Alle Artikel mit dem Schlagwort “live stream

Shruggie des Monats: Anwesend

Der Shruggie des Monats ist eine von meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ inspirierte Rubrik meines monatlichen Newsletters (den man hier kostenlos bestellen kann). Darin beschreibe ich Personen, Ideen und Begebenheiten, die mir besonders passend zur Hauptfigur aus dem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ erscheinen – dem ¯\_(ツ)_/¯.

Im Wikipedia-Artikel zum Schlagwort „Präsenz“ steht ein großartiger Satz. Mitten im Corona-Chaos lohnt es, sich diesen vermeintlich widersprüchlichen Satz wirken zu lassen. In ihm steckt eine Menge Weisheit über den Umgang mit dem, was man Remote-Office oder Präsenzkultur nennt. Der Satz lautet:

Präsent ist etwas deshalb, weil keine Zeit vergeht, bis es zur Verfügung steht, und es vergeht dafür deshalb keine Zeit, weil es anwesend ist.

Geschrieben wurde der Satz weit bevor wir anfingen über Anwesenheiten und digitale Verbindungen zu sprechen (Hintergründe dazu im April-Shruggie zum Thema Live-Stream). Der Satz befasst sich mit der etymologischen Herkunft des Wortes Präsenz, das die räumliche Anwesenheit und zeitliche Gegenwart beschreiben soll. Präsent war jahrelang nur das, was auch räumlich vorhanden war. Als Kind des Ruhrgebiets weiß ich, dass die Beschreibung jemand sei „vor Ort“ nichts mit Büro-Anwesenheit zu tun hat, sondern etymologisch mit dem Stollen unter Tage, an dem „vor Ort“ abgebaut wird.

Unter Tage kann man nicht durch digitale Vernetzung anwesend sein. In einer Bürobesprechung ist das aber durchaus möglich. Ist man dann „in Echt“ anwesend oder gilt das nur, wenn man auch körperlich im Raum zugegen ist?

Über diese Frage kann man jetzt stundenlang essay-philosophieren. Das Hadern mit der Transformation kann man in jeder Zeile dieser Betrachtungen über Videokonferenzen und vermeintlich echte Austausch lesen. Man kann die Frage aber auch wie die Werbung beantworten, die ich unlängst „in echt“ und „out of home“ gesehen habe: „Digital? Real? Egal!“ hat Pokemon auf diese Plakate geschrieben, die ich nicht weiter beschreibe, weil es nicht um die Werbebotschaft, sondern um diese Haltung geht.

Digital?
Real?
Egal

finde ich deshalb so schön, weil mein erster Reflex so lautete: „Digital ist doch auch real.“ Doch genau in dem Moment als ich das dachte, las ich „Egal“.

Genau darin liegt der historische Wendungpunkt, an dem ich aufhöre diese Diskussion zu führen: Ich will nicht mehr besprechen, ob du eine virtuelle Besprechung weniger wertvoll findest als eine mit körperlicher Anwesenheit. Mich interessiert nicht, ob dir ein ausgedruckter Text wertvoller erscheint als ein digitaler. Die Zeit, die ich hatte, um mich damit zu befassen, ist spätestens mit dem durch Corona ausgelösten Digitalisierungs-Schub abgelaufen.

Für mich fühlt sich diese Debatte wie die Frage an, ob ein übers Telefon gesagter Satz weniger „real“ ist als einer in körperlicher Anwesenheit.

Das ist doch nun wirklich ¯\_(ツ)_/¯
Willkommen in der Gegenwart, die genau in diesem Egal eine Lösung gefunden hat: Real und Digital ergeben ein neues Bild!

Der Shruggie des Monats ist eine Rubrik aus meinem Newsletter (den man hier kostenlos bestellen kann). Der Shruggie ist die Hauptfigur aus meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“, in dem ich zehn Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen versammle. Wer mehr über das Web und das Internet lernen will, kann dies in meinem Buch „Gebrauchsanweisung für das Internet“ tun.

„Ich liebe beides, jedes auf seine Art!“ – Jasmin Schreiber über Lesungen und Live-Streams

Jasmin Schreiber hat im Frühjahr den Roman Marianengraben veröffentlicht. Die Lesetour zum Buch wurde von Corona unterbrochen. Sie begann Lesungen im Live-Stream und startete den Account Streamkultur, in dem sie Hinweise auf besondere Live-Streams kuratiert. Ich habe ihr ein paar Fragen zum Thema geschickt.

Du kümmerst dich seit Wochen um das Thema Live-Stream. Als Autorin, die vorliest aber auch als Kuratorin, die andere Streams empfiehlt. Deshalb die schwierigste Frage zu Beginn: Erleben wir gerade den Aufstieg des Live-Streams als kulturelles Format?
Livestreams spielen auf jeden Fall auf einmal in Bereichen eine Rolle, wo es bislang eher Berührungsängste mit solchen „Internetformaten“ gab. Ich erkenne auf jeden Fall neue Chancen! Als Beispiel: Die Live-Lesungen des Poetry-Slammers Fabian Navarro, der beim Lesen Hintergrundmusik einspielt und das alles in Richtung eines Livehörspiels verschiebt. So etwas hat das Potenzial, zu bleiben.

