Alle Artikel mit dem Schlagwort “aktiver rezipient

#fairerteilen (Digitale März-Notizen)

Dieser Text ist Teil der März-Folge meines monatlichen Newsletters „Digitale Notizen“, den man hier kostenlos abonnieren kann!

Das Netz kann ein besserer Ort werden, wenn wir selber aktiv werden. Deshalb haben Manuel Kostrzynski, Heiko Bielinski und ich im vergangenen Jahr #gegendiepanik ins Leben gerufen – und deshalb wollen wir nicht nur in Ausnahmesituationen achtsamer werden. Das ist die Idee von #fairerteilen. Unter dem Hashtag und der zugehörigen Website fairer-teilen.de wollen wir daran erinnert, wer aktiv werden kann gegen Gerüchte und Halbwahrheiten im Netz: Du und ich! Legen wir los!

Wir lieben Social-Media. Wir schätzen den Austausch mit Freunden und der ganzen Welt. Wir lachen über Hashtag-Humor und Internet-Quatsch.

Deshalb wissen wir, dass Social-Media auch missbraucht werden kann. Das ist Mist. Wenn Panik, Falschmeldungen oder Hass verbreitet werden, kannst du selber etwas dagegen tun – indem du dich fairer verhältst und dich bemühst, Inhalte fairer zu teilen. Deshalb haben wir sieben Regeln zum #fairerteilen aufgeschrieben, mit denen du helfen kannst, Hass, Falschmeldungen und Panik zu verhindern.

1. Von mir sollen keine Gerüchte, Halbwahrheiten und Falschmeldungen ausgehen! Ich weiß, dass es Seiten gibt, die mit Absicht falsche Informationen verbreiten wollen. Darauf falle ich nicht rein und damit werde ich meine Freunde nicht verwirren.

2. Wenn ich einen Link poste oder andere Inhalte veröffentliche, halten meine Freund*innen das für verlässlich. Das ist eine große Verantwortung. Ich bemühe mich, dem gerecht zu werden. Deshalb poste ich nur solche Links, die ich überprüft habe.

3. Um Links zu überprüfen, nutze ich Wikipedia (Gibt es das Medium überhaupt?) und die Rückwärtsbildersuche von Suchmaschinen – z.B. bei google.com/images oder TinyEye. So kann ich sehen, ob die Bilder nicht vielleicht aus einem anderen Kontext stammen und bewusst verfälscht wurden.

4. Wenn ein Beitrag mich sehr wütend oder sehr traurig macht, überlege ich, ob er vielleicht mit Absicht so geschrieben wurde, weil den Autoren diese Gefühle wichtiger sind als die Fakten. Deshalb überprüfe ich in einer Suchmaschine, ob und wie andere Seiten über das Thema berichten.

5.
Egal wie emotional ist bin: Ich bleibe fair und menschlich. Wer einem anderen Menschen den Tod wünscht, mit Vergewaltigung oder anderen Angriffe droht, verlässt den Boden des Grundgesetzes. Derartige Wortmeldungen wird es von mir nie geben, wenn ich sie lese, werde ich sie beim Seitenbetreiber und/oder der Polizei melden.

6. Selbst wenn man unterschiedlicher Meinung ist, bleibt die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Maßstab, an den sich Debatten halten müssen. Gerade wer behauptet, stolz auf dieses Land zu sein, sollte sich daran erinnern: Das Grundgesetz garantiert freie Meinungsäußerung, es ruft uns aber auch dazu auf, fair und menschlich bleiben.

7. Egal wie unübersichtlich eine Situation sein mag, ich werde nicht dazu beitragen, Verwirrung zu streuen. Denn das ist das zentrale Ziel derjenigen, die auf Gerüchte und falsche Meldungen setzen: Sie wollen eine Stimmung schaffen, in der sie ihre einfachen Antworten verbreiten können. Darauf falle ich nicht herein. Ich bleibe skeptisch und trage durch mein eigenes Verhalten dazu bei, Social-Media-Gelassenheit zu verbreiten.

Bitte die Seite und die Idee #fairerteilenfairer-teilen.de


Dieser Text stammt aus dem monatlichen Newsletter Digitale Notizen, in dem man mir beim Denken zusehen kann.

In diesem Newsletter sind z.B. erschienen: „Streiten lernen – für ein besseres Internet“ (Januar 2017), „Digitaler Heimat- und Brauchtumsverein“ (Oktober 2016), „Ein Dutzend Ideen für die Journalistenausbildung“ (September 2016) „Kulturpragmatismus“ (Juni 2016), „Denke kleiner“ (Februar 2016 ) „Social-Media-Gelassenheit“ (Januar 2016).

Tu was!

