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loading: VfL Bochum Fotobuch

Regelmäßige Leser des Blogs wissen: Ich bin Fan des VfL Bochum – und ich interessiere mich für Crowdfunding. Entsprechend begeistert habe ich das Startnext-Projekt VfL Bochum Fotobuch des Fotografen Tim Kramer unterstützt – und ihm direkt danach den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Ein Crowdfunding bei Startnext zur Teilfinanzierung eines Fotobuchs zum VfL Bochum 1848. In dem möchte ich verschiedene Sichtweisen auf Spieler und Verein präsentieren.

Warum machst du es (so)?
Um einen Teil der Produktionskosten decken zu können.

Wer soll sich dafür interessieren?
Angesprochen sind VfL-Fans, die einen Einblick in den Welt der Spieler und den Verein erhalten wollen. Auch darf sich derjenige angesprochen fühlen, der Interesse an der Fotografie hat.

Wie geht es weiter?
Nach Abschluss des Crowdfunding wird im September/Oktober mit der Produktion begonnen. Das finale Werk wird ab Oktober/November über vflbochumfotobuch.de vertrieben.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Was für tolle Menschen wir in der Mannschaft des VfL Bochum 1848 haben und was wir eigentlich für ein großes Glück haben, dass der gesamte Verein und ein Stadionbesuch so ist, wie er ist. Es sollten viel mehr dort mal vorbei schauen an den Spieltagen:-)

>>> Hier das Fotobuch auf Startnext bestellen

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


… dass der VfL Bochum gewinnt

…so sehr (…) ich mein Vergnügen an der Klasse und auch am Glanz der Champions League habe, schaue ich mir trotzdem lieber VfL Bochum gegen Sandhausen an als Bayern München gegen Barcelona. Weil auch ich mit jeder Faser möchte, dass der VfL Bochum gewinnt, während es für mein Leben, meine gute Laune oder meine schlechte Stimmung keine Rolle spielt, ob Bayern, Barcelona oder Chelsea gewinnen.

biermann Christoph Biermann hat ein (nicht nur für Bochum-Fans) sehr empfehlenswertes Buch geschrieben, es heißt Wenn wir vom Fussball träumen und ist die Quelle dieses Zitats. Die Begegnung VfL Bochum gegen Sandhausen schließt übrigens am 24. Mai die laufende Zweitliga-Saison ab (Hinspiel 12.12., 18.30 Uhr) – und vielleicht wünscht man sich dann auch deshalb, dass der VfL gewinnt, weil er dann aufsteigt.

loading: Fairplaid

Crowdfunding verändert nicht nur auf Basis einzelner Projekt die Art des Bezahlens. Durch neue Crowdfunding-Plattformen verändern sich auch ganze Branchen. Im Bereich Sport will die Plattform fairplaid das Prinzip der Förderung erweitern. Die Seite möchte Menschen belohnen, die Sportprojekte fördern.

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Wie das geht erklärt Anja Balleer im loading-Fragebogen:

Was macht Ihr?
Wir schaffen mit fairplaid.org eine neue Säule der Sportförderung in Deutschland. Auf den ersten Blick für die meisten eine „einfache“ Crowdfunding-Plattform, auf der Sportler und Sportvereine ihre Sportprojekte einstellen können. Allerdings stimmt das nicht ganz, denn wir erweitern das Prämienprinzip des Crowdfundings um eine weitere, dem Sport angemessene, Komponente. Auf fairplaid.org können die Unterstützer natürlich mit Prämien des Projektstarters belohnt werden. Besonders macht die Plattform allerdings, dass Unterstützer über exklusive Gutscheine von kooperienden Unternehmen belohnt werden – oftmals mit einem Wert in doppelter Höhe ihres Unterstützungsbetrags.

Als Beispiel: Du gibst dem Sportprojekt „Unterwasserhockey WM 2013 – Wir sind dabei!“ 10 Euro und kannst Dir hierfür einen Gutschein von brands4friends in Höhe von 20 Euro auswählen.

Warum macht Ihr es so?
Zum einen besteht unser Team durchweg aus Sportlern. Wir sind im Verein groß geworden, wissen was der normale Sportverein für die Gesellschaft leistet. Vor allem wissen wir aber auch um die schlechte finanzielle Lage der Vereine. Viele können kaum mehr den normalen Sportbetrieb aufrecht erhalten. Wir möchten den Sportvereinen deshalb eine neue Möglichkeit bieten, Gelder für ihre Sportprojekte zu sammeln. Die zusätzliche Komponente der exklusiven Gutscheine hat den Grund, dass Sportvereine eben oftmals nicht die tollen Prämien wie Bands oder Kulturschaffende bieten können. Uns ist bewusst, dass wir hier helfen und Prämien zusteuern müssen – daher diese Art der Belohnung der Unterstützer.

Wer soll da mitmachen?
Erstens natürlich Sportler und Sportvereine, die sich ihre Sportprojekte finanzieren lassen möchten. Zweitens diejenigen, die ihren oder andere Sportvereine unterstützen möchten und dafür belohnt werden. Drittens Unternehmen, welche etwas Gutes tun möchten und dadurch gleichzeitig Neukunden gewinnen möchten. Und natürlich viertens mittelfristig auch Gutscheinjäger, die in erster Linie sparen möchten. Freut uns aber auch, da auch diese mit ihrem Beitrag zu einer neuen Säule der Sportförderung beitragen

Wie geht es weiter?
Wir sind gerade mit den ersten Sportprojekten gestartet und hatten schon vor wenigen Tagen ein erstes erfolgreiches Projekt auf der Plattform. Wir noch in der Anfangsphase, spüren aber bereits das Interesse von vielen Seiten, potentiellen Projektstartern, Sportverbänden, Unterstützern, aber auch Unternehmen.
Wir sind überzeugt von der Sache und werden vollen Einsatz bringen, um Sportler und Sportvereine zu fördern und so viele Sportprojekte möglich zu machen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Mehr Menschen sollten wissen, dass es sich für jeden persönlich lohnt zu unterstützen. Zum einen weil die Plattform neue Möglichkeiten der Belohnung von Unterstützern in Form von exklusiven Gutscheinen bietet und ich als Unterstützer sozusagen „doppelt“ belohnt werde. Zum anderen aber, weil ich als Unterstützer mit meinem Beitrag den Sport und somit eine wichtige gesellschaftliche Bewegung – mit insgesamt 91.000 Sportvereinen – voranbringe und somit zu einer neuen Säule der Sportförderung beitrage.

Die Menschen sollten außerdem wissen, dass hinter fairplaid.org ein Team steckt, welches aus dem Sport kommt und gemeinsam mit Verbänden und Vereinen die Plattform konzipiert hat.

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Das IOC-Buch

Im Wikipedia-Artikel über Jens Weinreich steht: „Obwohl Weinreich vorwiegend als Sportjournalist tätig ist, unterscheidet sich sein Werk deutlich von der üblichen Berichterstattung.“ Das bezieht sich auf die Themen, aber auch auf die innovativen Zugänge, die Weinreich zu seinem Beruf wählt.

Jetzt hat er auf Krautreporter des Projekt „IOC-Buch“ gestartet. Im loading-Fragebogen erklärt er, was sich dahinter verbirgt:



