Benoit Richaud ist in den letzten Tagen in zahlreichen Videos in meiner Timeline aufgetaucht. Denn Benoit Richaud hat 13 unterschiedliche Jacken, die er bei den Olympischen Spielen in Mailand anziehen muss. Benoit Richaud ist Trainer von 16 Eiskunst-Läuferinnen und -Läufern aus 13 Nationen – und er will sie jeweils in den passenden Nationalfarben unterstützen.
Damit ist er zu einem viralen Olympia-Star geworden: der fleißigste Mann der Olympischen Spiele
Spannender als die Frage nach seiner Arbeitsbelastung finde ich die Frage, was für ein Trainer er ist. Denn unterschiedliche Athlet:innen unterschiedlicher Nationen vertrauen ihm – das deutet darauf hin, dass Richaud seine Stärke nicht darin hat, andere schlecht zu machen. Benoit Richaud muss vielmehr ein Coach sein, der seine Stärke im Support, im Fördern seiner Athleten hat. Aber es geht noch weiter: Er ist vor allem eine Choreograph, ein Künstler. In einem Interview erklärt er, was ihn an seiner Arbeit fasziniert:
Ich sehe Eiskunstlauf als etwas viel Größeres als nur einen Sport. Ich möchte die Choreografie nutzen, um mit der Welt zu kommunizieren und eine viel größere Botschaft zu vermitteln. Das Ziel ist es, … ich könnte sagen, Licht zu spenden. Ich möchte Momente schaffen, die die Menschen nicht vergessen werden. Das kann für meine Eiskunstläufer sein oder für jeden, der Eiskunstlauf sieht. Wenn ich Momente schaffen kann, die für immer in ihnen bleiben, dann bin ich sehr glücklich.