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loading: Rosegarden

„Ich will ein Print von dir“ haben die Macher des Online-Magazins Rosegarden über ihre Papier-Crowdfunding-Kampagne geschrieben. Für 11 Euro kann man die Erstausgabe des Magazins zum Thema „Was ist Zuhause?“ bestellen.

Mario Münster hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht ihr?
ROSEGARDEN ist ein unabhängiges Lifestyle- und Gesellschafsmagazin. Seit April 2013 erzählen und besprechen wir als Online-Magazin auf Talk-Veranstaltungen und im Radio die Themen, Ideen und Menschen unserer Tage. Ob Sharing Economy, Pop-Up Kultur, Multioptionalität, Musik, Bücher, Design oder Kunst – wir betrachten unabhängig, neugierig, subjektiv, ironisch, klug, streitbar und lebendig die Welt, in der wir uns bewegen.

Warum macht Ihr es (so)?
Am Anfang aus Spaß und weil wir den vielen Bekannten und Freunden, die großartige Dinge tun, die unseren Alltag bereichern, eine Bühne bieten wollten. Irgendwann hatten wir alle Freunde vorgestellt. Dann haben wir einfach weiter nach den Themen, Ideen und Menschen gesucht, die mit ihrem Tun unsere Tage prägen. Dabei haben wir eine endlosen Hunger auf diese Geschichten entwickelt. Addicted to stories, wenn man so will. Und das an gesellschaftlichen Trends zu spiegeln hört auch nie auf spannend zu sein.

Wer soll das lesen?
Alle, die Freude daran haben mit offenen Augen durch unsere Zeit zu laufen. Überall passiert was: Freunde schreiben Bücher oder haben Ausstellungen, Essen ist plötzlich das neuen Rock ‚n Roll, Leute geben ihre Jobs auf und fangen plötzlich an zu backen. Wir konsumieren das alles und haben Spaß daran. Uns und unsere Leser interessiert aber die Frage: Warum passiert das? Und was bewegt die Menschen, die hinter diesen Ideen und Trends stehen?

Wie geht es weiter?
Nun, wir hoffen natürlich, dass unsere Crowdfunding-Kampagne am Sonntag erfolgreich endet. Dann werden wir mal ein Bier darauf trinken. Und dann werden die Drucker aktiviert und wir werden mit Spannung verfolgen, ob ROSEGARDEN auch als Print-Magazin funktioniert. Das ist ja nicht ohne Spannung. Gleichzeitig liegen aber schon Ideen für das nächste Heft bereit und auch online geht es mit vielen Geschichten und Themen weiter.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Das der Markt der Independent Magazine eine großartige Bereicherung für unsere Medienlandschaft ist. Klar ist das eine Nische aber in dieser Nische, die nicht nur auf Anzeigenkunden achten muss, die nicht immer nur das machen muss, was der Masse gefällt, passiert mit sehr viel Leidenschaft sehr viel Großartiges.

>>> Hier kann man Rosegarden auf IndieGoGo unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:

loading: Gentletent

„Ein Zelt, das super stabil ist und sich selber aufbaut“ – das ist die Vision der Macher von Gentletent. Dafür haben sie ein Zelt entwickelt, das mit sehr wenigen Teilen auskommt und innerhalb von nur einer Minute aufzubauen ist. Auf IndieGoGo haben sie für dieses Gentletent eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Markus Strengberger von Gentletent hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht ihr?
Wir sind Gentletent und entwickeln easy-to-use Camping-Zelte. Einfach heißt in diesem Fall ein Zelt schnell und unkompliziert auf und wieder abzubauen. Und das in weniger als 60 Sekunden. Auch im Bezug auf unseren Designansatz oder die eingesetzten Materialien gehen wir eigenständige Wege. Gentletents sind Airtents, verzichten vollkommen auf Stangen und werden mit Luft aufgepumpt. Unter dem Motto „Kinderleichtes Camping für alle!“ reichen unsere Produkte vom 2-Personen Zelt bis zum großräumigen Vorzelt für Busse und PKW´s.