Es gibt immer wieder Kritik, dass ein virtueller Stream nur eine billige Kopie sei und ein echtes Erleben nicht ersetzen könne. Wie ist deine Haltung dazu?
Ich denke man sollte nicht einfach versuchen, etwas Analoges „zu ersetzen“. Einfach nur in die Kamera lesen, wie bei einer klassischen Vor-Ort-Lesung, funktioniert nicht. Man muss sich neue Formate überlegen, die maßgeschneidert für Livestreams ablaufen. Für mich ist das kein schnödes Ersetzen, es ist einfach ein ganz anderes Format. Abgesehen davon wehre ich mich generell gegen diese Unterscheidung von „echt“ und „Internet“. Das Internet ist auch „echt“, die Erlebnisse dort sind genau so real wie Vor-Ort-Events.

Was macht einen richtig guten Live-Stream aus?
Livestreams leben vom Live-Moment und der Interaktion, sonst könnte man ja auch einfach ein Video hochladen. Man muss das Publikum einbeziehen und damit Interaktivität schaffen, man muss sich neue Dinge ausdenken, die auf einer klassischen Lesung so vielleicht nicht möglich wären. Ich lese zum Beispiel immer im Pyjama und erwarte von meinem Publikum, ebenfalls im Pyjama zu streamen und mir Beweisfotos zu schicken. So bildet sich eine eingeschworene Community und ich denke, das ist wichtig.

Hast Du als Zuschauerin einen Lieblings-Stream und kannst Du erklären, was dich daran besonders fasziniert?
Tatsächlich der eben erwähnte Stream von Fabian Navarro. Er liest episodisch seinen Katzenkrimi vor, dabei spielt er Hintergrundmusik ein und hat sogar Werbejingles aus dieser Katzenwelt komponiert, mit denen er seine Streams mit Werbepausen unterbricht. Er liest auch nicht allein, sondern lässt immer mal Schauspieler*innen lesen. Das finde ich sehr kreativ, das alles erhöht die Spannung immens.

Ich habe hier im Blog ganz unterschiedliche Menschen befragt, die den Live-Stream nutzen, um ihren Job trotz physischer Distanz auszuüben. Dabei kommen sehr unterschiedliche Plattformen und Technologien zum Einsatz. Hast Du einen Favoriten an Technik und Plattform, die du selbst nutzt?
Ich finde tatsächlich Twitch sehr gut, weil sich da die Teilnehmer*innen im Chat austauschen können, außerdem ist es ein offenes Format, d.h. man muss sich nicht anmelden. Und man kann das am Fernseher schauen, das finde ich alles für die Zuschauenden sehr komfortabel. Meine Oma schaltet da regelmäßig ein!

Wie ist es überhaupt für Dich als Autorin, nicht vor eine physischen Publikum bei einer Lesung aufzutreten? Gibt es auch etwas das besser ist?
Ich vermisse meine physischen Lesungen sehr, sehe aber die Livestreams nicht unbedingt als Ersatz. Für mich ist das wie Äpfel und Birnen zu vergleichen, also vergleiche ich das nicht. Das sind zwei unterschiedliche Formate, und ich denke, ich werde das Streamen auch später parallel zu physischen Lesungen beibehalten. Ich liebe beides, jedes auf seine Art!

In Streamkultur wählt Ihr wie eine Fernsehzeitung Programmhinweise für Live-Streams. Es gab früher mal den Satz, dass das Internet kein „Einschaltmedium“ sei. Ist der Satz womöglich Quatsch?
Tatsächlich finde ich ihn unsinnig, denn: Das Internet ist alles, was wir daraus machen. Selbst bei streamlined Inhalten wie Liveübertragungen gibt es einen großen Unterschied zu einem Fernsehprogramm, denn die Leute schauen diese Streams ja gemeinsam und können sich dabei in Chat und Co. austauschen. Es ist ein Gemeinschaftserlebnis.

Kannst Du eine Prognose wagen: Wie wird es mit der Live-Streamkultur weitergehen?
Ich denke viele Sachen werden sich im Sande verlaufen, das merkt man ja schon jetzt. Aber ich bin sicher, dass einige Streams bestehen bleiben und finde auch toll, wie selbstverständlich Konzerthäuser und Co. Sofort auf Livestreams umgestiegen sind. Ich bin sicher, dass sich das ein oder andere Format etablieren wird.

