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loading: Rock Bottom

In den Projekten, die im loading-Newsletter vorgestellt werden, geht es immer auch um Kunst und Geld. Im Fall von Rock Bottom ist das auch das inhaltliche Thema. In der “Rock Bottom – Songs of no money” genannten Dokumentation stellen Marc Helfers und Martin Groß die wahren Helden des weltweiten musikalischen Untergrunds vor. Dass es dabei nicht immer um die großen Bühnen und das große Geld geht, verrät bereits der Untertitel, der den Film als eine “feature documentary about poverty and Rock´n´Roll” beschreibt.

Ich habe Martin Groß den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Mein Kollege Marc Helfers und ich betreiben die Neue Stereo Filmproduktion. In unserer täglichen Arbeit werden wir von Plattenfirmen, Musikern, Veranstaltern, ect. gebucht um Musikvideos oder auch dokumentarische Arbeit für Promonutzung, Bonus DVDs, etc zu produzieren.
Das ist auch super und macht Spaß, aber mit dem Projekt “ROCKBOTTOM – Songs of no Money” wollen wir mal auf die andere Seite gucken. Dahin, wo es eben keine Plattenfirma und kein Geld gibt, aber trotzdem viel Talent der Musiker, die wir portraitieren wollen. Deshalb sind wir jetzt bei Indiegogo

Warum machst du es (so)?
Das schliesst nahtlos daran an. Wir haben halt keinen Auftraggeber für das Projekt und wollen zum jetzigen Zeitpunkt auch gar keinen haben. Es soll ein freies Projekt sein und an der Geschichte ausgerichtet sein. Nicht daran, dass wir irgendwelche Bedürfnisse von Kunden erfüllen müssen. Deshalb bitten wir die potentiellen Zuschauer des Films um Unterstützung für die sie aber auch etwas bekommen. Zum Beispiel den fertigen Film im nächsten Jahr oder auch einiges andere…

Wer soll das anschauen?
Den Film sollen sich dann alle angucken, die sich für Musik interessieren und gerne abseits des Mainstreams und der ausgetretenen Pfade bewegen.

Wie geht es weiter?
Die Kampagne läuft nun seit ein paar Tagen. Wir haben sehr positive Resonanz von Medien, Blogs, Radiosendern, etc, die darüber berichten und berichten werden und machen diesbezüglich weiter Wirbel…
Zudem sammeln und verbreiten wir Unterstützer-Botschaften von Musikern mit denen wir sonst arbeiten und die das Projekt gut finden: Maxim, Tocotronic, Malia, Andreas Bourani, Erik Langer von Kettcar, Josephine und einigen anderen interessanten und prominenten Menschen aus unserem Umkreis,.B. Katharina Schüttler oder Hartje Andresen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es hängt an so vielen Faktoren, ob Musiker (und letzlich auch andere Künstler) kommerziell erfolgreich sind und nicht in erster Linie am Talent. Wir halten die Musiker aus unserem Filmvorhaben für sehr talentiert und glauben, dass sie eine größere Bühne verdient haben. Vielleicht ist es aber als Künstler auch grade gut, nicht kommerziell erfolgreich zu sein
und in die damit verbundenen Zwänge zu geraten…? Wir gehen mit dem Film unter anderem auf die Suche nach dieser Frage…

rockbottom

>>> Hier Rock Bottom auf Indiegogo unterstützen!

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:



loading: PeterLicht “Live”

PeterLicht macht sein erstes Live-Album. Mit Euch. Krach, Musik und tonnenweise Worte.” Mit diesen Worten wird das Crowdfunding-Projekt von PeterLicht auf Startnext angekündigt. Der Musiker hat für sein Live-Album gerade die Fundingschwelle von 19.500 Euro überschritten – und hier den loading-Fragebogen beantwortet.

