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100 Sätze sind ein Buch

Unter der aktuellen Folge der jetzt.de-Hauptsatz-Kolumne des Kollegen Max Scharnigg (dieses Mal zum Satz Hat gar nicht geblitzt!) gratulieren die User zum Buch. Denn diese Woche erscheinen die 100 Sätze, die für ein ganzes Leben reichen im Fischer-Verlag – Cover und Illustrationen stammen übrigens von der ebenfalls hoch geschätzten Kollegin Katharina Bitzl.



Freitag abend ist der Autor übrigens zu Gast in der NDR-Talkshow

Wenn Freunde offline gehen …

Perhaps I’m feeling a loss of leisure so keenly these days because of my romanticized (but real) memories of summer days from not so long ago. Not just the ones in which I was a kid on a three-month vacation, but in which I was the daughter of parents who came home from their jobs at night and were at home, who cooked dinner, or maybe drove us to a movie or watched television or read a book without so much as a glance at a Palm Pilot or an e-mail in box.

Bei Salon.com schreibt Rebecca Traister darüber, How technology is stealing our lives und darüber, wie das Netz und die mobile Kommunikation die Arbeit in unsere Freizeit trägt.

Now, it often seems, there is no „gone for the weekend.“ There is certainly no „gone for the night.“ Sometimes there’s not even a gone on vacation.

Sie schreibt, durch die permanente Verfügbarkeit haben wir ein Monster erschaffen, das uns jetzt auffrisst und rät dazu, das Telefon mal eine Weile auszuschalten. Da zwei gute Bekannte genau dies unlängst getan und darüber geschrieben haben, verweise ich auf den Salon-Text. Er ist nämlich eine gute Vorbereitung auf die beiden Bücher von Christoph Koch und Alex Rühle, die in diesen Tagen erscheinen. Sie heißen und Ich bin dann mal offline und Ohne Netz* und sind beide sehr lesenswert.

Das sage ich nicht, weil ich mit beiden Autoren gut bekannt bin, sondern weil es stimmt. Allein deshalb wünsche ich beiden (die jetzt beide durch das gleiche Aufmerksamkeitsfenster müssen) nur das Beste fürs Buch. Dabei treffen sie auf eine Stimmung, die durchaus Interesse an der Vorstellung hat, wie das Leben denn ohne Internet wäre. Hier kann man sich anschauen, wie YouTube-Filmer mit diesem Gedanken umgehen. Wer danach einen lesenswerteren Zugang zu dem Thema sucht, kann ja einfach beide Bücher lesen. Ich habe es getan und erstaunt festgestellt, dass es nahezu keine Dopplungen gibt.

* Dienstag in einer Woche werde ich im Literaturhaus München die Buchpremiere von „Ohne Netz“ moderieren.

Gerald von Foris: „Wunden“

Der wunderbare Münchner Fotograf Gerald von Foris hat ein Buch veröffentlicht. Es heißt „Wunden“ und zeigt auf 144 von Mario Lombardo gestalteten Seiten Bilder aus allen Teilen der Welt. Auf der Website von soda (wo man das Buch auch kaufen kann) heißt es:

Die Bilder sind fast alle auf Reisen enstanden und sind benannt nach den Orten, von denen sie stammen: Lima, Danzig, St. Moritz, Liverpool, Sarajevo, Mexiko Stadt…
Eines der schönsten Fotobücher, die wir in letzter Zeit gesehen haben!

Und Hannes Wanderer vom Berliner 25books schreibt:

… eigentlich will jeder, dem ich es zeige, das Buch haben …

Beides ist unbestreitbar richtig. Auch deshalb berichteten bereits die New York Times, Die Zeit und jetzt.de über das Buch, das mit dem Hörbuch „Beograd Protokolle“ erscheint. Dabei handelt es sich um den Versuch über Fotografie zu sprechen. Dirk Stermann und Rochus Boulanger machen das so hörenswert, dass es vermutlich bald weitere Hör- zu Fotobüchern geben wird – mit Rochus und Dirk als Sprechern …

Ich erwähne das alles hier, weil ich seit gestern eine der limitierten Ausgaben von „Wunden“ besitze und allein deshalb jedem, der sich für Fotografie interessiert, empfehlen möchte, es gleich zu tun. Man kann das Buch in München bei soda, bei 25books in Berlin und im Hamburger Haus der Photographie kaufen. Wer mag, kann es aber auch direkt beim Fotografen bestellen. „Wunden“ kostet inklusive Hörbuch 30 Euro.

Wofür braucht man eigentlich Verlage?

Google ist ein Teil dieses Ökosystems: Den Lesern helfen wir damit, dass er Informationen findet und eine Kaufentscheidung treffen kann oder weiß, in welcher Bibliothek er das gewünschte Buch findet. Verlagen geben wir die Möglichkeit, dass sie ihre Bücher weltweit auffindbar machen können. Wir helfen Verlagen also bei der globalen Vermarktung. Wir stellen den Verlagen kostenlos die Möglichkeit zur Verfügung, dass der potenzielle Käufer das Werk einsehen kann. Wir planen, dieses Jahr Google Editon zu launchen, d. h. wir werden ein weiterer Anbieter auf dem Feld des Vertriebs sein. Verlage können dann entscheiden, ob sie ihre Bücher in einer cloud-solution über uns verkaufen wollen…

Im Interview mit der Welt spricht Annabella Weisl (Chefin von Google Books Deutschland) über die Pläne von Google und über die Rolle von Verlagen in der digitalen Welt:

Ein Verlag hat ja nicht nur die Aufgabe, Bücher zu vertreiben. Ein Verlag wählt aus, er lektoriert, betreut Autoren, macht Buchprojekte erst möglich und betreibt Marketing für Autoren. Das sind Aufgaben, die von einem reinen Vertriebspartner nicht wahrgenommen werden können.

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Everybody Steals

I and many other contemporary writers, musicians, visual artists, and copyleft lawyers are trying to think in new and different and (we believe) exciting ways about quotation, citation, appropriation, and plagiarism. We’re trying to regain the freedoms that writers for millennia took for granted but that we have lost.

David Shields, Autor des wunderbaren Reality Hunger, schreibt in der Huffington Post über die Hintergründe für sein Buch.

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Bücher sind lächerlich

jetzt.de: Ist doch auch schade, wenn jemand gar keine Bücher mehr liest, oder?
Tapscott:
In 50 Jahren wird niemand mehr Bücher lesen. Bücher sind lächerlich.

jetzt.de: Sie schreiben selbst Bücher . . .
Tapscott:
. . . und es ist lächerlich! Dieses Konzept ist völlig veraltet. Es wäre viel besser, wenn sie lauter Links und Multimedia-Inhalte hätten, die ständig aktualisiert würden. Aber: Was ich sage, gilt nur für Sachbücher. Mit Romanen ist das etwas anderes.

Im jetzt.de-Interview äußert sich Don Tapscott über den Medienwandel und über Bücher.