Alle Artikel mit dem Schlagwort “loading

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loading: Deine Korrespondentin

“Wir wollen Frauen in den Mittelpunkt rücken”, schreiben die Macherinnen von Deine Korrespondentin auf Startnext. Mit dem Crowdfunding-Projekt wollen sie die Arbeit von Korrespondentinnen sichtbarer machen – und bitten um die Unterstützung der Community.

Pauline Tillmann hat den loading-Fragebogen beantwortet. Sie hat bereits Crowdfunding-Erfahrung – und berichtet davon auch in “22 1/2 Schritte zu erfolgreichem Crowdfunding”.

Was macht ihr?
Wir werben auf Startnext für ein neues Webportal names “Deine Korrespondentin”. Unser Claim: “Von Frauen. Über Frauen. Für alle.” Das heißt, wir wollen Frauen in den Mittelpunkt unserer Berichterstattung rücken. Darüber hinaus wollen wir die Sichtbarkeit von Korrespondentinnen erhöhen. Wir wollen zeigen, welche bemerkenswerte Arbeit deutsche, österreichische und schweizerische Journalistinnen zwischen USA und Afrika heutzutage leisten.

Warum macht ihr es (so)?
Wir haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Stiftungen angeschrieben, aber leider haben nur Absagen kassiert. Crowdfunding ist eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu generieren und Geld einzusammeln. Außerdem ist uns bei “Deine Korrespondentin” das Feedback der Crowd extrem wichtig. Wir wollen in Dialog treten mit einem interessierten Publikum und eine eigene Community aufbauen – auch das ist mit Hilfe von Crowdfunding möglich.

Wer soll sich dafür interessieren?
Alle! Unsere Zielgruppe sind Frauen und Männer.

Wie geht es weiter?
Wenn wir die Pitching-Summe von 5.000 Euro bis zum 16. März zusammenbekommen, werden wir eine Webseite mit einer Bezahlschranke in Auftrag geben. Darauf wird es dann ab 4. Mai die ersten Texte, Fotos, Audios und Videos zu sehen geben. Die ersten zwei Artikel sind kostenfrei, danach greift das Bezahl-Abo für zehn Euro im Monat. Dafür bekommt man von den Korrespondentinnen jeden Monat zehn neue, spannende Geschichten. Wir wollen nicht die Masse erreichen, sondern ein Nischenpublikum. 500 Internetnutzer, die von unserer Idee begeistert sind, würden uns schon reichen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wir sollten aufhören zu reden und anfangen zu machen. Und: Habt keine Angst vorm Scheitern!


>>>> Deine Korrespondentin auf Startnext unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:
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Süddeutsche Zeitung Langstrecke

Geht das? Kann ein Verlag auf einer Crowdfunding-Plattform ein Magazin anbieten? Seit im Herbst 2012 “Eine neue Version ist verfügbar” auf Startnext verfügbar gemacht wurde, beschäftigt mich diese Frage. Weil ich glaube, dass wir durch die Möglichkeiten des Netzes neue Verbindungen zwischen Produzenten und Konsumenten kennen lernen. Ich habe mir zahlreiche Projekte angesehen, die mal mehr mal weniger erfolgreich, diese neuen Möglichkeiten nutzen wollten – und ich glaube, Verlage sollten diese Möglichkeiten ebenfalls ausprobieren.

Ein zentraler Aspekt der Veränderung liegt darin, dass Produkte nicht mehr nur als abgeschlossene Einheiten verkauft werden können. Sie können ihre Entstehung dokumentieren. Leser können beobachten (und sich daran beteiligen), wie ein Produkt gefertigt wird. “Eine neue Version ist verfügbar” handelt (wenn man so will) von nichts anderem als von dieser These: Wir können Kulturprodukte dank der Digitalisierung schon vor ihrer Erstellung zugänglich machen – nicht erst danach.

