Sascha Lobo schreibt in der FAZ an Christopher Lauer

Oh, da dachte man die Debatte um Christopher Lauers Abschied von Twitter sei beendet, da biegt die FAZ um die Ecke und fährt Sascha Lobo auf, der einen Brief an Christopher Lauer schreiben darf (nicht online). Darin enthalten: eine treffene Beschreibung von dessen Möglichkeiten und ein paar Anmerkungen über die Macht der Dialog-Medien. Das Fazit:

Die konkreten Argumente aber, die Christopher Lauer zur Begründung seines Abschieds vorgebracht hat, müssen jedem seltsam bekannt vorkommen, der die Internetdebatten der vergangenen Jahre verfolgt hat. Die angebliche Irrelevanz Twitters, die scheinbar vertane Zeit, die Irritation darüber, dass dort jeder ohne redaktionelle oder andere Filter publizieren kann – Lauer verwendet bis in die einzelnen Formulierungen hinein exakt die klassischen Standardargumente der Internetskeptiker. Und diese Erkenntnis birgt Sprengkraft. Denn das bedeutet, dass die emotionale Ablehnung sozialer Medien keine Frage mangelnden Wissens sein muss, sondern eine Frage des Gefühls, mit dem man der digitalen Welt und den Menschen darin gegenübertritt.

Das ist jetzt in der Tat nicht so neu, dass es aber ausgerechnet in der FAZ steht, ist dann doch wieder eine schöne Wendung dieser Diskussion.

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