Die Strategie der FAZ

Netz, Print | 3. Februar 2009

Wir verkaufen der Werbewirtschaft Leser, die sich für Nachrichten interessieren, während die Suchmaschinen und die Themenportale Nutzer vermarkten, die sich für die Werbebotschaft oder zumindest das relevante Themenumfeld interessieren. Damit erreichen sie eine deutlich höhere Wertschöpfung pro Nutzer.

Bei persoenlich.com gibt es ein interessantees Interview mit dem Chef der FAZ Tobias Trevisan. Darin erklärt er unter anderem, dass Zeitungen beispielsweise vom Empfehlungssystem von Amazon lernen können. Er sagt:

Mit seinem Klickverhalten kommuniziert uns der Leser, für was er sich interessiert. Es ist nun unsere Aufgabe, ihm unter Millionen von Artikeln diejenigen anzubieten, die ihn aufgrund seines Nutzungsverhaltens interessieren dürften. Das bedeutet, dass wir die Site individualisieren, sie den persönlichen Bedürfnissen jeden Einzelnen anpassen müssen.

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3 Kommentare to “Die Strategie der FAZ”

  1. klml | Februar 4th, 2009 at 01:10

    > Empfehlungssystem

    Das ist also das neue Wort für die Heulerei das angeblich nur Menschen mit DJV-Ausweis und auf der payroll von Schirrmacher Inhalte filtern, aufbereiten sortieren können.

    Von meinem Empfehlungssystem erwarte ich aber auch das es zu einem z.B. Wirtschaftsthema, die FAZ aber eben auch die TAZ empfiehlt.

    Macht das FAZ-Empfehlungssystem das? Mein feeder schon!

  2. Matthias | Februar 5th, 2009 at 11:16

    Von individualisierten Seiten halte ich überhaupt nichts. Bücher sind ja keine Nachrichten. Von einer Zeitung erwarte ich gerade, dass ich einen Überblick über alle Nachrichten bekomme. Bei einer Vorauswahl hätte ich immer Angst, dass mir etwas vorenthalten wird – das schlimmste Gefühl im Zusammenhang mit Nachrichten!

    Was anderes sind dagegen ähnliche Themen am Ende eines Artikels.

  3. Zukunft der Medien in 50 Zitaten: Journalismus ohne Zeitung » medienlese.com | Februar 17th, 2009 at 20:10

    [...] “Wir glauben nicht, dass es sinnvoll ist, immer schneller immer mehr aktuelle Nachrichten zu produzieren, vor allem dann nicht, wenn die relevanten Themen ausgehen.” —FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan im Interview mit persoenlich.com, Januar 2009 (via Digitale Notizen) [...]

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