Was machst du?
Ich mache ein Live-Album, von der Musik und den Texten, die ich live spiele/spreche. Ich nehme auf und bringe raus. Das Album heisst “Lob der Realität”: Ich stehe auf der Bühne und lenke meinen Mund in die Nähe eine Mikrofons und fang an zu singen. Meine Idee von einem Lied, oder die Idee von einem Text, bekommt einen Körper.
Was ich mache? Ich hänge einen Körper an eine Idee. Oder einen Mund an ein Wort. Die Musik ändert sich dadurch, dass man sie live spielt. Sie wird anders. Die Lieder werden physisch. Mein Körper, mein Mund und meine Worte. Alles anders. (Lieder sind wie Menschen).

Warum machst du es (so)?
Ganz banal: die Plattenfirma wollte/ (wahrscheinlich auch: konnte) es nicht machen. Dann mach ich es eben selber, dachte ich.
Und es klappt. Jetzt haben wir den Sockel-Betrag eingesammelt, den wir mindestens brauchten. Großartig! Und jetzt freuen wir uns über jeden weiteren Euro, der noch zusammenkommt. Je mehr je besser. Damit können wir die Kosten decken, die noch nicht im Budget waren.

Warum mache ich das? Es ergibt sich eine Hoffnung: die Möglichkeit, selbstbestimmt zu handeln. Mit den Leuten, direkt für die Leute, für die die Musik und das ganze PeterLicht-Ding ja gedacht ist. Ich glaube/hoffe, die Zukunft der Musik / der Kunst / neuer Dinge + Ideen liegt hier. Wenn der Markt sich auflöst, muss etwas neues entstehen. Ich wünsche mir unendlich viele Projekte dieser Art auf der Welt. Demokratisch. Selbstbestimmt. Unabhängig. Es gibt kein Produkt mehr. Es gibt keine Markt mehr. Es gibt nur noch “Unterstützung”. Das fühlt sich ungewohnt an und irgendwie labberig. Aber auch direkt und frei.

Mein Gefühl ist ambivalent: Ich vermute, wir werden noch die Abschaffung vieler Märkte erleben. Und nicht nur in Kreativ-Branchen, die eigentlich niemand so richtig braucht. Sondern im ganz normalen Leben. Für jedermann. Brot ist umsonst. Die Bäckerei wird gefundet. Eine neue Technik kommt. Und schafft den Markt ab. Und jemand beint den Kadaver aus, der jetzt nutzlos herumliegt. Wieviele Menschen arbeiten bei Instagramm? Wieviele arbeiteten bei Kodak?). Und es entsteht Gewinn, den sich wer nimmt. Und die Zukunft gehört vor allen Dingen einem Phänomen: der Technik. Vielleicht geht es darum, die Dinge neu zu denken. Dass es kein Produkt mehr gibt. Aber: gibt es kein Produkt mehr? Auf der anderen Seite: Freude, dass es einen Weg gibt. Dass man unabhängig seine Ideen umsetzen kann. Dass es die Leute gibt, die mitmachen.

Wer soll das anhören?
Leute.

Wie geht es weiter?
In der Realität. Auf dem Boden der Tatsachen. Was man spürt ist eine Renaissance der Realität. Die Blasen platzen. Das Schöne an der Realität ist, dass sie einen Körper hat. Das Reale fühlt sich immer körperlich an. Das kann man loben. Das Furchtbare: es ist so real. Und: in der Welt des Realen hat das Absurde Konjunktur.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es heisst, der Applaus sei das Brot des Künstlers.
Ich seh das anders. Das Brot ist das Brot es Künstlers.

>>> Hier das Live-Album von PeterLicht auf Startnext kaufen

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:



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Little Numbers

Anfang März 2013 spielten Valeska Steiner und Sonja Glass in New York. Beim Konzert ihrer Band Boy in Brooklyn gibt es einen erstaunlichen Moment als die beiden bemerken, dass das Publikum bei ihrem ersten Auftritt in Amerika beginnt, den Text von “Little Numbers” mitzusingen.

