Alle Artikel mit dem Schlagwort “fussball

Messi

Messi simply does things — little things and big things — that other players here cannot do. He gets a ball in traffic, is surrounded by two or three defenders, and he somehow keeps the ball close even as they jostle him and kick at the ball. He takes long and hard passes up around his eyes and somehow makes the ball drop softly to his feet, like Keanu Reeves making the bullets fall in “The Matrix.” He cuts in and out of traffic — Barry Sanders only with a soccer ball moving with him — sprints through openings that seem only theoretical, races around and between defenders who really are running even if it only looks like they are standing still. He really does seem to make the ball disappear and reappear, like it’s a Vegas act.

Joe Posnanski (Senior Writer of Sports Illustrated) beschreibt in seinem Blog den Genius of Messi. Sehr lesenswert!

(via kottke)

Das umgekehrte Wembley-Tor

„Fußball ist eine Metapher für das Leben. Falls diesbezüglich noch Zweifel bestanden, räumte Deutschland diese endgültig aus, das nach 44 Jahren Rache nahm. Den Deutschen fehlte es nie an Hartnäckigkeit. Der Fußball gab ihnen zurück, was er ihnen an jenem 30. Juni 1966 wegnahm. Es war ein Wink des Schicksals, eine kinoreife Revanche, wie in einem dieser Filme mit Happy End.“

Die spanische elpais kommentiert das gestrige WM-Achtelfinale Deutschland-England. Da ich selber kein Spanisch spreche, vertraue ich auf die Übersetzung von Christian Schwöbel beim indirekter freistoss

Britischer Humor

Vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft konnte der Achtelfinalgegner der deutschen Mannschaft nicht teilnehmen – und das haben die englischen Fans daraus gemacht:

via Facebook

Wir haben ja noch uns

In der morgigen Ausgabe des Stern schreibt Rüdiger Barth unter dem Titel „Die Mitte ist vorn“ über das Land von Philipp Lahm und Lena Meyer-Landrut im Sommer 2010. Es ist ein Text voller Pathos und großer Worte. Und es ist ein Text, der mehr über den Zustand des etablierten Eltern-Deutschland sagt als über das „junge Deutschland“, für das die beiden angeblich stehen: „Lena ist die Stimme der Jungen und Lahm ihr Anführer“ heißt es in dem Text, der sich voller Begeisterung daran macht, in Lenas Oslo-Sieg und Lahms Kapitänsbinde die gesellschaftliche Mitte wiederzuentdecken. Dabei handelt es sich um eine Schicht,

die gewöhnlich keine aufregenden Geschichten zu erzählen hat, weil man in diesen Kreisen eher geräuscharm vor sich hin lebt, aus dem Alltag das Beste zu machen sucht und sich sein Zuhause zurechtzupft, bis es passt: (…) die alles wegwuppende Mitte.

Dass es diese allem Zweifel zum Trotz sehr wohl gibt, versucht der Text mit jeder Menge elterlichem Stolz zu belegen. Denn die „Kinder von nebenan“, als die „Lahm und Lena“ beschrieben werden („denen wir vorgestern noch über den Schopf gestrichen haben. Denen wir morgen, wenn sie zu Besuch kämen, die Grillwurst auf den Teller packten“) sind nicht nur „hochambitioniert“, sie sind vor allem „dabei niemals furchteinflößend“. Das bezieht sich zunächst auf ihr Auftreten („Lahm ist eine neue Generation Mann“), aber es bezieht sich – und da wird der Artikel in seinem Subtext wahnsinnig spannend – ganz eindeutig auch darauf, dass sie den eigenen Eltern keine Furcht einflößen. Diese müssen (Lena Lahm sei dank) keine Angst vor der in Wahrheit doch ganz normalen Jugend haben.

