Alle Artikel mit dem Schlagwort “communitymanagement

Messbares Community-Management?

Es führt kein Weg mehr daran vorbei: Ein Community Manager muss seine Zahlen kennen. Sie liefern die Grundlage für Zielvereinbarungen, die Höhe von Budgets und machen eine Erfolgskontrolle überhaupt erst möglich. Mir ist bewusst, dass viele Community Manager gerade mit diesem Punkt Schwierigkeiten haben. Uns allen muss jedoch klar sein, dass unsere Arbeit am Ende des Tages weniger anhand von “weichen” Faktoren wie Mitgliederzufriedenheit bewertet wird, sondern eben an diesen konkret messbaren Kennzahlen.

Der Mann, der das im Fragebogen von community-management.de sagt, heißt Tom Noeding und ist Community-Manager bei einem Portal, von dem man bisher eher annahm, die Mitgliederzufriedenheit vor messbare Kennzahlen zu stellen: evangelisch.de

In Kategorie: Netz

Der Wert von Foren-Beiträgen

In der vergangenen Woche habe ich an der Akademie für Publizistik ein Seminar zum Thema Community Management gegeben. Dabei wies mich eine Teilnehmerin auf diesen Beitrag aus dem privaten Weblog von Lorenz Lorenz-Meyer, der aus den frühen Anfängen des Community-Managements stammt – und durchaus lesenswert ist:

Doch das eigentliche Problem bei der Löschung bestand nicht in der Technik, sondern in der Reaktion der Teilnehmer. Die waren nämlich zu Recht gekränkt. In vielen der archivierten Texte steckte echtes Herzblut. Lange Tage und Nächte intensiver Diskussionen waren da hineingeflossen, harte Kämpfe um die richtige Formulierung, das beste Argument.

Man lässt sich als Außenstehender leicht davon irritieren und beeinflussen, wieviel Mist in einem solchen Archiv steht. Das ist es, was dem oberflächlichen Betrachter zunächst entgegenspringt. Doch da gibt es auch die anderen Bereiche, hunderte von Seiten konzentriertester Prosa. Manchmal befand sich das Forum über mehrere Tage, ja Wochen in einem kollektiven Hochzustand. Dann befruchteten sich die Besten mit ihren Beiträgen und die Störenfriede kamen kaum zu Wort. All das war nun verloren. Die Teilnehmer hatte einen eigenen Thread eröffnet, um sich per Link auf die Highlights der Forumsgeschichte aufmerksam zu machen. Viele dieser Links zeigten jetzt ins Leere.

In Kategorie: Netz

Der Elefant in deinem Büro

For some of our writers — rightly or wrongly — interacting with readers in any kind of direct way is just not something they feel comfortable with. They are happy to respond to the occasional email, or to engage with someone they meet at a social event, but comments are just too chaotic and foreign in some sense. I think many would much rather that things were still one-way, rather than always a “conversation.” And my sense is that for many, the comments we get don’t really jibe with their vision of what our readers are like (or ought to be like), and so they kind of pretend that they aren’t there, in the same way that people try to ignore an elephant in the room.

Mathew Ingram widmet sich in seinem Blog der Frage Are comments valuable or a waste of time? und kommt zu einer klaren Antwort.

Dazu passt – nicht nur wegen der gleichen Metaphorik – der jetzt.de-Text mit dem Titel Fremde im eigenen Büro, der auf einen Guardian-Text zum selben Thema Bezug nimmt. (via)

Wilhelm von und zu Guttenberg

Man kann darüber streiten, ob der anonyme Wikipedia-Fälscher, der dem neuen Bundeswirtschaftsminister einen Vornamen schenkte, dem guten und richtigen Gedanken von Wikipedia einen Gefallen getan hat, nur um einigen Medien ihr Abschreiben von Wikipedia (oder voneinander) nachzuweisen. Nicht streiten, sondern merken sollte man sich, wie unterschiedliche Medien auf diesen Fehler reagierten. Eine schöne Fallstudie in Sachen Umgang mit eigenen Fehlern:

  • In eigener Sache – bei spiegel.de
  • Wie Freiherr zu Guttenberg zu Wilhelm wurde – Handelsblatt.com
  • Die Welt als Wilhelm und Vorstellung – sueddeutsche.de
  • Die vielen Vornamen … Zeit im Bild (ORF)
  • via

    Die Wahrheit über StudiVZ

    An einem Tisch sitzen auf der einen Seite Dariani im dicken Rollkragenpulli, Brehm in einer Kapuzenjacke, auf der anderen Seite drei Vertreter von Holtzbrinck. Während Dariani schon den Vertrag unterschreibt, klingelt plötzlich das Handy von Michael Brehm, der spricht kurz hinein, legt auf, „das war Oliver Samwer“, spricht er, „wir sollen nicht unterschreiben.“ Samwer ist Veteran der deutschen Gründerszene. Samwer hat bei StudiVZ investiert und berät die Gründer. Dariani starrt Brehm ratlos an, für diese Situation haben sie kein Drehbuch, irgendwann unterschreiben sie dann weiter.

    In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Neon gibt es eine lesenwerte Geschichte namens Der Profil-Neurotiker über Ehssan Dariani und StudiVZ.