Heute ist ein besonderer Tag – für diese These und für mich. Denn heute startet ein Experiment, das diese These in die Tat umsetzen will: “Süddeutsche Zeitung Langstrecke” ist der Versuch Longform-Journalismus in Deutschland auszuprobieren. Ein neues Magazin, das die besten langen Lesestücke (longreads) aus der SZ bündelt: vier Mal im Jahr – und so wie die Leserinnen und Leser es wünschen. Am 31.3. erscheint Süddeutsche Zeitung Langstrecke. Doch heute beginnt der Verkauf. Es ist ein offener Markttest, der heute auf Startnext begonnen wurde, es ist ein Subskriptionsverkauf und es ist ein Experiment – für Longform-Journalismus und für die These von der anderen Verbindung zwischen Konsumenten und Produzenten.

Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses Experiment gestalten wird: Wie reagieren Leserinnen und Leser? Was machen mögliche Anzeigenkunden, die im Rahmen von Langstrecke erstmals ihre Buchungen öffentlich machen können? Und was bedeutet es für die Idee “Crowdfunding”? Bisher sahen wir darin vor allem den Aspekt, der gemeinsamen Zielerreichung. Eine Fundingsumme wurde zum gemeinsamen Antrieb von Konsumenten und Produzenten. Ich glaube, dass Crowdfunding auch einen zweiten Aspekt in sich trägt: die Option, ein Projekt vor seiner Erstellung zugänglich zu machen. Genau das probiert “Süddeutsche Zeitung Langstrecke” jetzt aus.

Hier kann man dabei sein!

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loading: Shift (reloaded)

Im Sommer 2013 hat Daniel Höly den loading-Fragebogen schon einmal beantwortet. Damals ging es um das Crowdfunding für sein “Magazin für Herz, Hirn und Horizont”. Shift sammelte über 7000 Euro ein – und soll jetzt in die nächste Phase starten.

Deshalb hat Daniel Höly die reloaded-Version des loading-Fragebogens beantwortet

Was ist seit dem letzten Mal passiert?
Seit der letzten Crowdfunding-Kampagne 2013 habe ich hart daran gearbeitet, dass SHIFT regelmäßig erscheinen kann. Das bedeutet, dass ich mich als studierter Journalist vor allem intensiv in die wirtschaftliche Materie eingearbeitet habe: Businessplan schreiben, Unternehmen gründen, Steuerberater finden. 2014 war also viel unternehmerisches Neuland für mich, damit SHIFT 2015 endlich so richtig durchstarten kann.

Was hättest du damals schon gerne gewusst?
Dass es so lange dauern wird – viel länger als ich je gedacht hätte. Wobei ich eigentlich froh bin, dass ich das nicht wusste. Sonst hätte ich vielleicht gar nicht so lange durchgehalten.

Wen willst du jetzt erreichen?
Vor allem vernetzte junge Erwachsene zwischen 20 und 35 Jahren, die mit dem Internet vertraut sind und Lust auf ein neues, innovatives Magazin haben. Aber auch für Frühreife und Junggebliebene ist SHIFT durchaus interessant. Das Bookazine richtet sich nämlich im Grunde nicht an eine bestimmte Altersgruppe, sondern an Menschen mit einer bestimmten Haltung: SHIFT ist für Menschen mit Mut zur Veränderung.

