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Little fat girl form ohio

Im Jahr 1991 wagte Francis Ford Coppola einen Blick in die Zukunft. Damals gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass in Zukunft (also heute?) auch ein kleines dickes Mädchen aus Ohio der neue Mozart sein könne – mit Hilfe einer demokratisierten Filmtechnik des eigenen Vaters. Der weltbekannte Regisseur begrüßt diese Entwicklung der Amateurisierung.

Vor etwa einem Jahr hatte Coppola sich in Sachen Urheberrecht schon zu Wort gemeldet, damals sagte er:

I’m going to be shot for saying this. But who said art has to cost money? And therefore, who says artists have to make money?

via PressPausePlay

Werbefilm für den investigativen Journalismus

Johannes Kreidler weist auf die wunderbaren Kino-Collagen hin, die Jeff Yorkes unter dem Titel CineMashup auf Vimeo anbietet. Es handelt sich dabei um Mashups von Kinofilmen und Popsongs.

Besonders gefällt mir die Adaption des Watergate-Films Die Unbestechlichen mit Hilfe des Beastie Boys Klassikers Sabotage zu einer Art Werbefilm für den investigativen Journalismus. Vielleicht eine Möglichkeit für das netzwerk recherche nach den unschönen Geschichten der vergangenen Wochen wieder klarer zu machen, wofür es eigentlich stehen könnte.

Hauptsache Fußball!

Der Kölner Bayern-Fan Andreas Bach (mit dem ich hier unlängst ein Interview führte) hat den sehr empfehlenswerten Film Hauptsache Fußball gedreht, dessen Trailer eine Antwort auf die Katastrophe des gestrigen Abends liefert. Nach 1:08 Minuten kommt ein Bochum-Fan (nach dem Abstieg in der vergangenen Saison) zu Wort. Er sagt:

Ich werd jetzt noch ein paar Bier trinken. Und dann wird alles wieder gut

Übersetzt auf die aktuelle Situation heißt das (glaube ich): Gladbach ist noch nicht durch!


Denn ich erinnere an Christoph Biermanns sehr richtige Einschätzung:

Die Welt des VfL Bochum ist ewiger Abstiegskampf, Fahrstuhlfahrten zwischen den Ligen, Schmerz, Trauer – und immer wieder Hoffnung. Ein zähes „Ihr da oben, wir hier unten” ordnet die Welt seit Anbeginn.

Journalismus wie im Film

Richard Gutjahr weist auf den Film Page One über den Medienwandel im Beispiel der New York Times hin. Und wenn man den Trailer so sieht …

… könnte man fast dem Eindruck anheim fallen, Journalismus und gerade Print-Journalismus sei ein ziemlich cooler Job. Vielleicht gar ein Traumjob, wie Ronnie Grob Andreas Heller aus NZZ Folio zitiert?

Zwar hat auch sein Ansehen in den letzten Jahren gelitten, aber Journalismus ist noch immer ein Beruf, der ein abwechslungsreiches Leben verspricht. Der Journalist ist im Brennpunkt des Geschehens oder zumindest am Puls der Zeit. Er trifft die verschiedensten Menschen, auch solche, die die meisten bloss aus den Medien kennen, und darf sie mit seinen Fragen konfrontieren; er kommt an Orte, die er sonst nie gesehen hätte. Er wird dafür bezahlt, dass er seine Neugierde befriedigt und seinen Lesern davon erzählt, indem er das Erlebte in die richtigen Worte zu fassen versucht.

Nicht mehr führen

Wie will eine Bundesregierung überhaupt noch bildungspolitisch verantwortlich handeln, wenn sie vorsätzliche akademische Täuschung zum Kavaliersdelikt erklärt? Wie wollen Universitäten ihre Studenten zur „Exzellenz“ motivieren, wenn ein plagiiertes Traktat ohne Konsequenzen mit „summa cum laude“ bewertet werden kann?

Unter dem Titel Ein akademischer Fälscher kann kein Minister bleiben werden bei Carta die obigen Fragen gestellt. Die Unterzeichner des von Lutz Hachmeister verfassten Text kündigen zudem an:

um für die Wissenschaft und die intellektuelle Würde zu retten, was zu retten ist, werden wir unseren Doktortitel solange nicht führen, solange Freiherr zu Guttenberg noch als Minister dieses Land vertritt.