Alle Artikel mit dem Schlagwort “crowdfunding

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loading: Rock Bottom

In den Projekten, die im loading-Newsletter vorgestellt werden, geht es immer auch um Kunst und Geld. Im Fall von Rock Bottom ist das auch das inhaltliche Thema. In der “Rock Bottom – Songs of no money” genannten Dokumentation stellen Marc Helfers und Martin Groß die wahren Helden des weltweiten musikalischen Untergrunds vor. Dass es dabei nicht immer um die großen Bühnen und das große Geld geht, verrät bereits der Untertitel, der den Film als eine “feature documentary about poverty and Rock´n´Roll” beschreibt.

Ich habe Martin Groß den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Mein Kollege Marc Helfers und ich betreiben die Neue Stereo Filmproduktion. In unserer täglichen Arbeit werden wir von Plattenfirmen, Musikern, Veranstaltern, ect. gebucht um Musikvideos oder auch dokumentarische Arbeit für Promonutzung, Bonus DVDs, etc zu produzieren.
Das ist auch super und macht Spaß, aber mit dem Projekt “ROCKBOTTOM – Songs of no Money” wollen wir mal auf die andere Seite gucken. Dahin, wo es eben keine Plattenfirma und kein Geld gibt, aber trotzdem viel Talent der Musiker, die wir portraitieren wollen. Deshalb sind wir jetzt bei Indiegogo

Warum machst du es (so)?
Das schliesst nahtlos daran an. Wir haben halt keinen Auftraggeber für das Projekt und wollen zum jetzigen Zeitpunkt auch gar keinen haben. Es soll ein freies Projekt sein und an der Geschichte ausgerichtet sein. Nicht daran, dass wir irgendwelche Bedürfnisse von Kunden erfüllen müssen. Deshalb bitten wir die potentiellen Zuschauer des Films um Unterstützung für die sie aber auch etwas bekommen. Zum Beispiel den fertigen Film im nächsten Jahr oder auch einiges andere…

Wer soll das anschauen?
Den Film sollen sich dann alle angucken, die sich für Musik interessieren und gerne abseits des Mainstreams und der ausgetretenen Pfade bewegen.

Wie geht es weiter?
Die Kampagne läuft nun seit ein paar Tagen. Wir haben sehr positive Resonanz von Medien, Blogs, Radiosendern, etc, die darüber berichten und berichten werden und machen diesbezüglich weiter Wirbel…
Zudem sammeln und verbreiten wir Unterstützer-Botschaften von Musikern mit denen wir sonst arbeiten und die das Projekt gut finden: Maxim, Tocotronic, Malia, Andreas Bourani, Erik Langer von Kettcar, Josephine und einigen anderen interessanten und prominenten Menschen aus unserem Umkreis,.B. Katharina Schüttler oder Hartje Andresen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es hängt an so vielen Faktoren, ob Musiker (und letzlich auch andere Künstler) kommerziell erfolgreich sind und nicht in erster Linie am Talent. Wir halten die Musiker aus unserem Filmvorhaben für sehr talentiert und glauben, dass sie eine größere Bühne verdient haben. Vielleicht ist es aber als Künstler auch grade gut, nicht kommerziell erfolgreich zu sein
und in die damit verbundenen Zwänge zu geraten…? Wir gehen mit dem Film unter anderem auf die Suche nach dieser Frage…

rockbottom

>>> Hier Rock Bottom auf Indiegogo unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:



loading: PeterLicht “Live”

PeterLicht macht sein erstes Live-Album. Mit Euch. Krach, Musik und tonnenweise Worte.” Mit diesen Worten wird das Crowdfunding-Projekt von PeterLicht auf Startnext angekündigt. Der Musiker hat für sein Live-Album gerade die Fundingschwelle von 19.500 Euro überschritten – und hier den loading-Fragebogen beantwortet.

Was machst du?
Ich mache ein Live-Album, von der Musik und den Texten, die ich live spiele/spreche. Ich nehme auf und bringe raus. Das Album heisst “Lob der Realität”: Ich stehe auf der Bühne und lenke meinen Mund in die Nähe eine Mikrofons und fang an zu singen. Meine Idee von einem Lied, oder die Idee von einem Text, bekommt einen Körper.
Was ich mache? Ich hänge einen Körper an eine Idee. Oder einen Mund an ein Wort. Die Musik ändert sich dadurch, dass man sie live spielt. Sie wird anders. Die Lieder werden physisch. Mein Körper, mein Mund und meine Worte. Alles anders. (Lieder sind wie Menschen).

Warum machst du es (so)?
Ganz banal: die Plattenfirma wollte/ (wahrscheinlich auch: konnte) es nicht machen. Dann mach ich es eben selber, dachte ich.
Und es klappt. Jetzt haben wir den Sockel-Betrag eingesammelt, den wir mindestens brauchten. Großartig! Und jetzt freuen wir uns über jeden weiteren Euro, der noch zusammenkommt. Je mehr je besser. Damit können wir die Kosten decken, die noch nicht im Budget waren.

Warum mache ich das? Es ergibt sich eine Hoffnung: die Möglichkeit, selbstbestimmt zu handeln. Mit den Leuten, direkt für die Leute, für die die Musik und das ganze PeterLicht-Ding ja gedacht ist. Ich glaube/hoffe, die Zukunft der Musik / der Kunst / neuer Dinge + Ideen liegt hier. Wenn der Markt sich auflöst, muss etwas neues entstehen. Ich wünsche mir unendlich viele Projekte dieser Art auf der Welt. Demokratisch. Selbstbestimmt. Unabhängig. Es gibt kein Produkt mehr. Es gibt keine Markt mehr. Es gibt nur noch “Unterstützung”. Das fühlt sich ungewohnt an und irgendwie labberig. Aber auch direkt und frei.

Mein Gefühl ist ambivalent: Ich vermute, wir werden noch die Abschaffung vieler Märkte erleben. Und nicht nur in Kreativ-Branchen, die eigentlich niemand so richtig braucht. Sondern im ganz normalen Leben. Für jedermann. Brot ist umsonst. Die Bäckerei wird gefundet. Eine neue Technik kommt. Und schafft den Markt ab. Und jemand beint den Kadaver aus, der jetzt nutzlos herumliegt. Wieviele Menschen arbeiten bei Instagramm? Wieviele arbeiteten bei Kodak?). Und es entsteht Gewinn, den sich wer nimmt. Und die Zukunft gehört vor allen Dingen einem Phänomen: der Technik. Vielleicht geht es darum, die Dinge neu zu denken. Dass es kein Produkt mehr gibt. Aber: gibt es kein Produkt mehr? Auf der anderen Seite: Freude, dass es einen Weg gibt. Dass man unabhängig seine Ideen umsetzen kann. Dass es die Leute gibt, die mitmachen.

Wer soll das anhören?
Leute.

Wie geht es weiter?
In der Realität. Auf dem Boden der Tatsachen. Was man spürt ist eine Renaissance der Realität. Die Blasen platzen. Das Schöne an der Realität ist, dass sie einen Körper hat. Das Reale fühlt sich immer körperlich an. Das kann man loben. Das Furchtbare: es ist so real. Und: in der Welt des Realen hat das Absurde Konjunktur.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es heisst, der Applaus sei das Brot des Künstlers.
Ich seh das anders. Das Brot ist das Brot es Künstlers.

>>> Hier das Live-Album von PeterLicht auf Startnext kaufen

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:



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loading: Universalcode 2

Vor drei Jahren begann Christian Jakubetz damit ein Journalismus-Lehrbuch für das digitale Zeitalter zu erstellen: Universalcode (an dem ich auch mitschrieb) erschien und erlangte gleich große Aufmerksamkeit. Jetzt plant Christian (mit dem ich persönlich bekannt bin) eine Fortsetzung: Universalcode 2 soll mittels Crowdfunding finanziert werden.

Als ich Christian den loading-Fragebogen schickte, bekam ich nicht nur seine Antworten zurück, sondern auch die Frage, ob ich bei Universalcode 2 als Autor dabei sein wolle. Ich sagte zu – genau wie der SZ-Kollege Stefan Plöchinger, Krautreporter-Gründer Sebastian Esser (hier ein Interview mit ihm lesen) und Marco Maas.

Was machst Du?
Die Fortsetzung des Buchprojekts “Universalcode”. Im ersten Teil haben wir mit insgesamt 18 Autoren ein Handbuch gemacht, wie man digitalen Journalismus aus handwerklicher Sicht macht. Das neue Projekt heißt “Universalcode2 – wie wir wurden, was wir sind”. Dort soll es um die Entwicklung der Medien aus grauen Analogzeiten bis heute gehen. Und
natürlich um die Zukunft: Wie geht es weiter und welche Chancen haben Medien und Kommunikation? Grundtenor: Wir möchten gerne Lösungen anbieten, lamentieren gilt nicht.
Zwischendrin möchte ich die Entstehung des Buchs immer wieder in meinem Blog, aber diesmal auch mit sehr vielen Videos dokumentieren. Mal schauen, vielleicht kann man die am Ende auch zu einem längeren Stück zusammenschneiden.
Zur Start-Finanzierung des Buchs gibt es jetzt ein Crowdfunding-Projekt bei “Krautreporter”.

