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Fünf Buchvorsätze – Blogstöckchen

Fabian Kern hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen. Es geht um Bücher, die ich gerne lesen will:

Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.


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Deshalb hier also mein fünf Buchvorsätze:

Chris Anderson “Makers: Das Internet der Dinge – die nächste industrielle Revolution”
3D-Drucker und das “Internet der Dinge” dürfen auf keiner Buzzword-Liste fehlen – sind aber dennoch Entwicklungen, mit denen wir uns befassen sollten. Der ehemalige Wired-Chef schreibt drüber.

Kathrin Passig, Johannes Jander: “Weniger schlecht programmieren”
Douglas Rushkoff hat die Aufforderung, Programmieren zu lernen mal mit der Lage eines Fahrgastes im Taxi verglichen, der zwar nicht als Mechaniker das Taxi reparieren soll, aber zumindest verstehen sollte, wie der Fahrer den Wagen steuert. Bei Rushkoff heißt das “Program or be programmed”, bei Passig/Jander: Weniger schlecht programmieren.

Ingrid Brodnik: “Der unsichtbare Mensch. Wie die Anonymität im Internet unsere Gesellschaft verändert”
Das Buch liegt seit ein paar Tagen auf meinem Schreibtisch, leider fehlte mir bisher die Zeit, es in die Hand zu nehmen und zu lesen.

danah boyd: “It’s complicated”
Bereits runtergeladen, aber noch ungelesen liegt danah boyds Buch auf meinem Lesegerät. Kollege Hakan Tanriverdi hat es bereits gelesen und hier für die SZ besprochen.

Limor Shifmann: “Memes in Digital Culture”
Nicht erst seit ich über Phänomeme blogge, interessiere ich mich für die Popkultur der digitalen Gegenwart: Die Netzkultur und ihre virale Verbreitung werden in diesem Buch wissenschaftlich untersucht. Soviel weiß ich schon, mehr habe ich aber noch nicht gelesen.

Teil dieses Blogstöchchens ist es, nun acht weitere Blogger um ihre Buchvorsätze zu bitten. Da ich schon lange nicht mehr an sowas teilgenommen habe, frage ich mich nun also öffentlicht und lautstark, welche Buchvorsätze Sara Weber, Angela Gruber, Christoph Koch, Leander Wattig, Eva Schulz, Michalis Pantelouris, Thomas Ernst und Johannes Kuhn haben.

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Little Numbers

Anfang März 2013 spielten Valeska Steiner und Sonja Glass in New York. Beim Konzert ihrer Band Boy in Brooklyn gibt es einen erstaunlichen Moment als die beiden bemerken, dass das Publikum bei ihrem ersten Auftritt in Amerika beginnt, den Text von “Little Numbers” mitzusingen.

Der Clip ist bereits ein Jahr alt, er wurde mir aber gerade via Reddit in die Timeline gespielt. Es handelt sich um eine besonders schönes Beispiel für die These des Dialogs. Die Möglichkeiten des Dialog-Raums Internet beziehen sich genau auf solche Momente, die nicht nur entstehen, weil der Künstler auf der Bühne steht, sondern weil der Raum davor gefüllt ist.

Die Suche nach dem Unkopierbaren

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In der aktuellen Ausgabe des New York Times Magazine gibt es ein Interview mit Guaridan-Chefredakteur Alan Rusbridger*, das ich sehr erhellend finde in Bezug auf die Frage, worin sich der Finanzierungsansatz des Guardian von den Paywalls z.B. der New York Times unterscheidet.

Am Ende des Interviews wird Rusbridger auf das Cafe angesprochen, das der Guardian in London eröffnet hat.

The Guardian has a coffee shop in London. Why? We are thinking about a membership program where you pay for live access to the events that we can produce, rather than access to the journalism. We’re moving from just putting words on the paper to being the convener of conversations and discussions and ideas.

So, like a salon? Yes. The more digital the world becomes, the more appetite people have for real things.