Dieses Interview ist Teil einer kleinen Serie hier im Blog, die sich mit Streaming und Video-Konferenzen befasst. Dazu sind erschienen:
> Shruggie des Monats: Der Live-Stream
> Zehn Lehren aus der Coronakrise für Videokonferenzen und Live-Streams
> Performance-Künstler Marcus John Henry Brown über die Herausforderung, Menschen im Stream zu halten
> Social-Media-Experte Michael Praetorius über Workshops im Stream
> Pfarrerin Miriam Hechler über Gottesdienst im Stream
> Museums-Experte Maximilian Westphal über Führungen im geschlossenen Museum
> DJ Ivo Schweikhardt übers Auflegen im Stream
> Autor Pierre Jarawan über Workshops zum Kreativen Schreiben im Stream
> Musikerin Maria über Musikunterricht im Stream
> Denny Leo Kinder über Friseure im Stream
> Wolfgang Tischer über Lesungen im Stream
> Die Therapeuten Imke Herrmann und Lars Auszra über Therapie im Stream
> Lehrer Philippe Wampfler über Unterricht im Stream
> Autor Tom Hillenbrand über Krimis auf Twitch
> VHS-Chef Christof Schulz über Volkshochschule im Stream
> Zukunftsforscher Gerd Leonhard über die Zukunft von Live-Events und Live-Streams

Hier kannst Du meinen Newsletter zum Live-Thema bestellen

„Sei mutig und experimentierfreudig, starte dennoch nicht völlig kopflos“ – Museum im Stream

Was ist online möglich, wenn der direkte Austausch nicht mehr klappt? Mit dieser Frage befasst sich eine kleine Serie, die ich im Rahmen der Corona-Ausnahmesituation gestartet und mit zehn Lehren beschrieben habe. Folge 12: Museumsführung im Stream (Foto: unsplash)

Maximilian Westphal ist für die Digitale Kommunikation der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen @pinakotheken verantwortlich und sucht regelmäßig das Gespräch mit Kunstvermittler*innen und Kurator*innen – in der Regel aber im Museumsraum vor Originalen. Bei den Live-Dialogführungen ist er alleine vor dem Original im Museum, die Gesprächspartner*in im Homeoffice, „Physical Distancing“ im Video-Call über Kunstwerke.

Du machst jetzt etwas, das du vorher im direkten Austausch mit Menschen gemacht hast, über eine digitale Verbindung. Hast Du Dich schon dran gewöhnt? Bzw. Was irritiert Dich immer noch?
Ich habe gerade das unglaubliche Privileg, mich im Museum aufzuhalten, während es für die Öffentlichkeit geschlossen ist – an diesen Aspekt will ich mich garnicht gewöhnen, denn ich hoffe, dass die Museen bald wieder öffnen können. Da ich nun in der Rolle als neugieriger Besucher zwei mal in der Woche Kurator*in oder Vermittler*in zum Live-Dialog einlade, muss der (technische) Ablauf vorbesprochen werden – das ist mit allen aufregend, da es auch Partner*innen gibt, die noch nicht ganz so sicher im Umgang mit digitalen Medien sind. Die Nervosität, ob alles klappt, bleibt bis zum Ende der Führung. Trotz aller Tests kann „live“ in der Abhängigkeit von Technik und stabilem Internet auch mal etwas schiefgehen.

Was war die größte Hürde, die Du überwinden musstest?
Tatsächlich wollte ich schon länger Live-Angebote mit @pinakotheken ausprobieren und die digitale Kommunikation enger mit der Kunstvermittlung in den Häusern verweben. Es fehlte vor allem an Mut, Zeit und Gelegenheit, diese Schritte zu wagen. Die Schließung der Museen beschleunigte diese Entwicklung nun, auch weil Unterstützung und Bereitschaft im Kollegium schnell gewonnen werden konnte.

Gibt es etwas, das jetzt besser ist als vorher?
Gestiegenes Engagement in unseren Social-Media-Kanälen, stärkere Wahrnehmung der digitalen Museumsangebote in der Öffentlichkeit und im Kollegium. Größere Aufgeschlossenheit von Kolleg*innen gegenüber digitalen Angeboten. Ich hoffe sehr, dass dieser Schwung auch nach Corona dazu führt, dass die Kulturvermittlung im digitalen Raum sich fruchtbar weiterentwickelt.

Im direkten Austausch gibt es stets irgendeine Form von Rückmeldung, eine Stimmung im Raum. Wie löst du das Problem, dass das online nur sehr viel schwieriger wahrzunehmen ist?

Ich finde, dass man im Chat von Livestreams sehr unmittelbare Rückmeldungen bekommen kann, sei es in Form von Herzchen & Emojis, aber auch zahlreichen Kommentaren und Fragen. Wir wünschen diese Teilhabe auch ausdrücklich. Eine Vermittlerin sagte, dass sie das große „Echo“ aus dem Publikum im digitalen Raum positiv überraschte.

