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Obamas Urheberrechts-Strategie

Now, more than ever, we need to protect the ideas, artistry, and our reputation for quality, provide our businesses with the incentives to make each new product better, reduce crimes related to intellectual property infringement and keep dangerous counterfeits out of our supply chain to protect our citizens. Strong intellectual property enforcement will help us to accomplish that. The Obama Administration has always embraced the free flow of information, online collaboration, and fair use by average citizens, which are also helping to advance our society and economy every day — this strategy does not target legitimate and legal activity. The Administration is technology-neutral, using both proprietary and open source platforms on the web and all content on WhiteHouse.gov is public domain, making it an active participant in the online communities of the 21st Century.

Im Blog des Weißen Hauses kündigt Victoria A. Espinel die Strategie der Obama-Regierung im Kampf für das geistige Eigentum an. Espinel leitet das „Office of the U.S. Intellectual Propery Enforcement Coordinator“ (IPEC).

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Rüttgers stark wählen

Die CDU, das Label die Erfinder des Songs Wir sind wir hat ein neues Lied draußen. Es heißt NRW in guten Händen und handelt von einigen in Hymnen-Form gegossenen Floskeln:

Erstaunlich an dem Clip finde ich vor allem die „Bürger“, die in das Video eingeschnitten wurden (Stichwort: aktiver Rezipient). Einerseits jene, die einen O-Ton schenken (Mein Favorit, die sinnfreie Begeisterung: „Ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht“). Andererseits diejenigen, die offenbar im Auftrag der CDU Schilder mit der Aufschrift „Rüttgers stark wählen“ in die Luft halten. Denn mit diesen Schildern werfen sie doch die Frage auf, ob es nicht ausreicht, Jürgen Rüttgers ganz normal zu wählen. Muss man es besonders stark tun, weil die Stimme sonst nicht zählt? Oder ist umgekehrt das Wörtchen stark gar kein Adverb, sondern ein Adjektiv und will uns sagen: Der Mann, der aktuell Ministerpräsident im bevölkerungsreichsten Bundesland ist, ist selber gar nicht stark, sondern muss erst stark gewählt werden?

Wenn das so wäre, wäre man mit der Kampagne erstaunlich ehrlich. Oder jemand hat einfach vergessen, vor der Freigabe der Schilder mal stark nachzudenken …

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Nobelpreis fürs Internet

Das Internet, sagt dieser Vorschlag und meint damit jeden vor uns, ist eine kulturelle Errungenschaft, die wir auch verteidigen müssen. Allein für diesen Hinweis hat internetforpeace.org jede Unterstützung verdient ‚Äì selbst wenn es im kommenden Herbst nicht für eine überraschende Nachricht aus Oslo reicht.

Für jetzt.de habe ich aufgeschrieben, warum die Idee, dem Internet den Friedensnobelpreis zu verleihen sehr viel großartiger ist als sie zunächst klingt.

Obama und der Nobelpreis

Heute kam die Nachricht: Barack Obama erhält den Friendesnobelpreis 2009. Wie reagiert der amtierenden US-Präsident? So:

http://twitter.com/BarackObama/status/4736968403

Natürlich, man kann darüber streiten, ob Obama diese Auszeichnung (jetzt) verdient hat. Ob sie ihm mehr Bürde als Chance ist. Ich empfehle dazu den SZ-Kommentar von Stefan Kornelius:

Das Nobel-Komitee hat eine bemerkenswerte Begründung für die Entscheidung formuliert. Obama habe den Preis verdient für seine „außergewöhnlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und um Zusammenarbeit zwischen den Völkern“. Auch ein zweiter Satz verdient Aufmerksamkeit: „Nur selten hat eine Person im selben Ausmaß wie Obama die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen und den Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben.“

Beide Sätze sind richtig, aber sie stehen lediglich für einen gewaltigen Vertrauensvorschuss. Ob er gerechtfertigt war, wird sich erst in den kommenden drei – wenn Obama wiedergewählt wird, in sieben – Jahren herausstellen. Denn nichts anderes sagt das Komitee, als dass es Obama für seine Abkehr von der Politik des Vorgängers, George W. Bush, dankt. Und dass es Hoffnung setzt für Klima, Abrüstung, Völkerverständigung. Doch das alles ist noch eine Sache der kurzatmigen Tagespolitik und entzieht sich dem Urteil. Es kann erst nach dem Ende der Amtszeit gefällt werden.

Aber abseits von der inhaltlichen Frage muss ich gestehen, dass mich die Art und Weise fasziniert, mit der Obama auf diese Auszeichnung reagiert. Nicht nur der obige Tweet (den sich all jene merken sollten, die das Besondere und Neue an Twitter verstehen wollen), sondern auch die offizielle Reaktion:

Well, this is not how I expected to wake up this morning. After I received the news, Malia walked in and said, „Daddy, you won the Nobel Peace Prize, and it is Bo’s birthday!“ And then Sasha added, „Plus, we have a three-day weekend coming up.“ So it’s good to have kids to keep things in perspective.


Netzrauschen & Piraten

Was wir brauchen, sind mehr Piraten in den großen Volksparteien und nicht die Piratenpartei.

Dieses Zitat entlockt ein dauerpräsenter Moderator (Jan Hendrik Becker) dem SPD-Wahlkampfmanager Kajo Wasserhövel in der neuen ARD-Internetsendung Netzrauschen. Doch statt der Nachfrage, was Wasserhövel für Piraten in der SPD tut (und warum er welche in der CDU fordert), nervt Becker ihn (und den Zuschauer) mit einem dauernden Obama-Vergleich. Dazu hat offenbar sogar dessen Wahlkampfmanager getroffen. Leider ist dabei allerdings kein sendefähiges Material herausgekommen, deshalb muss Becker dessen Urteil über die SPD im Netz zusammen („Das war wohl nichts“) und ergänzt es mit einer mehrfach vorgetragenen Nachfrage: „Nein, aber jetzt mal im Ernst. Ich bitte Sie.“ Im Blog von tagesschau.de kann man über die Sendung diskutieren.