Rusbridger unterfüttert damit die Ansätze, die Andrew Miller Ende des Jahres beschrieb und die ich mir wünschte als im Rahmen der Snowden-Geschichte herauskam, dass und wie der Guardian unter Druck gesetzt wurde. Die Zeitung als Ort der Freiheit ist keine Rampe mehr, sondern eine Raum. Sie ist eher ein Cafe als ein Aushang. Im vergangenen August schrieb ich

dass das Modell eines Leserclubs mehr ist als der Versuch eines Bezahlmodells: Auf der Seite des Guardians zu stehen, ist spätestens durch die neusten Überwachungsmeldungen eine Entscheidung für die Pressefreiheit. Die Zeitung wird dadurch zu einem sozialen Raum – vergleichbar mit den klassischen Institutionen der Identitätsbildung: Kirchen, Parteien, Vereine sind die vergemeinschaftliche Antwort auf die Frage: Auf welcher Seite stehst du?

Ich bin optimistisch, dass der Guardian die Wette gewinnen kann, die er eingegangen ist. Die Wette darauf, eine weltweite liberale Marke zu werden, aber auch die Wette darauf, Bezahlmodelle für hochwertigen Journalismus im digitalen Raum zu finden. Wir werden uns alle die Augen reiben, aber vermutlich haben die weniger mit Inhalten zu tun als wir alle bisher glauben.

Was mich an der Idee von Salon-Öffentlichkeit und Teilhabe statt Inhalte-Verkauf fasziniert, steht auch hier!

*via David Bauer

Digitale Notizen: Annotationen im Test

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Medium macht es, Quartz macht es und RapGenius hat es sogar zum Prinzip erhoben: Anmerkungen auf Wort- bzw. Satzbasis sind das Ding der Stunde. Der Kommentar wird durch die Anmerkungen am Text ersetzt: Annotation heißt das – und ab sofort sind auch die Digitalen Notizen annotierbar.

Mit Hilfe der Diskussion-Software Disqus und dem WordPress-Plugin InlineComments möchte ich auch hier die Möglichkeit zum Wort- bzw. Satzbasierten Kommentar bieten*. Und das geht so: Fährt man mit der Maus über einen Absatz, ein Zitat oder ein Bild, zeigt ein kleines Ziffernfeld an, ob bereits annotiert wurde (1 und <1) oder noch nicht (0) - wie im Bild rechts grün bzw. rot dargestellt.

Auf diese Weise kann man sich nun in eine Diskussion einschalten oder eine beginnen. Und zwar auf Basis einzelner Bestandteile eines ganzen Textes. Die Kommentare unter dem Text bleiben erhalten, sind aber testweise ebenfalls auf Disqus umgestellt.


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Ein annotierter Abschnitt wird markiert und in der im obigen Bild angezeigten Form mit der Disqus-Diskussion verbunden.

Die Tests, die ich auf diese Weise gemacht habe, verliefen positiv. Trotzdem ist die Integration von Kommentaren auf diese Weise ein Experiment. Ob es glückt, kann ich erst herausfinden, wenn es jemand ausprobiert – was als Einladung gemeint ist …


*Eine alternative Option ist das Angebot InlineDiscussion oder CommentPress, die ich aber ebenso nicht ausprobiert habe wie das Angebot ReadrBoard.

Spritz: ein Bookmarklet zum Schnell-Lesen

Die Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Kunst und Kultur. Nicht nur, weil wir andere Werkzeuge benutzen, um Filme, Musik oder Texte zu konsumieren, sondern vor allem weil diese Inhalte einen Klimawandel unterzogen werden, den ich mit dem Satz “Kultur wird zu Software” beschreibe. Das gilt für die Produktion von Filmen, Texten oder Musik, es gilt aber auch für deren Rezeption: Die Lese-Software Spritz ist dafür ein besonders anschauliches Beispiel: sie digitalisiert das Lesen, macht Text für den Leser zu Software. Ich habe die Technik vor zwei Wochen in der Süddeutschen Zeitung vorgestellt:

… anders als statische Darstellungsformen wie Papier bieten digitale Displays die Möglichkeit, Text dynamisch anzuzeigen. Sätze können in ihre Bestandteile zerlegt und Wort für Wort präsentiert werden – und zwar in dem Tempo, das der Lesende bestimmt. Das Auge muss sich so nicht mehr von zum Beispiel links nach rechts bewegen um Worte aufzunehmen, sondern bleibt auf einem Punkt und lässt die Worte auf sich zufliegen – spritzen …

Auf Süddeutsche.de kann man den Text spritzen. Und seit kurzem haben Entwickler (die nicht mit Spritz verbunden sind), Bookmarklets entwickelt, die jede Seite im Web spritzbar machen. OpenSpritz gibt es in unterschiedlichen Varianten …

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diese hier stellt den Text, der gespritzt wird oberhalb der Seite im redicle dar.

Ich glaube, dass diese Technologie die Art wie wir lesen nachhaltig verändern wird. Deshalb empfehle ich, Spritz im Auge zu behalten – auf ihrem Blog und auf Twitter – wo auch einer der Mitgründer Maik Maurer ist.

loading: I Am A Forest

In den vergangenen Wochen habe ich in Bezug auf mein Buch “Eine neue Version ist verfügbar” ein sehr schönes Erlebnis gehabt, das ich hier teilen und mit einer Bitte versehen will. Ich bin auf Menschen gestoßen, die das Buch nicht nur gelesen haben, sondern die Ideen darin in die Tat umsetzen: die Leipziger/Hamburger Band A Forest hat das Projekt I Am A Forest gestartet, über das sie auf der Website schreiben: “Die Bedingungen der Produktion und Distribution von Musik haben sich in den vergangenen 20 Jahren grundlegend verändert. Die größte Herausforderung dabei steckt nicht in der Technik, in MP3s oder Filesharing, sondern in unseren Köpfen. Wir, als Künstler, Produzenten und Vermarkter, müssen neue, passendere Wege finden, Musik unter digitalen Bedingungen zu veröffentlichen. I AM A FOREST ist ein Beitrag zu dieser neuen Kultur. Wir folgen sich neue Wege bahnenden Flüssen, lassen uns mitnehmen, lassen teilhaben.


Ich finde das Projekt ganz großartig und möchte es jedem sehr ans Herz legen. Nicht nur, weil ich Ideen aus Eine neue Version ist verfügbar in dem Projekt wieder erkenne, sondern weil A Forest neben kreativen neuen Ansätzen auch ganz einfach sehr schöne Musik machen. Deshalb habe ich Fabian Schütze den loading-Fragebogen geschickt, den er hier beantwortet.

Was macht ihr?
Mit dem Projekt I AM A FOREST versuchen wir ein neuen Weg zu gehen, wie man Musik machen, veröffentlichen und konsumieren kann. Ein Weg, der den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters gerecht wird, den Hörer Ernst nimmt, neue Ideen mit einbezieht und uns als Musiker das machen lässt, was wir wollen, lieben und können: Musik.

Warum macht ihr es (so)?
Wir sind unabhängige Musiker, gefangen in einem sehr starren System, das von wenigen großen Firmen kontrolliert wird. Die “alte” Idee physische Tonträger zu in möglichst hohen Auflagen zu pressen, dem “Kunden” ein fertiges Produkt mit viel Werbedruck zu verkaufen und ein Jahr später das nächste Album anzudrehen, ödet uns an. Die Menschen kaufen Musik als Mp3 bei iTunes, hören selbst zusammengestellte Playlisten auf Spotify, gehen auf Konzerte, wollen teilhaben. Wir möchten Musik machen, sie live spielen, mit den Leuten direkt in Kontakt kommen. Dass es dafür eine neue Idee braucht, dass diese Idee ohne internationale Großkonzerne funktioniert, dass man Musikbusiness auch anders, unabhängiger und unter Einbeziehung der Leute, die es möglich machen, nämlich Hörer und Konzertbesucher machen kann, versucht I AM A FOREST zu beweisen.