Warum macht ihr es so?
Wir sind passionierte Camper, Design-, Architektur- und Lifestyle – Begeisterte, die aus eigener Erfahrung wissen: Beim Zelten will man sich nicht stressen und schon gar nicht, über kompliziert aufgebaute und aus Dutzend Teilen bestehende Zelte ärgern. Unsere Gentletents sollen jedem, ob alt oder jung, Single, Pärchen, Familie, Camping-Profis, Laien und allen, die gerne Zeit in der Natur verbringen wollen, genau diese Mühsal und Last nehmen. 2 Jahre haben wir an unseren Zelten entwickelt und nun wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden mittels Crowdfunding den nächsten Schritt zur Serienproduktion vorbereiten.

Wer soll ich dafür interessieren?
Unsere Zielgruppe erstreckt sich quer durch alle Altersgruppen und über jene Menschen, die gerne spontan, mit Freunden oder der Familie verreisen wollen. Durch die einfache Anbindung unserer Zelte an PKW, Bus und Motorrad profitieren auch motorisierte Camper und Reisende von der mühelosen Anwendung unserer Gentletents. Wir sind die Alternative für Menschen, die es gerne unkompliziert haben wollen und trotzdem Wert auf hohe Qualität legen.

Wie geht es weiter?
Unsere Crowdfunding-Kampagne soll uns den nächsten Schritt ermöglichen: Die Serienproduktion. Die gesammelte Summe wollen wir für die Produktion unserer Gentletents und den Marktstart aufwenden. Die Einrichtung der Vertriebskanäle und die Präsenz in unseren Zielmärkten in Österreich, Deutschland und Schweiz ist für Juli 2015 geplant und wird kontinuierlich ausgeweitet.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Zelten geht auch einfacher. Mit Gentletent kommt eine unkonventionelle Zeltalternative, die mit herkömmlichen Zelten nicht vergleichbar ist. Wir produzieren nicht in Asien wie fast alle Anderen und setzen zudem Materialien ein, die auch noch nach Jahren perfekt funktionieren werden.

>>>> Hier eine Gentletent auf IndieGoGo vorab erwerben!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:

Social Media auf der nächsten Ebene – mein Langstrecke-Crowdfunding-Fazit

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Warum wir eine neue Vorstellung davon brauchen, was Crowdfunding ist: ein vermutlich genauso mächtiges Werkzeug wie Social Media.

In 24 Stunden endet ein Experiment, von dem man mir noch vor wenigen Monaten sagte, es sei unmöglich: Ein Verlag, der auf einer Crowdfunding-Plattform ein neues Produkt anbietet – das galt vielen als undenkbar. Mir haben die vergangenen Wochen mit „Süddeutsche Zeitung Langstrecke“ auch deshalb so viel Freude gemacht, weil sie bewiesen haben: Knapp 1000 Leser (fast 800 bei Startnext und über 200 im SZ-Shop) halten es nicht für unmöglich, das Magazin (eines Verlages) zu kaufen, das es noch gar nicht gibt. Es ist im Gegenteil sogar möglich, dass in einem solchen Magazin vorab Anzeigen gebucht werden.

Allein auf Startnext sind so über 33.000 Euro vorab zusammengekommen. Ob das viel oder wenig Geld ist, sollen andere beurteilen. Ich finde interessant, dass es möglich ist, auf diese Weise und auf einer Plattform wie Startnext neue Produkte zu testen und zu verkaufen. Da das Team von Startnext unser Experiment von Anfang an betreut hat und uns auch darin bestätigt hat (vielen Dank!!), will ich das Langstrecke-Finale zu einem kleinen Crowdfunding-Fazit nutzen. Ich glaube nämlich, dass wir einen neuen Begriff für diese Art des Bezahlens brauchen – oder dass wir zumindest darüber nachdenken sollten, die allgemeine Vorstellung dessen, was Crowdfunding ist, zu verändern.

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Es geht – wie zu Beginn von Langstrecke geschrieben – nicht mehr nur darum, dass Produzenten und Konsumenten gemeinsam ein Ziel erreichen, das für jeden allein unerreichbar wäre. Dieser Aspekt, der gemeinhin als Bitten zusammengefasst wurde, wird mehr und mehr ergänzt um ein grundsätzlich verändertes Verhältnis zwischen Produzenten und Konsumenten. Sie treten in einen Dialog, sie sprechen vorab miteinander, sie erleben gemeinsam einen Prozess statt nur ein Produkt zu ver-/kaufen. Jerry Needle, der bei der großen amerikanischen Plattform IndieGoGo für Marketing zuständig ist, hat kürzlich davon gesprochen, dass Crowdfunding die gleichen Folgen haben wird wie das Aufkommen von Social Media vor zehn Jahren. Seine These:

„Where social media allowed people to share and communicate, allowing things to happen through communication, crowdfunding has added a commerce element, so that people aren’t just sharing ideas but to actually raise money for them to make them a reality.“

Needle prognostiziert, dass in ein bis zwei Jahren Crowdfunding fester Bestandteil jeder Agenturarbeit sein wird – weil ganz selbstverständlich auch große Unternehmen, die Optionen nutzen werden, die in dieser neuen Kommunikation mit möglichen Kunden liegt. In dem kurzen Interview bei Mashable zeigt Needle wie der Elektronikkonzern Philipps auf diese Weise Innovation im Unternehmen vorantreiben will. Auf Startnext gibt es ein Beispiel des Energieversorgers EnBW, bei dem der Solarschirm Dalia via Crowdfunding produziert werden sollte. Der Sonnenschirm, der Solarzellen in sich trägt, hat sein Ziel von 50.000 Euro nicht erreicht – und vermutlich war das für EnBW sehr lehrreich.

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Jetzt könnte man sich fragen, ob man beim drittgrößten Energieunternehmen Deutschland tatsächlich um 50.000 Euro für die Produktion eines Sonnenschirm bitten muss – oder man folgt der Perspektive von Jerry Needle und erkennt, dass das Unternehmen hier quasi in einem Markttest mehr Erkenntnis gewonnen hat als man an der bloßen Summe von 13.615 Euro erkennt, die auf der Startnext-Seite steht.

Als die heute großen Social-Media-Plattformen aufkamen, wurden die ersten Nutzer verlacht oder zumindest naserümpfend angesehen. Ähnlich verhält es sich gerade mit dem allgemeinen Blick auf das Phänomen „Crowdfunding“, es wird als Randthema wahrgenommen. Als eine Bezahlmethode für diejenigen, die es im klassichen Betrieb nicht schaffen. Ich glaube, dass dies ein Trugschluss ist. Die Vorstellung von Crowdfunding wird sich in den nächsten Jahren radikal verändern. In seinem Jahresrückblick rechnete die Plattform Kickstarter vor, dass 2014 minütlich 1000 Dollar über die Plattform gezahlt wurden. Das ist viel Geld – und in jedem Fall ausreichend viel Geld, um das Interesse am Crowdfunding bei Menschen zu wecken, die sich mehr für Geld als für Naserümpfen interessieren. Was ich meine: Vermutlich hat Jerry Needle nicht unrecht, wenn er die Optionen aufzeigt, die im Crowdfunding liegen.

Wer sich für Crowdfunding interessiert, kann diesen Ratgeber, den ich zum Thema geschrieben habe, lesen und hier den loading-Newsletter abonnieren, in dem ich spannende Crowdfunding-Projekt vorstelle:


loading: ProtonMail

Die Antwort auf die Frage warum vergleichweise wenige Menschen verschlüsselte Kommunikation nutzen, lautet oft: Weil leicht benutzbare Angebote fehlen. Die Gründer des Dienstes ProtonMail wollen das jetzt ändern: mit einer Crowdfunding-Aktion auf IndieGogo sammeln sie das nötige Budget, um ein Mail-Angebot zu realisieren, das so einfach zu bedienen ist wie Hotmail oder Gmail – aber auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt.

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„E-Mail als sicheres Medium der Kommunikation ist grundlegend beschädigt“, schreiben die Macher von ProtonMail in ihrem Blog. Es gibt zahlreiche Ansätze, darauf zu reagieren und leicht bedienbare Verschlüsselungen zu realisieren. Kullo und Tutanota zählen dazu – und jetzt ProtonMail, das mit den Angeboten unseen.is oder Lavaboom vergleichbar ist. Das Privacy Handbuch urteilt über diese Dienste: Sie „bieten viele Vorteile für Normalanwender, die ihre E-Mails bisher im Webinterface von GMail, Yahoo! oder Hotmail bearbeiten. Sie sind allerdings nicht State-of-Art im Bereich anonyme, unbeobachtete Kommunikation.

Vielleicht ermöglichen sie aber einen leichten Zugang zum Thema Verschlüsselung für Normalanwender. Jedenfalls hat ProtonMail-Gründer Andy Yen, dem ich den loading-Fragebogen geschickt habe, die Fundingsumme von 100.000 Dollar bereits weit überschritten. Fast 4000 Menschen unterstützen das Projekt von Andy Yen und seinen Kollegen, die zum Teil am Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz arbeiten. Andy schreibt:

Wir mögen die Idee des Crowdfundings weil wir so das Budget erhalten, um den Dienst zu entwickeln – ohne jedoch die Kontrolle zu verlieren weil wir Teile des Unternehmens verkaufen müssten. Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass kommerzielle Interessen niemals Kontrolle über unser Unternehmen bekommen – und wir können dafür sorgen, dass die Privatsphäre der Nutzer tatsächlich oberste Priorität hat.

Statt die weiteren Fragen aus dem loading-Fragebogen zu beantworten, verweist er auf das Presse-PDF und die zahlreichen Berichte über ProtonMail – zum Beispiel bei Forbes, PC Welt, t3n und bei der NZZ.

>>> ProtonMail hier auf IndieGogo unterstützen

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:

loading: Rock Bottom

In den Projekten, die im loading-Newsletter vorgestellt werden, geht es immer auch um Kunst und Geld. Im Fall von Rock Bottom ist das auch das inhaltliche Thema. In der „Rock Bottom – Songs of no money“ genannten Dokumentation stellen Marc Helfers und Martin Groß die wahren Helden des weltweiten musikalischen Untergrunds vor. Dass es dabei nicht immer um die großen Bühnen und das große Geld geht, verrät bereits der Untertitel, der den Film als eine „feature documentary about poverty and Rock´n´Roll“ beschreibt.

Ich habe Martin Groß den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Mein Kollege Marc Helfers und ich betreiben die Neue Stereo Filmproduktion. In unserer täglichen Arbeit werden wir von Plattenfirmen, Musikern, Veranstaltern, ect. gebucht um Musikvideos oder auch dokumentarische Arbeit für Promonutzung, Bonus DVDs, etc zu produzieren.
Das ist auch super und macht Spaß, aber mit dem Projekt „ROCKBOTTOM – Songs of no Money“ wollen wir mal auf die andere Seite gucken. Dahin, wo es eben keine Plattenfirma und kein Geld gibt, aber trotzdem viel Talent der Musiker, die wir portraitieren wollen. Deshalb sind wir jetzt bei Indiegogo

Warum machst du es (so)?
Das schliesst nahtlos daran an. Wir haben halt keinen Auftraggeber für das Projekt und wollen zum jetzigen Zeitpunkt auch gar keinen haben. Es soll ein freies Projekt sein und an der Geschichte ausgerichtet sein. Nicht daran, dass wir irgendwelche Bedürfnisse von Kunden erfüllen müssen. Deshalb bitten wir die potentiellen Zuschauer des Films um Unterstützung für die sie aber auch etwas bekommen. Zum Beispiel den fertigen Film im nächsten Jahr oder auch einiges andere…

Wer soll das anschauen?
Den Film sollen sich dann alle angucken, die sich für Musik interessieren und gerne abseits des Mainstreams und der ausgetretenen Pfade bewegen.

Wie geht es weiter?
Die Kampagne läuft nun seit ein paar Tagen. Wir haben sehr positive Resonanz von Medien, Blogs, Radiosendern, etc, die darüber berichten und berichten werden und machen diesbezüglich weiter Wirbel…
Zudem sammeln und verbreiten wir Unterstützer-Botschaften von Musikern mit denen wir sonst arbeiten und die das Projekt gut finden: Maxim, Tocotronic, Malia, Andreas Bourani, Erik Langer von Kettcar, Josephine und einigen anderen interessanten und prominenten Menschen aus unserem Umkreis,.B. Katharina Schüttler oder Hartje Andresen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es hängt an so vielen Faktoren, ob Musiker (und letzlich auch andere Künstler) kommerziell erfolgreich sind und nicht in erster Linie am Talent. Wir halten die Musiker aus unserem Filmvorhaben für sehr talentiert und glauben, dass sie eine größere Bühne verdient haben. Vielleicht ist es aber als Künstler auch grade gut, nicht kommerziell erfolgreich zu sein
und in die damit verbundenen Zwänge zu geraten…? Wir gehen mit dem Film unter anderem auf die Suche nach dieser Frage…

rockbottom

>>> Hier Rock Bottom auf Indiegogo unterstützen!

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loading: Finanzierungsnachweis für Odday Alatiki

Crowdfunding kann nicht nur bei eigenen Projekten helfen, man kann es auch einsetzen, um anderen zu helfen. Genau das versuchen die Journalisten Rico Grimm und Detlef Gürtler gerade. Letzterer hat den loading-Fragebogen zu dem Projekt für den 20-jährigen Odday Alatki beantwortet.

Give Odday a Chance from Detlef Guertler on Vimeo.

Was machst du?
Wir versuchen, einem jungen Syrer ein Informatik-Studium in Deutschland zu ermöglichen. Odday Alatiki, so heisst er, stammt aus Daraa im Süden Syriens, ist gerade 20 geworden und musste vor dem Bürgerkrieg ins Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien fliehen. Er war einer der besten Schüler, den es je an seiner Schule in Daraa gab, und er möchte Informatik studieren – in Deutschland. Die Technische Universität Clausthal hat eine bedingte Zulassung für ihn ausgestellt. Der Deutschkurs in Clausthal-Zellerfeld soll Ende Januar beginnen. Und am 21. Januar hat er einen Termin in der Deutschen Botschaft in Beirut, um ein Studentenvisum zu bekommen. Alles, was er dafür noch benötigt, ist ein Finanzierungsnachweis. Im deutschen Einwanderungsrecht bedeutet das: ein Sperrkonto mit einem Mindestbetrag von 8040 Euro. Wir versuchen, über eine Indiegogo-Kampagne dieses Startkapital für Deutschland zusammenzubekommen.

Warum machst du es (so)?
Weil wir glauben, dass Odday eine Chance verdient hat. Weil wir ihm zutrauen, den Start in Deutschland und an der Uni zu schaffen; weil es um eine (für uns Deutsche) vergleichsweise einfache Finanzierungsform geht – Geld muss auf ein deutsches Konto eingezahlt werden; und weil Odday selbst es nicht machen kann: Als Syrer darf er nicht einmal eine solche Kampagne starten, weil sein Land auf der US-Sanktionsliste steht.

Wer soll das lesen?
Jeder, der bei der Beschäftigung mit dem syrischen Bürgerkrieg das Gefühl hatte bzw. hat, da doch nichts ändern zu können, ja nicht einmal zu wissen, was richtig und was falsch ist. Weil sie hier eben doch etwas tun und ändern können. Wir garantieren dafür, dass der komplette Crowdfunding-Betrag Odday zugute kommt (alle Gebühren übernehmen wir), und dass er für nichts anderes verwendet werden kann als für sein Studium in Deutschland – that’s what Sperrkonten are made for.

Wie geht es weiter?
Am 12. Januar endet die Indiegogo-Kampagne. Wenn es gut läuft, mit einem ausreichend gefüllten Konto, um Odday sein Studium in Deutschland zu ermöglichen. Und wenn eine gute Woche später beim Termin in der deutschen Botschaft in Beirut dann alles glatt geht, können wir noch im Januar Odday in Deutschland begrüssen. Und alle, die mit 200 Euro zur Kampagne beigetragen haben, erhalten dann ein Foto von seinem ersten Tag in Deutschland, mit handgeschriebener Widmung auf der Rückseite.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Alles geht. Es müssen nur mehr probieren. (Ludwig Hirsch)


Hier das Projekt auf Indiegogo unterstützen!

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