Welchen Ratschlag würdest du jemandem geben, die/der jetzt auch ins Online-Streaming einsteigt?
Sei mutig und experimentierfreudig, setze den Anspruch nicht zu hoch und entwickel Dich von Termin zu Termin – starte dennoch nicht völlig kopflos, sondern mach Dir Gedanken über Ziele, Inhalte und wen Du damit erreichen willst. Was soll das Besondere an Deinem Livestream sein?

Zum Abschluss: Kannst du noch kurz erklären, wie (also mit welcher Soft-/Hardware) du jetzt online gehst?
Smartphone auf Gimbal und Einbeinstativ, mit Headset. Der Stream läuft derzeit alleine über Instagram Live, weil uns die Plattform eine funktionierende technische Infrastruktur für Live-Dialogführungen bietet.
Wenn das Angebot weitergeführt werden soll, würde ich es gerne breiter ausspielen und vielleicht auch aufwändigere Bild- und Tonregie liefern. Hierfür bräuchte es kundige Unterstützung – und nicht zuletzt entsprechendes Budget.

Dieser Fragebogen ist Teil einer kleinen Serie hier im Blog, die sich mit Streaming und Video-Konferenzen befasst. Wenn du wegen der Corona-Krise auch auf Streaming umgestellt hast und darüber sprechen möchtest: melde dich bei mir!

Hier kannst Du meinen Newsletter zum Live-Thema bestellen

Shruggie des Monats: der Live-Stream

Der Shruggie des Monats ist eine von meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ inspirierte Rubrik meines monatlichen Newsletters (den man hier kostenlos bestellen kann). Darin beschreibe ich Personen, Ideen und Begebenheiten, die mir besonders passend zur Hauptfigur aus dem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ erscheinen – dem ¯\_(ツ)_/¯.

Der Live-Stream als Shruggie der Corona-Zeit hängt eng zusammen mit den Lehren, die ich hier notiert habe und den Interviews, die hier im Blog gesammelt sind.

Zu dem gesamten Themenkomplex plane ich hier einen Newsletter!

These: In ein oder zwei Jahren wird es normal sein, dass auf jeder Nachrichtenwebsite prominent im Kopf ein „live“-Button leuchtet. Die Corona-Krise zeigt uns gerade, wie virtuelle Verbindungen funktionieren. Zwar nicht so lebendig und greifbar wie der Austausch in physischer Nähe, aber doch besser als alle immer dachten. Vielleicht wird aus dem aktuellen Notnagel „Live-Stream“ in Zukunft ein echtes digitales Geschäftsmodell, das sich zum Beispiel darin zeigen könnte, dass Webseiten ein Live-Ressort bekommen, in dem vom Live-Ticker bis zum gemeinsamen Stream alles gebündelt wird, was als Echtzeit-Erlebnis das bisherige Angebot ergänzt.

¯\_(ツ)_/¯

Wie ich darauf komme, kann man in meinem Buch „Eine neue Version ist verfügbar“ nachlesen. Ich glaube, dass wir kulturelle Produkte mehr als Prozess (wie Software) denken könnten – und damit bemerken: Das Internet ist nicht nur Dokumentationsmedium, sondern vor allen Dingen ein Erlebnismedium. Teil- und Einflussnahme am Entstehen sind hier wertvoller Bestandteil der bisher als abgeschlossen gedachten Inhalten in allen erdenklichen Formen. Durch die Corona-Krise wird dieser Wandel vom Produkt zum Prozess auch für vormals weniger digitale Menschen greif- und fühlbar. Der Live-Stream macht aus Text, Bild und Ton ein Erlebnis, aus dem womöglich neue Finanzierungsmethoden erwachsen können – wenn wir anfangen, „live“ zu denken (am 1. Mai werde ich in einem Insta-Live versuchen, der Frage nachzugehen „Wie sieht die Live-Version eines Buches aus?“)

Meine Behauptung basiert nicht nur auf persönlicher Beobachtung, sondern vor allem auf einer großen Ankündigung des Facebook-Konzerns, der sich ja schon länger auf dem Dark-Social-Weg von einem offenen Marktplatz zu einer großen Summe vieler kleiner privater Räume befinden. „Video-Präsenz“, hat Mark Zuckerberg an diesem Wochenende angekündigt, „ist keine neue Ära für uns, aber es ist eine Ära, in die wir tiefer einsteigen wollen.“

Über die wichtigsten Angebote des Facebook-Konzerns hinweg (Messenger, Portal, WhatsApp und Instagram) wird (in Varianten) ein Video-Call-Angebot ausgerollt, das auf den Namen „Messenger Rooms“ hört: „Einfach einen Raum direkt über Messenger oder Facebook erstellen und jeden gewünschten Teilnehmer zum Beitritt einladen, auch wenn die Person kein Facebook-Konto besitzt“, schreibt Stan Chudnovsky im Unternehmensblog.

