loading: Der illegale Film

Ein unabhängiger Film über das Urheberrecht und eine Antwort auf die Frage: „Wem gehören die Bilder der Welt?“ – das ist das Ziel von Filmemacher Martin Baer. Noch bis 13. März läuft seine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext. Hier beantwortet er den loading-Fragebogen.

Was macht ihr?
„Der illegale Film“ soll der Frage nachgehen: „Wem gehören die Bilder der Welt?“.
Das geht von „Wer darf wen oder was fotografieren?“ über „Wer kontrolliert oder verwertet die schon vorhandenen Bilder?“ bis hin zu „Was geschieht in Zukunft mit Deinen Urlaubs- oder Profilfotos?“
In diesem Film berühren wir einige schwierige und hochumstrittene Gebiete wie etwa Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht, Copyright, Panoramafreiheit, Datenschutz. All das hat mit unserer Kernfrage zu tun: Wird so langsam jedes beliebige Bild und irgendwann der Anblick der ganzen Welt zur handelbaren Ware? Wer verfügt schon heute über die Bilder, deren schiere Zahl exponentiell zunimmt? Wer profitiert davon?

Warum macht ihr es (so)?
Wir wollen diesen Film möglichst unabhängig von den üblichen „Content“-Verwertern machen. Bei diesem Thema bewegen wir uns immer in den Grenzbereichen der komplizierten rechtlichen Lage. Deswegen scheuen zum Beispiel Fernsehsender vor dem Thema zurück. Und deswegen heisst unser Projekt „Der illegale Film“.

Wer soll das anschauen?
Alle, die Fotos (oder andere Bilder) machen, teilen, kopieren, ansehen, hochladen, ‚runterladen.
Und alle, die wissen wollen, was in Zukunft mit den Bildern passiert, auf denen sie selbst sind – sei es wissentlich (selfie), zufällig (selfies der anderen) oder insgeheim („Sie werden gefilmt“ – und zwar demnächst fast überall und pausenlos).

Wie geht es weiter?
Das ist ein ambitioniertes Ziel, wenn 1000 Unterstützer_innen je 30 Euro geben sollen. Vor allem, wenn man sich nicht schon vorher auf eine Seite stellen und laut FÜR! oder GEGEN! rufen möchte. Eine Woche haben wir noch, unser Sammelziel zu erreichen. Wenn es gelingt, fangen wir im Frühjahr an, den Film zu drehen.
Sollten wir das Spendenziel am Ende nicht schaffen, bekommen alle Unterstützer_innen ihren Einsatz zurück. Aber je länger unsere Kampagne läuft und je mehr Reaktionen kommen, desto überzeugter sind wir: Es ist wichtig, diesen „illegalen Film“ zu machen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wir haben bei unserer Crowdfunding-Kampagne für „Der illegale Film“ betont, dass uns ausser der Unterstützung durch Geld auch die Beiträge und Vorschläge der Unterstützer_innen wichtig sind.
Das hat zweierlei bewirkt: Heftige Kritik von denen, die uns verdächtigen, für oder gegen das Urheberrecht zu kämpfen. Wie wir aber im Teaser gleich zu Anfang sagen, stehen wir als Filmemacher zwischen den Stühlen. Es geht uns um weit mehr als nur ums Urheberrecht, und wir sind weit davon entfernt, dafür oder dagegen zu sein oder es abschaffen zu wollen.
Zum anderen schicken uns Unterstützer_innen interessante Hinweise, wo etwa Fotos gestohlen, missbraucht, verfälscht werden. Das sind viele weitere Argumente dafür, den „illegalen Film“ zu drehen.

Hier Der Illegale Film auf Startnext unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde – und ich deshalb einen Ratgeber zum Crowdfunding geschrieben habe, den man auf Kindle, iPhone/iPad und tolino lesen kann. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren: