Rebecca Solnit hat einen langen Essay im Guardian gegen die Tyrannei der Technologie geschrieben – und sie verwendet darin in sehr schöne Bild, das ich so ähnlich auch in unserem Buch „Wie KI dein Leben besser macht“ verwende. Es steckt in dem Bild das Lob für den Weg und nicht nur die Erreichung des Ziels: denn in der Abgrenzung von KI geht es um den Prozess und nicht nur um das Produkt.
Solnit illustriert dies am Anbauen von Tomaten auf dem eigenen Balkon:
Was der Tomatenbauer damit andeuten wollte, ist das, was mein Freund, der Umweltaktivist und Autor Chip Ward, vor langer Zeit als „die Tyrannei des Quantifizierbaren” bezeichnet hat. Man baut Tomaten nicht nur wegen des Produkts an, sondern wegen des Prozesses, um zu gärtnern und um zu essen. Um etwas zu tun und um etwas zu haben. Es spielt keine Rolle, ob man Brombeeren und Tomaten, Gartenarbeit und Waten hasst; jeder hat seine eigene Art, tief in den Moment einzutauchen, sich auf körperliche und sinnliche Weise mit der Welt auseinanderzusetzen, sei es beim Tanzen oder beim Gassi gehen mit dem Hund, beim Kuchen dekorieren oder beim Motocross fahren. Was zählt, ist, dass wir von der Ideologie der Maximierung des Habens bei gleichzeitiger Minimierung des Tuns geplagt sind. Das ist seit langem die Erzählung des Kapitalismus und nun auch die der Technologie. Es ist eine Ideologie, die uns Beziehungen und Verbindungen und schließlich unser Selbst raubt. Ich möchte diese Dinge verteidigen, die wir aufgeben sollen.
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