Damit reagiert Facebook auf die weltweite soziale physische Distanz durch die Corona-Krise und kopiert das Angebot von Zoom, das durch den rapiden Aufstieg von Live-Streams extrem populär geworden ist – und beschleunigt damit eine Entwicklung, die sicher nach Corona bleiben wird: der Live-Stream wird immer wichtiger.

Gerade ist er die einzige Möglichkeit des direkten Austauschs, aber auch wenn dieser direkte Austausch wieder möglich wird, wird das Live-Gefühl bleiben. Hier im Blog hatte Gerd Leonhard zurecht prognostiziert: „Online Konferenzen werden das neue Normal, und face to face wird der neue Luxus.“

Dafür spricht auch ein Feature, das Facebook für seine Rooms ankündigt: „Um Kreative und kleine Unternhemen zu unterstützen, wollen wir die Möglichkeit ergänzen, Eintritt zu verlangen für den Zugang zu Events mit Live Videos auf Facebook.“

Um diese Entwicklung zu begleiten, plane ich hier einen Live-Newsletter. Außerdem werde ich meine eigenen Live-Experimente als Virtual-Keynote-Speaker dort dokumentieren. Denn die Corona-Krise zeigt sehr deutlich, wie der Live-Stream an Bedeutung gewinnt – dazu auch diese Schwerpunkte hier im Blog:

> Zehn Lehren aus der Coronakrise für Videokonferenzen und Live-Streams
> Performance-Künstler Marcus John Henry Brown über die Herausforderung, Menschen im Stream zu halten
> Social-Media-Experte Michael Praetorius über Workshops im Stream
> Pfarrerin Miriam Hechler über Gottesdienst im Stream

Der Shruggie des Monats ist eine Rubrik aus meinem Newsletter (den man hier kostenlos bestellen kann). Der Shruggie ist die Hauptfigur aus meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“, in dem ich zehn Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen versammle. Wer mehr über das Web und das Internet lernen will, kann dies in meinem Buch „Gebrauchsanweisung für das Internet“ tun.

„Nah an die Kamera ran, nah ans Mikro ran“ – Lesungen im Stream

Was ist online möglich, wenn der direkte Austausch nicht mehr klappt? Mit dieser Frage befasst sich eine kleine Serie, die ich im Rahmen der Corona-Ausnahmesituation gestartet und mit zehn Lehren beschrieben habe. Folge 5: Tägliche Lesung im Stream (Foto: unsplash)

Wolfgang Tischer ist Gründer von Literaturcafe.de. In den vergangenen zwei Wochen hat er »Die Pest« von Albert Camus im Live-Stream vorgelesen.

Du machst jetzt etwas, das du vorher im direkten Austausch mit Menschen gemacht hast, über eine digitale Verbindung. Hast Du Dich schon dran gewöhnt? Bzw. Was irritiert Dich immer noch?
Meistens lese ich als Sprecher live vor Publikum die Texte andere Menschen vor. Und ich mache auch YouTube-Videos. Immer noch ist es etwas irritierend, dass eine Live-Lesung via Stream irgendwo dazwischen liegt. Man muss voll konzentriert sein, weil man nicht wie beim normalen YouTube-Video sagen kann: »Fand ich nicht so gut, ich lese die letzten beiden Absätze nochmal und schneide dann.«
Auf der anderen Seite sitzt man aber dennoch allein vor Kamera und Mikro in einem relativ kleinen Raum.
Ich habe die letzten zwei Wochen jeden Tag um 10 Uhr »Die Pest« von Albert Camus gelesen. Und es war schön zu sehen, wenn kurz vor 10 Uhr die Zuschauerzahl nach oben katapultiert wird, die 100 überspringt und YouTube am Ende meist 500 bis 600 Leute ausweist, die pro Folge live dabei waren. Die sind dabei, aber ich kann sie nicht sehen. Das ist immer noch etwas irritierend. Es macht aber auch Spaß, sich auf diese Situation einzulassen.

Was war die größte Hürde, die Du überwinden musstest?
Mein Perfektionismus. Ich selbst kann mittlerweile diese ganzen Videos aus den Wohn- und Arbeitszimmern der Menschen nicht mehr sehen. Diese Videos mit den unaufgeräumten Buchregalen oder in denen Menschen vor irgendwelchen Bildern sitzen und der Ton hallt. Das entzaubert so viel. Man muss derzeit selbst im Fernsehen Skype-Videos von ungeschminkten Promis sehen. Das ist so deprimierend.
Ok, geschminkt bin ich auch nicht, aber ich wollte eine gute Bildqualität. Das Licht muss stimmen, vor allen Dingen der Ton. Der Hintergrund sollte neutral sein. Eine sogenannte »Bauchbinde« sollte am unteren Bildschirmrand Infos anzeigen. Bei der Hölderlin-Lesung wollte ich auch mal ein Video einblenden, damit die Leute sehen, von wo aus ich streame. Daher habe ich noch eine Ringleuchte besorgt und vor allen Dingen geeignete Software, mehrere Mikro-Optionen aus meinem Podcast-Studio ausprobiert. Ich wollte nicht einfach nur mit dem Smartphone streamen. Es sollte schon besser aussehen.

