Alle Artikel mit dem Schlagwort “facebook

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Publizistische Marken werden Medien

Gestern abend hat Jürgen Todenhöfer dieses Foto auf Facebook gepostet – mit diesem Text:

Liebe Freunde, heute Nachmittag bin ich aus dem “Islamischen Staat” zurückgekehrt. Die erforderlichen Sicherheitsgarantien hatte ich in monatelangen Skype-Gesprächen mit der Führung des ‘Kalifats’ ausgehandelt. Angeblich war ich der erste westliche Publizist der Welt, der den “Islamischen Staat” besuchen konnte.

Nach zwanzig Stunden wurde das Bild bereits fast 30.000 Mal mit “gefällt mir” versehen, fast viertausend Facebook-Nutzer haben den Beitrag mit ihren Freunden geteilt. Und das obwohl man noch gar keine Inhalte von dem Besuch lesen kann. Der Beitrag endet mit den Worten:

In den nächsten Tagen werde ich Euch nähere Einzelheiten meiner zehntägigen Recherchen im “Islamischen Staat” mitteilen. Jetzt aber bin ich erst einmal hundemüde.

Ende November schrieb die Welt auf ihrer Website, der ehemalige Bundestagsabgeordnete (CDU) und Medienmanager (Burda) plane, den IS zu besuchen. Das hat der Buchautor (Du sollst nicht töten. Mein Traum vom Frieden) nun offenbar getan: “Meine 10 Tage im Islamischen Staat” ist das Foto überschrieben, das einzig auf Facebook erscheint. Eine klassische publizistische Begleitung über Webseiten oder Magazine ist mir bisher nicht aufgefallen.

Ich schreibe das auf, weil ich bei dem Facebook-Post an das Medienengagement von Mario Götze denken musste: Der Fußballprofi verfolgt erkennbar und wie viele andere die Strategie, vom Inhalt der Berichterstattung selber zu einem Berichterstatter zu werden. Der Fall von Jürgen Todenhöfer scheint vergleichbar gelagert zu sein: Der “angeblich erste westliche Publizist der Welt”, der den Islamischen Staat besucht, berichtet darüber – auf Facebook.

Mehr zum Thema in den Digitalen Notizen: Marken werden zu Medien

Update:
Ein Interview mit den Tagesthemen – verbreitet über Facebook

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Marken werden Medien

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Vier Stunden vor dem gestrigen Spiel gegen die TSG Hoffenheim postete der Account des FC Bayern Profis Mario Götze das obige Motiv auf Instagram. Innerhalb von sechzig Sekunden, reagierten 1990 Instagram-Nutzer mit einem “gefällt mir” auf das Motiv, das darauf hinwies, dass der gestrige Samstag ein Matchday genannter Spieltag sei.

Das Tempo der Begeisterung lies innerhalb der ersten Viertelstunde etwas nach. Statt 33 Likes in der Sekunde, klickten bis zur 14ten Minute durchschnittlich zwanzig Nutzer innerhalb einer Sekunde auf “gefällt mir”. Bis zum Anpfiff hatte sich die Anzahl der Likes für das Instagram-Motiv auf fast 92.000 summiert. Das ist drei Mal soviel wie Götzes Bild bis jetzt (fast 24 Stunden später) auf Facebook erzielt hat. Als Götze das 1:0 im Stadion in Fröttmaning erzielte, war die Zahl der Likes bei rund 100.000. (Zur Detailansicht auf das Bild klicken)

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Der Mann, dessen Name sich nur in einem Buchstaben von Goethe unterscheidet, hat 2,2 Millionen Instagram-Accounts hinter sich versammelt. Das ist viel, aber auch nicht ungewöhnlich für einen Spieler dieser Bekanntheit. Immerhin ist er Schütze des Siegtors im WM-Finale – und wie das aktuelle 11Freunde-Cover erinnert “der bessere Messi”.

Das Spiel gegen Hoffenheim war als Spitzenspiel in der derzeit mittelspannenden Bundesliga angekündigt, endete aber eindeutig mit 4:0 für den FC Bayern. Es darf also in Sachen Instagram-Analyse als gewöhnlich gewertet werden.

Und deshalb schreibe ich das überhaupt auf: In einem durchschnittlichen Bundesligaspiel erreicht ein Profi des Rekordmeisters mit einem durchschnittlichen Instagram-Motiv im November 2014 über 100.000 Likes – wobei ich die Zahl der Likes als Annäherung für ein bewusstes Erreichen von Zuschauern werte. Gesehen haben das Motiv vermutlich sogar noch entschieden mehr Menschen.

