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Wie wir mit dem Internet umgehen …

frisbee

Zwei Männer stehen im sommerlichen Wasser am Strand und spielen Frisbee – zumindest kommt das zugehörige Sportgerät bei ihrem Spiel zum Einsatz. Sie stehen einander gegenüber und werfen sich die Scheibe zu – allerdings ohne, dass diese (wie Wikipedia definiert) „durch aerodynamischen Auftrieb und Kreiselbewegung in der Luft gehalten“ wird. Die beiden werfen halt irgendwie – und zwar so ausdauernd falsch, dass es sehr anstrengend aber auch sehr lustig ist, sie dabei zu beobachten.

Unter anderem für solche Clips habe ich bei der SZ das Phänomeme-Blog erfunden. Als ich gestern jedoch dieses angeblich aus Bosnien stammende Video sah, erkannte ich nicht nur einen viralen Clip: Ich sah vor allem uns selber – bei der Benutzung des Internet. Unsere Frisbee-Scheibe heißt Digitalisierung, sie liegt vor uns, wir haben aber noch nicht so richtig verstanden, wie man sie einsetzt. So wie die beiden Badegäste versuchen auch wir uns in Techniken, die wir von anderen Spielgeräten kennen. Die beiden werfen die Scheibe wie einen Ball, wir betrachten das Netz wie ein Medium, das klassisch verbreitet wird. Das geht schon irgendwie, so wie auch die Scheibe von einem zum anderen bewegt wird, ihre besonderen Fähigkeiten entfaltet sie allerdings kaum.

Ziemlich sicher werden kommende Generationen auf unseren Umgang mit dem Internet schauen wie wir auf die beiden Badegäste mit der Frisbee: amüsiert und ratlos. Beenden werden wir dieses Amüsement übrigens nur, wenn wir anfangen anders zu denken, daneben zu liegen und (immer wieder) Neues auszuprobieren. Vielleicht finden wir dann den Trick mit dem aerodynamischen Auftrieb und der Kreiselbewegung …

Michael Wesch übers Lernen

Wir beginnen eben erst zu verstehen, was Computer alles besser können. Wir sollten also aufhören, uns mit dem Zeug aufzuhalten, was die einfach besser draufhaben. Zum Beispiel vergeuden wir viel Zeit damit, unsere Studenten zum Auswendiglernen zu bringen. Und hinterher fragen wir diese Informationen in Examen wieder ab. Das muss aufhören!

In der taz spricht der YouTube-Professor Michael Wesch über das Lernen in Zeiten der Digitalisierung. Dazu passend: Dave Eggers über Schule.

Vom Nachrichten- zum Technologie-Anbieter

„The New York Times is now as much a technology company as a journalism company“

In dem lesenswerten Guardian-Bericht How the New York Times and CNN try to keep up with the tech companies kommt der NYT-Chef Bill Keller zu Wort – außerdem erfährt man Details darüber, wie NYT und CNN auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren:

The two biggest US players for quality news, CNN and the New York Times, are dealing with this challenge in quite different ways. While CNN.com closely collaborates with technology companies like Facebook, Apple or Google, the New York Times anticipates technical change in-house with the help of its research and development department.

via

Der digitale Graben in der Diskussion

Die Auseinandersetzungen um File-Sharing und die Einführung von Internetsperren und Online-Durchsuchungen sind nur ein paar der Streitpunkte. Wie lässt sich der Wunsch nach mehr Freiheit im Netz auf der einen und die Angst vor Missbrauch auf der anderen Seite vereinen? Erleben wir einen Konflikt zwischen alter und neuer Öffentlichkeit? Gar einen neuen Generationenkonflikt?

Der BR-Zündfunk lässt morgen in der Münchner Muffathalle über diese Fragen diskutieren – und ich mache mit.

Wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Sie haben die Situation, dass derjenige, der die Arbeit macht, sehr viel mehr über seine Tätigkeit weiß, als der jenige, der ihm Anweisungen erteilen kann.

Im Gespräch mit SWR2 Impuls erklärt Prof. Ulrich Klotz die Digitale Revolution und geht auf die Frage ein: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Er glaubt: Mit anderen Hierachien.

In Kategorie: Netz