Gibt es etwas, das jetzt besser ist als vorher?
Ich habe mich zum ersten Mal getraut, einen Spenden-Button auf der Lesungs-Seite zu platzieren. Schon länger hatten mir Leute dazu geraten, dass doch einfach mal zu machen. Nun habe ich es ausprobiert, weil die Camus-Lizenz ja auch etwas gekostet hat, und ich bin überwältigt, wie viele Menschen Geld gespendet haben.

Im direkten Austausch gibt es stets irgendeine Form von Rückmeldung, eine Stimmung im Raum. Wie löst du das Problem, dass das online nur sehr viel schwieriger wahrzunehmen ist?
Man hat natürlich den Chat. Aber da kann und will ich in der Konzentration der Lesung nicht draufschauen. Und ich will ja mit meiner Stimme erreichen, dass die Leute von der Lesung gebannt sind und nicht chatten. Ich begrüßte die Leute und fordere sie am Ende aktiv zu Rückmeldungen auf. Es hat mich schon bewegt und gerührt, was da an Rückmeldungen und Lob kam. Jemand schrieb, dass er immer zur Lesung Tetris spiele, jemand anderes meinte, ich solle nicht immer so sehr überziehen, da sie sich nur eine Stunde frei nehmen könne, um zuzuhören. Durch all dieses Feedback habe ich mir so eine Vorstellung von den Menschen aufgebaut, die mich sehen und hören, wenn ich in die Kamera blicke.

Welchen Ratschlag würdest du jemandem geben, die/der jetzt auch ins Online-Streaming einsteigt?
Erst mal machen. Ausprobieren. Dann besser werden. In die Kamera schauen und sich klar machen, dass man zu Menschen spricht. Aber schon darauf achten, dass Bild und Ton möglichst optimal sind. Nah an die Kamera ran, nah ans Mikro ran. Die Zahl der Streaming-Angebote ist mittlerweile sehr groß geworden, man sollte sich also irgendein kreatives Alleinstellungsmerkmal ausdenken.

Zum Abschluss: Kannst du noch kurz erklären, wie (also mit welcher Soft-/Hardware) du jetzt online gehst?
Bei der Hölderlin-Lesung hatte ich noch zu viele drahtlose Verbindungen: Mit dem iPhone wurde gefilmt und das Signal per EpocCam-App drahtlos auf ein Notebook zur Streaming-Software übertragen. Da ich die Technik für meine »echten« Lesungen habe, war auch das Mikro über eine Funkstrecke mit dem Notebook verbunden, so dass ich freier agieren konnte. Ich trage ein kleines Earmic direkt am Kopf, damit ich den Abstand zur Kamera variieren kann, ohne dass der Ton leidet. Aber Funkstrecken sind fehleranfällig.
Bei der Camus-Lesung ist daher per Kabelverbindung eine externe Logitech-Webcam inmitten einer Ringleuchte angebracht, die sich auf meiner Augenhöhe befindet, um nicht den typischen »von unten Blick« einer eingebauten Webcam zu haben. Das Mikro ist mittlerweile ebenfalls per Kabel mit dem Notebook verbunden, allerdings habe ich ein kleines Mischpult dazwischengeschaltet, um den Ton zu optimieren und um vor allen Dingen live einen Kompressor-Effekt auf die Stimme zu legen, sodass sie näher und druckvoller klingt und der Unterschied zwischen lauten und leisen Passagen geringer ist. Als Streaming-Software auf dem Notebook läuft die Open-Source »OBS«, die sich mit YouTube verbindet. Als Streaming-Kanal nutze ich YouTube, weil das die meisten Leute kennen, weil die Zuhörerinnen und Zuhörer keine Zusatzsoftware installieren oder sich zwingend vorher registrieren müssen.

Bild rechts: Das aktuelle Setup in der derzeit menschenleeren Lounge der Black Forest Lodge für die tägliche Camus-Lesung: Webcam auf Augenhöhe im Ringlicht, das Earmic (unten links) ist über ein Mischpult ans Notebook angeschlossen. Der Zoom H1, rechts auf dem roten Stativ, nimmt den Ton zusätzlich für interne Archivzwecke direkt vom Mischpult auf. Auf dem Notebook läuft die Streaming-Software OBS. Zur Dämpfung liegt eine weiche Decke auf dem Tisch.

Dieser Fragebogen ist Teil einer kleinen Serie hier im Blog, die sich mit Streaming und Video-Konferenzen befasst. Wenn du wegen der Corona-Krise auch auf Streaming umgestellt hast und darüber sprechen möchtest: melde dich bei mir!

