Die Society of Professional Journalists hat eine Übersichts-Liste mit angelsächsischen Kollegen veröffentlicht, denen man auf Twitter folgen soll/kann. Die Liste an sich ist interessant, lesenswert wird sie, weil die twitternden Journalisten einen kurzen Fragenbogen beantworten und dabei zum Beispiel erklären, was sie für “the most important issue facing contemporary journalism” halten. Hier ein paar Auszüge:

Journalists need to become leaders in understanding how people consume and use news, not followers.

Transparency around the process of journalism.

We need to develop the business model(s) for a prosperous future for independent journalism and have the courage to pursue them.

Learning how to collaborate — not just with colleagues and readers, but with other media outlets.

Overcoming a dysfunctional professional culture in order to open itself to the changes sweeping the media world and figure out how to sustain the serious business of the press.

Adapt or die.

Weil nicht nur die Antworten auf die genannte Frage sehr aufschlußreich sind, möchte ich jetzt auch bloggenden deutsche Journalisten bitten, ihre Einschätzungen in ähnlicher Form zu notieren und ihre Antworten (vielleicht so ähnlich wie bei der damaligen Ein ♥ für Blogs-Aktion) einfach in ihr Blog schreiben. Hier die zu einem Fragebogen angepassten Sätze zum Kopieren und selber Vervollständigen:

Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen:

Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn …

In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte …

So könnte ein Geschäftsmodell für den Journalismus von morgen aussehen:

Und hier meine Antworten.

via

Weitere Digitale Notizen zum Thema



12 Kommentare to “Vier Sätze für den Journalismus”

  1. Vier Sätze für den Journalismus | Juni 2nd, 2010 at 14:08

    [...] Dirk von Gehlen, Chefredakteur von jetzt.de, macht über seinen Blog eine Umfrage unter bloggenden Journalisten. Da fühle ich mich angesprochen. Auch deshalb, weil er mich darauf [...]

  2. onlinejournalismus.de - Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Dirk von Gehlen bitte um vier Sätze für den Journalismus | Juni 2nd, 2010 at 14:38

    [...] von Jetzt.de, bittet in seinem Privat-Blog Digitale Notizen, bloggende Journalisten um “Vier Sätze für Journalismus” basierend auf den folgenden Fragen, die ich sogleich [...]

  3. Chat Atkins | Juni 2nd, 2010 at 15:46

    Na, dann will ich auch mal …

    1. Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen: Zu antworten.

    2. Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn … Fehler auch umstandslos eingeräumt und schnell korrigiert werden.

    3. In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte … die Bedürfnisse des Lesers kaum eine Rolle spielten.

    4. So könnte ein Geschäftsmodell für den Journalismus von morgen aussehen: Konsequent aus der Froschperspektive und abseits des Mainstreams.

  4. Vier Sätze für den Journalismus | michaelschmid.at | Juni 2nd, 2010 at 16:53

    [...] Journalists, die eine Twitter-Empfehlungs-Liste mit angelsächsischen Kollegen veröffentlichte, um vier Sätze für den Journalismus, die deutsche Journalist_innen auf ihren Blogs beantworten sollen. Wenn man “deutsch” [...]

  5. Vier Sätze für den Journalismus … : jens weinreich | Juni 2nd, 2010 at 16:59

    [...] von Gehlen bittet in seinem Blog Digitale Notizen darum, vier Halbsätze zum modernen Journalismus zu vervollständigen. Einige Kollegen haben das [...]

  6. kopfzeiler.org » Blog Archive » Vier Sätze für den Journalismus | Juni 2nd, 2010 at 17:02

    [...] Dirk von Gehlen bittet bloggende Journalisten nach diesem Vorbild um Antworten auf vier Fragen zu Gegenwart und Zukunft des Journalismus. Der Bitte komme ich gerne nach, nicht nur, weil ich immer wieder erstaunt bin, wie ähnlich Dirk und ich viele Entwicklungen in der Branche sehen. Demnächst gibt es hier auch ein längeres Posting zum Thema, das liegt aber noch in der Schublade, wo es reift. [...]

  7. Vier Sätze für den Journalismus | Juni 2nd, 2010 at 17:44

    [...] vier Fragen zum Journalismus zu beantworten. Alle Antworten in deutschen Blogs laufen dann bei ihm in der Kommentarspalte als Trackbacks [...]

  8. Vier Sätze für den Journalismus « …Kaffee bei mir? | Juni 2nd, 2010 at 18:03

    [...] Juni 2010 von opalkatze Dirk von Gehlen hatte eine nette Idee. Weil mich das Thema sowieso beschäftigt, schreibe ich meine Antworten hier [...]

  9. Vier Sätze für den Journalismus | PIN-Blog Bernd Oswald über Politik im Netz | Juni 2nd, 2010 at 18:27

    [...] heute auf sei­nem Blog ein span­nen­des Pro­jekt gestar­tet: Jour­na­lis­ten sol­len ihre Ein­schät­zun­gen zur Zukunft des Jour­na­lis­mus in vier Fra­gen, genauer gesagt vier Ant­wor­ten gie­ßen. Sei­nem Auf­ruf schließe ich mich gerne an — [...]

  10. Vier Sätze für den Journalismus « Medienlotse | Juni 2nd, 2010 at 18:31

    [...] Chefredakteur von jetzt.de ruft in seinem privaten Blog „Digitale Notizen“ zu einer Diskussion über die Zukunft des Journalismus auf. Schon seit Monaten bestimmen einerseits Kassandra-Rufe, wie [...]

  11. Matthias | Juni 4th, 2010 at 00:18

    Schön Idee Dirk!

    1. Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen: Jeder das, wozu es ihn leidenschaftlich drängt. Sonst kann doch niemand etwas Besonderes schaffen!

    2. – 4.: Ohje, von diesen Sachen habe ich keine Ahnung.

  12. Vier Sätze für den Journalismus « JournalismusBlog | Juni 5th, 2010 at 09:43

    [...] Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de der Süddeutschen Zeitung, hat in seinem Weblog (hoffentlich nicht nur die deutschen) Journalisten aufgerufen, ihre Einschätzung über die Zukunft [...]

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