„Wenn ich von dieser Reise nach Deutschland eine Sache da lasse“, sagt Gary Vaynerchuk auf der Bühne der Online Marketing Rockstars und legt dabei seine Hände 🙏 wie zum Gebet zusammen 🙏. „Dann diese: Bitte, vergesst die Inspiration, den coolen DJ und die tollen Vortragenden hier. Ich bitte euch um eine Sache: Bitte, werdet aktiv. Tut was.

Gary Vaynerchucks Keynote ist ein 27minütiger Appell, sich zu bewegen und aktiv zu werden. Er trägt diesen frei und auf beeindruckende Weise vor. Es lohnt sich, diesen Vortrag anzuschauen.

Was ich daran mag: Gary Vaynerchuck beschreibt was ich Reinspringen und schwimmen nenne. „In unserer Branche gibt es wahnsinnig viele Leute, die Architekten sein wollen, aber keiner hat Lust Klempner zu sein.“ Wir stehen äußerst gerne am Rand, schwimmen lernen wir aber nur, wenn wir bereit sind, reinzuspringen und nass zu werden.

Vayernchuck illustriert dies am Beispiel von Menschen, die zwar gerne Instagram-Influencer werden wollen, aber keine Lust haben, Hashtags in dem Dienst zu verwenden oder den Austausch mit anderen zu suchen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir nur durch Versuch und Irrtum besser werden: diese beiden Frisbee-Werfer illustrieren es wunderbar. Und Versuch und Irrtum setzen voraus, dass man etwas tut.


Die neue Folge des Digitale Notizen-Newsletter wird genau diese Tu-was-Idee aufnehmen – und gemeinsam mit den Leser*innen aktiv werden. Wer dabei sein will, sollte sich jetzt hier eintragen

Gegen den Hass, gegen die Panik!

Die Kolleg*innen der Sendung hr2 Der Tag haben mich eingeladen, über Social Media in Zeiten des Terrors zu sprechen, nachzuhören hier ab ca 30 Min (MP3-Download). Um meine Gedanken zu sortieren, habe ich es hier aufgeschrieben.

Es zählt zu den angenehmen Eigenschaften der social-media-vernetzten Welt, dass man auch in unangenehmen Momenten und emotionalen Ausnahme-Situationen nicht alleine sein muss. Man kann sein Unwohlsein teilen, was den Schmerz in den meisten Momenten etwas lindert. Deshalb neigen Menschen dazu, in Eilmeldungs-Situationen den Austausch zu suchen. Früher geschah dies im direkten persönlichen Umfeld oder maximal telefonisch, heute geschieht dies zumeist auf den Geräten, die früher mal einzig Telefone waren – und heute als Schnittstelle zur ganzen Welt dienen.

Wer sich an die Anschläge vom 11. September in New York erinnern kann, weiß vermutlich auch noch, wen er oder sie kurz danach kontaktierte. Dieser zutiefst menschliche Reflex greift auch heute, er benutzt dabei aber ein ungleich größeres Publikationsspektrum. Egal, ob man geschlossene Messenger-Gruppen, den Facebook-Freundeskreis oder gar die Hashtag-Öffentlichkeit bei Twitter in Echtzeit adressiert: die eigene Kommunikation ist sehr viel folgenreicher als damals beim Eins-zu-eins-Telefonat.

Die Ereignisse vom Berliner Breitscheid-Platz erinnern uns daran, dass wir uns diese Folgen bewusst machen müssen, wenn wir in emotionale Ausnahmesituationen geraten. Und wenn es eine Sache gibt, die man schon wenige Stunden nach dem Abend des 19. Dezember sagen kann, dann dies: Wir müssen lernen mit den neuen Publikationsmethoden umzugehen. Wir müssen uns bewusst machen, wie die Mechanismen der Angst wirken und dabei das reflektierte Nachdenken bremsen. Kurzum: Wir müssen Social-Media-Gelassenheit in emotional-medialen Ausnahmesituationen trainieren!

Schon im September 2013 hat das amerikanische Medienmagazin „On The Media“ ein Handbuch für Terror-Fälle veröffentlicht. Darin sind zehn Regeln aufgelistet, an die man sich halten sollte, wenn Gerüchte, Falschmeldungen und Spekulationen die gesicherten Nachrichten überlagern. Die wichtigste Regel steht ganz am Ende, sie lautet: Be Patient! Bleib gelassen! und kann als Grundlage für alle anderen Aktivitäten in den Ausnahmesitationen gelesen werden:

Wie gesagt: Es hilft nicht, Menschen in angstvollen Situationen „Hab keine Angst“ zuzurufen. Aber ich bin überzeugt davon, dass es helfen kann, sich auf diese Situationen vorzubereiten. Die Rekonstruktion der Angst-Nacht von München im Juli dieses Jahres zeigt, wie Gerüchte und ungeübte Social-Media-Nutzung Panik anfachten und die Probleme noch größer machten. Wenn das passiert, schlägt der soziale Austauschreflex ins Gegenteil um: Er lindert dann keine Schmerzen, sondern vergrößert sie. Genau das ist das Ziel von Terror: Angst und Schrecken zu verbreiten.

