loading: Kancha (reloaded)

Vor einem Jahr hat Tobias Gerhard schon mal den loading-Fragebogen ausgefüllt – jetzt habe ich ihm die Fragen (etwas verändert) nochmal geschickt. Denn sein Projekt Kancha geht in eine weitere Runde.

wallets organized neatly

Was ist seit dem letzten Mal passiert?
Letzten Sommer haben wir die erste Kollektion Nomaden-Sleeves für Laptops, Tablets und Smartphones aus Kirgistan nach Deutschland gebracht. Seitdem haben wir weitere Designs entwickelt, unsere Handwerker im Ausbau ihrer Werkstätten begleitet, in Bishkek Netzwerktreffen für angehende Sozialunternehmer organisiert und jetzt stellen wir via Crowdfunding die neue Kollektion Portemonnaies vor – im bewährten KANCHA-Design aus Leder und Filz.

Was hättet ihr gerne damals schon gewusst?
Dass alles länger dauert als geplant und man einen langen Atem behalten muss. Wobei… vielleicht ist es auch besser, dies vorher nicht zu wissen. Wer weiß, ob wir sonst die Energie gehabt hätten, überhaupt erst anzufangen und so weit zu kommen wie wir jetzt sind.

Wen wollt ihr jetzt erreichen?
Wir machen was wir machen für die “urbanen Nomaden”. Also Menschen, die gern über den Tellerrand blicken und unterwegs sind; die Möglichkeiten ergreifen, wenn sie sich bieten; die auf moderne Technik und schönes Design ebenso wenig verzichten können wie auf eine Wanderung durch die Natur. Wir glauben, dass ein bisschen Nomadentum in jedem von uns steckt.

Wie geht es weiter?
Wenn das Crowdfunding Erfolg hat, werden wir innerhalb weniger Wochen die Portemonnaies an die Unterstützer ausliefern können. Anschließend werden wir fleißig weitere Produkte entwickeln, Sozial- und Umweltstandards entlang der Wertkette verbessern und die Geschichte unserer Produkte, unserer Hersteller und unseres Produktionslandes Kirgistan auf der Webseite www.kancha.de erzählen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass das Leben am vermeintlichen anderen Ende der Welt gar nicht so anders ist, wie man meinen mag. Zentralasien ist beispielsweise nur in deutschen Medien präsent, wenn es über Revolutionen oder Ähnliches zu berichten gibt. Dabei übersieht man leicht, dass die Länder der Region dennoch durchaus lebenswert (für die Menschen dort) und sehenswert (für Touristen) sind. Ich kann Kirgistan – mit seinen weitreichenden Bergen, mit seiner herzlichen Gastfreundschaft, mit seiner außergewöhnlichen Nomadenkultur – absolut als Reiseland empfehlen.

>>> Hier das zweite Crowdfunding von Kancha unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren: