch machtlos sei. Es blieb allerdings nicht dabei. Denn nur weil es nachweisbar passiert, dass Giftmüll ins Meer gekippt wird, muss man dem nicht tatenlos zusehen. (…)
Die aufkommende digitale Bürgerrechtsbewegung sorgt bereits dafür, dass Datenschutz und Netzpolitik nicht mehr nur als Thema für Randgruppen wahrgenommen wird (wie der Hippie-Umweltschutz anfangs auch). Und sobald der Sarkasmus des Erstaunens darüber abgeklungen ist, dass die Realität tatsächlich schlimmer ist als eine TV-Serie, wird sich auch ein privater Konsum herausbilden, der auf einen nachhaltigen Umgang mit Daten setzt.

Ich möchte diese Metaphorik hier fortführen und gemeinsam mit neuen Umweltschützern Tools und Instrumente sammeln, die diesen digitalen Umweltschutz möglich machen. Diese Liste wird fortlaufend ergänzt wenn weitere Vorschläge in den Kommentaren kommen (Was ich sehr begrüße)

>> StopUsWatching

>> Prism-Break

>> Sichere WhatsUp-Alternative: Threema

>> Cyberghost

>> TrueCrypt

>> kleine europäische Mailanbieter

>> E-Mailverschlüsselung

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>> eine gute Übersicht über alternative Anbieter

>> Peter Sundes neuste Idee: Heml.is

>> das Projekt Datensparsam.de

>> bei Golem gibt es eine gute Übersicht über Verschlüsselungs-Dienste

Löschen statt sperren

Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht länger als die Übermittlung einer Sperrliste. Dies führt die Argumentation der Befürworter des bloßen Sperrens ad absurdum – es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie für alle einschlägig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zugänglich zu halten.

Zu diesem Ergebnis kommt Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) beim Test: Kann man kinderpornografische Inhalte aus dem Netz löschen oder muss man sie sperren? (via)

Master Plan: About the power of Google

Ozan Halici und Jürgen Mayer haben im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Hochschule Ulm (Digital Media) einen Film namens Master Plan – About the power of Google gedreht, den man sich auch bei YouTube anschauen kann. Es geht um die Macht, die Google mit Hilfe des gesammelten (Web-)Wissens anhäuft. Ein sehr gut gemachter Film, dessen Grundlage das Buch Die Google-Story bildet und die im Faktenteil auf der Website dargestellt sind.

Dazu passend der Text Das digitale Alexandria von Christoph Drösser aus der aktuellen Zeit. (via)

Mehr Digitale Notizen zum Thema:

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