Wie geht es weiter?
Mit der neuen Crowdfunding-Kampagne soll SHIFT endlich in alle Bahnhofskioske in ganz Deutschland kommen. Beim ersten Mal waren es ja nur 1.000 Exemplare – jetzt sollen gleich 10.000 Exemplare gedruckt werden. Weniger lohnt sich wegen der hohen Fixkosten nicht. Außerdem bin ich überzeugt davon, dass es viele Menschen da draußen gibt, denen SHIFT gefallen wird. Die Mischung aus Gesellschaftsthemen, Unterhaltung und Debatten ist in dieser Form einzigartig. Sagen wir es so: Es ist zumindest das Magazin, das ich mir selbst all die Jahre über gewünscht hätte.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Bei SHIFT stelle ich mir ständig die Frage, wie man Print und Online sinnvoll vernetzen kann. Ich glaube nämlich, dass sich die beiden Welten nicht gegenseitig ausschließen, sondern wunderbar ergänzen. Das fing schon bei der gemeinsamen Namensgebung des Bookazines mit der Community an und zieht sich jetzt über die Finanzierung fort. Geplant sind auch coole Projekte und Ideen innerhalb des kleinen SHIFT-Universums: Blattkritiken via Google Hangouts on Air, Vorabkommentierung einzelner Artikel im Netz, Abstimmungen über neue Themen und vor allem ein reger Austausch in den sozialen Netzwerken. So macht SHIFT richtig Spaß und Lust auf mehr!

>>> Hier Shift-Next auf Startnext unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:

loading: mikrotext 2015

Das Jahresprogramm eines Verlags im Abo – das ist die Idee des Mikrotext-Crowdfundings, das noch wenige Stunden auf Startnext läuft.

Nikola Richter hat dazu den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht du?
Ich verlege kurze, zeitgemäße, literarische, politische E-Books mit meinem Digitalverlag mikrotext. Aktuell biete ich über eine Crowdfunding-Kampagne ein Abo für unser Jahresprogramm an, für schlappe 15 Euro: etwa 7 E-Books bekommt man dafür das gesamte Jahr lang bequem per Email zugeschickt – Kündigung nicht nötig. Dazu gibts ein wunderbares E-Book-Literatur-Paket, gestiftet von den Indie-Verlagen binooki, Edit, kladdebuch und mairisch. Das ideale Einsteigerprogramm fürs elektrische Lesen.
Wer will, kann auch exklusive Dinge wie libanesische Drehblättchen, Anisschnaps, ein tanzbares Mixtape “Das Schreiben” oder einen Platz bei einem Kartoffel-Dinner erstehen. Oder einfach was spenden! Wir haben es ja fast geschafft, brauchen aber noch Unterstützung für die Zielgerade.

Warum machst du es (so)?
Weil ich selbst als Leserin kurze digitale Lektüren auf Reisen, beim Warten, (abends) im Bett vermisst habe. Ist doch schöner, etwas in Ruhe zu lesen, als ständig Facebook zu checken. Und weil viele spannende Texte nicht verlegt werden, weil sie zum Drucken zu kurz sind – beim E-Book spielt ja die Länge oder Kürze keine Rolle. Und weil ich so die Autoren und Themen verlegen kann, die mich begeistern: aktuell etwa eine literarische Reportage aus dem Krieg in der Ukraine und ein Bericht eines ugandischen Flüchtlings aus unserem Asylsystem.

Wer soll sich dafür interessieren?
Alle! Ist für jeden etwas dabei, auch Science Fiction, Horrorgeschichte, Liebesnovelle, Alexander Kluge oder syrischer Facebook-Star. Haben wir alles im Programm.

Wie geht es weiter?
Ich wünsche mir sehr, dass wir das Crowdfunding-Ziel erreichen und damit das erste digitale Verlagsabo schaffen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
E-Books sind eine Ergänzung zum Lesen von Print, keine Konkurrenz. Sie ermöglichen die lineare, konzentrierte Lektüre im Daten-Strom – und man braucht dabei kein Netz, nur zum Herunterladen. Auch auf dem Computer kann man sie lesen (als PDF oder mit bestimmten Leseprogrammen) – bequemer ist es auf dem Smartphone, dem Tablet, dem E-Reader. Schließlich: neben meinem Verlag mikrotext gibt es bereits viele weitere spannende Digitalverlage, etwa Culturbooks, den Frohmann Verlag, shelff.

