Tom Kummer über Facebook

Auf FB ist es leicht geworden, Leben, Kunst und Werk miteinander zu versöhnen, vielleicht macht das seinen Reiz aus. Videos von Youtube herunterladen, Verweise auf Bands, Denker, Filme und so weiter.

Im aktuellen Freitag schreibt Tom Kummer über Facebook (FB). Jedenfalls zum Teil. Eigentlich schreibt er über sich:

Yeah, das Leben ist ein Rätsel. Das wissen schreibende Dandys wie Eckhart und lassen die Splitter aus Labels, Name-Dropping und Allerweltswissen funkeln. Nachdem alles gesagt, aber nichts erklärt worden ist, lohnt die Poetisierung der Welt. Wir hatten das mal gemeinsam in längeren Texten versucht. Vor acht Jahren, beim längst eingestellten Internetexperiment für deutschsprachige Autoren, Künstler, Journalisten: www.ampool. Ein loser Haufen, man nannte uns Pop-Autoren, die keine einsamen Gefangenen ihrer Träume bleiben wollten. Wir artikulierten uns als Ästheten des militanten Anfängertums. Korrespondenzen zwischen Leben, Kunst und Werk wurden besprochen. Die Ästhetik des Lebens spiegelte die Realität, kritisierte sie, bot neue Entwürfe ‚Äì Ethik der Selbsterfindung. Bei Facebook wird das alles auf Splitterästhetikniveau heruntergebrochen.

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