Was machst du?
Ich bin Journalist und beschäftige mich mit seit vielen Jahren mit Themen der internationalen Sportpolitik, mit Korruption und Compliance-Fragen. Im September wird der mächtigste Mann des Weltsports gewählt, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Das wird wahrscheinlich der Deutsche Thomas Bach. Gleichzeitig laufen alarmierende globale Machtverschiebungen im milliardenschweren Sportbusiness ab. Ölscheichs, Oligarchen und despotische Politiker wie Wladimir Putin dominieren die Szene, bestimmen über Mega-Events, Profit und Positionen, bringen ihre Marionetten in Stellung. Auch Bach ist bestens vernetzt und wird u.a. von einem dubiosen Scheich aus Kuwait unterstützt, der mal OPEC-Präsident war. Das alles will ich durchleuchten, so gut es geht – auch mit Hilfe der Crowd. Über diese Themen blogge ich, schreibe für Zeitungen, habe Filme und Bücher gemacht – nun will ich zu diesem sporthistorischen Anlass der IOC-Vollversammlung im September in Buenos Aires ein Ebook schreiben.

Warum (machst du es so)?
Auf herkömmlichen Wege, etwa über Buchverlage oder in dem ich meine Recherchereisen mit aktueller Berichterstattung für verschiedene Medien finanziere, kann ich ein solches Buchprojekt nicht stemmen. In Recherche investieren nur wenige Medien. Also versuche ich es selbst – über Crowdfunding. Die Interessenten kaufen ihr Buch vorab. Sie finanzieren meine Arbeit, meine Reisen, die Recherchen, auch ein Lektorat, juristische Unterstützung und vielleicht eine englische Übersetzung. Aber mehr noch: Es geht mir gleichzeitig um Crowdsourcing, ich baue immer auf meine Diskutanten – ja, ich nenne die Kundschaft nicht mehr Rezipienten, weil Journalismus für mich u.a. ein Diskussionsprozess ist. So wird diese Buchproduktion ebenfalls zum Diskussionsprozess, denn ich schreibe nicht im stillen Kämmerlein, sondern etliche Passagen gewissermaßen live, vor Ort, dort wo ich recherchiere. Die aktuelle Berichterstattung von der entscheidenden IOC-Session in Buenos Aires im September gehört mit zu diesem Projekt. Fast zwei Wochen 24/7, so wie ich es bei anderen Highlights wie Olympischen Spielen oft gemacht habe. Diese Art von sportpolitischer Live-Berichterstattung, Analytik in Echtzeit quasi, ist nicht alltäglich.

Ganz wichtig dabei: Ich zeige im Buch nicht nur die Machtstränge hinter der glänzenden Fassade des Olympia-Business auf, ich behandele dabei konsequent auch journalistische Themen – wie recherchiere ich, wer spricht mit mir, welchen Einfluss haben Spin-Doktoren und Propaganda, wer behindert Journalismus, wie lassen sich Journalisten und Medien instrumentalisieren, welche Chancen hat Journalismus in diesem Metier überhaupt noch? Das alles werde ich sehr plastisch beschreiben. Zudem arbeite ich mit Links, Fußnoten, Dokumenten – Nachprüfbarkeit und das Bereitstellen von Quellen und Daten sind essentiell in meiner Arbeit.

Wer soll das lesen?
Jeder politisch denkende Mensch. Das ist kein Sportbuch, sondern ein Polit- und Wirtschaftskrimi. Es ist alles dabei: Sex and Crime und ein bisschen Weltverschwörung. Wer liest nicht gern solche Krimis? Wenn Thomas Bach IOC-Präsident wird, ist das die wichtigste Personalie in der gesamten deutschen Sportgeschichte. Da möchte ich mich dann schon ganz gern der Wahrheit annähern, das Business, die Marionettenspieler und deren Puppen
beschreiben. Da sollte dieses Buch Pflichtlektüre sein.