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loading: This Is Atomic Love

“Es wollte jeder nur man selber sein”, sagt Mehmet Scholl im Pitchvideo zu “This is Atomic Love” und ergänzt: “Und das war ungewöhnlich in München.” Der ehemalige Bayern-Spieler spricht über einen Club, der Ende 2014 nach 18 Jahren geschlossen wurde: Das Atomic Cafe. Die Münchner Filmemacher Heike Schuffenhauer und Marc Seibold wollen dem Club nun ein filmisches Denkmal setzen. “This Is Atomic Love” soll ein Dokumentarfilm über das Atomic Cafe werden – finanziert über Startnext.

Heike Schuffenhauer hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was machst du?
Einen Dokumentarfilm über das Atomic Café – den Indie/ Sixties Club Münchens, der jetzt nach 18 Jahren schließen musste. In „This Is Atomic Love“ lassen wir die Besitzer, Stammgäste, Bands, DJs, Journalisten etc. die Geschichte des Clubs erzählen. Bebildert wird das Ganze mit neuen Aufnahmen und Archivmaterial.

Warum machst du es (so)?
Weil wir das Atomic selbst ziemlich gut fanden. Und weil wir uns für die Geschichten und Filme über Jugendkulturen, Clubs und Musik generell begeistern. Dafür muss man nicht immer nach Berlin, New York, London und so schauen – die guten Geschichten gibt es auch hier. Da der Film ein Herzensprojekt und keine Auftragsarbeit ist, müssten wir alles selbst finanzieren. Reisekosten, Kameraequipment und auch Menschen, die den Film zum Beispiel schneiden Grafiken machen etc. Das alles kostet mehr Geld als wir haben. Crowdfunding hilft uns– wenn es erfolgreich ist – das nicht alles selbst tragen zu müssen. Und das Tolle daran ist, dass wir trotzdem unsere Unabhängigkeit bewahren können. Keiner quatscht uns rein.

Wer sollte sich dafür interessieren?
Zum einen natürlich all die Leute, die selbst gerne ins Atomic Café gegangen sind und die mit dem Club eine gute Zeit verbinden. Aber der Film spricht generell Menschen an, die sich für Musik und Jugendkultur interessieren. Jeder der das Gefühl kennt, dass ein Club mehr sein kann, als einfach nur ein Ort zum Tanzen und Trinken, findet den Film interessant.

Wie geht es weiter?
Gerade läuft die Finanzierungsphase des Projektes auf Startnext und wir hoffen natürlich, dass die erfolgreich beendet wird. Dafür müssen wir in unseren Netzwerken ordentlich Werbung machen. Zeitgleich arbeiten wir natürlich am Film weiter: Wir führen weiter Interviews mit Wegbegleitern des Atomics, sichten Material und klären Rechtliches. Zum Beispiel welche Musik wir im Film verwenden dürfen. Ziel ist es, den Film auf Filmfestivals zu zeigen. Deshalb recherchieren wir jetzt auch schon Festivals und schauen, welche Anforderungen die haben.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass das Atomic weltberühmt ist! Interviewpartner haben uns erzählt, dass Menschen aus ganz Europa oder auch Amerika das Atomic kennen. Weil es ein Ort war, an dem Kultbands aus der Northern Soul und Sixties Szene noch eine Platform gefunden haben. Und: „Everybody in the UK knows the Atomic.“ Sagt Adam Ficek von den Babyshambles.

/// Hier kann man das Projekt direkt auf Startnext unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:

loading: Leerstandsmelder

Der Leerstandsmelder braucht technische Verbesserung – deshalb haben die Macher ein Crowdfunding-Projekt auf Startnext ins Leben gerufen. Sarah Oswald hat dazu den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht ihr?
Leerstandsmelder.de schafft Transparenz über die Leerstandssituation in mittlerweile 29 Städten. Er ist ein kollektiver und frei zugänglicher Datenpool für leerstehende Räume. Leerstandsmelder hat sich seit seinem Start im Dezember 2010 als ein starkes Instrument und bedeutendes Argumentationsmittel für eine andere Stadtentwicklungspolitik in zahlreichen Städten entwickelt. Er möchte Transparenz über die Leerstandssituation schaffen, neue Möglichkeitsräume aufzeigen, Interessierte vernetzen und schließlich einen sozial gerechteren und nachhaltigeren Umgang mit dem räumlichen Potential von Leerständen anregen.

