Das Remix-Debakel der deutschen Presse

Ich habe mich heute für jetzt.de bemüht, im merkwürdigen Fall Helene Hegemann, den Remix gegen den Betrug zu verteidigen. Wie notwendig das ist, ist in meinem Text nur angedeutet. In diesem sehr lesenswerten Beitrag von Anatol Stefanowitsch in den Wissenslogs sieht man, wie verwirrend die Begriffsungenauigkeit mittlerweile ist. Er belegt anhand von Zitaten wie fahrlässig hier unter dem merkwürdigen Begriff der Internetkultur (die für den Skandal verantwortlich gemacht wird) über Remix oder Intertextualität hergezogen wird, um die Tatsache zu verschleiern, dass hier offensichtlich ein Plagiat vorliegt:

Die „Internetkultur“, die hier bemüht wird, ist natürlich fiktiv und zeigt nur, dass die Feuilletonist/innen von der Urheberrechtsdebatte im Internet ebenso wenig verstehen, wie von guter Literatur.
Denn die Urheberrechtsdiskussion im Internet dreht sich nicht um das Recht, anderer Leute Ideen, Worte und künstlerische Leistungen zu stehlen und als die eigenen zu verkaufen, sondern ganz explizit um das Recht von Urhebern, die Weiterverwendung ihrer sprachlichen und künstlerischen Leistungen differenziert selbst zu regeln.

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