Wer soll das anhören?
Grundsätzlich jeder, der sich für Musik abseits des Mainstreams interessiert. Für diejenigen, die tiefer tauchen wollen, sich für den Prozess interessieren, teilhaben wollen, versuchen wir interessante Anknüpfpunkte zu bieten.

Wie geht es weiter?
Wir denken langfristig. Wir wissen, dass es am Anfang erstmal alles sehr kompliziert klingt, wir wissen, dass die Presse uns nach dem Tag der Albumveröffentlichung fragen wird und CDs bestellt. Obwohl diese Dinge mit I AM A FOREST für uns weit in den Hintergrund treten. Wir werden das unter allem Umständen so weiter machen. Wir treffen uns in einem Jahr und schauen uns an, was passiert ist. Mit uns. Mit der Musik. Mit der Welt.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass von einer CD, die 16,99 Euro auf Amazon kostet, höchsten 2,50 Euro beim Künstler ankommen. Dass 10 Euro für ein Konzertticket nicht 10 Euro für die Band sind. Dass Musik machen und davon leben wollen eine harte Sache ist. Dass es nichts Besseres gibt.

>>> Hier I Am A Forest unterstützen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Wie kommt die Note ins Konzert?

Kann man Crowdfunding auch in der Bildungsvermittlung einsetzen? Das Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? will genau das mit Hilfe der Münchner Philharmoniker unter Beweis stellen. Worum es geht, erklärt Starterin Mona Horncastle im loading-Fragebogen



Was machst du?
Seit fast 10 Jahren kümmere ich mich im Horncastle Verlag um Bildungsvermittlung. Unsere Themen sind meistens kulturell: es geht um Kunst, Musik und Theater. Wir realisieren gemeinsam mit Museen, Theatern und Orchestern Bildungs-Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Unser übergeordnetes Ziel ist ihr Interesse zu wecken – was nicht immer ganz einfach ist, dafür aber umso spannender, wenn am Ende sogar Begeisterung entsteht. Dafür wurden wir 2013 vom Bayerischen Staatsministerium ausgezeichnet.

Unser aktuelles Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? ist ein musikalischer Bildungsworkshop mit den Münchner Philharmonikern und ihrem Education Programm Spielfeld Klassik. Wir „lauschen“ mit Fünftklässlern verschiedener Münchner Hauptschulen hinter die Kulissen eines Orchesters. Wir begleiten die Musiker bei den Vorbereitungen für die Aufführung des Kinderkonzerts „Die Waldmaus“. Wir begleiten sie ins Studio, wenn „Die Waldmaus“ als CD produziert wird. In einem Kompositions-Workshop mit dem Komponisten der Waldmaus, Franz-David Baumann erfahren wir, wie aus gedachten Noten Musikstücke werden. Und da „Die Waldmaus“ mit CD als illustriertes Buch erscheinen soll, dürfen wir dabei sein, wenn die Künstlerin Doris Eisenburger ihre Illustrationen entwickelt.
Teil aller Workshops ist außerdem, dass die Schüler ihre Erfahrungen mit Texten, Fotos, Audios und Filmen dokumentieren und darüber im Blog auf Startnext berichten. Aus diesen Beiträgen entsteht zum Jahresende ein E-Book, das kostenfrei im Internet zur Verfügung gestellt wird.