Warum macht ihr es (so)?
Leerstandsmelder setzt auf kollektives Wissen. Nach dem Prinzip des Crowdsourcings werden Meldungen über Leerstände auf der Plattform von unterschiedlichen Menschen zusammengetragen, kommentiert und aktualisiert.
Damit ist der Datenpool unabhängig von kommunalen Informationskanälen. Leerstandsmelder.de wird ehrenamtlich und ohne Gewinninteressen betrieben. Er wird dezentral verwaltet: In jeder der 29 aktiven Städte ist jeweils eine lokale Gruppe für den örtlichen Leerstandsmelder verantwortlich. Dieses nicht-hierarchische Prinzip unterstützt, dass lokales Wissen einfließen, örtliche Netzwerke aktiv in den Prozess treten und Leerstände besser verifiziert werden können.
Ein Überblick auf die Leerstandssituation ist ein medienwirksames Druckmittel gegenüber der Stadtentwicklungspolitik und EigentümerInnen. Gleichzeitig wirkt Leerstandsmelder.de als Informationsquelle für autonomes Handeln mobilisierend: Die Kenntnis über leerstehende Räume ruft Ideen hervor und aktiviert Menschen sich für die Öffnung und Wiedernutzung von Räumen zu engagieren.

Wer soll dabei mitmachen?
Zu den Zielgruppen gehören alle, die sich für die Entwicklung ihrer Stadt interessieren und sie mitgestalten möchten. Leerstandsmelder.de spricht insbesondere Menschen an, die sich für Denkmalpflege, Subkultur, Architektur, Nachnutzungen, eine Stadt für alle, eine Stadtplanung von unten und Partizipation interessieren und Leerstand bei gleichzeitiger Raumknappheit und steigenden Mieten für ungerecht halten.

Wie geht es weiter?
Nach vier Jahren braucht Leerstandsmelder.de dringend technische Überarbeitungen, um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen und weiter zu wachsen. Außerdem möchten wir eine Leerstandsmelder-App entwickeln, damit künftig Leerstände direkt von unterwegs gemeldet werden können. Diese Erweiterungen können wir ausnahmsweise nicht ehrenamtlich leisten: Bisher wird Leerstandsmelder.de komplett über den Gängeviertel e.V. aus Spenden finanziert und von mehr als zwei Dutzend lokalen Gruppen ehrenamtlich unterstützt und betrieben. Für die anstehenden technischen Erweiterungen sind wir allerdings auf das Know-How von professionellen Programmierern angewiesen, die fair bezahlt werden sollen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es gibt mehr Leerstand in jeder Stadt als gedacht, auch in Städten mit einem angespannten Immobilienmarkt. Leerstandsmelder.de ist ein erster Schritt für einen Richtungswechsel im Umgang mit der urbanen Ressource Raum.

/// Hier kann man das Projekt direkt auf Startnext unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:

Bücher des Jahres 2014

Ich habe ein eBook erstellt. Ich habe Text geschrieben (hier im Blog), habe den Text bearbeitet, mit Hilfe des Programms Booktype in Form gebracht und anschließend ein Kindle-taugliches .mobi- und ein iBooks-taugliches .epub-Format daraus erstellt. Das Buch heißt “Das Jahr 2014″ und versammelt die zehn populärsten Texte aus diesem Blog hier.

