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Mühen des Community Managements

Community-Management bedeutet für mich die Betreuung einer Community. Austausch, Vernetzung und von einander lernen. Leider sieht die Realität anders aus. Gerade Foren dienen oftmals der egoistischen Selbstdarstellung von Menschen, die im realen Leben keine Aufmerksamkeit erlangen.

Beatrix Gutmann beantwortet im Community Management Blog Fragen zu ihrer Arbeit als Community Managerin bei derwesten.de – sehr offen und sehr ehrlich. Spannend nachzulesen ist das Interview auch deshalb, weil unter dem Text Thomas H. Kaspar (Chefredakteur Community bei CHIP und Autor des Buchs Web 2.0 – Geld verdienen mit Communitys) seine Einschätzungen ergänzt und auf folgende Schlußfolgerung bringt:

Vielleicht hilft Dir eines meiner Lieblings-Mantras für Community-Manager weiter: In dem Satz ‚ÄúIch liebe dich nicht‚Äù sind drei Wörter ‚ÄúIch liebe Dich‚Äù und nur eines ‚Äúnicht‚Äù. Die Kunst des Community Managers ist es nun, diese vorhandene Energie zu finden und zu nutzen und das ‚Äúnicht‚Äù verschwinden zu lassen.

via

Ultimate Community Management FAQ

1. How many hours do you work?
2. How do you prioritize your tasks?
3. How do you decide where to spend your time on social networks?
4. What else do you do besides social network stuff?
5. Where does your job live within the organization, and how big is your team?
6. What metrics do you use to justify your position?
7. What tools do you use?
9. What do you love about your job?
10. What would you change?
11. How do I convince our company we need a community position?
12. What music do you listen to while you work?

Amber Naslund beantwortet im The Ultimate Community Management FAQ die 12 wichtigsten Fragen für Community Manager

Community-Management

1. Die Liebe zum eigenen Job!
2. Begeisterung andere zu begeistern.
3. Schneller und flexibler Support.
4. Witzige, mitreißende und offene Persönlichkeit.
5. Kenntnis über das Unternehmen bzw. die Marke selbst.

Die Webguerillas geben eine (wie mir scheint) etwas einfache Antwort auf die Frage Was braucht man zum Community Manager?, die allerdings auf den 5 Essential Traits for Community Managers von Mashable basieren.

Wenn Leser mit Journalisten reden

Siobhain Butterworth ist readers editor beim Guardian.
Dass man dort – Stichwort Stylebook – sehr viel transparenter mit Fragen von richtig und falsch umgeht, war hier schon mal Thema. Deshalb gibt es dort unter anderem überhaupt Leute wie Frau Butterworth. Die hat in ihrer aktuellen Kolumne jetzt die Frage aufgeworfen, wie Journalisten und ihre Leser im Netz miteinander umgehen sollen. In Open door stellt sie fest:

The web transformed the landscape for journalists; along with advertising revenues, journalism migrated online and writers can find themselves leading a double life appearing both in print and in the blogosphere where, if content is still king, community is next in line for the throne.

Anschließend versucht sie – aufbauend auf dieser Feststellung – eine Analyse des manchmal etwas komplizierten Verhältnisses:

You can see why journalists might be reluctant to join online conversations. Imagine that you arrive at the office one morning, you take your coat off and you’re just sitting down when a crowd of masked strangers bursts in, gathers around your desk and spends the rest of the day making derisory comments about the way you do your job. Work, for journalists whose newspaper columns are posted online, can sometimes feel a bit like that.

In den Kommentaren zu dem Text wird später darauf hingewiesen, dass die Metaphorik, seine Leser also Kunden als „masked strangers“ zu bezeichnen, nicht geglückt sei. Um allerdings zu verstehen, wie es sich für manche Autoren anfühlen muss, ist dieses Bild womöglich gar nicht falsch. Denn – zu diesem Fazit kommt Butterworth nach einer Umfrage in der Guardian-Redaktion – das Feld ist sehr neu:

The participation of journalists in discussion threads is a relatively new mode of communicating with readers and, as yet, there is no established etiquette.

Zu einem ähnlichen Schuss sind wir hier auch schon mal gekommen. (via andydickinson.net)