Hornby not Dickens

Film, Pop, kinder | 31. August 2010

Ben Folds und Nick Hornby veröffentlichen demnächst ein Album. Bis es soweit ist, machen sie mit Pomplamoose Musik. Der Song heißt Things you think und Hornby erzählt darin von der kreativen Schaffenskraft von Charles Dickens, die deshalb soviel höher ist weil er (Hornby) heute erstmal die Kinder zur Schule bringen musste:

That’s why I’m not Dickens: Kids


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Europäischer Fußball

Netz, Pop, Sport, kinder | 19. Mai 2010

Eine schöne Aktion gibt es aus Spanien zu berichten (dem Land zu diesem Song hier). Dort wurde Joseba Etxeberria mit einem als Partido Imposible bezeichneten unmöglichen Spiel verabschiedet: 200 Kinder gegen treten gegen ihn und Athletic Bilbao an. Sieht toll aus!



Doch Europas Fußball ist nicht nur vom anstehenden Champions-League-Finale und der baldigen WM geprägt – auch der Eurovison Songcontest hat seinen Weg zu den Fußball-Fans gefunden. Dank Puma. Dort hat man sich zu einer ungewöhnlichen Form der Fußball-Werbung entschieden und lädt europäische Fußballfans zum Hardchorus Song Contest. Das klingt dann so:

Wobei ich sagen muss: am besten gefallen mir die Italiener.

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Vatertag

Politik, kinder | 13. Mai 2010

Für die symbolischen, für die coolen und für vorbildlichen: Heute ist Vatertag. Und was sagt Barack Obama?

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Immer wieder aufstehen

Sport, kinder | 10. Mai 2010

Es ist letztlich wie in der Kindererziehung, wenn du den Blagen aus einer aus ihrer Sicht ausweglosen Situation heraushelfen willst: Wollen sie in der Ecke sitzen und heulen oder sollten sie versuchen, das Beste daraus zu machen? Mach es mit Musik: Spiel ihnen Herne 3 vor: Immer wieder aufstehen, immer wieder sagen, es geht doch!

Frank Goosen fordert nach dem Katastrophen-Wochenende des VfL Bochum: „Gebt uns unseren Verein zurück“ und verweist auf den Song Immer wieder aufstehn`:

Seine Forderung:

Wer weiß: Hätte man den Mut, konsequent eine Image-Nische zu besetzen, weg von Billig-Discountern auf dem Trikot, hin zu der kämpferischen, vielleicht etwas dreckigen, aber immer hautnahen, leidenschaftlichen Alternative zu den Großclubs ein paar Kilometern westlich und östlich von uns – vielleicht würde sich das unterm Strich auch finanziell bezahlt machen. Mancher Verein möchte etwas besonderes sein, der VfL will nur sein wie (fast) alle anderen.

FAZ über Nido

Print, kinder | 29. April 2010

Hätten Spielplätze im Frankfurter Holzhausenviertel oder in Prenzlauer Berg – wo die „Nido“- Leserschaft wohnt – Türsteher, dann kämen derart gewandete Kinder da nicht rein. Gewiss, im Editorial klingt das weniger radikal: Man wolle sich um die „vielfältigen Interessen moderner Eltern“ kümmern, und zwar solcher, die „vielleicht nicht jede Nacht durchschlafen, aber noch Träume haben“.

In der FAZ schreibt Sandra Kegel unter dem Titel Ihr seid ganz schön gaga über Nido. Dummerweise scheint sie für ihre Thesen im Heft keine Belege zu finden, deshalb muss sich ein “gewiss, im Editorial klingt das weniger radikal” einschieben.

Statt einer wirklichen Analyse des sich ändernden Elternbildes wenigstens zu versuchen, arbeitet der Text sich an den unterschwelligen Vorstellungen der Autorin ab, die mit der angenommenen Welt der ebenfalls imaginierten Nido-Leser nicht zusammen gehen wollen.

… deshalb gibt es als Literaturtipp auch nicht Anna Katharina Hahns lesenswerte Elterngroteske „Kürzere Tage“, sondern Hanna Lemkes Erzählband „Gesichertes“.

Skandal!

Interessant an dieser Beschreibung des neuen Elternmagazins ist zweierlei: Zum einen der Ansatzpunkt der Kritik (und die damit indirekt geäußerte eigene Warnehmung von richtiger Elternschaft) und zum zweiten das erkennbare Problem mit dem Konzept “Magazin”. Beispielhaft ist dies in dem folgenden Zitat zu fassen (das große I in “Ihre” ist wie das große S in “Sie” ein vermutlich bezeichnender FAZ-Tippfehler):

„Lebensgefühl-Journalismus“ nennen Ebert und Klotzek das Konzept, das sie bei „Neon“ erfolgreich umsetzen. Hier verlieren Sie Ihre panische Angst davor, zu verspießern und die hippen Freunde aus den Lofts zu verlieren. Denn, so lesen wir in „Nido“: Guter Sex geht auch, wenn man Kinder hat, und Achtung: Wenn man der Politik nur ein bisschen Beine macht, dann klappt’s auch mit dem Krippenplatz.

Bereits zur ersten Testnummer von Nido hatte der FAS-Autor Harald Staun über das neue Heft geschrieben. Die Geschichte trug den Untertitel: “Das Magazin “Nido” will junge Eltern ernst nehmen – und macht alles noch schlimmer”. Der Text ist online nicht verfügbar. Staun hatte sich damals ebenfalls am Konzept des “Lebensgefühl-Journalismus” abgearbeitet und war auf den – in seiner Plattheit selten erreichten – Schluß gekommen:

Mit kaum einer Lektüre jedenfalls ließe sich seine eigene Spießigkeit besser beweisen als mit der von “Nido”.

Mal angenommen diese Beobachtungen würden stimmen: Warum nutzen Kegel und Staun ihre Erkenntnis nicht zur Basis einer Analyse? Der Frage könnte man doch nachgehen: Was für eine Elternschaft muss das sein, für die solche Magazine gemacht werden? Und damit meine ich nicht den implizierten Spießigkeits-Vorwurf oder die Einschätzung, wann Sex gut ist, sondern die Frage: Warum gibt es Menschen, die sich eine derartige (für FAZ-Autoren offenbar unvorstellbare) Elternschaft zumindest zeigen lassen wollen? In welchen Kontexten leben die, mit welchen veränderten Ansprüchen und Zielen sind sie ausgestattet? Für all das liefert Nido eine herausragende Vorlage zur Medienkritik. Dass dies nicht genutzt wird, sondern stattdessen ein besserer Buchtipp empfohlen und Spießigkeit kritisiert wird, lässt ahnen: Das Konzept eines auf eine durch ein Lebensgefühl verbundende Magazin-Leserschaft bleibt unverstanden. Dabei würde genau darin eine Menge dessen stecken, was Publikation auch im Netz erfolgreich macht (siehe dazu den Eintrag Erfolgreiche Zeitungen verkaufen nicht nur Nachrichten).

Ein cooles Dreirad

Kaufen, kinder | 30. März 2010

Wie sähe eigentlich ein cooles Dreirad aus? James Perse hat eine (bereits ausverkaufte) Antwort:

http://www.jamesperse.com/limited-edition/tricycle/viewProduct.do?productId=prod330159&categoryId=cat410027

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Fußball auf dem iPhone

Mac, Sport, Unterwegs, kinder | 26. März 2010

Wenn das beste Spielzeug der Welt aufs iPhone trifft:

Date Night

Film, kinder | 16. März 2010

Am 15. April kommt Date Night auch in Deutschland ins Kino:

Kindliches Malvergnügen

DVG, Film, kinder | 12. März 2010

Die Stockwerks-Kollegen vom SZ-Magazin haben mich heute zum “Web-Meinungsführer” gemacht, was mich natürlich sehr freut (Vielen Dank!), aber auch unter enormen Druck setzt. Denn als “sehenswert” wird in der Liste die zuletzt vernachlässigte Blog-Rubrik Kinder gelobt. Was also tun? Ich bedanke mich mit einem kleinen Film, den ich in die genannte Kategorie einsortieren kann, denn er strahlt in jedem Fall kindliche Malfreude aus:


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P.S.: Die gesamte SZ-Magazin-Liste gibt es übrigens hier

Helikopter-Mütter über Brooklyn

Print, Unterwegs, kinder | 1. März 2010

Während Williamsburg so etwas wie eine Hipster-Monokultur ausbrütet, gedeiht in der Nähe des Prospect Park ein anderer Menschenschlag: die sogenannte «Helicopter-Mom» – und jene, die über sie schreiben. «Helicopter-Mom» wird jener militant ökologische Frauentypus genannt, der von den biologisch abbaubaren Windeln bis zum Blickkontakt der Sprösslinge alles unter Kontrolle hat. Amy Sohn hat diese Frauen in ihrem Roman «Prospect Park West» in ein satirisches Licht gerückt – samt jenen Institutionen, in denen die Helikopter-Mütter die Tage verbringen. Von der Tea-Lounge – wegen ihrer Toleranz gegenüber dem öffentlichen Stillen auch «Teat-Lounge» (Nippel-Lounge) genannt – bis zur alternativen Food-Coop, wo naturbelassene Nahrungsmittel im Austausch gegen einen monatlichen Schichtdienst günstig zu kaufen sind, ist hier jenes fortpflanzungsfreudige Milieu karikiert, in dem man die prototypischen Anwohner von Park Slope erkennt.

In der NZZ widmet sich Andrea Köhler unter dem Titel Auf der falschen Seite des Flusses dem ewigen New Yorker Stadtduell Manhatten vs. Brooklyn. Wichtig dabei: die Helikopter-Mütter darf man nicht mit dem Helikopter-Journalismus oder dem symbolischen Vater verwechseln. (via)


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