Man kann das Buch nicht kaufen. Wer sich auf den neuen “Digitale Notizen”-Newsletter einträgt, erhält einen Download-Link zu den beiden Dokumenten, die man dann auf handelsüblichen Lesegeräten digital aufblättern kann.
Ich wollte ausprobieren, wie man das macht: ein eBook abspeichern. Mit den Erfahrungen mit Booktype bin ich zufrieden, freue mich aber über Hinweise und Anmerkungen zum Thema elektronisches Publizieren.

buecherdesjahres

In der allgemeinen Rückblicksstimmung der letzen Tage des Jahres schien es mir angemessen, die zehn populärsten Texte aus diesem Blog für das eBook zu verwenden (Spoiler: der populärste Text war übrigens diese Werbekritik aus dem Sommer).

Und wo ich so beim Rückblicken war, fielen mir die Bücher ein, die mich in diesem Jahr beschäftigten – digital wie analog. Und so nahm ich mir den Kollegen Bernhard Blöchl zum Vorbild und schrieb auch ein paar Bücher des Jahres auf – allerdings ohne Wertung, einfach so.

Diese Veröffentlichungen haben mich 2014 besonders beschäftigt:

Die globale Überwachung von Glenn Greenwald – weil die Herausforderung der staatlichen Überwachung eine der wichtigsten Aufgaben ist, die man besser lösen kann, wenn man ihre Grundlagen versteht

“Data Love” von Roberto Simanowski – weil die Sache mit den Daten eine sachliche Analyse verlangt.

Drohnenland von Tom Hillenbrand – weil das Buch vor Snowden geschrieben wurde und doch in Form eines Krimis all die Fragen stellt, auf die wir jetzt Antworten brauchen

Das Internet der Tiere von Alexander Pschera – weil man besser versteht, was das Internet der Dinge mit der Gesellschaft der Menschen machen wird, wenn man sieht wie das Internet der Tiere deren Gesellschaft verändert hat; übrigens nicht nur zum Schlechten

Meme von Limor Shifman – weil die gegenwärtigste Form der Popkultur gerade im Netz stattfindet.

Die granulare Gesellschaft von Christoph Kucklick – weil es das beste Buch mit dem schlechtesten Titel des Jahres ist. Er erklärt weniger kompliziert als der Titel vermuten lässt, wie die Digitalisierung die Welt verändert.

Wenn wir vom Fußball träumen von Christoph Biermann – weil es eine Heimreise ist wie der Untertitel verrät. Das beste Buch zum (Ruhrgebiets-)Fußball seit langem

Die Kurve von Nicholas Lovell – weil ich so viel über die Besonderheiten des Digitalen gelernt habe wie seit “Total Digital” von Nicolas Negroponte nicht mehr.

Viele andere Bücher haben mich in diesem Jahr beschäftigt, sie passten aber nicht mehr auf das Bild und in diesen Eintrag. Deshalb schließe ich mit dem Hinweis auf ein Buch, das mich allein deshalb beschäftigt hat, weil ich es geschrieben habe: Im Sommer erschien der Crowdfunding-Ratgeber 22 1/2 Schritte zu erfolgreichem Crowdfunding – passenderweise übrigens als eBook.

loading: Correctiv-Crowdfunding

Es gibt eine neue Crowdfunding-Plattform in Deutschland: Unter crowdfunding.correctiv.org bieten das Investigativ-Büro CORRECT!V und die Crowdfunding-Plattform Startnext freien Journalisten künftig die Möglichkeit, investigative Recherchen direkt von Lesern finanzieren zu lassen.