Warum machst du es (so)?
Es gab schon beim ersten “Universalcode” ein Prinzip, das sich sehr bewährt hat: Ein Buch aus der Community für die Community. Nicht nur wegen der Finanzierung. Sondern auch inhaltlich: Ich glaube, dass der erste “Universalcode” völlig anders ausgesehen hätte, wenn wir nicht so viel Input von außen gehabt hätten. Das hat das Buch sicher besser gemacht. Ich glaube fest daran, dass das diesmal auch wieder so sein kann.
Bei der Finanzierung geht es mir vor allem darum, dass wir weitgehend autark und unabhängig von den Vorgaben eines Verlags arbeiten können. Und wer weiß, wie viel Zeit und Arbeit hinter einem solchen Projekt stecken und wie viel Geld man schon vorher investiert, der hat sicher auch eine Ahnung, dass unser Zielbetrag von 5000 Euro wirklich nicht
mehr ist als eine erste Projektbasis.
Trotz alledem: Ich kann mir keinen besseren Weg – und auch keinen anderen mehr – als diesen vorstellen, wenn es um das Verfassen solcher Bücher geht.

Wer soll das lesen?
Am besten alle, die mit Journalismus, Medien und Kommunikation zu tun haben. Ich glaube, dass es ein Buch mit dieser Ausrichtung über Medien nicht gab und vermutlich so schnell auch nicht geben wird. So. Das war jetzt das komplette Maß an Größenwahn, zu dem ich fähig bin.

Wie geht es weiter?
Erstmal den 18.4. abwarten. Dann endet das Crowdfunding-Projekt. Wenn “Universalcode2″ dort krachend scheitern sollte, dann kann man wohl davon ausgehen, dass das Interesse an diesem Buch doch nicht so groß
ist wie ich dachte. Was ja auch eine Erkenntnis ist. Falls das Crowdfunding klappt, dann geht es umgehend ans Schreiben. Ich hoffe, dass das Buch dann bis Ende 2014 fertig ist. Wer jemals ein Buch gemacht hat, weiß allerdings, dass bei solchen Terminen immer der Wunsch der Vater des Gedankens ist.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass Journalismus alles mögliche ist. Nur nicht tot.

>>>> Hier Universalcode 2 bei Krautreporter unterstützen

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:



loading: I Am A Forest

In den vergangenen Wochen habe ich in Bezug auf mein Buch “Eine neue Version ist verfügbar” ein sehr schönes Erlebnis gehabt, das ich hier teilen und mit einer Bitte versehen will. Ich bin auf Menschen gestoßen, die das Buch nicht nur gelesen haben, sondern die Ideen darin in die Tat umsetzen: die Leipziger/Hamburger Band A Forest hat das Projekt I Am A Forest gestartet, über das sie auf der Website schreiben: “Die Bedingungen der Produktion und Distribution von Musik haben sich in den vergangenen 20 Jahren grundlegend verändert. Die größte Herausforderung dabei steckt nicht in der Technik, in MP3s oder Filesharing, sondern in unseren Köpfen. Wir, als Künstler, Produzenten und Vermarkter, müssen neue, passendere Wege finden, Musik unter digitalen Bedingungen zu veröffentlichen. I AM A FOREST ist ein Beitrag zu dieser neuen Kultur. Wir folgen sich neue Wege bahnenden Flüssen, lassen uns mitnehmen, lassen teilhaben.


Ich finde das Projekt ganz großartig und möchte es jedem sehr ans Herz legen. Nicht nur, weil ich Ideen aus Eine neue Version ist verfügbar in dem Projekt wieder erkenne, sondern weil A Forest neben kreativen neuen Ansätzen auch ganz einfach sehr schöne Musik machen. Deshalb habe ich Fabian Schütze den loading-Fragebogen geschickt, den er hier beantwortet.

Was macht ihr?
Mit dem Projekt I AM A FOREST versuchen wir ein neuen Weg zu gehen, wie man Musik machen, veröffentlichen und konsumieren kann. Ein Weg, der den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters gerecht wird, den Hörer Ernst nimmt, neue Ideen mit einbezieht und uns als Musiker das machen lässt, was wir wollen, lieben und können: Musik.

Warum macht ihr es (so)?
Wir sind unabhängige Musiker, gefangen in einem sehr starren System, das von wenigen großen Firmen kontrolliert wird. Die “alte” Idee physische Tonträger zu in möglichst hohen Auflagen zu pressen, dem “Kunden” ein fertiges Produkt mit viel Werbedruck zu verkaufen und ein Jahr später das nächste Album anzudrehen, ödet uns an. Die Menschen kaufen Musik als Mp3 bei iTunes, hören selbst zusammengestellte Playlisten auf Spotify, gehen auf Konzerte, wollen teilhaben. Wir möchten Musik machen, sie live spielen, mit den Leuten direkt in Kontakt kommen. Dass es dafür eine neue Idee braucht, dass diese Idee ohne internationale Großkonzerne funktioniert, dass man Musikbusiness auch anders, unabhängiger und unter Einbeziehung der Leute, die es möglich machen, nämlich Hörer und Konzertbesucher machen kann, versucht I AM A FOREST zu beweisen.

Wer soll das anhören?
Grundsätzlich jeder, der sich für Musik abseits des Mainstreams interessiert. Für diejenigen, die tiefer tauchen wollen, sich für den Prozess interessieren, teilhaben wollen, versuchen wir interessante Anknüpfpunkte zu bieten.