Deshalb sollte man sich gegen die mediale Verstärkung des Terrors wappnen und ein Regelwerk im Kopf haben, an das man sich in aller Panik erinnern kann. In Anlehnung an die On the Media-Regeln könnte sich Social-Media-Gelassenheit in diesen Handlungweisen ausdrücken:

1. Bevor ich etwas veröffentliche oder an meine Freunde schicke, atme ich dreimal tief durch – und suche mindestens zwei verlässliche Quellen für die Informationen.

2. Ich verbreite keine Gerüchte! Ich halte mich nur an bestätigte Informationen und versuche mich von Spekulationen fernzuhalten. Besonders bei Accounts, die unverifiziert sind, keine Profilbilder haben und vorher noch nie etwas gepostet haben, frage ich mich: Und wenn das Gegenteil richtig ist?

3. Ich poste, retweete und verbreite keine Bilder und Filme, deren Herkunft ich nicht kenne. Ich bin mir bewusst, dass derartige Nachrichtenlagen Betrüger anziehen, die mit Absicht Fotomontagen und bewusste Lügen verbreiten. Ich unterstütze dies nicht durch unvorsichtiges Weiterverbreiten.

4. Informationen und Bilder, die im Zusammenhang mit der Tat stehen, übermittle ich der Polizei und mache sie nicht öffentlich. Besonders dann nicht, wenn sie die Menschenwürde der Opfer verletzen und den Tätern nützen.

5. Ich hüte mich davor, sofort Problemlösungen zu verbreiten. Ich kenne den Reflex des „kommentierenden Sofortimus“ (Bernhard Poerksen) und folge ihm nicht.

6. Das gilt auch für Meinungen über die mediale Berichterstattung bzw. für die Kommentare von Politikern, die bereits fertige Lösungen präsentieren. Ich verbreite keine einseitigen Schuldzuweisungen und gebe diesen auch durch Retweets und Zitate keine Bühne.

7. Ich bin mir bewusst, dass eine von mir verbreitete Information gerade bei Freunden als verlässlich wahrgenommen wird. Dieser Verantwortung meinen Freunden gegenüber versuche ich stets gerecht zu werden – und poste deshalb nicht unüberlegt.

8. Egal wie schlimm die Situation sein mag, ich werde nicht in Panik verfallen und selber dazu beitragen, dass Angst sich verbreitet. Das ist das zentrale Ziel von Terror: Angst und Hass zu verbreiten. Dem widersetze ich mich! Durch mein eigenes Verhalten trage ich vielmehr dazu bei, Social-Media-Gelassenheit zu verbreiten.

Mehr zum Thema:
>>> Der Kommentar Gegen den Hass von Heribert Prantl in der SZ
>>> Der erste Eintrag zum Thema Social-Media-Gelassenheit aus dem Januar diesen Jahres
>>> Warum wir uns den Mechanismen der Angst widersetzen sollten.

Update: Aus diesem Blogpost entstand im Nachgang die Seite gegen-die-panik.de

Die Zukunft der Medien: meine Handy-Nummer (Digitale Mai-Notizen)

Dieser Text ist Teil der Mai-Folge meines monatlichen Newsletters „Digitale Notizen“, den man hier kostenlos abonnieren kann!

Dieses Jahr sind bereits erschienen „Alles, was ich über Social Media weiß“ (April) „Die Zeitung nach dem Papier“ (März) „Denke kleiner“ (Februar) und „Social-Media-Gelassenheit“ (Januar).

„Danke!“ Wenn es ein Wort gibt, das die Idee zusammenfasst, wie Ryan Leslie Musik macht und vertreibt, dann ist es vermutlich „Danke“. Der Wunsch, sich direkt bei seinen Fans zu bedanken sei es gewesen, die den Rapper dazu gebracht hat, eine Technologie zu entwickeln, die ich für so stimmig halte, dass ich ihr die obige Überschrift zugedacht habe. Denn bei der Superphone genannten Anwendung geht es zunächst gar nicht um die technischen Aspekte, es geht vor allem um die Haltung, die Leslie damit transportiert. Diese ist vergleichbar mit dem, was Amanda Palmer (auf die sich der Rapper konkret bezieht) in ihrem Buchtitel „The Art of Asking“ auf den Punkt gebracht hat. Leslie, der bereits mit 19 Jahren Harvard absolvierte und schon für einen Grammy nominiert war, wählt einen technischeren Weg: To Go Direct hat er den in einem Interview mal genannt und für mich steckt darin tatsächlich ein sehr zukunftsweisender Weg für Musik und Medien.