correctiv-crowdfunding

CORRECT!V-Reporter Jonathan Sachse hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was machen Sie?
Ich arbeite als Reporter für das gemeinnützige Recherchebüro CORRECT!V. Wir haben diese Woche eine Crowdfunding-Plattform gestartet, mit der wir die Finanzierung von journalistischen Projekten vereinfachen wollen. Die Plattform ist erreichbar unter: crowdfunding.correctiv.org Dabei versprechen wir den Spendern und Projektiniatoren drei wesentliche Dinge: Jedes Projekte wird von uns geprüft und die Reporter werden bei ihrer Recherche von erfahrenen CORRECT!V-Reportern beraten. Jedes Projekt wird abgeschlossen werden. Sollte aus welchen Gründen auch immer mal ein Reporter seine Geschichte nicht zu Ende bringen, springt CORRECT!V ein. Und: Jeder Unterstützer kann Steuern sparen. Das funktioniert, weil CORRECT!V gemeinnützig ist.

Warum machen Sie es (so)?
Wir sind davon überzeugt, dass es jede Menge Geschichten gibt, die es sich lohnt anzugehen. Es gibt auch zahlreiche interessierte Bürger, Reporter und Journalisten, die Lust haben solche Recherchen anzugehen. Mit der Plattform wollen wir diesen Leuten helfen. Über das Crowdfunding können sie unabhängig arbeiten und wer möchte, wird von uns parallel mit den journalistischen Werkzeugen ausgebildet. Wenn zum Beispiel eine Person noch nie Anfragen an eine Behörden gestellt hat, erklären wir ihm, welche Auskunftrechte genutzt werden können.

Wer soll sich dafür interessieren?
Besonders freie Journalisten – alleine oder in Teams – haben über crowdfunding.correctiv.org die Gelegenheit, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Ich habe die letzten Jahre als freier Journalist gearbeitet. Damals habe ich mir öfters gewünscht, von erfahrenen Kollegen bei meinen Recherchen unterstützt zu werden. Die Crowdfunding-Plattform bietet jetzt die Gelegenheit. Aber wie bereits erwähnt: Auch interessierte Bürger oder Anfänger im Journalismus können Projekte anbieten.

Wie geht es weiter?
Wir werden erstmal beobachten, wie der Start mit den ersten sechs Projekten läuft, die noch bis Ende Januar unterstützt werden können. Parallel kümmern wir uns, um die ersten Bewerbungen für neue Geschichten. An der Plattform wird auch weiter gebastelt. Das machen wir mit unserem technischen Partner Startnext zusammen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Über Misstände in der Gesellschaft lohnt es sich immer aufzuklären. Wenn sich Leute damit beschäftigen, sollte das die Öffentlichkeit wissen. Der Reporter Jonas Müller-Töwe schaut sich zum Beispiel ganz genau verschiedene Justizvollzugsanstalten, die mit privaten Unternehmen kooperien. Ihm geht es um mehre Fragen: Entfernt sich der Strafvollzug von der eigentlichen Aufgabe, Täter zu resozialisieren? Wie sehr bestimmt die Ökonomie die Qualität in den Gefängnissen? Genau solche Recherchen finde ich unterstützenswert.

>>> Alle Projekte kann man unter crowdfunding.correctiv.org und in der Kategorie Journalismus bei Startnext unterstützen

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loading: Bits of Love

Die Geschichte eines Musikers, der mit dem Hologram seiner verstorbenen Freundin lebt – das ist die Idee des Kurzfilms Bits of Love, der auf Indiegogo ins Crowdfunding gestartet ist.

Mark Rockenschaub hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht ihr?
Wir sind eine Gruppe von jungen Filmemachern und arbeiten an einem Film der sich mit realen und digitalen Beziehungen befasst.

Warum macht ihr es (so)?
Wir würden gerne unseren ersten Schritt in das professionelle Filmbusiness machen und sehen diesen Film
als unser erstes grosses Projekt.

Wer soll sich dafür interessieren?
Wir hoffen dass dieser Film für alle Menschen interessant wird, die sich mit digitalen Geräten und im Internet bewegen.

