Alle Artikel mit dem Schlagwort “krautreporter

loading: ecke:sócrates

Im Sommer findet in Brasilien die Fußball-WM statt. Tobias Zwior freut sich auf das fußballerischer Großereignis und will es mit einem journalistischen Projekt begleiten: Vor einer Woche ist ecke:sócrates auf Krautreporter gestartet. Ich habe Tobias den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Ich arbeite gerade an meinem ersten eigenen journalistischen Projekt. ecke:sócrates – Das Hintergrund-Journal zur WM 2014 in Brasilien. Seit einer Woche ist das Crowdfunding jetzt online und ich merke immer mehr, dass das Projekt 24/7 in meinem Hinterkopf rumort, agiert, mich fordert. Und das ist gut so!

Warum machst du es (so)?
Weil ich finde, dass ecke:sócrates ein sehr wichtiges Thema bedient. Das vorerst letzte Mal für über ein Jahrzehnt findet eine Fußball-WM in einem Land statt, das den Namen „Fußball-Land“ auch verdient. Brasilien. Fußball ist trotzdem nur eine Facette dieses Landes. Und da sehe ich die Gefahr, dass jetzt im Vorhinein zwar immer wieder die enormen gesellschaftlichen Probleme Brasiliens thematisiert werden, sich während der WM dann aber die gesamte mediale Aufmerksamkeit komplett auf den Fußball richtet. Dazu möchte ich ein (wenn auch nur kleines, unvollständiges) Gegenangebot schaffen – und vor Ort in Reportagen, Porträts, Interviews möglichst nah am Menschen über die Hintergründe dieses Großereignisses berichten.
Außerdem hatte ich schon länger Lust, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und da ich sowieso für ein Auslandssemester in Südamerika bin, bei mir eine chronische Fußballobsession diagnostiziert wurde und da ich Gesellschaftsjournalismus mag, kann ich diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen. Ich musste dieses Crowdfunding-Experiment einfach wagen.

Wer soll das lesen?
Menschen, die von der WM elektrisiert sind, die sich am Tag drei WM-Spiele im Fernsehen anschauen, die den ganzen Tag über nichts anderes reden als die WM – und die in einer ruhigen Minute am Abend dann vielleicht doch nochmal wissen möchten, was „sonst noch so los ist“ in Brasilien. Alles in allem also eine ziemlich große Zielgruppe ;)

Wie geht es weiter?
Es geht zunächst einmal nur weiter, wenn die anvisierte Crowdfunding-Summe von 2200 Euro bis zum 7.2. erreicht wird. Damit steht und fällt das Projekt. Bis dahin werde ich alles dafür tun, dass das klappt und wenn es sein muss auch noch meinen Banknachbarn aus der 2. Klasse der Grundschule über Facebook aufstöbern und ihn fragen, ob er ein paar Euros beisteuert.
Sollte es tatsächlich klappen, werde ich als erstes die Reise und Unterkünfte innerhalb Brasiliens organisieren und dann weitere Kontakte knüpfen und Themen recherchieren, was das Zeug hält. Damit ecke:sócrates für den 12. Juni, wenn in São Paulo der erste Ball rollt, bereit ist.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wer der Namenspate meines Projekts, Sócrates, war. Kein Philosoph, sondern ein außergewöhnlicher Fußballer, Politiker, Arzt, Mensch. Eine seltene Kombination.

Hier kannst du ecke:socrates auf Krautreporter unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Das Firmengeflecht der Stadt Köln

Der Journalist Marvin Oppong will das Firmengeflecht der Stadt Köln untersuchen. Deshalb hat er auf Krautreporter ein Projekt eingestellt, zu dem er hier den loading-Fragebogen beantwortet.

Was machst du?
Ich untersuche, an welchen fragwürdigen Firmen sich die Klüngelhauptstadt Köln beteiligt. Köln hält Beteiligungen in einem Geldwäscheparadies und in einer Sonderwirtschaftszone in Asien. Die Koelnmesse – eine Beteiligung der Stadt, die in einen Skandal verwickelt war – hat eine Tochter in Indien, die aktiv für Aussteller aus der Verteidigungsbranche wirbt. Zudem hält Deutschlands Klüngelhauptstadt Beteiligungen an Firmen in Mailand, Chicago oder Rumänien. Im letzten offiziellen Beteiligungsbericht der Stadt waren nicht alle Beteiligungen der Stadt aufgeführt. Ich will auch schauen, ob die Stadt Köln über ihr Firmengeflecht von Steuersparmodellen profitiert, die hierzulande auch von Politikern der in Köln regierenden CDU kritisiert werden.
Ich recherchiere im Internet, richte Anfragen an Behörden, Tochtergesellschaften, Aufsichtsratsmitglieder und Mitglieder des Finanzausschusses des Rates der Stadt Köln und wühle im Handelsregister.

Warum (machst du es so)?
Ich möchte in erster Linie als Journalist die Allgemeinheit und insbesondere die Kölner Bürger informieren. Das Thema „Beteiligungen von Kommunen“ interessiert mich aber auch persönlich. Als ich sechszehn war, habe ich im Beteiligungsbericht der Stadt Münster gelesen, dass die Stadt an einem Windpark auf der Nordseeinsel Borkum beteiligt ist. Das hätte ich mir damals nicht vorstellen können. Vor ein paar Wochen habe ich im Internet nachgeschaut, wo die Städte Berlin, Köln, München und Hamburg Beteiligungen halten. Und die Stadt des Klüngels, Köln, hatte weitaus am meisten Firmenbeteiligungen im Ausland. Da sich einige davon in Steueroasen befinden, müssen sie in Köln beziehungsweise in Deutschland keine Steuer zahlen, Kapital fließt ab.

Wer soll das lesen?
Leute, die aus dem Raum Köln kommen oder diejenigen, die sich für den Kölner Filz interessieren. Manche Aspekte der Recherche lassen sich auch auf andere Städte und Gemeinden in Deutschland und den Bund übertragen, die ebenfalls Beteiligungen an Firmen in Steueroasen halten. Auch andere Punkte haben über Köln hinaus Bedeutung, etwa ein Rechtsstreit der Koelnmesse, die die Spielemesse Gamescom und die Lebensmittelmesse Anuga ausrichtet, mit einem Fonds, der im September vom Europäischen Gerichtshof entschieden wurde und noch andauert.

Wie geht es weiter?
Ich kann nicht über alle Details meiner Recherche Auskunft geben, da sonst die betreffenden Stellen direkt Bescheid wissen. Zurzeit besorge ich mir Handelsregisterauszüge, Bilanzen der einzelnen Auslandsbeteiligungen und spreche mit Experten für internationales Steuerrecht.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wieviele Firmen deutsche Städte und Gemeinden und der Bund in Steueroasen besitzen.

Hier kann man die Recherche von Marvin Oppong unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Das IOC-Buch

Im Wikipedia-Artikel über Jens Weinreich steht: „Obwohl Weinreich vorwiegend als Sportjournalist tätig ist, unterscheidet sich sein Werk deutlich von der üblichen Berichterstattung.“ Das bezieht sich auf die Themen, aber auch auf die innovativen Zugänge, die Weinreich zu seinem Beruf wählt.

Jetzt hat er auf Krautreporter des Projekt „IOC-Buch“ gestartet. Im loading-Fragebogen erklärt er, was sich dahinter verbirgt:



Was machst du?
Ich bin Journalist und beschäftige mich mit seit vielen Jahren mit Themen der internationalen Sportpolitik, mit Korruption und Compliance-Fragen. Im September wird der mächtigste Mann des Weltsports gewählt, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Das wird wahrscheinlich der Deutsche Thomas Bach. Gleichzeitig laufen alarmierende globale Machtverschiebungen im milliardenschweren Sportbusiness ab. Ölscheichs, Oligarchen und despotische Politiker wie Wladimir Putin dominieren die Szene, bestimmen über Mega-Events, Profit und Positionen, bringen ihre Marionetten in Stellung. Auch Bach ist bestens vernetzt und wird u.a. von einem dubiosen Scheich aus Kuwait unterstützt, der mal OPEC-Präsident war. Das alles will ich durchleuchten, so gut es geht – auch mit Hilfe der Crowd. Über diese Themen blogge ich, schreibe für Zeitungen, habe Filme und Bücher gemacht – nun will ich zu diesem sporthistorischen Anlass der IOC-Vollversammlung im September in Buenos Aires ein Ebook schreiben.

Warum (machst du es so)?
Auf herkömmlichen Wege, etwa über Buchverlage oder in dem ich meine Recherchereisen mit aktueller Berichterstattung für verschiedene Medien finanziere, kann ich ein solches Buchprojekt nicht stemmen. In Recherche investieren nur wenige Medien. Also versuche ich es selbst – über Crowdfunding. Die Interessenten kaufen ihr Buch vorab. Sie finanzieren meine Arbeit, meine Reisen, die Recherchen, auch ein Lektorat, juristische Unterstützung und vielleicht eine englische Übersetzung. Aber mehr noch: Es geht mir gleichzeitig um Crowdsourcing, ich baue immer auf meine Diskutanten – ja, ich nenne die Kundschaft nicht mehr Rezipienten, weil Journalismus für mich u.a. ein Diskussionsprozess ist. So wird diese Buchproduktion ebenfalls zum Diskussionsprozess, denn ich schreibe nicht im stillen Kämmerlein, sondern etliche Passagen gewissermaßen live, vor Ort, dort wo ich recherchiere. Die aktuelle Berichterstattung von der entscheidenden IOC-Session in Buenos Aires im September gehört mit zu diesem Projekt. Fast zwei Wochen 24/7, so wie ich es bei anderen Highlights wie Olympischen Spielen oft gemacht habe. Diese Art von sportpolitischer Live-Berichterstattung, Analytik in Echtzeit quasi, ist nicht alltäglich.

Ganz wichtig dabei: Ich zeige im Buch nicht nur die Machtstränge hinter der glänzenden Fassade des Olympia-Business auf, ich behandele dabei konsequent auch journalistische Themen – wie recherchiere ich, wer spricht mit mir, welchen Einfluss haben Spin-Doktoren und Propaganda, wer behindert Journalismus, wie lassen sich Journalisten und Medien instrumentalisieren, welche Chancen hat Journalismus in diesem Metier überhaupt noch? Das alles werde ich sehr plastisch beschreiben. Zudem arbeite ich mit Links, Fußnoten, Dokumenten – Nachprüfbarkeit und das Bereitstellen von Quellen und Daten sind essentiell in meiner Arbeit.

Wer soll das lesen?
Jeder politisch denkende Mensch. Das ist kein Sportbuch, sondern ein Polit- und Wirtschaftskrimi. Es ist alles dabei: Sex and Crime und ein bisschen Weltverschwörung. Wer liest nicht gern solche Krimis? Wenn Thomas Bach IOC-Präsident wird, ist das die wichtigste Personalie in der gesamten deutschen Sportgeschichte. Da möchte ich mich dann schon ganz gern der Wahrheit annähern, das Business, die Marionettenspieler und deren Puppen
beschreiben. Da sollte dieses Buch Pflichtlektüre sein.

Wie geht es weiter?
Während der Finanzierungsphase, die bis zum 8. Juli läuft, mache ich weiter normal meine Arbeit. In dieser Woche muss ich zum Beispiel eine Reise nach Lausanne in die IOC-Konzenzentrale finanzieren. Ich werde dort für einige Medien berichten, bloggen, filmen, Fotos machen, vor allem aber viele Gespräche führen und andere Treffen vorbereiten. Sollte die Projektsumme von 10.000 Euro zusammen kommen, kann ich wichtige Recherchereisen machen, ich muss zum Beispiel nach Russland, nach Afrika, mehrfach in die Schweiz. Ich kann meine Arbeit dann viel konzentrierter erledigen, weil ich, zum Beispiel, nicht um jedes Flugticket mit kleineren Geschichten kämpfen müsste, sondern weil diese Kosten abgedeckt wären.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dieses Buch wird ein Stück Aufklärung über eine Milliardenbranche, die mit Emotionen handelt. Es geht um Geschäfte in der Grauzone von Sport, Wirtschaft und Politik, um Korruption, um eine Parallelgesellschaft mit eigenen Gesetzen. Ich kann da etliche Erklärungen und Analysen bieten, weil ich mich seit mehr als zwanzig Jahren intensiv in dieser Szene bewege und versuche, meinen Job als Journalist zu machen und Aufklärung zu liefern. Jeder kann das Buch besser machen, in dem er es vorab kauft, meine Recherchen finanziert, sich an der Diskussion beteiligt, Hinweise gibt, mich kritisiert – die Möglichkeiten sind vielfältig. Jeder Unterstützer bekommt dafür vor der IOC-Session im September ein Dossier, nach der Wahl des IOC-Präsidenten ein Ebook, und einige Goodies. Unterstützer bekommen also vor allem ein Produkt harter Arbeit und eines modernen Journalismus unter schwierigen Bedingungen. Ich finde, das ist ein fairer Deal.

>>>>Hier das „IOC-Buch“ kaufen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Freienbibel

„Deutschland braucht freie Journalisten“, mit diesen Worten beginnt eine Crowdfunding-Kampagne, die Antwort auf die Frage geben will: Was brauchen freie Journalisten? Die Antwort lautet: die Freienbibel. So heißt das Handbuch, das die Freischreiber über die Plattform Krautreporter finanzieren wollen.

Ihr Vorsitzender Benno Stieber hat den loading-Fragebogen beantwortet.

Was macht Ihr?
Ein Profi-Handbuch für freie Journalisten, mit den wichtigsten Informationen die unsere Mitglieder brauchen, um ihren Job auch in Zukunft gut und professionell zu machen. Schön lesbar soll das Buch auch noch sein und auch hübsch anzusehen.

Warum (macht Ihr es so)?
Weil es immer den Wunsch gab, dass Freischreiber nicht ausschließlich im Digitalen stattfindet, fanden wir es gut, ein echtes Buch zu machen. Und Crowdfunding passt gut zu Freischreiber. Denn wir waren ja schon immer eine Selbsthilfegruppe im besten Sinne. Haben Lesereisen und einen Kongress organisiert. Und wir sehen die Aktion bei Krautreporter auch als Experiment, mit dem wir auch Erfahrungen sammeln können, für die Arbeit von freien Journalisten.

Wer soll das anschauen?
Alle, die Freischreiber sind.

Wie geht es weiter?
Am Ende schauen wir in den Topf, ob das Geld beisammen ist, und ob wir das Buch machen können. Dann werden unsere Autoren gebrieft und wenn das alles klappt, bekommen im Herbst alle Unterstützer und alle Neumitglieder dieses Buch.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Unter welchen Bedingungen heute viele Geschichten entstehen, die sie in Zeitungen und Magazinen lesen. Denn Qualitätsmedien zahlen häufig traurige Honorare. Aber die Leser sollten auch wissen welche Kreativität Journalisten gerade in diesen unsicheren Zeiten entfalten können. Die Freien-Bibel ist ein Beispiel dafür.


>>>>> Hier kann man die Freienbibel auf Krautreporter unterstützen!

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loading: Jung und naiv

Tilo Jung stellt Politikern Fragen. Einfache, aber klare Fragen. Er selbst nennt das Jung&Naiv und liefert damit erstaunliche Interviews. Der Kollege Christian Helten schrieb über die Interview-Serie auf jetzt.de: „Die Gespräche wirken zum Teil, als wäre man sich gerade zufällig begegnet, wäre ins Plaudern gekommen und irgendjemand hätte die iPhone-Kamera und ein Mikro eingeschaltet. Das Faszinierende daran ist, wie konsequent Tilo vollkommen naiv bleibt.“

jungnaiv

Das will Tilo jetzt fortsetzen. Auf der Pitch-Seite bei Krautreporter erklärt er: „Postproduction ist bisher nicht möglich. Deshalb wende ich mich an euch. Helft mir „Jung & Naiv“ weiterzumachen, auszubauen und es auf ein produktionstechnisches Niveau zu bringen, dass heutzutage locker möglich ist. Käme das Geld zusammen, verspreche ich 50 Folgen zu drehen und es auch als Audiopodcast zu veröffentlichen.“

Von den 2500 Euro, die als Fundingziel gesteckt wurde, hat das Projekt 13 Tage vor Ende bereits über 2000 Euro eingesammelt. Tilo Jung hat den loading-Fragenbogen beantwortet:

Warum „Jung & Naiv“?
Die Idee ist so ein bisschen aus der Not heraus geboren. Zum einen wollte ich anfangen, Interviews vor der Kamera zu üben. Dafür braucht ich einen Rahmen. Und da ich gerne spiele, wollte ich nicht die klassische Rolle des Journalisten einnehmen. Zum anderen bin ich mittlerweile gewohnt, wie ätzend es ist, mit Politikern öffentlich zu reden. Das meist Nichtssagende, Vorhersehbare und Abgestumpfte hat mich mehr und mehr angekotzt. Nicht nur bei eigenen Interviews, sondern auch bei der Vielzahl der Kollegen: Die Politiker wissen, welche Fragen sie zu erwarten haben, welche Antworten sie geben wollen, was sie sagen können. Der deutsche Journalist weiß ebenfalls, was er zu fragen hat. Was er hören will (Pressemitteilung wartet schon!). Und wann er mit dem Interview fertig ist. Das Hinterfragen ist für beide Seiten scheinbar obsolet geworden. Daher die Idee: Ich spiele einen interessierten, leicht begeistbaren, aber jungen und naiven Fragesteller, der von Interview zu Interview verschiedene Ahnungslosigkeiten pflegt.

Wer soll das anschauen?
Das ist mir egal.

Wie geht es weiter?
Da ich ein Ziel erklären musste, habe ich versprochen 50 Folgen zu drehen. Mit dem Crowdfunding will ich ein, zwei weitere Kameraeinstellungen und endlich eine Postproduction ermöglichen. Es kommt aber ganz drauf an, wie viel herauskommt. Mit dem Minimalziel von €2500 wäre zB eine GoPro und ein Rechner drin. Ich weiß allerdings nicht, wo das Ding hingehen soll und kann. Das liegt alles nur begrenzt in meiner Hand. Ich habe mir aber vorgenommen, wenn bis Folge 100 kein Weg gefunden ist, mit diesen Interviews, diesem Format Geld zu verdienen, ich „Jung & Naiv“ als gescheitert ansehen werde. Dann habe ich 100 Folgen meinen Spaß gehabt und kann meinen Kindern irgendwann erzählen, womit ich mir die Freizeit um die Ohren gehauen habe. Und das war’s am Ende auch.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Sharing is caring.

>>>> Hier Jung und Naiv unterstützen!

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