Warum machst du es (so)?
Das Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? ist ambitioniert. Nicht nur weil unser Team aus 20 Menschen besteht, sondern auch, weil wir in neun Monaten mit fast 100 Schülern alle Facetten der Arbeit von Profimusikern miterleben und den teilnehmenden Kindern vermitteln, wie ein Buch entsteht. Aber genau das macht auch den Reiz des Projekts aus: wir geben viel Input und zeigen, wie sich dieser sinnvoll abbilden lässt und Leser findet.
Die Autorenschaft der Schüler ist ein ganz wesentlicher Bestandteil aller unserer Projekte, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Schüler der weiß, dass sein Name in einem Buch stehen wird, eine hohe Motivation hat, sich einzubringen. Vor allem in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus „Brennpunkschulen“ hat sich das bisher bewährt: die schulischen Leistungen steigen insgesamt. Die Arbeit im Team schafft Gemeinschaftsgefühl. Die Öffentlichkeit fördert Selbstvertrauen. Ernst genommen zu werden macht stolz.
Diese Art der Bildungsvermittlung funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten mit Herzblut engagieren – und wenn sich Projektpartner finden, die uns finanziell fördern. Meistens werden wir von Stiftungen, Vereinen und Unternehmen unterstützt. Aber eben leider nicht immer in dem Umfang der nötig wäre. Darum versuchen wir mit dem Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? auf Startnext über Crowdfunding unsere Finanzierungslücke von 20.000 € zu schließen. Das sind 50% der Summe, die wir tatsächlich benötigen. Doch gerade weil dieses Projekt so viele Facetten hat, können wir auch spannende Dankeschöns anbieten: exklusive Treffen mit den Musikern, Teilnahme an den Workshops, Konzertkarten und natürlich alles rund um das Buch – Original-Illustrationen von Doris Eisenburger eingeschlossen. Viel Schönes für unsere Unterstützer – und für einen guten Zweck.

Wer soll dabei mitmachen?
Wer uns unterstützen wird – das ist eine spannende Frage. Wir hoffen auf die Menschen, die den Sozialaspekt des Projektes gut finden. Auf Musikliebhaber. Auf Menschen, die sich für Bildung einsetzen möchten. Diejenigen, die sensibel dafür sind, dass Bildung auch die Aufgabe von Bürgen ist. Und die Crowd natürlich, die wie wir alternative Wege geht, um ihre Anliegen zu finanzieren.

Wie geht es weiter?
Mit Bildungsprojekten!
Wer sich mit und für uns engagiert wird ab sofort auf startnext wöchentlich über unsere Workshops informiert. Die Filme und Texte der Schüler sind ab März online. Zur Abschlussveranstaltung, einem Konzert in München im November, gibt es das fertige Buch mit CD und eine Pressekonferenz, auf der die Schüler von ihren Erlebnissen berichten.
Und dann? Wir sind im Moment mit einigen weiteren Projekten mit so großartigen Partnern wie dem Museum für Ägyptische Kunst, der Buchmesse in Frankfurt, der europaweiten Bildungsinitiative we.learn.it, usw. aktiv. Wir wünschen uns sehr, dass uns die engagierten Partner nicht ausgehen – Ideen haben wir genug.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass Bildung nicht exklusiv sein darf. Dass Bildung Spaß machen muss, um zu funktionieren. Dass funktionierende Bildung Zukunft schafft. Dass es uns gibt – genau darum und dafür.


>>> Hier Wie kommt die Note ins Konzert? auf Startnext unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


Das ist unser Internet!

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Eine Allianz aus unterschiedlichen Organisationen hat den heutigen 11. Februar zum “Day We Fight Back” gemacht. Ein Tag des Widerstands gegen die massenhafte Überwachung der Menschheit! Es geht darum, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, das für die digitalen Räume die gleiche Bedeutung hat wie der Umweltschutz für Gegenwart und Zukunft unseres Planeten. Es geht aber auch darum, die Stimme zu erheben – z.B. indem man den Aufruf “Internationale Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung” unterzeichnet.