Livestreams und Videokonferenzen: Zehn Lehren aus der Coronakrise

Die ?Corona-Ausnahmesituation hat dazu geführt, dass plötzlich mehr Online stattfindet als je zuvor. Ich habe dazu hier im Blog und bei der SZ geschrieben – und ohne bewusste Absicht ist dazu ein kleiner Schwerpunkt hier entstanden. Die folgenden zehn Punkte habe ich für das Magazin „Politik und Kommunikation“ aufgeschrieben – ich nehme sie zum Anlass für eine kleine Serie, in der ich Menschen befrage, die jetzt auf Videostreams und Online-Lehre setzen. Alle Beiträge gibt es unter dem Schlagwort Online-Lehren hier im Blog. Dazu unter anderem das Interview mit Christof Schulz von der VHS SüdOst und dem Zukunftsforscher Gerd Leonhard.
Außerdem sind Fragebögen aus diesen Bereichen erschienen:
Lesungen im Stream
Unterrichten im Stream
Therapie im Stream
Gottendienst im Stream
Friseur im Stream
Workshops im Stream

Man sollte mit Prognosen rund um die Covid19-Pandemie äußerst vorsichtig sein. Eines kann man aber schon heute im März 2020 mit Sicherheit sagen: Dieser März 2020 hat das Thema Live-Streams und Video-Konferenzen mit voller Wucht auf die Agenda auch derjenigen befördert, die sich vorher nicht damit befassen wollten. Durch Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkungen wurden Live-Streams und Video-Konferenzen für viele Menschen aber die einzige Möglichkeit, sozialen Austausch zu haben, zu lernen oder Vorträge zu halten. Die digitale Übertragung dessen, was vorher auf Bühne in Form von Konzerten, Keynotes oder Aufführungen gezeigt wurde, ist dadurch zu einem wichtigen Zweig nicht nur der Web-Kultur geworden. Deshalb hier eine Liste der zehn Lehren in Bezug auf Live-Streams und Video-Konferenzen aus der Coronakrise (Foto: unsplash)

Es geht: Die technische Ausstattung eines gewöhnlichen Laptops reicht aus, um an Videokonferenzen teilzunehmen oder sogar selber digitale Veranstaltungen zu organisieren. Ob und in welcher Qualität diese dann auch übertragen werden, hängt stark von der verfügbaren Bandbreite und von der Belastung der jeweiligen Anbieter an. Aber sicher ist: Es geht.

Es wird mehr: Der Zukunftsforscher Gerd Leonhard sagt: „Wir müssen uns in der Zukunft viel mehr virtuell treffen! Online Konferenzen werden das neue Normal, und face to face wird der neue Luxus.“ Er bezieht diese Prognose nicht nur auf die Folgen der Pandemie, sondern auch auf das gestiegene Umwelt-Bewusstsein, auf überflüssige Reisen zu verzichten. Außerdem beweisen die Corona-Tage auch allen Skeptikern, dass diese Form der Telearbeit funktioniert. Es ist also davon auszugehen, dass virtuelle Konferenzen in Zukunft weiter zunehmen werden.

Gute Hardware hilft: Auch wenn die Grundausstattung eines handelsüblichen Laptops und sogar auch Smartphones ausreicht, virtuell teilzunehmen, lohnt es sich, in gute Technik zu investieren. Wer nicht nur zuhören will, sollte sich ein USB-Mikrofon kaufen und wer gesehen werden will, sollte sich mal mit so genannten Ringlichtern befassen. Diese kreisförmige Beleuchtung wird auf YouTube, Instagram oder Tiktok häufig eingesetzt, weil sie die gezeigten Personen in ein erkennbar besseres Licht setzt. Wer in einer Videokonferenz Beiträge leisten will, kann davon profitieren. Gleiches gilt für die Option, Hintergründe zu tauschen oder zumindest so verwischen zu lassen, dass sie nur unscharf zu erkennen sind. Wer den Hintergrund nutzen will, um kreative Kontexte entstehen zu lassen, kann einen so genannten mobilen Green Screen nutzen. Es ist aber wichtig, an die Lektion zu erinnern, die der Wissenschaftler Robert Kelly vor drei Jahren der Welt zeigte. Authentizität schlägt Inszenierung. Der Experte für koreanische Politik war live in eine Fernsehübertragung aus seinem Schlafzimmer geschaltet, als plötzlich seine Kinder im Hintergrund den Raum betraten. Die Szene wurde zu einem weltbekannten Internet-Meme.