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Ryan Leslie kommuniziert mit seinen Fans, die für ihn im Wortsinn Supporter (Unterstützer) sind, direkt und ohne Umwege – übers Telefon. Leslie nimmt das Versprechen der Verbindung aus der Frühphase des Netzes ernst und macht die Zwischenhändler arbeitslos (Kill the middlemen). In diesem Fall sind damit aber nicht Verlage oder Labels gemeint, in diesem Fall geht es um Twitter, Instagram oder Facebook. Zwar betreibt er dort Accounts (anders als bei iTunes, wo man seine Musik nicht mehr kaufen kann), sein wichtigster Weg der Kommunikation mit seinen Fans läuft aber auf den Wegen, die er selber ausmessen und auswerten kann. Dafür hat er eine Technologie entwickelt, die Superphone heißt und ihn in die Lage versetzt, die 38.000 Menschen, die ihn derzeit unterstützen, direkt zu erreichen.

„Turn Social Media Followers in Real People“ steht auf der Produktseite von Superphone, das sich derzeit im Beta-Modus* befindet. Und darum gehts: Aus der großen Summe der Social-Media-Accounts diejenigen herauszufinden, hinter denen sich echte Menschen mit einem echten Interesse befinden. Forbes nennt den Ansatz, den Wandel vom „Customer Relationship Management (CRM) model zum Personal Relationship Management (PRM) model“. Es ist dies ein Wandel weg vom süßen Gift der Reichweite, das Facebook versprüht (siehe dazu die April-Folge), hin zu einem engen Austausch mit denen, die etwas verbindet – in dem Fall, die Begeisterung für Ryan Leslies Musik.

Diese Verbindung wird in Leslies Fall mit Hilfe der Handynummer und dem Austausch über SMS gehalten. Superphone wertete diesen Austausch aus und gewichtet die Kontakte – auch die privaten Kontakte. Im Dezember hat Leslie in Helsinki erzählt, dass dies gar das Verhältnis zu seiner Mutter verbessert habe (im Clip ab ca 6:31 min). Technisch ist all das vermutlich sogar vergleichbar mit dem Angebot von Facebook, der große Unterschied: Der Künstler Ryan Leslie kann sein Publikum direkt erreichen – und das Publikum kommt direkt zu ihm durch.

Die Telefon-Nummer (er betont immer wieder, tatsächlich kein anderers Telefon zu benutzen) ist dabei das Symbol für den unverfälschten, direkten Austausch. Dieses Versprechen stand auch mal hinter Twitter und Facebook, bevor Social-Media-Verantwortliche dort das Marketing für diejenigen übernahmen, die man dort angeblich direkt erreichen sollte. Vielleicht ist Superphone nun einfach nur die nächste Stufe dieser Entwicklung. Ganz sicher aber steht Superphone für ein anderes Verhältnis zum Publikum. Leslie will seine Fans direkt erreichen können – auch weil er von diesem direkten Kontakt lebt.

Im Producthunt-Podcast erzählt er, dass er es nicht fassen konnte als seine Plattenfirma ihm nach seinem ersten Album eröffnete, sie könne für die Bewerbung des zweiten Albums nicht einfach eine Mail an die Käufer des ersten schicken – weil sie diese schlicht nicht kenne. Stattdessen wurde eine Marketing-Maschine angeworfen, mit deren Hilfe möglichst viele potenzielle Käufer erreicht werden sollten. Mit schlechterem Erfolg als beim ersten Album. Leslie löste sich von seiner Plattenfirma, setzte alles daran für ein folgendes Album die Daten der Käufer seiner Musik zu erhalten und verschickte zur Veröffentlichung der Platte eine Mail – dabei lernte er dann ernüchternde Details über Öffnungsquoten von Newslettern und versuchte den nächsten Schritt.

Ab sofort macht er keine Alben mehr, stattdessen veröffentlicht er monatlich einen neuen Song, den er – schlimmes, uncooles Wort – im Abo vertreibt. Seine Supporter bezahlen ihn dafür, dass er bis zum Ende seiner Musikerkarriere nun jeden Monat einen Song veröffentlicht. Sie abonnieren ihn – direkt. Und sie reagieren direkt, wenn er Hilfe benötigt. Die Protz-Autos aus einem seiner aktuellen Clips organisierte ihm beispielsweise ein Fan aus Belgien – erzählt er in diesem Video.