Mario Götze ist nicht mehr nur Spieler einer Fußball-Mannschaft oder Werbeikone für Unternehmen – er ist selber ein Medium. Im Frühjahr 2009 schrieb ich für die SZ über die Twitterwette zwischen Ashton Kutcher und CNN und die Frage, warum prominente Menschen Social-Media-Dienste nutzen (ja darüber wunderte man sich damals)

Damit ist die behauptete Demokratisierung der Publikationsmittel durch das Internet nun bei denen angekommen, die schon immer in der Öffentlichkeit standen: Ashton Kutcher und alle anderen VIPs, die twittern, nutzen die Kurzmitteilungsplattform, um die Macht darüber zurückzugewinnen, was und wie über sie berichtet wird. Wenn Kutcher Bilder vom angeblichen Hinterteil seiner Ehefrau ins Netz stellt, verlieren alle Paparazzi-Schnappschüsse mit ähnlichen Motiven ihren Wert. Kutchers Botschaft lautet: Näher und authentischer kann niemand über mein Leben berichten als ich selbst.

Fünfeinhalb Jahre muss man festhalten, dass der Prozess auf einer neuen Stufe angekommen ist: Marken werden Medien. Das Beispiel der Marke “Mario Götze”, die übrigens auch eine Website betreibt, die so aussieht wie ein Fußballmagazin, zeigt dies nicht nur auf dem Kanal Instagram gerade sehr deutlich. Das Medienkonzept hinter dem Fußballer wird unter dem Hashtag #partofgoetze in allen digitalen Kanälen (Web, App, Social-Media) gebündelt – und wirft die Frage auf: Wie reagieren Medien auf diese Entwicklung?


Update:
David Bauer weist mich auf ThePlayersTribune hin.

Buzzfeed Deutschland

Buzzfeed Deutschland ist heute gestartet.

Also nicht in dem Sinne, in dem klassischer Weise neue Medien starten: Es gibt keine Pressemitteilung, keine Berichterstattung in Mediendiensten, nicht mal eine Website oder Startseite gibt es zu dem Produkt. Aber es ist da – in den Kanälen, die für Buzzfeed wichtig sind:

Der offizielle Buzzfeed-Facebookaccount (3,6 Millionen Fans) hat heute Nachmittag einen deutschsprachigen Beitrag geteilt, meinem Gefühl nach erstmals in seiner Geschichte:


Sebastian Fiebrig
, den Twitter-Deutschland als @saumselig kennt, hat eine Liste mit russisch anmutenden Gifs gepostet. 14 Schritte wie du dich auf die russische Invasion vorbereitest steht in der Überschrift. Das kommt im Vergleich zu den anderen Zahlen des Buzzfeed-Accounts bisher so mittel an, aber Buzzfeed-Chef Jonah Peretti hat das auf Twitter geteilt – ebenfalls auf deutsch.

Auch ein französischer Beitrag wurde heute geteilt, im Nachbarland ist Buzzfeed aber schon einen Schritt weiter. Fast 15.000 Menschen sind dort Fan der französischen Buzzfeed-Seite. Ein “Buzzfeed Germany” gibt es auf Facebook allerdings noch nicht. Das gibt es vermutlich erst, wenn Buzzfeed dann auch wirklich startet – so mit Mediendienst und Pressemitteilung.

Ein wenig Hintergrund zu Buzzfeed gibt es auf Phänomeme.de, bei der SZ und hier im Blog.

Über Absichten, Petitionen und Politik

Eigentlich ist zu der merkwürdigen Reaktion des SPD-Vorsitzenden und möglichen baldigen Vizekanzlers Sigmar Gabriel auf den heutigen Aufruf von 560 Autorinnen und Autoren gegen Massenüberwachung mit diesem einen Wort schon alles gesagt:

Vorratsdatenspeicherung

Die Kommentatoren unter seinem Facebook-Post haben das ebenso getan, wie der Kollege Patrick Beuth auf Zeit Online.

Und trotzdem will ich zwei Gedanken ergänzen. Zum einen um die herausragenden Komik festzuhalten, die in der ersten (mittlerweile überarbeiteten) Reaktion Gabriels steckte, als er schrieb:

“Ein solcher Aufruf darf in der Politik nicht ungehört bleiben!”

Denn das “ungehört bleiben” ist die sagen wir mal bierzelttaugliche Zusammenfassung für die Forderung nach Privatsphäre. Und zum zweiten ist die Forderung an die Politik eben nicht das “gehört werden”, sondern das “endlich etwas tun”.

