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	<title>Kommentare zu: Zeitungssucht rettet die Zeitung nicht</title>
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		<title>Von: sfjm</title>
		<link>http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/zeitungssucht-rettet-die-zeitung-nicht/comment-page-1/#comment-8025</link>
		<dc:creator>sfjm</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 16:11:10 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich ist nicht das nervige Rascheln oder das eigentlich total bekloppte Format, dennoch kann ich Angele in seiner vielleicht etwas zu larmoyanten Zeitungsnostalgie durchaus folgen, habe mich selbst schon in der Botanik über eine SZ von gestern ein Loch in den Bauch gefreut.

Egal, das &#039;Gefühl des Nicht-Verstrickt-Seins&#039;, wie Du es nennst, hieß für mich immer auch, einer Redaktion zuzutrauen, für mich ALLES zusammenzufassen und zu kommentieren, was für MICH HEUTE wichtig ist. Und das trotz der Tatsache, dass ja jetzt schon immer wieder Neues passiert; das war ja dank TV und Radio auch ohne Netz schon so. Zeitung als Dienstleister, die mir abnimmt, das Relevante rauszusuchen. Die Autorität von Redaktionen franst in meinen Augen aus, weil Zeitungen sich weniger über Inhalte als über Merchandise-Zusatzprodukte wie DVD oder Buch-Reihen definieren, mir sind bestimmte AutorInnen heute wichtiger sind als die Frage, für welche Zeitung sie schreiben. 

Dass ich beim Lesen über iPhone/iPad/Reader meine Gruppenzugehörigkeit nicht mehr nach außen represente, stimmt aber nicht so ganz. Nur ist das Außen ein anderes - im besten Falle gucken doch alle meine Freunde, was für Artikel ich bei Facebook verlinke (Für einen taz-Link habe ich neulich großes Stöhnen geerntet, was aber vielleicht  auch mehr über meine Freunde sagt...). Aber auch sonst - wenn ich will, dass mein Sitznachbar in der U-Bahn mich den &#039;New Yorker&#039;-Artikel lesen sieht, finde ich auch auf dem iphone einen Weg zum Distinktionsgewinn.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist nicht das nervige Rascheln oder das eigentlich total bekloppte Format, dennoch kann ich Angele in seiner vielleicht etwas zu larmoyanten Zeitungsnostalgie durchaus folgen, habe mich selbst schon in der Botanik über eine SZ von gestern ein Loch in den Bauch gefreut.</p>
<p>Egal, das &#8216;Gefühl des Nicht-Verstrickt-Seins&#8217;, wie Du es nennst, hieß für mich immer auch, einer Redaktion zuzutrauen, für mich ALLES zusammenzufassen und zu kommentieren, was für MICH HEUTE wichtig ist. Und das trotz der Tatsache, dass ja jetzt schon immer wieder Neues passiert; das war ja dank TV und Radio auch ohne Netz schon so. Zeitung als Dienstleister, die mir abnimmt, das Relevante rauszusuchen. Die Autorität von Redaktionen franst in meinen Augen aus, weil Zeitungen sich weniger über Inhalte als über Merchandise-Zusatzprodukte wie DVD oder Buch-Reihen definieren, mir sind bestimmte AutorInnen heute wichtiger sind als die Frage, für welche Zeitung sie schreiben. </p>
<p>Dass ich beim Lesen über iPhone/iPad/Reader meine Gruppenzugehörigkeit nicht mehr nach außen represente, stimmt aber nicht so ganz. Nur ist das Außen ein anderes &#8211; im besten Falle gucken doch alle meine Freunde, was für Artikel ich bei Facebook verlinke (Für einen taz-Link habe ich neulich großes Stöhnen geerntet, was aber vielleicht  auch mehr über meine Freunde sagt&#8230;). Aber auch sonst &#8211; wenn ich will, dass mein Sitznachbar in der U-Bahn mich den &#8216;New Yorker&#8217;-Artikel lesen sieht, finde ich auch auf dem iphone einen Weg zum Distinktionsgewinn.</p>
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		<title>Von: joha</title>
		<link>http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/zeitungssucht-rettet-die-zeitung-nicht/comment-page-1/#comment-8019</link>
		<dc:creator>joha</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:56:40 +0000</pubDate>
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		<description>@dvg - natürlich. Bereits länger, aber besonders im digitalen Zeitalter stehen die klassischen Medien vor dem Spagat, sowohl die &quot;objektiv&quot; wichtigen Dinge, als auch die Themen außerhalb dieses Bereichs abzubilden, also die Veränderung des &quot;Nutzerkanons&quot; mit einzuschließen. 
Es gibt meiner Meinung nach zwei Medien, die mit ihrer Autorität auch online eine Art &quot;Kanon&quot; erstellen können: bild.de (das werden wir in den kommenden Monaten erleben) und Spon. Ironischerweise beeinflusst dieser Spon-Kanon die klassischen Medien in Deutschland inzwischen oft mehr als die klassischen Medien Spon beeinflussen (Ausnahme: Scoops, denn da muss ein Online-Medium mitziehen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dvg &#8211; natürlich. Bereits länger, aber besonders im digitalen Zeitalter stehen die klassischen Medien vor dem Spagat, sowohl die &#8220;objektiv&#8221; wichtigen Dinge, als auch die Themen außerhalb dieses Bereichs abzubilden, also die Veränderung des &#8220;Nutzerkanons&#8221; mit einzuschließen.<br />
Es gibt meiner Meinung nach zwei Medien, die mit ihrer Autorität auch online eine Art &#8220;Kanon&#8221; erstellen können: bild.de (das werden wir in den kommenden Monaten erleben) und Spon. Ironischerweise beeinflusst dieser Spon-Kanon die klassischen Medien in Deutschland inzwischen oft mehr als die klassischen Medien Spon beeinflussen (Ausnahme: Scoops, denn da muss ein Online-Medium mitziehen).</p>
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		<title>Von: chris</title>
		<link>http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/zeitungssucht-rettet-die-zeitung-nicht/comment-page-1/#comment-7997</link>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:44:26 +0000</pubDate>
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		<description>manche sind süchtig nach knacken und rauschen - und haben das vinyl gerettet...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>manche sind süchtig nach knacken und rauschen &#8211; und haben das vinyl gerettet&#8230;</p>
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		<title>Von: dvg</title>
		<link>http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/zeitungssucht-rettet-die-zeitung-nicht/comment-page-1/#comment-7982</link>
		<dc:creator>dvg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 16:30:05 +0000</pubDate>
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		<description>Gute Zusammenfassung, joha. Stellt sich nur eine Frage: Wenn die Schnittmenge (Punkt &quot;Kanon&quot;) geringer wird leidet dann darunter auch die Autorität?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Zusammenfassung, joha. Stellt sich nur eine Frage: Wenn die Schnittmenge (Punkt &#8220;Kanon&#8221;) geringer wird leidet dann darunter auch die Autorität?</p>
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