Der Clip ist bereits ein Jahr alt, er wurde mir aber gerade via Reddit in die Timeline gespielt. Es handelt sich um eine besonders schönes Beispiel für die These des Dialogs. Die Möglichkeiten des Dialog-Raums Internet beziehen sich genau auf solche Momente, die nicht nur entstehen, weil der Künstler auf der Bühne steht, sondern weil der Raum davor gefüllt ist.

loading: I Am A Forest

In den vergangenen Wochen habe ich in Bezug auf mein Buch “Eine neue Version ist verfügbar” ein sehr schönes Erlebnis gehabt, das ich hier teilen und mit einer Bitte versehen will. Ich bin auf Menschen gestoßen, die das Buch nicht nur gelesen haben, sondern die Ideen darin in die Tat umsetzen: die Leipziger/Hamburger Band A Forest hat das Projekt I Am A Forest gestartet, über das sie auf der Website schreiben: “Die Bedingungen der Produktion und Distribution von Musik haben sich in den vergangenen 20 Jahren grundlegend verändert. Die größte Herausforderung dabei steckt nicht in der Technik, in MP3s oder Filesharing, sondern in unseren Köpfen. Wir, als Künstler, Produzenten und Vermarkter, müssen neue, passendere Wege finden, Musik unter digitalen Bedingungen zu veröffentlichen. I AM A FOREST ist ein Beitrag zu dieser neuen Kultur. Wir folgen sich neue Wege bahnenden Flüssen, lassen uns mitnehmen, lassen teilhaben.


Ich finde das Projekt ganz großartig und möchte es jedem sehr ans Herz legen. Nicht nur, weil ich Ideen aus Eine neue Version ist verfügbar in dem Projekt wieder erkenne, sondern weil A Forest neben kreativen neuen Ansätzen auch ganz einfach sehr schöne Musik machen. Deshalb habe ich Fabian Schütze den loading-Fragebogen geschickt, den er hier beantwortet.

Was macht ihr?
Mit dem Projekt I AM A FOREST versuchen wir ein neuen Weg zu gehen, wie man Musik machen, veröffentlichen und konsumieren kann. Ein Weg, der den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters gerecht wird, den Hörer Ernst nimmt, neue Ideen mit einbezieht und uns als Musiker das machen lässt, was wir wollen, lieben und können: Musik.

Warum macht ihr es (so)?
Wir sind unabhängige Musiker, gefangen in einem sehr starren System, das von wenigen großen Firmen kontrolliert wird. Die “alte” Idee physische Tonträger zu in möglichst hohen Auflagen zu pressen, dem “Kunden” ein fertiges Produkt mit viel Werbedruck zu verkaufen und ein Jahr später das nächste Album anzudrehen, ödet uns an. Die Menschen kaufen Musik als Mp3 bei iTunes, hören selbst zusammengestellte Playlisten auf Spotify, gehen auf Konzerte, wollen teilhaben. Wir möchten Musik machen, sie live spielen, mit den Leuten direkt in Kontakt kommen. Dass es dafür eine neue Idee braucht, dass diese Idee ohne internationale Großkonzerne funktioniert, dass man Musikbusiness auch anders, unabhängiger und unter Einbeziehung der Leute, die es möglich machen, nämlich Hörer und Konzertbesucher machen kann, versucht I AM A FOREST zu beweisen.

Wer soll das anhören?
Grundsätzlich jeder, der sich für Musik abseits des Mainstreams interessiert. Für diejenigen, die tiefer tauchen wollen, sich für den Prozess interessieren, teilhaben wollen, versuchen wir interessante Anknüpfpunkte zu bieten.