Wie geht es weiter?
Während der Finanzierungsphase, die bis zum 8. Juli läuft, mache ich weiter normal meine Arbeit. In dieser Woche muss ich zum Beispiel eine Reise nach Lausanne in die IOC-Konzenzentrale finanzieren. Ich werde dort für einige Medien berichten, bloggen, filmen, Fotos machen, vor allem aber viele Gespräche führen und andere Treffen vorbereiten. Sollte die Projektsumme von 10.000 Euro zusammen kommen, kann ich wichtige Recherchereisen machen, ich muss zum Beispiel nach Russland, nach Afrika, mehrfach in die Schweiz. Ich kann meine Arbeit dann viel konzentrierter erledigen, weil ich, zum Beispiel, nicht um jedes Flugticket mit kleineren Geschichten kämpfen müsste, sondern weil diese Kosten abgedeckt wären.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dieses Buch wird ein Stück Aufklärung über eine Milliardenbranche, die mit Emotionen handelt. Es geht um Geschäfte in der Grauzone von Sport, Wirtschaft und Politik, um Korruption, um eine Parallelgesellschaft mit eigenen Gesetzen. Ich kann da etliche Erklärungen und Analysen bieten, weil ich mich seit mehr als zwanzig Jahren intensiv in dieser Szene bewege und versuche, meinen Job als Journalist zu machen und Aufklärung zu liefern. Jeder kann das Buch besser machen, in dem er es vorab kauft, meine Recherchen finanziert, sich an der Diskussion beteiligt, Hinweise gibt, mich kritisiert – die Möglichkeiten sind vielfältig. Jeder Unterstützer bekommt dafür vor der IOC-Session im September ein Dossier, nach der Wahl des IOC-Präsidenten ein Ebook, und einige Goodies. Unterstützer bekommen also vor allem ein Produkt harter Arbeit und eines modernen Journalismus unter schwierigen Bedingungen. Ich finde, das ist ein fairer Deal.

>>>>Hier das „IOC-Buch“ kaufen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


Kundenpflege auf Twitter – Interview mit Raphael Honigstein

Raphael Honigstein ist deutscher Journalist in Großbritannien. Der Kenner des britischen Fußballs (der – Disclosure – auch schon für jetzt und jetzt.de tätig war) schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und den Guardian. Er ist Autor des Buchs Harder, better, faster, stronger: Die geheime Geschichte des englischen Fußballs und aktiver Twitter-Nutzer. Seinem Account honigstein folgen mehr als 22.000 Menschen. Ein Interview über Kundenpflege und Journalismus in Zeiten des Dialog.

Journalisten, die in Deutschland twittern, bekommen dafür oftmals noch skeptische Reaktionen. Hat dich einer deiner britischen Kollegen schon mal gefragt: Warum twitterst du eigentlich?
Nein. Ich wurde nur ständig gefragt, warum ich nicht tweete. (nicht: „twittere“). Kurz vor der WM 2010 habe ich angefangen.

Was hättest du geantwortet?
Dass ich es aus den gleichen Gründen wie alle (britischen) Journalisten mache. Manchmal hat man kleine, interessante Dinge zu erzählen, ohne dass daraus ein Text werden muss. Im Vordergrund steht für mich aber der Vetrieb bzw die Verlinkung meiner Texte. Meine Tweets generieren traffic für meine Stücke und finden über retweets neue Leser. Der Nutzen liegt dabei auf der Hand. Darüberhinaus hat für mich Twitter mittlerweile die Funktion meiner „Start-Seite“ eingenommen. Ich muss am morgen nicht mehr diverse Seiten nach Nachrichten abklappern, sondern bekomme dank den verschiedenen Timelines alles in Echtzeit (und oft mit dem passenden Kommentar versehen) auf einen Schirm. Drittens geht es um Interaktivität und Austausch. Über den Dialog mit den Usern und Kollegen kommt man zu neuen Themen, Ideen etc etc. Und nicht zuletzt ist Twitter auch eine Art Branding-Tool, ein dynamisches, ständig aktualisiertes Mini-Showreel, und gleichzeitig eine Kontaktadresse für neue Kunden.

Eine typische Kollegen-Replik hierzulande lautet oftmals: „Dafür hätte ich gar keine Zeit.“ Ist Twittern tatsächlich so zeitaufwändig?
Das hängt von der eigenen Mitteilsamkeit ab. Ich tweete relativ spärlich. Manchmal muss man aber trotzdem aufpassen, dass man sich nicht in endlosen 140 Zeichen-Debatten verliert oder alle paar Sekunden nach Antworten sucht.

In deiner Timeline sind auch zahlreiche Antworten auf Fragen zu lesen, die Follower Dir stellen. Ist dieser Dialog mit den Lesern eher anstrengend oder eher anregend?
Ich sehe das als Kundenservice. Man kann zwar nicht jede Frage beantworten, aber ich versuche es zumindest. Anstrengend ist das eigentlich nicht; vor allem, weil man Rabauken und Nervensägen geräuschlos weg-„block“-en kann.

Bist du so schon auf neue Geschichten gestoßen über diesen Twitter-Dialog?
Ein paar Mal. Besonders in der Zusammenarbeit mit Kollegen lässt sich sehr schnell und effektiv recherchieren. Und das „wisdom of crowds“-Prinzip funktioniert auch hervorragend: vor einem Blatter-Interview auf CNN habe ich im Auftrag des Producers zum Beispiel Fragen von den Usern gesammelt. Binnen einer Stunde gingen etwa 100 ein. Die meisten waren sehr lustig und hoch intelligent.

Als Regierungssprecher Steffen Seibert im Frühjahr begann, Twitter zu nutzen, hat er sich in der Bundespressekonferenz eine Menge kritischer Fragen anhören müssen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es derartige Kritik in London gegeben hätte. Was glaubst du, warum es da Unterschiede gibt?
Ich habe das Video der PK gesehen. Es ging da wohl eher um Besitzstandswahrung/Kommunikationsherrschaft, die diversen Sicherheitsbedenken wirkten doch arg konstruiert. Eine ähnliche Debatte hätte es in London allein schon deshalb nicht gegeben, weil sich hier niemand darum reißt, offizielle Bekanntmachungen als erster weiterzusenden.

Peter Horrocks der Chef vom BBC World Service hat gesagt, dass Journalisten, die sich nicht um Twitter und Facebook kümmern, ihren Job nicht anständig erledigen. Würdest du das auch so sehen? Also: Würdest du eine Prognose wagen, wie es mit Twitter und dem Journalismus weiter geht?
Für Freelancer und Journalisten im öffentlichen Dienst, sprich: bei der BBC gilt das sicher. Die fest angestellten Kollegen sollten sich grundsätzlich natürlich auch um den Text-Vertrieb, Kundenservice etc kümmern, müssen dabei aber immer bedenken, dass sie nicht zuviel umsonst verzwitschern. Facebook sehe ich persönlich als weniger geeignetes Medium an, weil sich da Privates (Freunde) mit Geschäftlichem („Freunde“) vermischt. Ich poste zwar dort auch Links, weiß aber, dass die Streubreite unheimlich groß ist

Letzte Frage: Welche Twitter-Nutzer würdest du Einsteigern als Follow-Empfehlung ans Herz legen?
@lucymanning für Politik, @henrywinter für Fußball, @twilo73 für Real-Madrid-Insider-Tweets.

Raphael Honigstein tweetet unter dem Namen honigstein

„We cannot catch him“

Die New York Times widmet unter dem Titel Boy Genius dem bald 24-jährigen Lionel Messi ein ausführliches Porträt, in dem auch sein Mannschaftskollege Gerard Piqué zu Wort kommt. Er erinnert sich:

“He was in the dressing room, on the bench, just sitting. He said nothing to us for the first month. We traveled to Switzerland to play a tournament, and he started to talk and have fun. We thought it was another person. He was really good, but he was really small and thin. His legs were like fingers. One coach said, ‘Don’t try to tackle him strong, because maybe you will break him.’ And we said, ‘O.K., but don’t worry because we cannot catch him.’ ”

Dazu gibt es diese Messi’s Eleven genannte Übersicht seiner elf Champions-League-Tore (bisher). Mit dabei auch dieser wunderbare Treffer gegen Real Madrid am 27. April:

via