Der heutige Facebook-Post des SPD-Vorsitzenden ist in Form und Inhalt der handfeste Beweis für die eben kaum greifbare neue Form der Politik. Der Koalitionsvertrag ist das Manifest dieser absichtsvollen darauf hinwirken Haltung, die sich auf nichts festlegt und so tut als sei die Machtfülle gewählter Volksvertreter ebenso begrenzt wie die des wählenden Volks. Diesem steht das Mittel der Petition und Aufforderung offen, weil es seine Stimme delegiert hat – an Menschen, von denen es erwartet, dass sie tatsächlich etwas tun und nicht auch nur Absichten formulieren.

Der Überwachungsskandal, der uns seit Mitte dieses Jahres erschüttert ist – man muss das offenbar selbst dem kommenden Vizekanzler nochmal sagen – ein politischer Skandal. Die Lösung dieses Problems darf man – auch wenn das noch so gewünscht ist – nicht privatisieren. Es braucht eine – heute in Sascha Lobos Kolumne nachzulesen – politische Lösung für den Überwachungsskandal. Auch wenn ich mich wiederhole:

Morozov und Uhl verwenden dafür unterschiedliche Ansätze, bedienen sich unterschiedlicher Formulierungen und nutzen andere Bezugsysteme, aber im Kern kommen sie zu dem gleichen Ergebnis: Sie halten den gerade aufgedeckten flächendeckenden Angriff auf den Artikel 10 des deutschen Grundgesetzes nicht für ein politisches, sondern für ein persönliches Problem der Internetnutzer, deren Fernmeldegeheimnis ihnen irgendwie weniger wert zu sein scheint als das derjenigen, die noch anständig Briefe schreiben.
(…)
Dieses Narrativ, das nicht nur von Uhl und Morozov bedient wird, entbindet den Staat aus der Pflicht, die Grundrechte seiner Bürger selbst dort zu schützen, wo mancher ein Neuland vermutet. Prism und Tempora sind keine Internetprobleme, sondern Grundrechtseingriffe, die lediglich zuerst auf der einen Seite des digitalen Grabens zu spüren sind. Dieser Seite dafür die Schuld zu geben, ist ein Wahl- und Marketingtrick, dem man nicht auf den Leim gehen darf. Hier geht es um mehr als um die digitale Skepsis einiger weniger, hier geht es um die Grundrechte der ganzen Gesellschaft.

loading: Facebook für Frauen

“Das kompakte Handbuch für Frauen auf Facebook” steht auf der Startnext-Seite von Sandra Staub. Hier will sie bis Ende Januar 2014 insgesamt 4000 Euro für die zweite Auflage ihres Buchs “Facebook für Frauen” zusammenbekommen. Sie hat den loading-Fragebogen beantwortet.

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Was machst du?
Ich bin Sandra Staub, Bloggerin und Social Media Strategin aus Passion. Daraus ist auch mein Herzensprojekt entstanden: Mein Buch ‘Facebook für Frauen‘. In Workshops arbeite ich vorrangig mit Frauen, die in Social Media Kanälen durchstarten. Einer davon ist natürlich Facebook. Hier werden mir immer wieder die gleichen Fragen gestellt und so meinte mein Bester Freund eines Tages beim Essen, “Schreib doch einfach ein Buch: ‘Facebook für Frauen‘” Und genau so haben wir das dann auch gemacht. Alles im Eigenverlag. Alles im Eigenvertrieb. Nach einem halben Jahr waren wir ausverkauft. Aber das ist auch gut so, denn ein Thema wie Facebook braucht regelmäßig Überarbeitung. Das ist jetzt an der Zeit und daher werde ich das Buch gerne mit Crowdfunding in die 2. aktualisierte Auflage heben.

Warum machst du es (so)?
Die erste Auflage habe ich komplett selbst finanziert. Jeder, der schon mal ein Buch produziert hat, weiß, dass da Unmengen an Geld und Zeit reinfließen. Um es kurz zu fassen: Es ist nur rund die Hälfte der Ausgaben wieder herein gekommen, aber ich lächle trotzdem, weil ich sehr positive Feedbacks der Leserinnen bekomme. Nun waren aber viele Frauen so begeistert, dass sie sich eine zweite, aktualisierte Auflage wünschen. Da dachte ich mir: Mit Crowdfunding können wir zum einen den Wunsch der Frauen nach einer neuen aktualisierten Auflage erfüllen und andererseits mein finanzielles Risiko geringer halten. Bücher verkaufen sich ja doch immer noch über den Autor und ich bin relativ unbekannt. ‚Facebook für Frauen’ ist also noch ein Geheimtipp.

Wer soll das lesen?
Mein Buch spricht interessanterweise Frauen und Männer an: Frauen ganz klar, weil es für Frauen geschrieben ist und Frauen ermächtigt, sich endlich selbst wirklich auszukennen. Wir beginnen bei der persönlichen Sicherheit und sinnvollen Inhalten.
Dann wollen viele Unternehmerinnen wissen, wie so eine Unternehmensseite funktioniert und wie sie Umsatz macht. Das sollten auch ganz normale Frauen da draußen wissen. Einfach damit Sie das System verstehen und wissen, wie damit gearbeitet wird und was wirklich mit dem Like von ihnen passiert.
Damit sind wir schon voll im Facebook Marketing und meinem Spezialgebiet, das auch viele Männer interessiert: Wie spreche ich speziell die Zielgruppe der Frauen an? Welche Worte funktionieren, welche nicht? In meinem ganzen Buch steht zum Beispiel kein einziges Mal der Ausdruck „Haken setzen“ – wir sagen immer „Häkchen setzen“, denn Sprache kann Leichtigkeit produzieren. Im Buch wird aber auch besprochen, welche Bilder Frauen sehen wollen, welche Themen sie interessieren und wie möchten sie angesprochen werden. Das sind wichtige Details, die oft über die Sympathie zu einer Marke entscheiden. Daher bin ich der Meinung, lesen sollten es viel mehr Marketing-Abteilungen, viel mehr Selbstständige und viel mehr Menschen, die gerne mal hinter die Kulissen blicken möchten.

Wie geht es weiter?
Das Crowdfunding läuft jetzt noch bis Ende Januar 2014. Das klingt lange, sind aber nur noch einige Tage. In der Zeit lade ich alle interessierten Menschen ein, gleich ein oder mehrere Bücher unter startnext.de/facebook-fuer-frauen vorzubestellen.
Ich sitze gerade an der Überarbeitung der Inhalte und an Presseartikeln, Interviews und Kooperationen mit Organisationen, Medien und ausgewählten Agenturen. Zudem schreibe ich einen Blog unter facebook-fuer-frauen.de und befülle die App ‚FB f Frauen‘ regelmäßig mit Neuigkeiten. Also es gibt da einiges zu tun.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Menschen – egal ob Mann oder Frau – sich Gedanken über das machen, was hinter Facebook passiert. Nämlich was es eigentlich heißt, da die Fotos seiner Kinder rein zu setzen. Wofür es gut ist, manchmal ein ‘Gefällt mir‘ hier und einen Kommentar da zu hinterlassen. Welche Kommunikation ihnen auf Facebook nützt und welche ihnen schadet. Was der Sinn hinter Gewinnspielen sein soll und wofür Sie eigentlich die Neuigkeiten auf Unternehmensseiten ansehen.
Im Endeffekt ist Facebook nur ein Medium. So wie die SZ oder ein Magazin. Für mich geht es immer darum, dahinter zu blicken, das ist vermutlich die Journalistin in mir.

Hier kann man Sandras Buch unterstützen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


“In einer früheren Version” vs. “Das versendet sich”

Von Clay Shirky stammt der Satz Publizieren sei kein Job mehr, sondern ein Knopf. Diese Satz ist die Grundlage der Demokratisierung der Publikationsmittel: Jeder kann veröffentlichen. Das fordert Journalisten überall auf der Welt heraus, verlangt eine Neudefinition von Autorität und bildet die Grundbedingungen für digitales Publizieren.

Was aber heißt das eigentlich “Publizieren”? Diese Frage hat heute der Kollege Hakan Tanriverdi in einem Blogpost bei Kleiner3 aufgeworfen. Der Text trägt den Titel “*In einer früheren Version dieses Artikels” und gefällt mir nicht nur wegen des Versions-Gedankens. Beachtlich finde ich ihn vor allem, weil er sozusagen der Gegenentwurf zu einem anderen journalistischen Satz ist: “Das versendet sich”.

Beide Sätze stehen für die Endpunkte des Spektrums auf dem sich journalistisches Publizieren bewegt – von analog nach digital. Digitales Publizieren ist ein dialogisches Publizieren, es ist geprägt von einem Grundgefühl der Rückmeldung. Hakan beschreibt dies so:

die ersten fünf Stunden sind immer schwierig. Nachdem der Artikel online ist, also für alle zu lesen, beobachte ich Reaktionen. Unter dem Artikel, Feedback per E-Mail, auf Twitter, wenn der Artikel auf der Facebook-Seite gepostet wird, dann auch dort.

