Mashup

mashup
Im Herbst 2011 erschien bei Suhrkamp mein Buch “Mashup – Lob der Kopie”. Hier versammele ich Einschätzungen zu dem Buch, das sich mit der grundlegenden Revolution des Digitalzeitalters befasst: der digitalen Kopie. Sie ist die historische Ungeheuerlichkeit, die die Menschheit erstmals in die Lage versetzt, digitalisierte Inhalte verlust- und nahezu kostenfrei zu duplizieren.

Stimmen zum Buch:

Ich hab es weitgehend durchgelesen und bin begeistert. Weitgehend vor allem deswegen, weil Unmengen Fussnoten dabei sind und man das Buch eigentlich nochmal über durchlesen könnte, indem man nur die Fussnoten beachtet. Begeistert davon, noch viel (vor allem Theorie) beim Lesen gelernt zu haben, obwohl ich schon recht tief mit der Materie vertraut bin. Und vor allem: Das Buch ist ein lesenswertes Plädoyer für den Erhalt und Ausbau einer Remix-Kultur in Zeiten einer zunehmenden Urheberrechtsverschärfung, in der diese kulturelle Praxis kriminalisiert und technologisch erschwert wird.

Markus Beckedahl bei netzpolitik

Standardwerk. Schon jetzt.
Jan Drees, raveline

Dirk von Gehlen hat ein Buch geschrieben, das ich kaufen muss.
Rene Walter bei Nerdcore

Im Februar 2012 war das Buch Thema eines Gesprächs in der 3Sat-Sendung Kulturzeit.

Ein Buch voller Fußnoten und Interviews hat das Zeug dazu, die verworrene und verfahrene Debatte über Urheberrecht, “geistiges Eigentum”, ökonomische Interessen der Musik- und Filmindustrie sowie freie Kultur im Internet neu zu ordnen und sie sogar voranzubringen.
Maik Söhler in der taz

… das Glossar allein wäre lobenswert: Genauer bekommt man wohl kaum irgendwo in dieser Dichte aufgedröselt, wo die Definitionsunterschiede zwischen einem Remix und einer Bricolage liegen, also einer geistigen Bastelei mit dem, „was da ist“; zwischen Intertextualität und Plagiat, zwischen Raubkopie und Filesharing. Vor allem aber ist eine Verteidigung des „kreativen Kopierens“ als Kulturtechnik überfällig – nicht zu verwechseln mit einem Lob des Urheberrechtsbruchs. Ähnlich wie von Gehlen haben schon andere argumentiert, aber jenseits der Wissenschaft selten so unpolemisch, so differenziert und so quellenreich. Das macht es ja so originell.
Klaus Raab in Der Freitag

Eine blinde Verteidigung ist es nicht, im Gegenteil, das Buch ist Schaum-vor-dem-Mund-frei, ein gelassener Gang vorbei an Terrakotta-Kriegern, Rezeptsammlungen, DJ-Turntables, Lionel Messi und, ja, Numa Numa Guy Gary Brolsma. Wenn »Mashup« den Status quo des Urheberrechts infrage stellt, dann nicht aus deprimierter Einsicht ins Unausweichliche oder umgekehrt aus Freude darüber, sondern weil es gesellschaftlich und kulturell nottut.
Alexander Svensson in seinem Blog Wortfeld

… ein überzeugendes Buch, wenn man sich mit einer flüssig geschriebenen und dezidiert parteiischen Einführung in die Problematik anfreunden kann. Die Darstellung der Geschichte des Urheberrechts (Kapitel IV Das Gesetz der vagabundierenden Kopie) ist ein wunderbarer Einstieg nicht nur für Frühsemester, das bereits erwähnte Glossar hilft allen, die sich nicht täglich in der digitalen Referenzkultur bewegen und wer an der Debatte bis hin zum Dritten Korb interessiert ist, erhält eine hochaktuelle Zusammenstellung der Diskursstränge der letzten Jahre.
Ben Kaden im Urheberrechts-Fachportal iuwis


Eine flott geschriebene und scharf analysierende, faktengesättigte Studie und eine engagierte Streit-Schrift für einen „digitalen Umweltschutz“ und für den Erhalt der kreativen Potentiale der Kopie

Saarländische Online Zeitung


Der Clou an Mashup ist, dass es sich für eine Reductio ad Absurdum so gar nicht eignet – ganz anders als die Visionen mancher Netzevangelisten von Cluetrain bis Jarvis, die man je nach Weltsicht vortrefflich lieben oder hassen kann. Stattdessen hat von Gehlen hat eine der elementaren Ideen des digitalen Zeitalters auf genau der Ebene zusammengefasst, die sie auch für Skeptiker überzeugend machen sollte.
Alexander Gajic in seinem Blog Real Virtuality