Die Lehre, die ich aus der Idee Superphone ziehe, lautet: Es gibt mehr als reine Reichweite. Vielleicht ist die direkte Verbindung zu Supportern viel nachhaltiger. Vielleicht entstehen auf dieser Basis langfristigere Geschäftsmodelle, die irgendwann vielleicht nicht mehr Crowdfunding heißen, aber weiterhin auf die Idee der direkten Verbindung von Produzent und Konsument setzen. Die zentrale Fähigkeit scheint mir dabei in dem Wort zu liegen, das Ryan Leslie antreibt. Man muss als Produzent lernen, sich direkt bedanken zu können. Nicht nur technisch!

Mehr zum Thema Crowdfunding und direkte Geschäftsmodelle in den Digitalen Notizen:
>>> das Crowdfunding-Fazit zu Neue Version in sechs Punkten
>>> der Text Reden wir über Geld: Über Wertschätzung und Wertschöpfung
>>> der Text Wie verdient man in digitalen Zeiten mit Kultur Geld?
>>> die Hintergründe zum Projekt Langstrecke
>>> die Hinweise im loading-Newsletter

*Dieser Text stammt aus dem monatlichen Digitale Notizen Newsletter – und wenn ich zum Superphone-Test zugelassen bin, werde ich dort womöglich auch meine Handy-Nummer veröffentlichen.

Ich verstehe Xing – zur Zeit – nicht mehr!

Seit ein paar Tagen schickt mir „das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte“ (wie Xing sich in seiner Selbstbeschreibung nennt) in unschöner Regelmäßigkeit Mails, in denen mir mitgeteilt wird, dass in dem Netzwerk offenbar Mitteilungen auf mich warten. Xing selber nennt diese Mitteilungen „Kontaktanfragen“ und wenn man auf den Link, mit dem mir eine Premium-Mitgliedschaft verkauft werden soll, klickt, landet man tatsächlich bei den Kontaktanfragen

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83 dieser Anfragen warten dort auf mich. Xing spekuliert nun darauf, dass ich so neugierig bin, was sich hinter diesen Anfragen verbirgt, dass ich sofort eine Premium-Mitgliedschaft abschließe. Da ich das nicht mache, schickt mir Xing nun immer wieder Hinweise darauf, dass da doch noch was voll Spannendes auf mich wartet.

Das Problem: bis vor einer Weile konnte ich diese Anfragen noch ohne Bezahlfunktion einsehen – und habe sie mit Absicht nicht beantwortet. Denn viele dieser Anfragen waren gar nicht so spannend wie Xing denkt, sondern reine Pressemitteilungen, Verkaufsanbahnungen oder Akquise-Post, die mir mit Hilfe einer Xing Kontaktanfrage übermittelt werden sollten. Ich habe sie freundlich ignoriert. Nun zwingt Xing mich dazu, darauf zu reagieren (und sei es ablehnend) Denn als Basis-Mitglied steht mir die Funktion „Vernetzen“ nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung:

Als Basis-Mitglied können Sie nur eine Kontaktanfrage zur Zeit sehen. Sobald Sie diese annehmen oder ablehnen, können Sie eine neue Kontaktanfrage sehen

Mal abgesehen davon, dass mich die Angabe „zur Zeit“ sehr ratlos hinterlässt, frage ich mich: Wie bitte!? Ist der Verkaufsdruck so hoch, dass man die Kernfunktion eines Netzwerks grundlegend verkomplizieren muss? Oder anders formuliert: Als Basis-Mitglied verstehe ich das Netzwerk Xing – zur Zeit – nicht.

Du bist was du twitterst: In Social-Media geht es um Identität

Es ist Frühjahr 2016, die Zehn-Jahres-Feierlichkeiten um Twitter sind gerade vorbei gezogen. Ein guter Zeitpunkt, um an etwas (vermeintlich) sehr Einfaches zu erinnern: Du bist was du twitterst! Andreas Bock hat das bei 11 Freunde gerade am Beispiel von Philipp Lahm auf anschauliche Weise offen gelegt, „denn Philipp Lahms Twitter-Einträge lesen sich, als hätte sie ein Textroboter generiert, der vorher von Heribert Faßbender mit ein paar Fußballfloskeln gefüttert wurde.“

Der Fall Philipp Lahm liegt dabei inhaltlich etwas anders als die Tweets von Harry-Potter-Erfinderin JK Rowling, über die Heather Schwedel unlängst aber in gleicher Ausrichtung bei Slate schrieb:

Reading Rowling’s Twitter updates, it’s dispiriting to be faced with daily reminders that one of your former heroes is still tinkering with a world they thought you left behind perfectly preserved in childhood.

Es scheint vielen Menschen, die in Social Media für sich und ihre Produkte Aufmerksamkeit generieren wollen, nicht klar zu sein: Die Beiträge auf Twitter/Facebook/Instagram sind mehr als Werbepostings, sie formen ein Bild von der Person, unter deren Namen der Account läuft. Und dieses Bild kann schon bei einem dummen Beitrag Schaden nehmen – bei fortgesetzter Plattheit wird es nicht besser.

Foto via Unsplash https://unsplash.com/photos/omKdUQ9R3Zo

Foto via Unsplash https://unsplash.com/photos/omKdUQ9R3Zo

Das gilt übrigens nicht nur für Prominente, Chefredakteure oder Shopbetreiber. Das „Du bist was du twitterst“-Prinzip gilt für jeden, der Timelines (aktuell zum Beispiel) mit Böhmermann-Lob, Widerspruch für überdimensioniertes Böhmermann-Lob oder April-Scherze befüllt. In Social-Media geht es um Identität. Wir posten Inhalte wie wir Markenkleidung tragen. Beiträge oder Sneakers, Videos oder Pullis – es geht stets um Teilhabe und Abgrenzung, es geht darum möglichst beiläufig darüber zu informieren, wo man steht. Es ist hilfreich, stets daran zu denken, dass alle Jubel- oder Hass-Posts immer auch einen Meta-Klang in sich tragen, den man bei angemessener Social-Media-Gelassenheit heraushören kann und der sagt: Ich bin wie ihr oder (besonders gern genommen) Ich bin nicht wie ihr. (Dieses Prinzip gilt übrigens völlig unabhängig von politischer Ausrichtung oder vermeintlicher Eloquenz)

In den manchmal hitzigen Diskussionen derjenigen Social-Media-Nutzer, die in den Netzwerken sind, weil sie Spaß daran haben, merkt man dies manchmal nicht. In den Beiträgen derjenigen jedoch, die Social Media nutzen, weil es ihnen ein Berater, ein Ausrüster oder Sponsor nahegelegt hat, fällt dieser Meta-Klang viel häufiger auf. Was dann zu so absurden Accounts wie dem von Philipp Lahm führt. Andreas Bock kommt in seinem 11-Freunde-Text jedenfalls zu diesem richtigen Fazit:

Wenn man sich versehentlich alle 163 Tweets (Stand: 31. März 2016) von Philipp Lahm durchliest, (…) kommt man nicht umhin, sich vorzustellen, wie Philipp Lahm in der anstehenden Sommerpause aus dem Urlaub postet. Sätze wie: »Ich bin hoch motiviert in den Schwarzwald gefahren und werde alles dafür tun, meiner Mutter eine schöne Kuckucksuhr mitzubringen.«

Deine blöden Kommentare

Menschen in großen Massen – Fotgrafiert von Jose Martin für unsplash

Der Autor und Cartoonist Oli Hilbring hat dieser Tage eine Zeichnung veröffentlicht, auf der ein Sohn seinem zeitunglesenden Vater sagt: „Och Papa, das steht doch alles im Internet“. Der Vater blickt gar nicht auf von seiner Lektüre, antwortet nur: „Aber mit deinen blöden Kommentaren.“

Die Zeichnung wird gerade ausgiebig auf Facebook geteilt. Sie ist lustig und irgendwie traurig zugleich. Denn nach den Kommentar-Katastrophen des vergangenen Jahres startet auch das neue Jahr mit dem Eindruck: Kommentare im Netz sind nichts anderes als Mob und Quatsch und Ärger. Hilbrings Zeichnung bestätigt dies einerseits – zeigt aber andererseits auf wunderbare Weise: Die blöden Kommentare des Sohnes sind am Küchentisch, an dem der Vater liest, ja nicht verschwunden.

Im Sommer 2014 habe ich dazu mal einen Text für die Süddeutsche Zeitung geschrieben – und kommentiert:

Es ist wohlfeil, sich nun darüber zu wundern, dass fremdenfeindliche und dumme Kommentare im Netz auftauchen. Das Netz ist nicht Auslöser der Provokationsdebatten der vergangenen Jahre – es macht aber deren Folgen sichtbar. Weil es als Medium eben anders funktioniert als die Distributionskanäle der Vergangenheit: Medien sind heute keine Straßenverkaufsstellen mehr, an denen Essen zum Mitnehmen über die Theke gereicht wurde. Medien im Netz sind heute Restaurants, deren Qualität sich nicht nur daran bemisst, was verkauft wird, sondern auch daran, wer im Lokal sitzt und sich wie verhält.

Auf all die aktuellen, hässlichen Formen der so genannten Hatespeech bezogen, kann man es mit dem Kanadier Seb FoxAllen bei Vice so formulieren:

The internet of 2015, like the internet you’re reading this on today, carried all the same awfulness and injustice that persists offline, except instantly searchable and pinging you 24/7. But you need to use it. To work, to communicate, to lulz, to connect.

Der lesenswerte Text endet mit einer – wie ich finde – guten Schlussfolgerung:

Maybe all you can really do to wade through it are the same things you’ve learned to do offline: keep networks that you trust, pick fights that are worth your time and try to sidestep those that aren’t. Do what you have to do to feel safe, support others when they don’t, and keep chipping away at the structures that make any of this necessary at all.


Dazu ebenfalls lesenswert:
Hass und Pöbelein im Netz – so geht es nicht weiter! von Nico Lumma – und nochmal: vielleicht brauchen wir ein Lichterketten-Emoticon

Das Ende des Durchschnitts – der Lauf zum Buch

Wenn ich erklären soll, was den Zauber von Social Media ausmacht, verwende ich gerne die kleine Tipprunde als Beispiel, in der ich seit Jahren mit tollen Kollegen Bundesliga-Endstände vorherzusagen versuchen (mit pesönlich mäßigem Erfolg). Wir tippen Fußballspiele und machen so aus dem allgemeinen Ergebnis eines Spiels ein soziales Erlebnis. Der Endstand einer Partie bekommt durch den sozialen Kontext der Tipprunde plötzlich eine besondere Bedeutung. Denn es wäre mir eigentlich egal, wenn Hoffenheim in der letzten Minute den Ausgleich in Ingolstadt erzielt – wenn ich nicht dadurch drei wichtige Punkte im Tippspiel eingebüßt hätte, weil der Treffer meinen Tipp zerstört…

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Diese besondere, persönliche Bindung an das Spiel ist durch die Vernetzung des Digitalen möglich. Sie steht für mich für das, was man Social Media nennt – Facebook, Twitter oder Instagram, die man gemeinhin mit dem Schlagwort Social Media gleich setzt, nutzen diese Vernetzungs-Möglichkeiten. Das Prinzip „Social Media“ geht aber über die Dienste hinaus, es ist das Prinzip des Netzwerkens, das Prinzip der Kontexte.

Aus dieser Perspektive drängt sich zum Beispiel die Frage auf, warum der Anbieter, auf dessen Plattform wir Woche für Woche Ergebnisse tippen, keine soziale Öffnung anbietet. Man kann lediglich in Tipprunden gegeneinander antreten, es ist allerdings nicht möglich das eigene Ergebnis in andere Kontexte zu übertragen – und z.B. auch mit Bekannten zu vergleichen, die in anderen Tipprunden tippen (oder ich habe das übersehen).

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Seit diesem Wochenende habe ich ein neues Bild, um den Zauber von Social Media zu beschreiben. Und wieder hat es mit Sport zu tun: Es ist ein Stadtlauf, der in allen Städten der Welt zur gleichen Zeit stattfindet. Die Macher nennen ihn den #Global5K, einen Lauf über fünf Kilometer, an dem angeblich über 230.000 Menschen weltweit teilnehmen – ohne dass sie sich sehen können, sich kennen oder an einem gemeinsamen greifbaren Ort sind (bei Twitter und Instagram dokumentiert) Die Distanz wird von einer App gemessen, deren Macher den Lauf veranstalten. Ein Lauf, der wie das Tippspiel über das objektive Ergebnis hinaus geht. Ein Lauf, der auf den Prinzipien von Social Media basiert und ein tolles Symbol ist für das, was ich Das Ende des Durchschnitts nenne. Denn es gibt nicht mehr die eine Start- und Ziellinie, die für alle gleich gilt. Es gibt unzählige Starts und Zieleinfläufe weltweit – verbunden sind alle Läufer durch die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung. Sie sind dadurch mess- und überwachbar, aber sie sind dadurch auch auf eine neue Weise verbunden.

Wenn man die Ambivalenz der neuen Möglichkeiten verstehen will, muss man verstehen, wie der Global5K sich von gewöhnlichen Läufen unterscheidet. Er schafft Das Ende des Durchschnitts, das die Massengesellschaft des 20. Jahrhunderts bestimmte – unter diesem Arbeitstitel recherchiere ich derzeit an einem Buch, das sich mit genau damit befasst: wie die Möglichkeiten der Personalisierung unsere Gesellschaft verändert.

Auch deshalb bin ich heute mitgelaufen.

Dazu muss man Folgendes wissen: Ich bin das, was Läufer einen Jogger nennen. Ein sporadischer Sportler, der keine neonfarbende Laufkleidung besitzt, sich aber gerne im Park bewegt. Als solcher nutze ich seit einer Weile die App, die u.a. mit Hilfe des genannten Events Menschen auf der ganzen Welt verbinden – und zu zahlenden Käufern ihres Premium-Angebots machen will. Das ist mir klar, wenn ich die Dienste der App nutze (u.a. Laufzeit, Tempo und Strecke aufzeichnen lassen). Und dennoch nutze ich sie mit großer Freude und war heute vormittag auch entsprechend enttäuscht, weil sich mein Start bei meinem ersten größeren Laufevent verzögerte: Mein Smartphone hatte GPS-Probleme, die App konnte nicht ermitteln wo ich bin – und folglich auch nicht messen wie schnell ich wo lang laufe.