Peter Horrocks hat genau dies zum Grundbestandteil journalistischen Arbeitens erklärt: zu verfolgen was mit den Inhalten passiert, die wir veröffentlichen. In Zeiten von Twitter und Facebook ist für jeden erkennbar was dies bedeutet: die Folgen des eigenen Publizierens sind öffentlich. Das war nicht immer so.

Es lohnt sich, daran zu erinnern: “Das versendet sich” gibt es nicht mehr.

Buzzfeed-Kopie: wie Social Publishing den Journalismus verändert

Dafür, dass derzeit so viel drüber geredet und geschrieben wird, ist es erstaunlich, dass die denic unter der Suche “buzzfeed-kopie.de” noch keinen Eintrag findet. Denn in zahlreichen Diskussionen wird die amerikansche Plattform zur Vorlage für Neugründungen oder neue Ansätze im Bereich der Online-Publizistik herangezogen. Vor ein paar Tagen ist Upcoming mit einem deutschsprachigen Angebot gestartet und aus der Schweiz erfährt man, dass gleich mehrere Verlage Buzzfeed-Kopien in Planung haben.

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Meinem Eindruck nach, ist Buzzfeed dabei zu einer Art Oberbegriff für etwas Neues geworden, von dem für die meisten gilt, was Karsten Lohmeyer in LousyPennies so beschrieb:

BuzzFeed ist eine Seite, die für einen klassischen (Print-)Journalisten wie mich sehr schwer zu ergründen ist. Sie ist eine riesige Aggregationsmaschine, die auf den ersten Blick nur aus Listen, Gaga-Videos und weiterem größtenteils unjournalistischem Kram zu bestehen scheint, aber mit aggregierten und selbst produziertem Content im August diesen Jahres bereits 85 Millionen Menschen erreichte

Ende September entwickelte sich in Deutschland eine kleine Debatte über Buzzfeed, in der Christoph Keese sieben Gründe für den Erfolg von Buzzfeed notierte. Neue Elite, 120 Sekunden und Netzpiloten griffen das Thema auf. Marcel Winatschek startete einen Versuch “Eine Woche Buzzfeed” und gab sich dafür bei “nur eine Regel: Hauptsache interessant, diskussionswürdig, Aufmerksamkeit erregend!”

Mit diesen drei Punkten könnte man auch klassischen Boulevard-Journalismus beschreiben, dafür braucht man keinen Buzzfeed-Bezug. Dieser liegt glaube ich eher in dem, was der Guardian “social publishing” nennt – und was ich nach der Veröffentlichung eines Memos von Buzzfeed-Gründer Peretti in einem Text in der SZ so zusammenzufassen versuchte:

… für Peretti bedeutet digitaler Journalismus mehr, als eine Facebookfanseite einzurichten. Er erwartet eine andere Art des Denkens: Bisher haben Journalisten ihre Zeit in die Herstellung von Inhalten investiert, im Zeitalter von Social Media sei das nur die eine Hälfte journalistischen Arbeitens. “Mindestens fünfzig Prozent der Arbeitszeit muss man heute darauf verwenden, diesen Inhalt auch über den richtigen Kanal an die Leser zu bringen.”

Seiten, die sich dieser Form des Publizierens verschrieben haben, wertet der Guardian in dieser Grafik aus …

… und zeigt damit, dass Buzzfeed für eine weit größere Entwicklung steht. Wer verstehen will, wie dieses “Social Publishing” bei Buzzfeed funktioniert, muss man sich anhören was Peretti erzählt oder nachlesen, was der Internet-Virologe Ze Frank, der bei Buzzfeed für Videos zuständig ist, hier erklärt: Es geht nicht ums Konsumieren von Inhalten, es geht um (soziale) Kommunikation.

The content piece, however, is only one element of the larger ecosystem in which we share media. Creators of shareable video must also consider the network, be it YouTube, BuzzFeed.com, Facebook, Twitter, Tumblr, or beyond. Frank said these are more complicated than we think. Only 10 percent of BuzzFeed’s video views come from YouTube subscribers, and only 6 percent come from BuzzFeed itself. Figuring out the nuances of where the rest of the audience is coming from — for example, that Facebook is a better sharing tool for emotional content while Twitter is better for informational content — is essential.