Wie geht es weiter?
Wir denken langfristig. Wir wissen, dass es am Anfang erstmal alles sehr kompliziert klingt, wir wissen, dass die Presse uns nach dem Tag der Albumveröffentlichung fragen wird und CDs bestellt. Obwohl diese Dinge mit I AM A FOREST für uns weit in den Hintergrund treten. Wir werden das unter allem Umständen so weiter machen. Wir treffen uns in einem Jahr und schauen uns an, was passiert ist. Mit uns. Mit der Musik. Mit der Welt.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass von einer CD, die 16,99 Euro auf Amazon kostet, höchsten 2,50 Euro beim Künstler ankommen. Dass 10 Euro für ein Konzertticket nicht 10 Euro für die Band sind. Dass Musik machen und davon leben wollen eine harte Sache ist. Dass es nichts Besseres gibt.

>>> Hier I Am A Forest unterstützen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Wie kommt die Note ins Konzert?

Kann man Crowdfunding auch in der Bildungsvermittlung einsetzen? Das Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? will genau das mit Hilfe der Münchner Philharmoniker unter Beweis stellen. Worum es geht, erklärt Starterin Mona Horncastle im loading-Fragebogen



Was machst du?
Seit fast 10 Jahren kümmere ich mich im Horncastle Verlag um Bildungsvermittlung. Unsere Themen sind meistens kulturell: es geht um Kunst, Musik und Theater. Wir realisieren gemeinsam mit Museen, Theatern und Orchestern Bildungs-Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Unser übergeordnetes Ziel ist ihr Interesse zu wecken – was nicht immer ganz einfach ist, dafür aber umso spannender, wenn am Ende sogar Begeisterung entsteht. Dafür wurden wir 2013 vom Bayerischen Staatsministerium ausgezeichnet.

Unser aktuelles Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? ist ein musikalischer Bildungsworkshop mit den Münchner Philharmonikern und ihrem Education Programm Spielfeld Klassik. Wir „lauschen“ mit Fünftklässlern verschiedener Münchner Hauptschulen hinter die Kulissen eines Orchesters. Wir begleiten die Musiker bei den Vorbereitungen für die Aufführung des Kinderkonzerts „Die Waldmaus“. Wir begleiten sie ins Studio, wenn „Die Waldmaus“ als CD produziert wird. In einem Kompositions-Workshop mit dem Komponisten der Waldmaus, Franz-David Baumann erfahren wir, wie aus gedachten Noten Musikstücke werden. Und da „Die Waldmaus“ mit CD als illustriertes Buch erscheinen soll, dürfen wir dabei sein, wenn die Künstlerin Doris Eisenburger ihre Illustrationen entwickelt.
Teil aller Workshops ist außerdem, dass die Schüler ihre Erfahrungen mit Texten, Fotos, Audios und Filmen dokumentieren und darüber im Blog auf Startnext berichten. Aus diesen Beiträgen entsteht zum Jahresende ein E-Book, das kostenfrei im Internet zur Verfügung gestellt wird.

Warum machst du es (so)?
Das Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? ist ambitioniert. Nicht nur weil unser Team aus 20 Menschen besteht, sondern auch, weil wir in neun Monaten mit fast 100 Schülern alle Facetten der Arbeit von Profimusikern miterleben und den teilnehmenden Kindern vermitteln, wie ein Buch entsteht. Aber genau das macht auch den Reiz des Projekts aus: wir geben viel Input und zeigen, wie sich dieser sinnvoll abbilden lässt und Leser findet.
Die Autorenschaft der Schüler ist ein ganz wesentlicher Bestandteil aller unserer Projekte, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Schüler der weiß, dass sein Name in einem Buch stehen wird, eine hohe Motivation hat, sich einzubringen. Vor allem in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus „Brennpunkschulen“ hat sich das bisher bewährt: die schulischen Leistungen steigen insgesamt. Die Arbeit im Team schafft Gemeinschaftsgefühl. Die Öffentlichkeit fördert Selbstvertrauen. Ernst genommen zu werden macht stolz.
Diese Art der Bildungsvermittlung funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten mit Herzblut engagieren – und wenn sich Projektpartner finden, die uns finanziell fördern. Meistens werden wir von Stiftungen, Vereinen und Unternehmen unterstützt. Aber eben leider nicht immer in dem Umfang der nötig wäre. Darum versuchen wir mit dem Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? auf Startnext über Crowdfunding unsere Finanzierungslücke von 20.000 € zu schließen. Das sind 50% der Summe, die wir tatsächlich benötigen. Doch gerade weil dieses Projekt so viele Facetten hat, können wir auch spannende Dankeschöns anbieten: exklusive Treffen mit den Musikern, Teilnahme an den Workshops, Konzertkarten und natürlich alles rund um das Buch – Original-Illustrationen von Doris Eisenburger eingeschlossen. Viel Schönes für unsere Unterstützer – und für einen guten Zweck.

Wer soll dabei mitmachen?
Wer uns unterstützen wird – das ist eine spannende Frage. Wir hoffen auf die Menschen, die den Sozialaspekt des Projektes gut finden. Auf Musikliebhaber. Auf Menschen, die sich für Bildung einsetzen möchten. Diejenigen, die sensibel dafür sind, dass Bildung auch die Aufgabe von Bürgen ist. Und die Crowd natürlich, die wie wir alternative Wege geht, um ihre Anliegen zu finanzieren.

Wie geht es weiter?
Mit Bildungsprojekten!
Wer sich mit und für uns engagiert wird ab sofort auf startnext wöchentlich über unsere Workshops informiert. Die Filme und Texte der Schüler sind ab März online. Zur Abschlussveranstaltung, einem Konzert in München im November, gibt es das fertige Buch mit CD und eine Pressekonferenz, auf der die Schüler von ihren Erlebnissen berichten.
Und dann? Wir sind im Moment mit einigen weiteren Projekten mit so großartigen Partnern wie dem Museum für Ägyptische Kunst, der Buchmesse in Frankfurt, der europaweiten Bildungsinitiative we.learn.it, usw. aktiv. Wir wünschen uns sehr, dass uns die engagierten Partner nicht ausgehen – Ideen haben wir genug.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass Bildung nicht exklusiv sein darf. Dass Bildung Spaß machen muss, um zu funktionieren. Dass funktionierende Bildung Zukunft schafft. Dass es uns gibt – genau darum und dafür.


>>> Hier Wie kommt die Note ins Konzert? auf Startnext unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: ecke:sócrates

Im Sommer findet in Brasilien die Fußball-WM statt. Tobias Zwior freut sich auf das fußballerischer Großereignis und will es mit einem journalistischen Projekt begleiten: Vor einer Woche ist ecke:sócrates auf Krautreporter gestartet. Ich habe Tobias den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Ich arbeite gerade an meinem ersten eigenen journalistischen Projekt. ecke:sócrates – Das Hintergrund-Journal zur WM 2014 in Brasilien. Seit einer Woche ist das Crowdfunding jetzt online und ich merke immer mehr, dass das Projekt 24/7 in meinem Hinterkopf rumort, agiert, mich fordert. Und das ist gut so!

Warum machst du es (so)?
Weil ich finde, dass ecke:sócrates ein sehr wichtiges Thema bedient. Das vorerst letzte Mal für über ein Jahrzehnt findet eine Fußball-WM in einem Land statt, das den Namen “Fußball-Land” auch verdient. Brasilien. Fußball ist trotzdem nur eine Facette dieses Landes. Und da sehe ich die Gefahr, dass jetzt im Vorhinein zwar immer wieder die enormen gesellschaftlichen Probleme Brasiliens thematisiert werden, sich während der WM dann aber die gesamte mediale Aufmerksamkeit komplett auf den Fußball richtet. Dazu möchte ich ein (wenn auch nur kleines, unvollständiges) Gegenangebot schaffen – und vor Ort in Reportagen, Porträts, Interviews möglichst nah am Menschen über die Hintergründe dieses Großereignisses berichten.
Außerdem hatte ich schon länger Lust, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und da ich sowieso für ein Auslandssemester in Südamerika bin, bei mir eine chronische Fußballobsession diagnostiziert wurde und da ich Gesellschaftsjournalismus mag, kann ich diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen. Ich musste dieses Crowdfunding-Experiment einfach wagen.

Wer soll das lesen?
Menschen, die von der WM elektrisiert sind, die sich am Tag drei WM-Spiele im Fernsehen anschauen, die den ganzen Tag über nichts anderes reden als die WM – und die in einer ruhigen Minute am Abend dann vielleicht doch nochmal wissen möchten, was “sonst noch so los ist” in Brasilien. Alles in allem also eine ziemlich große Zielgruppe ;)

Wie geht es weiter?
Es geht zunächst einmal nur weiter, wenn die anvisierte Crowdfunding-Summe von 2200 Euro bis zum 7.2. erreicht wird. Damit steht und fällt das Projekt. Bis dahin werde ich alles dafür tun, dass das klappt und wenn es sein muss auch noch meinen Banknachbarn aus der 2. Klasse der Grundschule über Facebook aufstöbern und ihn fragen, ob er ein paar Euros beisteuert.
Sollte es tatsächlich klappen, werde ich als erstes die Reise und Unterkünfte innerhalb Brasiliens organisieren und dann weitere Kontakte knüpfen und Themen recherchieren, was das Zeug hält. Damit ecke:sócrates für den 12. Juni, wenn in São Paulo der erste Ball rollt, bereit ist.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wer der Namenspate meines Projekts, Sócrates, war. Kein Philosoph, sondern ein außergewöhnlicher Fußballer, Politiker, Arzt, Mensch. Eine seltene Kombination.

