Alle Artikel mit dem Schlagwort “ueberwachung

Die Hard

In der aktuellen Ausgabe des Spiegel gibt es ein Interview mit Guardian-Chef Allan Rusbridger über Snowden und die Überwachung. Vielleicht hat er das schon mal gesagt, mir war aber neu, was er auf die Abschluss-Frage ob es schwer sei nicht paranoid zu werden, antwortet:

Mein Facebook-Profil wurde geändert, ich weiß nicht, von wem. Aber es gibt eine Abteilung im GCHQ, die solche Dinge kann. Da stand plötzlich, dass ich „Stirb langsam“ gut finde.

Wer kennt dich im Internet?

Während ein Teil der Niggemeier-Neven DuMont-Debatte hier in den Kommentaren fortgeführt wird (Ich werde das nicht klären können, liebe Diskutanten) weißt Christiane Schulzki-Haddouti unter dem Titel Bye bye Pseudonymität auf technische Entwicklungen hin, die noch weit über das hinaus reichen, was im Fall von Kommentarpseudonymen diskutiert wird.

Dabei geht es u.a. um das so genannte Evercookie, das mit HTML5 eingeführt werden könnte. Darüber schrieb Zeit Online unlängst:

Momentan sind Cookies noch relativ kleine Datenkrümel. Werbefirmen und Website-Betreiber nutzen sie zum Tracking einzelner Computer und zu Statistikzwecken. Sie lassen sich relativ einfach über die Browser-Einstellungen entfernen, was viele Nutzer mittlerweile wissen. Mit HTML5 wird das schwieriger: Der User wird oftmals gar nicht mitbekommen, dass es diesen Speicher gibt und was er enthält. Eigentlich wären die Browser-Hersteller in der Pflicht, darüber aufzuklären.

Und die New York Times zitiert einen Webentwickler, der prophezeit:

“It’s going to change everything about the Internet and the way we use it today. It’s not just HTML 5. It’s the new Web.”

In Kategorie: Netz

Der Demo-Trailer

Unter dem Motto Freiheit statt Angst gibt es am 12. September eine Großdemonstration in Berlin. Ich freue mich schon jetzt auf die Texte über den Wandel im politischen Engagement, die darauf hinweisen, dass solche Demos mittlerweile schon mittels Trailer beworben werden:

Freiheit statt Angst – der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.

Vielleicht schreibe ich es sogar selber mal, denn der Film von Alexander ist ja wirklich sehr gut! (via)

Manipulation in Internetforen

Die Bahn hat allein im Jahr 2007 1,3 Millionen Euro ausgegeben, um die Öffentlichkeit mit bezahlten Beiträgen in Radioprogrammen und Internet-Foren zu manipulieren – wobei nicht erkennbar war, dass die Bahn Auftraggeber der Artikel und Meinungsäußerungen war.

Der Spiegel berichtet über Bahn-PR.

Löschen statt sperren

Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht länger als die Übermittlung einer Sperrliste. Dies führt die Argumentation der Befürworter des bloßen Sperrens ad absurdum – es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie für alle einschlägig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zugänglich zu halten.

Zu diesem Ergebnis kommt Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) beim Test: Kann man kinderpornografische Inhalte aus dem Netz löschen oder muss man sie sperren? (via)

Datenspion Chrome

Welche Daten dabei an die Server gesendet werden, verraten die Datenschutzbestimmungen – für an Chrome interessierte Leute lohnt sich ein Blick darauf in jedem Fall. Der erste Punkt erläutert sogleich, dass Google über alle aufgerufenen URLs in Kenntnis gesetzt wird. Dies sei notwendig, um Adressvorschläge zu machen und das Surfen zu verbessern. Ebenso werden aufgerufene, aber nicht vorhandene URLs an den Google-Server gesendet. Der Browserverlauf bleibt also nicht auf dem Benutzerrechner gespeichert, sondern wird direkt auch an das Online-Unternehmen gesendet. Das Surfprogramm selbst enthält darüber hinaus ¬ªzumindest eine eindeutige Anwendernummer¬´, die bei der Installation sowie bei der automatischen Update-Prüfung an Google übertragen wird. Cookies tragen zur kontinuierlichen Beobachtung ihren Teil bei.

Google-Browser entpuppt sich als Datenspion heißt die Meldung, die bei pro-linux über Google-Chrome zu lesen ist (via)