Dabei gehören Lena und Lahm doch, so dachte man, jener Facebook-Generation an, die Fortpflanzungspartner nur noch online findet, die andere als „Freunde“ bezeichnet, ohne sie zu kennen, diese durchdigitalisierte Jugend, von der die Älteren mit Sicherheit wissen, dass sie niemals mehr Zeitungen lesen, keine tiefe Zuneigung empfinden kann. Ein Typus Mensch, der so individualisiert lebt, dass er Mühe hat, sich mit sich selbst zu verabreden.

Mir ist schon klar, dass der Text diese Fallhöhe braucht, um aus seinen beiden Protagonisten irgendeine weitreichende Bedeutung für das große Ganze abzuleiten. Aber selbst wenn man das einrechnet: dieser „Typus Mensch“, der hier gezeichnet wird, scheint dem Autoren sehr wohl Furcht einzuflößen. Und er bewohnt erkennbar die andere Seite des digitalen Grabens.

Besonders wird der Text durch den Schluss, den er aus der diagnostizierten Normalität der neuen Mutmacher zieht:

Doch plötzlich stellt sich dieser Reflex ein, es ist ein wenig wie beim ersten Weltmeistertitel 1954: Wir sind ja doch noch wer! Wir haben ja noch uns.

Erstaunlich finde ich daran natürlich zum einen den Pathos-Grad, zum anderen lässt sich daran aber ablesen, wie groß in Wahrheit die Verunsicherung sein muss in der Eltern-Generation, die sich danach sehnt, Grillwürste auf Teller zu packen und Kindern über den Schopf zu streichen und stattdessen eine Generation nachwachsen sieht, die im Internet verschwindet …

UPDATE: Ben hat sich auch mit der Verbindung von Lahm und Lena befasst und verweist auf diese Lena-Coverversion:

Fußball-Helden

1990 sind elf Männer Fußballweltmeister geeworden. Hennign Sußebach hat sie für die Zeit besucht. Sein Text mit dem Titel Wir waren Helden ist jetzt online verfügbar:

Also kreuzt Brehme an diesem Nachmittag mit Hansi Müller, Dieter Eilts und Mario Basler übers Kleinfeld. Zwei Stunden lang hat er in einem Bierzelt auf den Anpfiff gewartet, hin und wieder ein Autogramm geschrieben und in Kameras gelächelt – seit zwanzig Jahren öffentliches Gut, von allen geduzt, der Andy. Basler saß da und rauchte, Müller schimpfte über den »weichen Platz«, Brehme hielt sich mit Espresso wach. Einmal fragte eine Hostess ihre Kollegin: »Weißt du, wer der Alte ist?« – »Kann ich dir auch nicht sagen.«

via

Wie Schiedsrichter arbeiten

Wie sieht eigentlich ein Fußballspiel aus Perspektive eines Schiedsrichters aus? Der WDR zeigt heute abend (22 Uhr) die Dokumentation Die Schiedsrichter, aus der man vorab schon diese Szene aus dem Spiel Griechenland gegen Schweden – in der Hauptrolle: Massimo Busacca . Außerdem der griechische Spieler Giorgos Karagounis und ein vierter Offizieller an der Seitenlinie, der seine Rolle als Wetterfrosch missversteht:

via allesaussersport und Tagesspiegel

Europäischer Fußball

Eine schöne Aktion gibt es aus Spanien zu berichten (dem Land zu diesem Song hier). Dort wurde Joseba Etxeberria mit einem als Partido Imposible bezeichneten unmöglichen Spiel verabschiedet: 200 Kinder gegen treten gegen ihn und Athletic Bilbao an. Sieht toll aus!



Doch Europas Fußball ist nicht nur vom anstehenden Champions-League-Finale und der baldigen WM geprägt – auch der Eurovison Songcontest hat seinen Weg zu den Fußball-Fans gefunden. Dank Puma. Dort hat man sich zu einer ungewöhnlichen Form der Fußball-Werbung entschieden und lädt europäische Fußballfans zum Hardchorus Song Contest. Das klingt dann so:

Wobei ich sagen muss: am besten gefallen mir die Italiener.

via