Wie geht es weiter?
Wir denken langfristig. Wir wissen, dass es am Anfang erstmal alles sehr kompliziert klingt, wir wissen, dass die Presse uns nach dem Tag der Albumveröffentlichung fragen wird und CDs bestellt. Obwohl diese Dinge mit I AM A FOREST für uns weit in den Hintergrund treten. Wir werden das unter allem Umständen so weiter machen. Wir treffen uns in einem Jahr und schauen uns an, was passiert ist. Mit uns. Mit der Musik. Mit der Welt.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass von einer CD, die 16,99 Euro auf Amazon kostet, höchsten 2,50 Euro beim Künstler ankommen. Dass 10 Euro für ein Konzertticket nicht 10 Euro für die Band sind. Dass Musik machen und davon leben wollen eine harte Sache ist. Dass es nichts Besseres gibt.

>>> Hier I Am A Forest unterstützen

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


loading: Wie kommt die Note ins Konzert?

Kann man Crowdfunding auch in der Bildungsvermittlung einsetzen? Das Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? will genau das mit Hilfe der Münchner Philharmoniker unter Beweis stellen. Worum es geht, erklärt Starterin Mona Horncastle im loading-Fragebogen



Was machst du?
Seit fast 10 Jahren kümmere ich mich im Horncastle Verlag um Bildungsvermittlung. Unsere Themen sind meistens kulturell: es geht um Kunst, Musik und Theater. Wir realisieren gemeinsam mit Museen, Theatern und Orchestern Bildungs-Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Unser übergeordnetes Ziel ist ihr Interesse zu wecken – was nicht immer ganz einfach ist, dafür aber umso spannender, wenn am Ende sogar Begeisterung entsteht. Dafür wurden wir 2013 vom Bayerischen Staatsministerium ausgezeichnet.

Unser aktuelles Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? ist ein musikalischer Bildungsworkshop mit den Münchner Philharmonikern und ihrem Education Programm Spielfeld Klassik. Wir „lauschen“ mit Fünftklässlern verschiedener Münchner Hauptschulen hinter die Kulissen eines Orchesters. Wir begleiten die Musiker bei den Vorbereitungen für die Aufführung des Kinderkonzerts „Die Waldmaus“. Wir begleiten sie ins Studio, wenn „Die Waldmaus“ als CD produziert wird. In einem Kompositions-Workshop mit dem Komponisten der Waldmaus, Franz-David Baumann erfahren wir, wie aus gedachten Noten Musikstücke werden. Und da „Die Waldmaus“ mit CD als illustriertes Buch erscheinen soll, dürfen wir dabei sein, wenn die Künstlerin Doris Eisenburger ihre Illustrationen entwickelt.
Teil aller Workshops ist außerdem, dass die Schüler ihre Erfahrungen mit Texten, Fotos, Audios und Filmen dokumentieren und darüber im Blog auf Startnext berichten. Aus diesen Beiträgen entsteht zum Jahresende ein E-Book, das kostenfrei im Internet zur Verfügung gestellt wird.

Warum machst du es (so)?
Das Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? ist ambitioniert. Nicht nur weil unser Team aus 20 Menschen besteht, sondern auch, weil wir in neun Monaten mit fast 100 Schülern alle Facetten der Arbeit von Profimusikern miterleben und den teilnehmenden Kindern vermitteln, wie ein Buch entsteht. Aber genau das macht auch den Reiz des Projekts aus: wir geben viel Input und zeigen, wie sich dieser sinnvoll abbilden lässt und Leser findet.
Die Autorenschaft der Schüler ist ein ganz wesentlicher Bestandteil aller unserer Projekte, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Schüler der weiß, dass sein Name in einem Buch stehen wird, eine hohe Motivation hat, sich einzubringen. Vor allem in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus „Brennpunkschulen“ hat sich das bisher bewährt: die schulischen Leistungen steigen insgesamt. Die Arbeit im Team schafft Gemeinschaftsgefühl. Die Öffentlichkeit fördert Selbstvertrauen. Ernst genommen zu werden macht stolz.
Diese Art der Bildungsvermittlung funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten mit Herzblut engagieren – und wenn sich Projektpartner finden, die uns finanziell fördern. Meistens werden wir von Stiftungen, Vereinen und Unternehmen unterstützt. Aber eben leider nicht immer in dem Umfang der nötig wäre. Darum versuchen wir mit dem Projekt Wie kommt die Note ins Konzert? auf Startnext über Crowdfunding unsere Finanzierungslücke von 20.000 € zu schließen. Das sind 50% der Summe, die wir tatsächlich benötigen. Doch gerade weil dieses Projekt so viele Facetten hat, können wir auch spannende Dankeschöns anbieten: exklusive Treffen mit den Musikern, Teilnahme an den Workshops, Konzertkarten und natürlich alles rund um das Buch – Original-Illustrationen von Doris Eisenburger eingeschlossen. Viel Schönes für unsere Unterstützer – und für einen guten Zweck.

