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Netzneutralität: Petition unterzeichnen

Markus Beckedahl hat in dieser Woche eine Petition auf Change.org eingestellt, die sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel richtet. Der Kern des Aufrufs lautet:

Mit dieser Petition fordern wir Sie auf, das Zweiklassen-Internet zu verhindern und sich klar zur Netzneutralität zu bekennen. Das Internet darf nicht den Interessen der Telekom-Lobby geopfert werden.

Ich habe die Petition gerade unterzeichnet, weil ich das Prinzip der Gleichbehandlung von Inhalten im Web wichtig finde. Der Kollege Pascal Paukner hat das unlängst auf Süddeutsche.de sehr treffend zusammengefasst:

Wären die Straßen in Europa in einem so miserablen Zustand, dass für Krankenwagen und Feuerwehrautos kein Durchkommen mehr wäre, würden Politiker schief angeschaut, die forderten, man müsse Privatstraßen für Rettungskräfte bauen.
Stattdessen würde man hergehen und schleunigst in die öffentliche Infrastruktur investieren. Auch wenn das steigende Kosten bedeutete. So sollte man auch mit dem Internet verfahren.

Hintergründe zum Thema Netzneutralität bei Netzpolitik.org und bei der Digitalen Gesellschaft.

Und hier kann man die Petition unterzeichnen!

Netzneutralität – annotiert

Da in dieser Woche der Satz „Der Online-Journalismus ist kaputt“ aufkam und da ich ein großer Fan des Annotations-Prinzips bin, will ich hier auf eine Form des annotierten Online-Journalismus zum Thema Netzneutralität hinweisen, die der SZ-Kollege Johannes Kuhn heute Nacht aus San Francisco geliefert hat. Für seine Analyse Zwei-Klassen-Netz mit Fußnoten hat Johannes seine Anmerkungen an dem FCC-Dokument offengelegt:

fcc_annotate

Er nutzt dafür den Dienst a.nnotate.com: Dort hat er das Dokument hochgeladen und mit Anmerkungen versehen. Das ist eine Form des Journalismus, die nur in der Welt der Versionierung möglich ist. Sie ist schnell, aber gut. Sie setzt auf Quellenoffenheit und Transparenz und sie zeigt, was Online möglich ist.

Telekom und Netzneutralität

„Wir können nicht alles umsonst anbieten zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen“.

Telekom-Chef Rene Obermann legt sich laut Manager Magazin mit Google an. In Wahrheit möchte Obermann das Prinzip der Netzneutralität aufweichen. Was das bedeutet, hat Markus auf netzpolitik.org erläutert. Warum ich glaube, dass man eine solche Debatte nicht ohne die Stimme der Nutzer führen sollte, habe ich Ende Februar in der Süddeutschen Zeitung aufgeschrieben.