Hier kannst du ecke:socrates auf Krautreporter unterstützen!

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loading: Finanzierungsnachweis für Odday Alatiki

Crowdfunding kann nicht nur bei eigenen Projekten helfen, man kann es auch einsetzen, um anderen zu helfen. Genau das versuchen die Journalisten Rico Grimm und Detlef Gürtler gerade. Letzterer hat den loading-Fragebogen zu dem Projekt für den 20-jährigen Odday Alatki beantwortet.

Give Odday a Chance from Detlef Guertler on Vimeo.

Was machst du?
Wir versuchen, einem jungen Syrer ein Informatik-Studium in Deutschland zu ermöglichen. Odday Alatiki, so heisst er, stammt aus Daraa im Süden Syriens, ist gerade 20 geworden und musste vor dem Bürgerkrieg ins Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien fliehen. Er war einer der besten Schüler, den es je an seiner Schule in Daraa gab, und er möchte Informatik studieren – in Deutschland. Die Technische Universität Clausthal hat eine bedingte Zulassung für ihn ausgestellt. Der Deutschkurs in Clausthal-Zellerfeld soll Ende Januar beginnen. Und am 21. Januar hat er einen Termin in der Deutschen Botschaft in Beirut, um ein Studentenvisum zu bekommen. Alles, was er dafür noch benötigt, ist ein Finanzierungsnachweis. Im deutschen Einwanderungsrecht bedeutet das: ein Sperrkonto mit einem Mindestbetrag von 8040 Euro. Wir versuchen, über eine Indiegogo-Kampagne dieses Startkapital für Deutschland zusammenzubekommen.

Warum machst du es (so)?
Weil wir glauben, dass Odday eine Chance verdient hat. Weil wir ihm zutrauen, den Start in Deutschland und an der Uni zu schaffen; weil es um eine (für uns Deutsche) vergleichsweise einfache Finanzierungsform geht – Geld muss auf ein deutsches Konto eingezahlt werden; und weil Odday selbst es nicht machen kann: Als Syrer darf er nicht einmal eine solche Kampagne starten, weil sein Land auf der US-Sanktionsliste steht.

Wer soll das lesen?
Jeder, der bei der Beschäftigung mit dem syrischen Bürgerkrieg das Gefühl hatte bzw. hat, da doch nichts ändern zu können, ja nicht einmal zu wissen, was richtig und was falsch ist. Weil sie hier eben doch etwas tun und ändern können. Wir garantieren dafür, dass der komplette Crowdfunding-Betrag Odday zugute kommt (alle Gebühren übernehmen wir), und dass er für nichts anderes verwendet werden kann als für sein Studium in Deutschland – that’s what Sperrkonten are made for.

Wie geht es weiter?
Am 12. Januar endet die Indiegogo-Kampagne. Wenn es gut läuft, mit einem ausreichend gefüllten Konto, um Odday sein Studium in Deutschland zu ermöglichen. Und wenn eine gute Woche später beim Termin in der deutschen Botschaft in Beirut dann alles glatt geht, können wir noch im Januar Odday in Deutschland begrüssen. Und alle, die mit 200 Euro zur Kampagne beigetragen haben, erhalten dann ein Foto von seinem ersten Tag in Deutschland, mit handgeschriebener Widmung auf der Rückseite.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Alles geht. Es müssen nur mehr probieren. (Ludwig Hirsch)


Hier das Projekt auf Indiegogo unterstützen!

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loading: Das neue Spiel

8000 Euro in weniger als 28 Stunden: Michael Seemanns Buchprojekt “Das neue Spiel” hat seit Montag für einige Aufmerksamkeit im Web gesorgt. Ich habe mit ihm vorab (Dislosure) ein wenig über sein Crowdfunding gesprochen, das ist so spannend finde, dass ich es auch selber unterstützt habe. Hier beantwortet er den loading-Fragebogen.

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Was machst du?
Ich bin Blogger und Kulturwissenschaftler und entwickle Theorien über den Zusammenhang von Digitalisierung und Gesellschaft. Dazu betreibe ich unter anderem das Blog ctrl-verlust.net in dem ich seit 2010 über den Kontrollverlust im Digitalen schreibe. Meine These, dass wir schon längst nicht mehr die Datenströme, die uns betreffen, kontrollieren können, wurde die Jahre kontrovers diskutiert. Seit Edward Snowden würde wohl niemand mehr widersprechen. Deswegen wird mein Buch davon handeln, wie wir jetzt mit dem Kontrollverlust umgehen können.

Warum machst du es (so)?
Der Kontrollverlust betrifft alle Bereiche, in denen wir versuchen Informationen zu kontrollieren, nicht nur die Privatsphäre. Auch das Urheberrecht lässt sich im Digitalen immer schwerer durchsetzen. Ich persönlich glaube, dass das auch etwas gutes hat: jede/r kann plötzlich sehr leicht an alle Informationen kommen, die er oder sie braucht. Die Welt der Informationen wird eine Welt der Post-Knappheit. Auch mein Buch soll Teil der Post-Knappheit werden.
Dass ich mit einer solchen Einstellung aber nicht einfach zu einem normalen Verlag spazieren kann, ist ebenso klar. Deswegen habe ich mich für ein anderes Modell entschieden. Ich crowdfunde das Geld, um genau das Buch zu machen, das ich machen will. Das eBook soll dann unter einer maximal freien Lizenz im Internet für alle verfügbar sein. Für die physische Welt hingegen, behalte ich mir die Rechte vor und suche während der Crowdfundigphase einen Verlag, der mit mir eine Printauflage machen will. Zu diesem Zweck habe ich mir auch gleich eine Lizenz ausgedacht: die WTFPDL, die Do What The Fuck You Want to Public Digital License, die genau diese Unterscheidung zwischen analoger und digitaler Welt macht.
Es ist auch als Statement zur Grundfrage meines Buches zu verstehen: Wie gehen wir mit dem Kontrollverlust um? Indem wir uns nicht von der Kontrolle von Information abhängig machen. Wenn mein Buch im Netz kursiert, bin ich bereits bezahlt.

Wer soll das lesen?
Natürlich werden das viele der Leute lesen, die auch schon meine Texte im Blog und die in den anderen Medien verfolgt haben. Aber mit diesem Buch möchte ich umbedingt auch aus der Filterbubble raus. Ich möchte all die Leute erreichen, die ob der Snowdenenthüllungen gegenüber dem Internet verunsichert worden sind und sich zurückziehen. Ich möchte ihnen zeigen, dass nicht alles verloren ist, dass sich zwar viel geändert hat und es viel zu lernen gibt, aber dass es, wenn man die Regeln im neuen Spiel verstanden hat, viele neue Möglichkeiten gibt. Wer sich jetzt versteckt, spielt denen in die Hände, die das schlechteste aus der Technologie herausholen wollen.

Wie geht es weiter?
Die Kampagne geht noch bis Ende Januar und ich habe noch ein paar Kampagnenbausteine in der Hinterhand. Ich werde gucken wie viel Geld zusammenkommt, je mehr, desto bequemer kann ich das Buch schreiben. Dazu wird es Streched Goals geben. Welche, will ich noch nicht verraten.
Wenn das Buch finanziert ist, also im Anfang Februar, geht es ans Schreiben. Ich habe mir eine Frist von 6 Monaten gesetzt, im Sommer wird es dann also um Korrekturen und so weiter gehen. Im Herbst will ich dann bereits rauskommen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Die Leute sollen verstehen, was der Kontrollverlust ist, wie er arbeitet, warum er so arbeitet. Sie sollen begreifen, welche Strategien heute noch funktionieren, welche nicht mehr und welche neuen Strategien es gibt. Es ist ein bisschen so, als hätten wir immer Dame gespielt und auf einmal hat jemand den Schalter auf Schach gelegt. Aber niemand kann Schach.
Ich habe im Laufe der 3 einhalb Jahre des Kontrollverlustblogs bereits einige der neuen Regeln aufzuzeigen versucht. Dazu habe ich einige Konzepte und Strategien entwickelt, wie man den Veränderungen am besten politisch begegnen kann. Ich glaube, wenn man diese mal in einem Buch zusammenfasst, kann das einigen die Hoffnung zurückgeben. Und das ist das, was ich am Ende vermitteln will: Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft, trotz Kontrollverlust.

Hier kann man Michaels Buch auf Startnext kaufen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


reddit verschenkt Werbung an Crowdfunder

Werbung für Crowdfunding-Projekte läuft nicht nur über klassische Wege. Deshalb ist dieses Angebot der Plattform reddit wirklich interessant für Crowdfunder: die ersten 250 Projektstarter, die sich melden, bekommen je 100.000 Page Impressions auf der Seite geschenkt.

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Ich finde das deshalb spannend, weil diese Aktion von reddit durchaus als Beleg für die These der neuen Bezahlkultur zu sehen ist. Die Macher (hier ein spannendes Interview aus der Tageswoche) würden einen solchen Ansatz sicher nicht verfolgen, wenn sie mit Widerstand aus der Community gegen diese Art der Werbung rechnen müssten. Es scheint im Gegenteil so zu sein, dass die Community-Finanzierung sogar als passend und nicht als störende Werbung empfunden wird.

Hier zum Blogpost mit dem entsprechenden Angebot

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Facebook für Frauen

“Das kompakte Handbuch für Frauen auf Facebook” steht auf der Startnext-Seite von Sandra Staub. Hier will sie bis Ende Januar 2014 insgesamt 4000 Euro für die zweite Auflage ihres Buchs “Facebook für Frauen” zusammenbekommen. Sie hat den loading-Fragebogen beantwortet.