Wer soll dabei mitmachen?
Wer uns unterstützen wird – das ist eine spannende Frage. Wir hoffen auf die Menschen, die den Sozialaspekt des Projektes gut finden. Auf Musikliebhaber. Auf Menschen, die sich für Bildung einsetzen möchten. Diejenigen, die sensibel dafür sind, dass Bildung auch die Aufgabe von Bürgen ist. Und die Crowd natürlich, die wie wir alternative Wege geht, um ihre Anliegen zu finanzieren.

Wie geht es weiter?
Mit Bildungsprojekten!
Wer sich mit und für uns engagiert wird ab sofort auf startnext wöchentlich über unsere Workshops informiert. Die Filme und Texte der Schüler sind ab März online. Zur Abschlussveranstaltung, einem Konzert in München im November, gibt es das fertige Buch mit CD und eine Pressekonferenz, auf der die Schüler von ihren Erlebnissen berichten.
Und dann? Wir sind im Moment mit einigen weiteren Projekten mit so großartigen Partnern wie dem Museum für Ägyptische Kunst, der Buchmesse in Frankfurt, der europaweiten Bildungsinitiative we.learn.it, usw. aktiv. Wir wünschen uns sehr, dass uns die engagierten Partner nicht ausgehen – Ideen haben wir genug.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass Bildung nicht exklusiv sein darf. Dass Bildung Spaß machen muss, um zu funktionieren. Dass funktionierende Bildung Zukunft schafft. Dass es uns gibt – genau darum und dafür.


>>> Hier Wie kommt die Note ins Konzert? auf Startnext unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


Das ist unser Internet!

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Eine Allianz aus unterschiedlichen Organisationen hat den heutigen 11. Februar zum “Day We Fight Back” gemacht. Ein Tag des Widerstands gegen die massenhafte Überwachung der Menschheit! Es geht darum, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, das für die digitalen Räume die gleiche Bedeutung hat wie der Umweltschutz für Gegenwart und Zukunft unseres Planeten. Es geht aber auch darum, die Stimme zu erheben – z.B. indem man den Aufruf “Internationale Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung” unterzeichnet.



Man kann aber auch ganz klassisch Mitglied in einem oder mehreren der Vereine werden, die den Aufruf mitkonzipiert haben: Gesellschaftliches Engagement fand schon immer auch über Vereine und Organisationen statt. Daran ändert auch die Digitalisierung wenig. Deshalb hier der Hinweis auf die Mitglieds- und Spendenseiten …

… vom Chaos Computer Club

… von der Digitalen Gesellschaft

… der Electronic Frontier Foundation

… von Digitalcourage


Hintergrund zum Day We Fight Back bei Süddeutsche.de

loading: ecke:sócrates

Im Sommer findet in Brasilien die Fußball-WM statt. Tobias Zwior freut sich auf das fußballerischer Großereignis und will es mit einem journalistischen Projekt begleiten: Vor einer Woche ist ecke:sócrates auf Krautreporter gestartet. Ich habe Tobias den loading-Fragebogen geschickt.

Was machst du?
Ich arbeite gerade an meinem ersten eigenen journalistischen Projekt. ecke:sócrates – Das Hintergrund-Journal zur WM 2014 in Brasilien. Seit einer Woche ist das Crowdfunding jetzt online und ich merke immer mehr, dass das Projekt 24/7 in meinem Hinterkopf rumort, agiert, mich fordert. Und das ist gut so!

Warum machst du es (so)?
Weil ich finde, dass ecke:sócrates ein sehr wichtiges Thema bedient. Das vorerst letzte Mal für über ein Jahrzehnt findet eine Fußball-WM in einem Land statt, das den Namen “Fußball-Land” auch verdient. Brasilien. Fußball ist trotzdem nur eine Facette dieses Landes. Und da sehe ich die Gefahr, dass jetzt im Vorhinein zwar immer wieder die enormen gesellschaftlichen Probleme Brasiliens thematisiert werden, sich während der WM dann aber die gesamte mediale Aufmerksamkeit komplett auf den Fußball richtet. Dazu möchte ich ein (wenn auch nur kleines, unvollständiges) Gegenangebot schaffen – und vor Ort in Reportagen, Porträts, Interviews möglichst nah am Menschen über die Hintergründe dieses Großereignisses berichten.
Außerdem hatte ich schon länger Lust, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und da ich sowieso für ein Auslandssemester in Südamerika bin, bei mir eine chronische Fußballobsession diagnostiziert wurde und da ich Gesellschaftsjournalismus mag, kann ich diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen. Ich musste dieses Crowdfunding-Experiment einfach wagen.

Wer soll das lesen?
Menschen, die von der WM elektrisiert sind, die sich am Tag drei WM-Spiele im Fernsehen anschauen, die den ganzen Tag über nichts anderes reden als die WM – und die in einer ruhigen Minute am Abend dann vielleicht doch nochmal wissen möchten, was “sonst noch so los ist” in Brasilien. Alles in allem also eine ziemlich große Zielgruppe ;)

Wie geht es weiter?
Es geht zunächst einmal nur weiter, wenn die anvisierte Crowdfunding-Summe von 2200 Euro bis zum 7.2. erreicht wird. Damit steht und fällt das Projekt. Bis dahin werde ich alles dafür tun, dass das klappt und wenn es sein muss auch noch meinen Banknachbarn aus der 2. Klasse der Grundschule über Facebook aufstöbern und ihn fragen, ob er ein paar Euros beisteuert.
Sollte es tatsächlich klappen, werde ich als erstes die Reise und Unterkünfte innerhalb Brasiliens organisieren und dann weitere Kontakte knüpfen und Themen recherchieren, was das Zeug hält. Damit ecke:sócrates für den 12. Juni, wenn in São Paulo der erste Ball rollt, bereit ist.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wer der Namenspate meines Projekts, Sócrates, war. Kein Philosoph, sondern ein außergewöhnlicher Fußballer, Politiker, Arzt, Mensch. Eine seltene Kombination.

Hier kannst du ecke:socrates auf Krautreporter unterstützen!

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Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort “loading” in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


Der Song und seine Entstehung: “One More Time”

Dieses Video ist schon fast ein Jahr alt, in den vergangenen Tagen hat der Clip aber zahlreiche neue Aufrufe generiert und so auch mein Interesse geweckt: Es geht um die Entstehung des Songs “One More Time” von Daft Punk, in dem die Band angeblich keine Samples verwendet hat.

Diese Clip weckt Zweifel an der Aussage.

Ich kenne mich damit nicht genauer aus, finde an dem Video aber einen Aspekt interessant: Das Nachbauen von Musik auf diese Weise zeigt, dass in der digitalen Welt die Entstehungsbedingungen von Musik zu deren Qualitätsmaßstab werden können. Hätten Fans dabei zuschauen können, wie Daft Punk den Song einspielen, sie könnten die Frage beantworten, ob es sich bei der entsprechenden Stelle um ein Sample handelt oder nicht.