Man kann aber auch ganz klassisch Mitglied in einem oder mehreren der Vereine werden, die den Aufruf mitkonzipiert haben: Gesellschaftliches Engagement fand schon immer auch über Vereine und Organisationen statt. Daran ändert auch die Digitalisierung wenig. Deshalb hier der Hinweis auf die Mitglieds- und Spendenseiten …

… vom Chaos Computer Club

… von der Digitalen Gesellschaft

… der Electronic Frontier Foundation

… von Digitalcourage


Hintergrund zum Day We Fight Back bei Süddeutsche.de

loading: Substanz

Ein neues Wissenschaftsmagazin – das ist das Ziel von Georg Dahm und Denis Dilba. Die beiden Journalisten arbeiteten bei der Financial Times Deutschland und haben danach die Fail Better Media GmbH gegründet. In dieser Woche haben Dahm und Dilba mit dem Crowdfunding für ihr Wissenschaftsmagazin Substanz für Aufmerksamkeit gesorgt – und trotzdem noch Zeit gefunden, den loading-Fragebogen zu beantworten.

Was macht ihr?
Wir machen Substanz, ein wöchentliches Wissenschaftsmagazin, das nur als Bezahl-App erscheint. Die Geschichten darin inszenieren wir von Anfang an digital: Wir garnieren nicht einfach Print-Artikel mit Bildergalerien und Youtube-Filmen – wir verwenden HTML5- und Multimedia-Elemente als Teil einer sinnvollen Komposition, die auch lange Lesestücke Tablet-tauglich macht. Was noch wichtiger ist: Wir machen keinen Schreibtisch-Journalismus, wir erstarren nicht in Ehrfurcht vor Professorentiteln. Wir setzen auf zeitlose Themen abseits des Mainstreams, unsere Autoren sind vor Ort und bekommen Zeit zum Recherchieren. Wir werden reportagiger und porträtlastiger sein, als das im Wissenschaftsjournalismus heute üblich ist.

Warum macht ihr es (so)?
Weil wir glauben, dass eine solche kritische und lebendige Stimme im digitalen Gewühl fehlt. Weil wir die enormen Möglichkeiten nutzen wollen, die der digitale Wandel dem Journalismus bietet – wir wollen ausprobieren, wie wir große Lese-Geschichten auf Tablets und Laptops neu erzählen können.
Und weil wir nicht mehr darüber reden wollen, wie das Internet die klassischen Verlags-Geschäftsmodelle kaputt macht – wir wollen neue Geschäftsmodelle entwickeln, damit man vom Qualitätsjournalismus wieder leben kann.

Wer soll das lesen?
Wir schätzen, dass zuerst vor allem jüngere Leser zwischen 15 und 40 auf das digitale Format und diese im Wissenschaftsjournalismus ungewohnte Sprache einsteigen werden. Aber prinzipiell sind unsere Zielgruppe alle, die unterhaltsame und fundierte Wissenschaftsgeschichten lesen wollen. Schüler ebenso wie ihre Eltern und Lehrer. Studenten ebenso wie Postgraduierte und Professoren, die mehr lesen wollen als nur die Publikationen ihres Fachgebiets. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber auch nicht von Nachteil: Substanz-Geschichten respektieren Laien und Experten gleichermaßen.

Wie geht es weiter?
Unsere Crowdfunding-Kampagne läuft bis zum 22. März, dann werden wir einmal tief durchatmen und anschließend Substanz zur Marktreife bringen. Heißt: die App fertig entwickeln und Geschichten, Geschichten, Geschichten produzieren. Bei Substanz wird ja nicht nur die Recherche aufwändig, sondern auch die Gestaltung – besonders am Anfang, wenn wir unsere multimediale Bildsprache entwickeln.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wie wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt wirklich funktioniert. Wir glauben, dass man Wissenschaft nur dann versteht, wenn man die Menschen versteht, die sie betreiben. Mit all ihren Widersprüchen, ihren Förderern und Feinden, ihren Weltbildern und Visionen, ihren Triumphen und Niederlagen. Darum machen wir keine glatten Heldenporträts vom Herrn Professor im aufgeräumten und blau ausgeleuchteten Labor. Wir gehen dahin, wo gearbeitet wird, auch in die zweiten Reihe, zu den Doktoranden und Nachwuchsforschern, den Außenseitern und Überfliegern.


>>> Hier Substanz auf Startnext unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren: