Dass uns die Dinge scheinbar häufiger auffallen, nachdem wir sie erstmals bemerkt haben, ist eine kognitive Verzerrung, die unter dem Begriff „Frequenzillusion“ sogar einen eigene Wikipedia-Eintrag hat.
Deshalb ist es vielleicht eine Verzerrung, dass mir seit ich hier über Angst aus Aufmerksamkeits-Mittel geschrieben habe, besonders auffällt, wie mit Angst medial gearbeitet wird: Wenn die Spitzenkandidatin der Berliner Linken mit ihrer Angst eine eigene Spiegel-Titelgeschichte bekommt oder ältere, konservative Menschen so viel über Angst der wilden, jungen Leute sprechen, dass diese Angst dann auf den Titelbildern laden, weil Läden ihre Schaufenster verrammeln.