Wie geht es weiter?
Sobald der Film fertig gestellt ist wollen wir ihn bei mehreren Festivals einreichen, sowie ihn der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wir hoffen dass die Menschen einen dritten Blick auf ihren Alltag und ihre digitales Leben bekommen und sich bewusst werden, dass sie einen grossen Teil ihres Lebens mittlerweile damit verbringen mit Metallgegenständen zu reden und stundenlang auf leuchtende Flächen schauen.

>>> Hier Bits of Love auf Indiegogo unterstützen!!

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loading: Kulturbox

Eine Gemüsekiste für Kultur – das will die von Nadja Dumouchel, Alexander Brauch und Alain Bieber erfundene Kulturbox bieten. Das Crowdfunding für das besondere Angebot ist dieser Tage auf Startnext gestartet.

Nadja Dumouchel hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht ihr?
Inspiriert vom Prinzip der Gemüsekiste liefert die KULTUR.BOX einmal pro Quartal eine Auswahl regionaler, saisonaler und unabhängiger Kulturgüter wie z.B. Bücher, Magazine, Filme, Musik, Veranstaltungen und Kunstobjekte, bequem per Post nach Hause. Wir bieten Orientierung in der vielfältigen, deutschlandweiten Kulturlandschaft, indem wir gemeinsam mit lokalen Experten aus jedem Bundesland ein sorgfältig kuratiertes und liebevolles Angebot der schönsten Kulturgüter für euch zusammenstellen. Wir garantieren eine Box voller Überraschungen und Inspiration.

Warum macht ihr es (so)?
Durch die Globalisierung kommt es immer stärker zu einer Homogenisierung von Kulturen und Lebensstilen. Die KULTUR.BOX unterstützt unabhängige Verlage, freie Künstler und Musiker und damit eine kulturelle Vielfalt. Und kulturelle Vielfalt schafft eine reiche und vielfältige Welt, stärkt Demokratie, Toleranz, soziale Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt.

Wer soll sich dafür interessieren?
Unsere Zielgruppe sind alle Menschen, die sich für Kulturgüter abseits des Mainstreams interessieren. Alle kulturinteressierten Menschen, die entweder keine Zeit haben, sich selbst auf dem Laufenden zu halten, was gerade in der Indie-Szene aktuell ist oder Lust haben, von Kuratoren und Experten sich die besten Kulturperlen zeigen zu lassen. Alle, die das Urbane und Szenige hinter sich lassen mussten, weil sie heute die meiste Zeit arbeiten oder sich um ihre Familie kümmern – trotzdem aber Insider bleiben möchten. Alle, die schon lange kein Buch mehr gelesen haben und sich wieder Zeit dafür nehmen möchten. Alle, die ein schönes Geschenk machen möchten.

Wie geht es weiter?
Anfang 2015 kommt für die ersten Kulturbox-Förderer die erste Best-of-Deutschland Box bequem nach Hause geliefert, mit folgenden Kulturgütern:

Sarah Schmidt: “Eine Tonne für Frau Scholz”, Verbrecher Verlag, Berlin, 2014 // LITERATUR
Klebstoff 8, November 2014, International Neighboorhood Verlag, Leipzig // ILLUSTRATION
HGich.T: “MEGABOBO”. CD, November 2014, Tapete Records, Hamburg // MUSIK
Eine Freikarte für “Shorts Attack“. Die volle Ladung Kurzfilm von interfilm Berlin // FILM

Ab dem zweiten Quartal 2015 gibt es dann für jede Region in Deutschland die jeweils passende Kulturbox.

Was sollten mehr Menschen wissen?
In ganz Deutschland gibt es großartige Independent-Labels, unabhängige Verlage und Vereine, in denen Künstler, Filmemacher, Illustratoren, Designer und Musiker mit viel Herzblut und Leidenschaft großartige Kulturgüter abseits des Mainstreams produzieren. Die KULTUR.BOX möchte jene sichtbar machen, die oftmals in der Masse untergehen.

////// Hier die Kulturbox auf Startnext unterstützen

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