Gute Software auch: Der Gewinner der Coronakrise heißt vermutlich Zoom. Die New York Times titelte: „We live in Zoom Now“ um zu beschreiben, wie die Video- und Streaming-Plattform zu dem virtuellen Ort geworden ist, in dem sich Menschen treffen um zu arbeiten, zu unterrichten oder gemeinsam Bier zu trinken. Das Software-Angebot für Videocalls und Streaming ist aber weit größer. Je nach Teilnehmer-Zahl bieten auch Messenger wie WhatsApp, Signal oder Facetime die Möglichkeit zum Videostream. Slack, Microsoft-Teams, Skype und Google-Hangouts werden häufig in Arbeitsumfeldern eingesetzt. Gute Alternativen sind auch Jitsi, Discord, Whereby oder Matrix.

Die Videocall-Etikette ist wichtig: Im Umgang mit Online-Kommunikation ist in den vergangenen Jahren viel über die so genannte Netiquette gesprochen worden, also über ein Regelwerk der Höflichkeit im digitalen Austausch. Auch für virtuelle Konferenzen braucht es soziale Regeln, weil sonst alle durcheinander reden. Außerdem müssen sie die Bereitschaft mitbringen, einander ausreden zu lassen. Sie sollten ihre Technik vor Beginn des Streams testen und ihr Mikrofon auf stumm stellen, wenn sie nicht sprechen. Das Muten ist auch notwendig, wenn man nebenher Notizen eintippen will.

Auf Latenz achten: Eine besondere Herausforderung für die Höflichkeit steckt in dem, was man Latenz nennt. Die kurze Verzögerung, die durch die Übertragung entsteht, dauert manchmal einige Augenblicke und verlangt den Teilnehmenden eine eigene Form der Ausreden-lassen-Geduld ab. Sie müssen also verstehen, dass das Gesagte nicht sofort auch schon gehört ist. Manche Veranstaltungsanbieter sind deshalb und wegen der manchmal instabilen Bandbreiten dazu übergegangen, Vorträge vorab aufzuzeichnen und dann in einer Videokonferenz abzuspielen.

Die Rollen müssen klar sein: Es braucht eine Moderatorin oder einen Moderator, die das Gespräch führen. Sie bestimmen die Regeln der sozialen Interaktion. Dazu zählt die oben erwähnte Videocall-Etikette, sie können aber auch festlegen, welche Form des virtuellen Applaus genutzt werden soll (manchmal klatschen Teilnehmende stumm indem sie mit beiden Händen winken) oder ob man per Chat (schriftlich) oder per Ton (mündlich) nachfragen soll. Die britischen Comedians von Foils Arms and Hog haben einen Sketch online gestellt, in dem einem Lehrer eine virtuelle Klasse entgleitet, weil er eben gar nicht auf die Rollen achtet.

Authentisch sein: Vorträge in einer Online-Konferenz zu halten, ist eine besondere Herausforderung. Es ist nahezu unmöglich, die Stimmung im Publikum auf die Weise zu erspüren, wie dies in einem Vortrag mit Präsenzpublikum möglich ist. Vortragende müssen sich darauf vorbereiten in eine Kamera ohne direktes Feedback zu sprechen. Der Schweizer Autor und Lehrer Philippe Wampfler versucht deshalb vor seinen Vorträgen und Unterrichtsstunden auf informellem Weg die Stimmung im Call zu erspüren, um so besser auf das jeweilige Publikum reagieren zu können. Grundsätzlich gilt jedoch die Lehre aus dem Robert Kelly Video: Authentisch zu bleiben, ist selten falsch.

Vermeintlich abseitige Beispiele im Blick behalten: Die plötzliche Aufmerksamkeit, die das Streaming von Live-Events gerade erfährt, mutet für all diejenigen an, die schon seit Jahren auf Plattformen wie Twitch aktiv sind. Dass Menschen sich beim Computerspielen (Let’s play Video) filmen oder andere Formen von Live-Streams anbieten, ist nämlich keineswegs neu. Es war nur bisher nicht so im Fokus der Mainstream-Öffentlichkeit.

Es werden neue Formate entstehen: Die Entwicklung von Videokonferenzen ist erst am Anfang. Dass jemand einen Vortrag hält und andere dabei zusehen, wird in naher Zukunft zum Beispiel durch so genanntes Co-Watching oder kollaboratives Arbeiten erweitert werden. Instagram hat das Angebot Co-Watching gerade für kleine Gruppen angekündigt. Dabei schauen mehrere Accounts gemeinsam einen Film oder eine Serie an und können darüber sprechen. Die Software Miro nutzt diesen Austausch für die Arbeit an gemeinsamen Whiteboards, beim Social-Reading wird es für die gemeinsame Textlektüre genutzt. Hier werden sich bald noch weitere kreative Formen der digitalen Verbindung entwickeln, die vermutlich am ehesten von denjenigen ausgehehen, die sich trauen, selbst aktiv zu werden.

Diese Liste ist Teil einer kleinen Serie hier im Blog, die sich mit Streaming und Video-Konferenzen befasst.