Meiner Meinung nach wirft diese Art des konsequenten digitalen Publizierens Fragen auf, die sich jeder Journalist stellen sollte, der im Netz veröffentlicht. Zum Beispiel diese fünf:

> Wie erreicht mein Inhalt seine Leser?
> Nehme ich darauf Einfluß?
> Was machen meine Leser mit diesem Inhalt?
> Wie verfasse ich Teaser für (welche?) sozialen Netzwerke?
> Wie unterscheiden sich “social teaser” von klassischen Anreißern?

Aus der Aufforderung von Peter Horrocks aus dem Jahr 2010, zu beobachten welche Reaktionen die eigenen Inhalte nach sich ziehen, wird in Zeiten von Buzzfeed der Ansatz, die Verbreitung von Inhalten zum Bestandteil journalistischer Arbeit zu machen. Dass das überhaupt nichts mit Katzenbildern zu tun hat, sondern durchaus auch für klassischen journalistischen Inhalt gilt, zeigt das meiner Einschätzung nach viel spannendere Buzzfeed: Upworthy – das Projekt, hinter dem u.a. Filter-Bubble-Autor Eli Pariser steckt und das sich gerade über vier Millionen Facebookfreunde freut:

Mehr zum Thema Social Publishing u.a. im Blog Phänomeme, das ich für die SZ betreibe und in diesem Buzzfeed-Porträt.

Call to action: über eine neue Form des Journalismus

tl;dr: Renommierte Journalisten verlassen klassische Verlage. Ihre neuen Arbeitgeber pflegen eine Kultur der Kundenzentrierung. Dadurch entsteht eine neue Form des Journalismus.

Die Medienbranche ist in der Krise. Das hören wir ständig. Meist geht es dabei um die zerstörerischen Folgen der Digitalisierung für Vertriebsmodelle. Wenn Glenn Greenwald von Krise redet, meint er nicht das Internet, sondern den Kern der Medien: den Journalismus. Dieser ist korrupt, erklärte der Anwalt und Investigativ-Reporter Gleen Greenwald den Zuhörern auf der Global Investigative Journalism Conference in Rio. Greenwald spricht von einer “fundamentalen Beschädigung”, die die westlichen Medien in den vergangenen Jahren erlitten haben. Die Tatsache, dass die New York Times die NSA-Enthüllungen, die im Sommer durch Greenwalds Veröffentlichtungen bekannt wurden, schon 2004 in Teilen kannte, nimmt der investigative Reporter zum Anlass für eine grunsätzliche Kritik am Zustand des Journalismus in der westlichen Welt. Dieser erfülle seine Aufgaben nicht richtig und folgerichtig stecke die Branche in der Krise:

Es ist ziemlich aufregend und auch ermutigend, dass nun immer mehr Medien scheitern und sterben. Das sollten wir feiern. Denn diese Institutionen müssen endlich darüber nachdenken, was sie besser machen können. Es gibt nun viele neue Medienunternehmen, die jungen Journalisten eine Chance geben. Dass Unternehmen scheitern ist also kein Beleg dafür, dass der Journalismus stirbt; ganz im Gegenteil er blüht auf und geht einfach woanders hin.

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Der Journalismus des Glenn Greenwald, das wurde kurz nach seiner Rede in Rio bekannt, wechselt vom britischen Guardian zu ebay-Milliardär Pierre Omidiyar. Der Mann, der sehr viel Geld mit der Auktionsplattform verdiente, stellt sich als Philantroph dar, der sich finanziell fürs öffentliche Interesse engagieren will: von 250 Millionen Dollar ist die Rede. Greenwald kommentierte seinen Wechsel – der ironischerweise geleaked wurdemit den Worten: “Ich habe eine einmalige Möglichkeit bekommen, die kein Journalist ablehnen würde.”

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Bisher ist wenig darüber bekannt, wie diese Möglichkeiten genau aussehen, die Omidyar Greenwald und seinen Kollegen Laura Poitras und Jeremy Scahill (und Dan Froomkin sowie Liliana Segura) bieten wird. Sowohl der genaue Name als auch die genau Ausgestaltung des neuen journalistischen Angebots sind unbekannt. (Bisher wird mit dem Hashtag #NewCoNews gearbeitet) Es soll rein digital sein, soviel ist klar, und investigativen Journalismus fördern. Allerdings sieht der Unternehmer Omidyar einzig darin noch kein Geschäftsmodell. Im Interview mit der New York Times erklärte er, dass er nicht daran glaube, dass sich ein solcher Journalismus allein finanzieren könnte.

