Digitale Notizen

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Beim Kölner “Abendblatt” wurde der junge Unternehmensberater Carsten Moll ermordet. Jemand hat ihn in dem Verlagshochhaus über eine Brüstung in den Abgrund gestürzt. Nur wenige Stunden zuvor hatte das Opfer noch eine Auseinandersetzung mit dem Leiter der Verlagsdruckerei Manfred Peters. Der gibt offen zu, Moll aus der Werkshalle geworfen zu haben, weil dessen Kontrollen für Unruhe unter der Belegschaft gesorgt hätten.

Unter Druck heißt die Tatort-Folge aus Köln, die am 9. Januar gesendet wird und von den Umwälzungen in der Zeitungsbranche handelt.

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Wer die Wahl des Bundespräsidenten im Netz auf Zattoo verfolgt, bekommt den ARD-Programmhinweis es handele sich bei der Entscheidung der Bundesversammlung um den Programmpunkt “Sturm der Liebe”.

Aus aktuellem Anlass ein Gratulations-Clip von Jan Böhmermann für Günther Jauch aus dem Jahr 2006


Wie sieht eigentlich ein Fußballspiel aus Perspektive eines Schiedsrichters aus? Der WDR zeigt heute abend (22 Uhr) die Dokumentation Die Schiedsrichter, aus der man vorab schon diese Szene aus dem Spiel Griechenland gegen Schweden – in der Hauptrolle: Massimo Busacca . Außerdem der griechische Spieler Giorgos Karagounis und ein vierter Offizieller an der Seitenlinie, der seine Rolle als Wetterfrosch missversteht:

via allesaussersport und Tagesspiegel

Von der Schönheit verblasster Zeitungswerbung war bereits die Rede. Bei WindyCitizen.com kann man jetzt einen wunderbaren Werbespot aus den 1980er Jahren für die Chicago Sun-Times

(via nahne)

Eine Medienlandschaft, in der die Grenze zwischen professionellem Journalismus und bloßer Meinungsäußerung von Mitbürgern und Aktivisten zusehends verschwimmt und Unterschiede zwischen Nachrichtensprechern, Moderatoren, Comedians, Krawallmachern und seriösen Journalisten kaum mehr wahrzunehmen sind, gibt Anlass zur Beunruhigung. Diese Entwicklungen werden in Europa und in den Vereinigten Staaten immer heftiger diskutiert.

Arte widmet sich am 9. Februar in einem Themenabend dem Zustand des Journalismus. (via)

Was hätte das für ein großartiges Format werden können: dctp stellt eine Kamera auf und setzt Blogger davor? Genauso wie Alexander Kluge Interviews fürs Fernsehen führt: langatmig, abschweifend, ohne Schnitte, aber mit merkwürdigen Einblendungen und immer dann doch großartig interessant. Leider ist in der empfehlenswerten Serie Meinungsmacher nur das Gespräch mit Jakob Augstein in der Form geführt worden. (Der im Interview übrigens den wichtigen Satz sagt: “Nachrichten sind wie Rohstoff, wir sind dagegen im Identitätsgeschäft.”)

Für die anderen Interviews hat sich Philip Banse vor die Kamera auf ein Sofa gesetzt und vier Berliner Blogger befragt. Das ist nicht nur wegen der Grundsituation langweiliger als die klassischen Kluge-Gespräche, es sind auch vier Menschen ausgewählt worden, die eher nicht darunter leiden, zu selten zum Thema Internet befragt worden zu sein. Erstaunlicherweise lohnen sich die Interviews dennoch.

Wenn Gottschalk, Schmidt und Wallraff die Standards im deutschen Film und Fernsehen setzen, dann kann es in der Qualitätsdebatte nicht weitergehen, dann werden das deutsche Fernsehen und der deutsche Journalismus nie die Qualitätssprünge tun, die sie tun müssen, um in einer Welt der digitalen Medien noch eine Existenzberechtigung zu haben.

Andrian Kreye bilanziert als Der Feuilletonist das deutsche TV-Wochenende.

Der Elektrischer Reporter stellt in der Reihe “Zukunft des Journalismus” die Frage: “Wer soll das bezahlen?”




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Ich bin damit keineswegs alleine (wie man hier nachlesen kann), ich lobe die auf arte laufende Dokumentation 24h Berlin live trotzdem. Das ist gutes Fernsehen!

24h