Alle Artikel mit dem Schlagwort “piraten

A journey into the future

Where the citizens are no longer passive consumers being fed information and culture through one-way media, but are instead active participants collaborating on a journey into the future.

Christian Engström, EU-Parlamentarier für die schwedischen Piraten, schreibt in der Financial Times über den technologischen Wandel und das Programm der Piraten.(via)

Netzrauschen & Piraten

Was wir brauchen, sind mehr Piraten in den großen Volksparteien und nicht die Piratenpartei.

Dieses Zitat entlockt ein dauerpräsenter Moderator (Jan Hendrik Becker) dem SPD-Wahlkampfmanager Kajo Wasserhövel in der neuen ARD-Internetsendung Netzrauschen. Doch statt der Nachfrage, was Wasserhövel für Piraten in der SPD tut (und warum er welche in der CDU fordert), nervt Becker ihn (und den Zuschauer) mit einem dauernden Obama-Vergleich. Dazu hat offenbar sogar dessen Wahlkampfmanager getroffen. Leider ist dabei allerdings kein sendefähiges Material herausgekommen, deshalb muss Becker dessen Urteil über die SPD im Netz zusammen („Das war wohl nichts“) und ergänzt es mit einer mehrfach vorgetragenen Nachfrage: „Nein, aber jetzt mal im Ernst. Ich bitte Sie.“ Im Blog von tagesschau.de kann man über die Sendung diskutieren.

Das Wesen der Kopie

Unsere Netze sind Kopiermaschinen. Wir sagen wir ’senden eine Nachricht‘, aber das Wort ist falsch. ‚Senden‘ impliziert, daß die Nachricht sich bewegt und für den „Ab“-Sender nicht mehr da ist. Das ist in der realen Welt so, aber nicht im Netz: Wir kopieren eine Nachricht an die Empfänger. Das Wesen aller IT ist die Kopie.

Dieser Satz stammt von Kristian Köhntopp, der die Phoenix-Sendung Unter den Linden zum Thema „Unter Piraten – Wem gehört das geistige Eigentum?“ angeschaut hat und einige Gedanken zu diesem Thema notiert hat. Bei YouTube kann man sich diesen Ausschnitt anschauen …

… und unter blog.koehntopp.de kann man eine spannende Diskussion zu dem Thema nachlesen.

Ideologie des digitalen Freibeutertums

Musik aber hat mit den Musikkonzernen nicht begonnen, und sie wird mit ‚ÄûPirate Bay‚Äú nicht enden. Auch für andere Kunstformen gilt, dass das Internet sie nicht abschaffen, aber verändern wird. Das Netz ist dabei lediglich das Forum einer Umwälzung, deren Ursachen gesellschaftlicher Natur sind: Ausschlaggebend ist das Gefühl, der Kulturindustrie als Konsument zwar willkommen, als Teilnehmer jedoch unerwünscht zu sein. In westlichen Gesellschaften grassiert es unter jungen Menschen, denen der etablierte Kulturbetrieb mitunter wie eine Seilschaft seniler Snobs vorkommen muss. In Entwicklungsländern erfasst es größere Bevölkerungsschichten, denen die Teilhabe am westlich dominierten Kulturmarkt grundsätzlich verwehrt bleibt. Aus beiden Gruppen rekrutieren die Internetpiraten ihre radikalsten Ideologen. Die Frage ist also nicht, ob das Netz ein rechtsfreier Raum sein darf, wie derzeit diskutiert wird, sondern ob Millionen von Internetnutzern es hinnehmen, dass die Ungerechtigkeiten der analogen Welt im Netz fortbestehen.

Fazit des Textes Die Ideen der anderen aus dem Tagessspiegel, in dem Jens Mühling eine „kleine Einführung in die Ideologie des digitalen Freibeutertums“ gibt. (via)

Piraten im Parlament

„Tonight, politicians have learned that doing what the lobby asks will cost them their jobs. We’re the largest party in the segment below 30 years of age. That’s building the future of liberties.“

Rickard Falkvinge, Chef der schwedischen Piratenpartei, analysiert das Ergebnis der Europawahl: In Schweden hat seine Partei 7,1 Prozent und damit einen Platz im EU-Parlament erreicht. In Deutschland stimmten fast 230.000 Wähler für die junge Partei, deren Existenz für einige Aufregung in der deutschen Medienlandschaft sorgt, wie BILDblog berichtet. Schon in der vergangenen Woche hatte sich Sascha Lobo in einem Kulturzeit-Interview zu dem Thema geäußert. Darin kritisierte der Mann mit den roten Haaren, dass die Partei „so komisch heißt, dass sie 99 Prozent der Leute sie nie wählen würden“.

Hintergründe zu der neuen Partei und ihren Wahlerfolgen gibt es hier:

jetzt.de: Piraten erobern Europaparlament

heise-online: Schwedische Piratenpartei schafft Sprung ins Europaparlament

politik-digital: Piraten im Parlament

Exciting Commerce: Braucht Deutschland eine Internetpartei im Parlament?

futurezone: Piraten suchen Anschluss

Zeit Online: Piraten-Partei: Frust über Pirate-Bay-Urteil bringt ihr einen Sitz

ruhrbarone: Ist die Piratenpartei die SPD von heute?

Digitale Notizen: Lars Gustafsson: Deshalb wähle ich die Piraten

„Deshalb wähle ich die Piraten“

Intellectual and personal integrity for the citizens, briefly speaking an internet that has not been transformed into a government channel by lobby-marinated courts and EU politicians in leashes, is arguably more important than the needs of a primarily industrial scene of literarature and music, which is rapidly crumbling away already within the lifetime of the authors. The need of being read, of influenceing, to formulate one’s times, may but does not need to get in conflict with the wish to sell many copies. When the both needs are getting in conflict, the industrial interest must be put aside and the great intellectual sphere of the arts must be defended against threats.

The essential interest of artists and authors, given that they are intellectually and morally serious in hat they are doing, must certainly be to get read, to let their voice become heard in their generation. How that goal is attained, that is, how to reach the readers, is in this perspective of secondary importance.

The growing defence of the internet’s expanded freedom of speech, of the immaterial civil rights, that we are now witnessing in country after country, is the start of an – just as the last time in the early 18th century – liberalism that is carried by technology and therefore emancipated.

Therefore, my vote goes to the Pirate Party.

Der schwedische Schriftsteller Lars Gustafsson hat in der Zeitung Expressen (schwedisch) eine sehr lesenswerte Wahlempfehlung für die Europawahl geschrieben. Darin begründet er, warum er die Piratenpartei wählen wird, die in Schweden derzeit gute Chance hat, einen Sitz im Europaparlament zu erlangen. via

Schwedische Piraten gewinnen neue Mitglieder

“We’ve surpassed another party in parliament, making us the 5th largest in member count, and our youth section is about to take the number 1 position.”

TorrentFreak zitiert Richard Falkvinge, Chef der schwedischen Piratenpartei, die nach dem heutigen Urteil im Pirate-Bay-Prozess innerhalb weniger Stunden 3000 neue Mitglieder gewonnen hat. Der Vizechef der Piraten hält jetzt sogar einen Sitz im Europaparlament für realistisch. (via)

Eine Generation vor Gericht

On one level it’s about a small technical detail, and about how much responsibility a service provider should take for illegal use of the service provided. But there is a wider and more symbolic aspect, where a whole young generation is on trial. This is a generational issue, a conflict between different ways of looking at and spreading culture.

Bei Wired.com gibt es zum für morgen erwarteten Urteil im Pirate Bay-Prozess ein Interview mit Anders Rydell