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Was machst du?
Ich bin Sandra Staub, Bloggerin und Social Media Strategin aus Passion. Daraus ist auch mein Herzensprojekt entstanden: Mein Buch ‘Facebook für Frauen‘. In Workshops arbeite ich vorrangig mit Frauen, die in Social Media Kanälen durchstarten. Einer davon ist natürlich Facebook. Hier werden mir immer wieder die gleichen Fragen gestellt und so meinte mein Bester Freund eines Tages beim Essen, “Schreib doch einfach ein Buch: ‘Facebook für Frauen‘” Und genau so haben wir das dann auch gemacht. Alles im Eigenverlag. Alles im Eigenvertrieb. Nach einem halben Jahr waren wir ausverkauft. Aber das ist auch gut so, denn ein Thema wie Facebook braucht regelmäßig Überarbeitung. Das ist jetzt an der Zeit und daher werde ich das Buch gerne mit Crowdfunding in die 2. aktualisierte Auflage heben.

Warum machst du es (so)?
Die erste Auflage habe ich komplett selbst finanziert. Jeder, der schon mal ein Buch produziert hat, weiß, dass da Unmengen an Geld und Zeit reinfließen. Um es kurz zu fassen: Es ist nur rund die Hälfte der Ausgaben wieder herein gekommen, aber ich lächle trotzdem, weil ich sehr positive Feedbacks der Leserinnen bekomme. Nun waren aber viele Frauen so begeistert, dass sie sich eine zweite, aktualisierte Auflage wünschen. Da dachte ich mir: Mit Crowdfunding können wir zum einen den Wunsch der Frauen nach einer neuen aktualisierten Auflage erfüllen und andererseits mein finanzielles Risiko geringer halten. Bücher verkaufen sich ja doch immer noch über den Autor und ich bin relativ unbekannt. ‚Facebook für Frauen’ ist also noch ein Geheimtipp.

Wer soll das lesen?
Mein Buch spricht interessanterweise Frauen und Männer an: Frauen ganz klar, weil es für Frauen geschrieben ist und Frauen ermächtigt, sich endlich selbst wirklich auszukennen. Wir beginnen bei der persönlichen Sicherheit und sinnvollen Inhalten.
Dann wollen viele Unternehmerinnen wissen, wie so eine Unternehmensseite funktioniert und wie sie Umsatz macht. Das sollten auch ganz normale Frauen da draußen wissen. Einfach damit Sie das System verstehen und wissen, wie damit gearbeitet wird und was wirklich mit dem Like von ihnen passiert.
Damit sind wir schon voll im Facebook Marketing und meinem Spezialgebiet, das auch viele Männer interessiert: Wie spreche ich speziell die Zielgruppe der Frauen an? Welche Worte funktionieren, welche nicht? In meinem ganzen Buch steht zum Beispiel kein einziges Mal der Ausdruck „Haken setzen“ – wir sagen immer „Häkchen setzen“, denn Sprache kann Leichtigkeit produzieren. Im Buch wird aber auch besprochen, welche Bilder Frauen sehen wollen, welche Themen sie interessieren und wie möchten sie angesprochen werden. Das sind wichtige Details, die oft über die Sympathie zu einer Marke entscheiden. Daher bin ich der Meinung, lesen sollten es viel mehr Marketing-Abteilungen, viel mehr Selbstständige und viel mehr Menschen, die gerne mal hinter die Kulissen blicken möchten.

Wie geht es weiter?
Das Crowdfunding läuft jetzt noch bis Ende Januar 2014. Das klingt lange, sind aber nur noch einige Tage. In der Zeit lade ich alle interessierten Menschen ein, gleich ein oder mehrere Bücher unter startnext.de/facebook-fuer-frauen vorzubestellen.
Ich sitze gerade an der Überarbeitung der Inhalte und an Presseartikeln, Interviews und Kooperationen mit Organisationen, Medien und ausgewählten Agenturen. Zudem schreibe ich einen Blog unter facebook-fuer-frauen.de und befülle die App ‚FB f Frauen‘ regelmäßig mit Neuigkeiten. Also es gibt da einiges zu tun.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Menschen – egal ob Mann oder Frau – sich Gedanken über das machen, was hinter Facebook passiert. Nämlich was es eigentlich heißt, da die Fotos seiner Kinder rein zu setzen. Wofür es gut ist, manchmal ein ‘Gefällt mir‘ hier und einen Kommentar da zu hinterlassen. Welche Kommunikation ihnen auf Facebook nützt und welche ihnen schadet. Was der Sinn hinter Gewinnspielen sein soll und wofür Sie eigentlich die Neuigkeiten auf Unternehmensseiten ansehen.
Im Endeffekt ist Facebook nur ein Medium. So wie die SZ oder ein Magazin. Für mich geht es immer darum, dahinter zu blicken, das ist vermutlich die Journalistin in mir.

Hier kann man Sandras Buch unterstützen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren: