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Mr. LulzSec vs. The New Yorker

Unlängst trafen sich in meiner Twitter-Line Eustace Tilley und Mr. LulzSec – die beiden sind die Profilfotos vom Twitter-Account von The New Yorker und der Hacker-Gruppe LulzSec

… dabei fragte ich mich: Ist es Zufall, dass sie sich derart ähnlich sehen? Oder gibt es da einen kulturellen Bezug, der sich mir nicht erschließt (z.B. weil er sich auf so weit hinten liegenden Google-Seiten versteckt, dass ich ihn nicht finde?)?

Hacker-Kultur

Bei jetzt.de habe ich über den Angriff von LulzSec auf die Webseiten von Murdoch gestern Nacht geschrieben – in dessen Verlauf die Hacker auf diese Forderung kamen. Ich denke, da könnte was dran sein:

Diesen Widerstands-Charakter des Umleitungs-Hacks darf man nicht unterschätzen. Denn genau diese Haltung gegen das Establishment, gegen „die da oben“ und konkret den bösen Murdoch, lässt den Angreifern die Sympathie zumindest aus dem Netz zufliegen. Sie macht zu weiten Teilen auch den Zauber aus, der viele Twitter-Nutzer heute Nacht wie eine spannende TV-Übertragung bannte. Nimmt man die hohe Anzahl an Retweets als Maßstab, muss man annehmen, dass nicht wenige Menschen mit dabei waren. als LulzSec dem mächtigen Murdoch demonstrierten, dass sie auch Macht haben – zumindest diejenige, eine seiner Webseiten für eine Weile umzuleiten.
(…)
Ob man diese Form des Protests gut heißen mag oder nicht, sicher scheint: Die Nacht zum 19. Juli 2011 markiert einen wichtigen Schritt im Wachsen einer neuen Protest-Kultur im Internet. Und es wird nicht ausreichen, im Umgang damit auf die Unrechtmäßigkeit ihres Tuns zu verweisen.

Den ganzen Text mit dem Titel Hacken als Live-Spektakel in Echtzeit gibt es bei jetzt.de

Die Datenbefreier: Lesetipps

Unter dem Titel Die Daten sind frei schreibt der Kollege Andrian Kreye heute über WikiLeaks und den Aufstieg der Hacker. Darin heißt es:

Dieses Grundgefühl der Verfolgung teilen die meisten Hacker. Ebenso wie die Auffassung, letztlich vielleicht nichts Erlaubtes, aber jedenfalls nichts Böses zu tun. Die Mentalität des Hackens wurzelt tief in der Lust der Naturwissenschaften am Experiment und am Nervenkitzel der mathematischen Problemlösung. Und dazu gehört auch der Spaß, Dinge zu tun, nur weil sie technisch möglich sind. Das sind Reizschemen, die nur wenige Menschen in Euphorie versetzen. Auch deshalb ist die Subkultur der Hacker so schwer verständlich. Das Selbstverständnis der Hacker aber gründete sich in einem Credo, das letztlich ein mathematisches Pendant zum Grundsatz der Aufklärung ist: Alle Daten sind frei.

Das Spannende an dem Text: Er erscheint zur gleichen Zeit wie das Time-Stück The Men Who Stole the World, in dem das Time-Magazin dem Schicksal von Hackern nachspürt, die musikalische Daten befreit haben.

Der Text handelt von Shwan Fanning (dem Napster-Gründer), von dem als DVD-Jon bekannt gewordenen Jon Lech Johansen, von WinAmp-Erfinder Justin Frankel und von Bram Cohen, dem Erfinder von BitTorrent. Er ist sehr lesenswert und müsste eigentlich noch um Peter Sunde ergänzt werden – der hier schon mal als Flattr-Gründer auftauchte und gerade von sich reden macht, weil er attempting to create p2p alternative to ICANN.