Werbekunden wollen nicht im Umfeld von investigativen Geschichten stehen. Es ist extrem schwierig das hinzukriegen. Und nur wenige Menschen lesen solche seriösen Geschichten zur Zeit im Netz. Das Publikum für die wichtigsten Berichte kann ernüchternd klein sein. Es wird immer einen Kern an Lesern geben, die bereit sind, diese Arbeit zu unterstützen, aber das ist nur ein winzig winzig kleiner Teil der breiteren Öffentlichkeit. Deshalb wollen wir eine Website mit Themen von allgemeinerem Interesse schaffen und dann daran arbeiten, diese allgemeinere Öffentlichkeit zu engagierten Bürgern zu machen.

Ein Medium, das seine Leser zu engagierten Bürgern machen will: Diese Haltung taucht in zahlreichen Äußerungen Omidyars auf. In seiner Stellungnahme nach Bekanntwerden seiner Pläne schreibt er: “Ich suche nach Wegen, Mainstream-Leser zu engagierten Bürgern zu machen.” Es geht also nicht nur darum, Informationen zu verbreiten, sondern darum, “User Engagement” zu fördern. Ein Haltung, die auch seine Arbeit bei Ebay prägte und die er für den zentralen Antrieb im Silicion Valley hält: Menschen nicht nur dazu zu bringen, einen Text zu lesen, sondern danach mindestes noch einen. “Call to action” heißt das in der Sprache des Marketings, das Menschen zum Beispiel animiert, bei Ebay Produkte zu kaufen oder weitere Bücher bei Amazon zu bestellen. Diese “Action” kann sich auf Mausklicks beziehen, auf Einkäufe oder eben auf gesellschaftliches Engagement. Um letztes geht es Omidyar nach eigenen Angaben – und deshalb auch um einen anderen Journalismus. Dafür wollte er eigentlich die Washington Post kaufen, dabei hatte er allerdings das Nachsehen: Amazon-Chef Jeff Bezos setzte sich durch. Ein anderer Experte für “User Engagement”. Bezos beschrieb die drei Kernideen von Amazon einmal als den Willen etwas Neues einzuführen, den Blick fürs Langfristige und die Fixierung auf den Kunden. Was genau Bezos bei der Washington Post machen wird, ist noch unklar. Dass er sich von diesen Prinzipien verabschiedet, ist aber nicht anzunehmen.

Bezos und Omidyar sind die bekanntesten Köpfe einer neuen Entwicklung in der amerikanischen Nachrichtenbranche: Digitale Investoren entdecken gerade die Medien. 120 Sekunden und auch die New York Times widmeten diesem Trend unlängst eine längere Geschichte, in der unter anderem beschrieben wird, wie Laurene Powell Jobs (die Witwe von Apple-Chef Steve Jobs) in das Nachrichten-Start-Up Ozy Media investiert und der Facebook-Mitgründer Chris Hughes The New Republic kauft und das Social-Media-Unternehmen Upworthy mitfinanziert. Man kann diese Entwicklung als Trend hin zu wertvollen Inhalten lesen, man kann darin aber auch den Anfang eines veränderten Journalismus erkennen, der nicht mehr nur von klassischen Medien geprägt wird, sondern von Digitalunternehmen: Dieser Tage wurde bekannt, dass der renommierte amerikanische Investigativreporter Mark Schoofs von ProPublica zu Buzzfeed wechseln wird und dass der bekannte Technikjournalist David Pogue künftig nicht mehr für die New York Times arbeiten will: er ist jetzt Journalist bei Yahoo.

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Als Omidyar gefragt wurde, warum er statt in die Washington Post nun in die Reporter Greenwald, Poitras und Scahill investiere, lobte er besonders deren transparenten Zugang zu ihrer Arbeit. “Sie sind bereit, sich da raus zu stellen und offen über ihre Arbeit zu reden. Sie blasen nicht bloß Meinungen raus ohne dass klar ist, wie sie selber dazu stehen. Sie sagen: “Schaut her, das ist was ich über das Thema weiß und ich erkläre euch, was ich darüber denken.”” Diese Haltung steht in einem gewissen Gegensatz zu der distanzierten journalistischen Perspektive, die sich in dem berühmten Zitat von Hanns-Joachim Friedrichs ausdrückt, der guten Journalismus daran erkennt, “dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.” Auf dieses Zitat angesprochen, antwortet der ausgebildete Anwalt Greenwald unlängst: “Menschen sind nicht distanziert. Alle Journalisten sind Aktivisten. Sie vertreten doch alle Interessen und Einschätzungen.” Durch das gemeinsame Projekt mit Omidyar könnte Greenwald zum Vorbild für einen anderen, kundenzentrierten Journalismus werden. In Rio riet er den etablierten Medien jedenfalls, sich von einigen ihrer überlieferten Regeln zu verabschieden.

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Glenn Greenwald ist ein engagierter Bürger, der für engagierte Bürger schreibt. Durch die Zusammenarbeit mit Pierre Omidyar arbeitet er jetzt selber an einer Antwort auf die Frage, die seit den Enthüllungen von Edward Snowden im Raum steht: Welche Schlüsse zieht die Gesellschaft aus den Überwachungen durch staatliche Stellen? Es könnte eine andere Form von Journalismus sein, der aus den Entwicklungen der vergangenen Monaten entsteht. Einer, der mehr ist als der klassische Nachrichtentransport auf die Vernetzung des Web setzt, auf die Fixierung auf den Kunden und auf “User Engagement”. Dass dieser ausgerechnet mit Geld finanziert wird, das durch die Digitalisierung verdient wurde, ist eine besondere Ironie an der Entwicklung – wirft aber auch das zentrale Problem an dem Experiment auf: Wie ist es um das öffentliche Interesse bestellt, wenn die finanziellen Interessen der Geldgeber betroffen sind?

Online-Kommunikation

Publikation – das habe ich hier im Blog schon häufiger geschrieben – wird im Netz zu Kommunikation. Das verändert den Beruf des Journalisten, das fordert die Rolle von Verlagen und Redaktionen heraus: Wie geht man mit dieser Veränderung um? (dazu hier eine Geschichte aus der letzten Ausgabe des Magazins journalist)

In Berlin wird in dieser Woche der Online-Kommunikationspreis verliehen. Die Süddeutsche Zeitung (für die ich im Bereich Social Media arbeite) ist dafür in zwei Kategorien für ihre digitalen Dialog-Aktivitäten nominiert. Das SZ-Magazin wurde (für seine Facebook-Seite) in der Kategorie “Social Media-Team des Jahres in Unternehmen” ausgewählt und Süddeutsche.de in der Kategorie “Online-Krisenkommunikation” (für ihre Kommunikation auf Twitter&Facebook während der Ddos-Attacke auf die Website). Verliehen wird der Preis auf Basis einer Präsentation vor einer Jury in Berlin. In dieser Präsentation werden Wolfgang Luef und Marc Baumann, die die Facebook-Seite des SZ-Magazins betreuen, einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Diese Form der Social-Media-Arbeit ist so spannend und lehrreich, dass ich Teile davon hier dokumentieren will.

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Die Beiträge auf der SZ-Magazin Facebookseite zeichnen sich durch ihren besonderen, dem Heft eigenen Humor aus. Nach dem Hinspielsieg des FC Bayern gegen Barcelona und den zuvor bekannt gewordenene Steuerproblemen von Bayern-Präsident Hoeneß schrieben die Kollegen auf Facebook: “Da haben sich die fünf Millionen Euro Eintritt für Uli Hoeneß gelohnt.” Dieser kurze Eintrag wurde sofort in großem Maß geliked und geteilt. Er verbreitet sich viral.

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Genau wie das Posting vom 13. März als weißer Rauch über dem Vatikan zu sehen war. Damals posteten Baumann und Luef ein Bild vom Schornstein mit den Worten “Es ist ein Junge”.

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Wie entstehen solche Posting, die das soziale Gesprächsprinzip auf Facebook (einfach, konkret, emotional) treffen? Wolfgang Luef zeigt es – auf dem Handy. Die Screenshots dokumentieren wie die beiden im Dialog herausfinden, welcher Beitrag zu welchem Zeitpunkt am besten zu sein scheint. Sie zeigen aber auch: Mit dem Posting ist die Arbeit nicht erledigt, sie beginnt im Gegenteil erst dann. Die Postings ziehen nicht nur Shares und Likes (die Währung auf Facebook) nach sich, sondern auch zahlreiche nicht nur angnehme Kommentare.

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Die SMS-Kommunikation zwischen den beiden zeigt aber vor allem: es geht um Wortwitz, ein Gespür für Situationen und das richtige Timing. Das kann man üben, aber nicht im klassischen Sinne vorbereiten. Es setzt ein Gefühl dafür vorraus, welche Erwartungen und Interessen sich vor der Facebook-Bühne versammeln – und natürlich den Mut, damit zu spielen, sie herauszufordern und zu überraschen. Das gilt fürs SZ-Magazin, aber auch für anderen Dialog-Aktivitäten im Netz (und nicht nur auf Facebook). Und zeigt, was der Wandeln von der Publikation hin zur Kommunikation bedeutet: Zu verstehen, dass unser Beruf nicht mit dem Senden aufhört.