Die falsche Rede vom Diebstahl

Der Dieb stiehlt Sachen. Das gestohlene Fahrrad ist weg, es ist nicht mehr an seinem Platz, es fehlt seinem Besitzer. Geistige Inhalte – Geschichten, Lieder, Bilder in allen möglichen Kombinationen – sind nicht weg, wenn sie erschlichen worden sind. Die Bilder und die Bücher sind noch an ihrem Platz, und die Spiele-Software läuft auf der ersten Kopie so gut wie auf allen weiteren Kopien. Geistige Inhalte sind öffentliche Güter, das heißt, sie können von vielen gleichzeitig genutzt und sie können leicht erschlichen werden. Darin liegt ein Problem. Aber dieses Problem lässt sich erst lösen, wenn die falsche Rede vom Diebstahl einer Sache aufhört.

Michael Hutter (Professor an der Technischen Universität Berlin und Direktor der Abteilung „Kulturelle Quellen von Neuheit“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) erklärt in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, warum die Rede vom Diebstahl geistigen Eigentums nicht hilfreich ist – mehr dazu hier!