Also lief ich ein wenig im Park, ohne dabei vermessen zu werden. Dann irgendwann (in der Nähe einer Straße) fand die App ein Signal und ich startete. Als ich einige Minuten später meine Geschwindigkeit kontrollieren wollte, traute ich meinen Augen nicht: ich war mit einem unfassbaren Tempo unterwegs. 17:55 Minuten hat mir die App für die fünf Kilometer bestätigt. Das macht eine Kilometer-Zeit von 3:34 Minuten. Das ist selbst für einen Jogger wie mich ziemlich gut.

Es ist aber vor allem: gelogen. Denn während ich lief, hatte die App erneut GPS-Probleme und kritzelte statt meiner tatsächlichen Laufstrecke eine merkwürdig gerade Linie ins Profil. Mir ist das klar, der App nicht. Sie hat die genannten Kilometerzeit gespeichert. Das ist schön, aber ziemlich weit von meinem tatsächlichen Tempo entfernt.

Da es mir aber nicht um die Geschwindigkeit, sondern um die Metaphorik des Laufs ging, war ich darüber nur mäßig enttäuscht. Denn die 3:34 Minuten beweisen vor allem, dass man blanken Zahlen nicht trauen darf. Ihr Kontext ist bedeutsam – der Kontext der Entstehung wie auch jener der Weiternutzung. Abstrahiert man dies von meinem kleinen Laufe heute vormittag, wird der Kontext zur zentralen Größe in unserem Umgang mit Daten und der Digitalisierung. Davon handelt das Buch, in dem ich darzulegen versuche, worin die Chancen aber auch die Trugschlüsse am digitalen Wandel liegen. Dabei wird auch der heutige Laufe eine Rolle spielen – denn zu allem Überfluss wird er nicht mal zählen. Denn als ich ihn speichern wollte, stellte ich fest, dass die Ankündigung der Macher („Laufen Sie am 6.12. fünf Kilometer“) erst ab 12 Uhr mittags galt.

Zu der Zeit war ich aber schon lange im Ziel …
(Hier gehts zum Buch)

Update: die App hat Ergebnisse veröffentlicht!

loading: Crowdspondent (reloaded)

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Steffi Fetz und Lisa Altmeier fahren nach Japan – mit Hilfe der Crowd. Die beiden Crowdspondentinnen haben bereits eine Reportage-Reise durch Deutschland mit Hilfe ihrer Leserinnen und Leser finanziert (hier der loading-Fragebogen dazu) und haben gerade die Funding-Schwelle für ihr Japan-Crowdfunding überschritten. Dazu haben sie eine reloaded-Fassung des loading-Fragebogens beantwortet.

Was ist seit dem letzten Mal passiert?
Puuh, viel! Wir waren einen ganzen Sommer in Deutschland unterwegs, haben sehr sehr viel gearbeitet und unsere Texte und Filme auch bei anderen Medien veröffentlicht. Wir haben Flüchtlinge getroffen, die in den 90ern nach Deutschland kamen, waren zum Recherchieren in der Psychiatrie, beim Zirkus, haben im Kloster gewohnt und sind für eine Nacht in eine Alten-WG gezogen. Die Crowd hatte viele Ideen und wir dementsprechend zu tun.

Was hättet ihr gerne schon vorher gewusst?
Meinst du zum Thema Crowdfunding? In der Theorie wussten wir eigentlich fast alles. Aber in der Praxis ist Crowdfunding dann eben doch anders. Wir wussten, dass Durststrecken kommen, dass es sehr anstrengend wird. Wir wussten vielleicht nicht, wie angespannt man die ganze Zeit über ist. Das ist tatsächlich auch etwas, was wir seit dem letzten Mal schon wieder fast vergessen hatten und jetzt merkt man es wieder. Also Crowdfunding kann sich richtiggehend körperlich auswirken.

Was plant Ihr jetzt?
Wir wollen von September bis November die Themen der Crowd in Japan recherchieren. Gerade läuft unser Crowdfunding dafür – wir freuen uns total, dass es schon geklappt hat, aber noch kann man uns unterstützen. Und wir sind natürlich schon sehr gespannt auf unseren Recherche-Herbst!

Wie geht es weiter?
Danach? Tja, das ist das Spannende bei uns … So genau kann man das nicht sagen. Wir lassen uns überraschen, aber bisher ist es mit Crowdspondent immer irgendwie weiter gegangen. Frag uns mal in drei Monaten!

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass es viele tolle Leser gibt. Redet mal mehr mit denen, Journalisten!

>>> Hier die Recherche-Reise von Crowdspondent auf Startnext unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren: