Völker, schaut auf diese Kommentarspalte!

Wann haben das letzte Mal so viele Journalisten weltweit auf die Kommentarspalte unter einem Artikel geschaut wie jetzt gerade? Vermutlich noch nie. Die Server beim Guardian scheinen jedenfalls Probleme damit zu haben, das Interesse an den Live-Antworten von Julian Assange zu bündeln.

Von überall her wird auf die Seite verlinkt, sogar Bild.de verfolgt im Live-Chat, was dort passiert (erstaunlich, dass dieser Live-Chat nahezu ohne externe Verlinkung auskommt). Und abgesehen von dem, was Assange dort wohl sagen wird, sollten wir uns diesen Moment merken. Er beweist nämlich, was die Stärke des Online-Publizierens ist:

1. Es findet live statt.
2. Es ist interaktiv.
3. Es ist verlinkbar.

Wie schön wäre es, würden wir uns dieser Stärken viel häufiger bewusst. Toll, dass der Guardian der Welt vorführt, wie es (trotz technischer Mängel) geht. Hier stellen nicht Journalisten irgendwelche Fragen, sondern die Nutzer. Und alle schauen zu.

P.S.: Wem die Wartezeit zu lang dauert, dem sei der Text von Nicolas Richter zu Julian Assange aus der heutigen SZ zur Lektüre empfohlen.

5 Kommentare

  1. Ah, in diesem Moment geht die Seite wieder, quasi ein indirekter Vorführeffekt. Das Internet ist verrückt.

  2. Pingback: Digitale Notizen » Blog Archive » Guardian-Leser interviewen Julian Assange

  3. egal

    Sollte man diesen 3.12.2010 den Tag des internationalen Informations Freiheits Krieg bezeichnen, oder liegt der Beginn schon zurück. Irgendwie kocht es heute so richtig hoch und im Radio wird auch nur noch vonn Wikileaks geredet.

  4. Pingback: Digitale Notizen » Blog Archive » Wie ist WikiLeaks zu bewerten?

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