Digitale Notizen

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Tag "freitag"

Die “freitag.de”-Community ist hierachisch gestaffelt: Es gibt einfache Nutzer, Blogger und so genannte Publizisten. Wer auf der Website kommentieren will, muss seine E-Mail-Adresse angeben. Wer unter dem “freitag.de”-Dach ein eigenes Blog anlegen will, muss ein Profil hinterlegen. Verdiente und beliebte Nutzer erhalten den Status des Publizisten. Ihre Beiträge werden auch im gedruckten Medium abgedruckt. Publizisten bekommen dafür ein Honorar. Beiträge der Nutzer werden an speziellen, rot gekennzeichneten Plätzen im Blatt veröffentlicht. Redakteure sorgen durch meinungsstarke Analysen für Input und moderieren das anschließende Gespräch, so Augsteins Konzept.

Bei Kress wird das neue “Mitmach-Medium” der Freitag vorgestellt, das ab 5. Februar als “das Meinungsmedium” am Kiosk zu kaufen ist.

Weil er künftig vor allem auf junge Leser erreichen setzt, baut der Verleger voll und ganz auf das Internet. “Das Verhältnis der Journalisten zum Leser ändert sich”, sagt er. Redakteure müssten im Netz in einen ständigen Dialog mit ihren Lesern treten. Wenn man ihn so reden hört, hat man den Eindruck, der Online-Auftritt des Blattes liege ihm noch mehr am Herzen als die Überarbeitung des gedruckten “Freitag”. Die bisherige Site macht kaum etwas her. Viel mehr als die aktuelle Ausgabe als E-Paper ist dort nicht zu finden.

Die Welt berichtet über die Umgestaltungspläne beim Freitag

Zum einen ist die Industrie dabei, sich von dem Geschäftsmodell Popmusik zu verabschieden (wie der jüngste Ausstieg von Bertelsmann zeigt), weil die Distributionswege durch das Internet demokratisiert worden sind. Der Zerfall des Popspektrums in lauter MySpace-Nischen hat zu einer Rückbesinnung auf die Musik geführt (was nicht heißen soll, dass es dort keinen Pop gäbe). Der globale Konsens, den Madonna, Michael Jackson und Prince in den achtziger Jahren hergestellt haben, scheint heute unmöglich, und wie kritisch immer man zur Dominanz des amerikanischen Jahrhunderts, die sich auch darin manifestiert hat, stehen mag – allein der Verlust solcher Größe stimmt wehmütig.

Der Freitag nimmt die Geburtstage von Prince, Michael Jackson und Madonna zum Anlass, um über den Zustand des Pop nachzudenken.