Digitale Notizen

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Da ich bereits an anderer Stelle auf die Besonderheit der Integretation von vermeintlich pädagogischen Absichten in Apples App-Angebot verwiesen habe, gefällt mir das Spektrum der Tickle Tap Apps natürlich sehr:

http://www.tickletapapps.com/

Mein Favorit im kindertauglichen App-Angebot ist der Color Collector, er nutzt die eingebaute Kamera um Kindern Farben beizubringen.

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Ein schöner Werbespot für die niederländische Seite Kinderpostzegels:


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Auf vielfachen Wunsch gibt es heute mal wieder Kindercontent: Der Misery Bear erlebt in der BBC tolle Sachen: einen (nicht ungefährlichen) Ausflug nach London oder die Vorbereitung auf ein Date. In der aktuellen Folge sieht man “Misery Bear Takes a Day Off”:

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Ten years into the 21st century, most schools in Germany still end at lunchtime, a tradition that dates back nearly 250 years. That has powerfully sustained the housewife/mother image of German lore and was long credited with producing well-bred, well-read burghers. Modern Germany may be run by a woman — Chancellor Angela Merkel, routinely called the world’s most powerful female politician — but it seems no coincidence that she is childless.

Unter dem Titel The Female Factor – In Germany, a Tradition Falls, and Women Rise widmet sich die New York Times der Rolle der Mutter in Deutschland – sehr lesenswert nicht nur für Menschen, die unlängst das Zeit-Stück über den symbolischen Vater gelesen haben.

Die symbolischen Väter sind tolerant und einfühlsam, sie denken mit und packen an, sie können kochen und wissen, wo das Waschmittel steht. Und das unterscheidet die meisten von ihnen von den meisten ihrer Väter. Alles gut, alles schön.

Aber reicht das? Oder anders gefragt: Wann werden die symbolischen Väter zu realen Vätern? Wann wird für sie der Entschluss, eine Familie zu gründen, auch einen realen Verzicht, Einschnitte und Kompromisse nach sich ziehen?

Jana Hensel widmet sich unter dem Titel Vater Morgana im aktuellen Zeit-Magazin den Problemen, die sich hinter all den beständig gelobten Elternzeit-Vätern auftun, wenn diese an den Arbeitsplatz zurückkehren und so tun, als sei alles wieder wie vorher. Sehr angenehm nach all den durchaus selbstgefälligen Wickel-Vätern mal eine andere, die weibliche, Perspektive auf dieses Thema zu lesen.

Hensel nennt diese Männer “symbolische Väter” und breitet – um das Phänomen zu beschreiben – dem Leser ihre private Lebenssituation als Vollzeit arbeitende Mutter aus (laut Website ist sie: “freie Journalistin und Autorin in Berlin”). Ich bin unsicher, ob das tatsächlich nötig gewesen wäre. Denn die Lösung, dieser in der Tat komplizierten Situation ist ja – wie die Einführung des Elterngeldes gezeigt hat – nicht zuvorderst auf der privaten Ebene zu suchen. Damit sich einlösen kann, was Hensel anspricht, müssen dafür auch gesetzliche Rahmen geschaffen werden:

Wie aber wäre es, wenn auch er, sagen wir, an zwei Tagen der Woche die Kinder von der Kita abholte, wenn er mit den Älteren Schularbeiten machte? Wenn er nicht nur ein Einzelfall wäre, der die Regel bestätigt? Der reale Vater würde beginnen, die Familienarbeit nicht länger auf die Schultern der Frau abzuladen, er würde eine wirkliche und auch messbare Verantwortung übernehmen. Und er müsste seine Partnerin nicht länger mit symbolischen Gesten bei Laune halten.

Damit das gelingen kann, muss es Arbeitsmodelle geben, die Teilzeit nicht als Notlösung darstellen. Wie überfällig das ist, konnte man im Oktober in der ARD-Sendung Panorama sehen, in der die “Instyle”-Chefin Annette Weber über die Teilzeit-Modelle in ihrer Redaktion sprach. Sie sagte:

Das ist ja kein betreutes Wohnen, eine Redaktion. Das ist natürlich ein Unternehmen, was wirtschaftlich arbeiten muss und dem sind natürlich Grenzen gesetzt. Es ist natürlich so: in wirtschaftlich florierenden Zeiten kann man es sich eher mal erlauben, Mitarbeiter, in Anführungszeichen mitzuschleppen.

So etwas ist in Anführungszeichen ärgerlich – und sicher Anlass für eine Berichterstattung, die über die persönliche Befindlichkeit und Lebenssituation hinaus geht.

Entscheiden sie selbst: Wer ist besser dieser kleine Junge oder der Typ mit der Mütze?

Eben! Soviel zum Thema: Schönheit von Coverversionen.

http://www.etsy.com/view_listing.php?listing_id=36466814&ref=sr_gallery_6&&ga_search_query=Where+The+WIld+Things+are&ga_search_type=handmade&ga_page=&includes[]=tags

Nächste Woche kommen sie auch in Deutschland ins Kino: Auf Etsy sind sie schon. Es gibt Figuren von den Wilden Kerlen, Kopfbedeckungen, Schlüsselanhänger und (mehr oder minder lustige) Kleidung.

Das Besondere daran: Nichts davon ist offiziell, nichts davon trägt den Titel Merchandise. Alles ist selber gemacht und markenrechtlich vermutlich verboten. Doch all diese (Raub-)Kopien sind voller Fan-Freude für den Film und seine Charaktere – und ein toller Beweis für die Schönheit der Kopie!

Da sich Kinder- und Baby-Content hier großer Beliebtheit erfreut und mir ja immer an innovativen Methoden des Lesens gelegen ist, hier eine analoge Version der unlängst vorgestellten ABC-iPhone-App:


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Passender Boing Boing-Hinweis am heutigen Tag: Der Trailer zur offensichtlich sehr spannenden Dokumentation Babies, die im Sommer 2010 in Deutschland ins Kino kommen soll.

Allen Babies, die heute zur Welt gekommen sind, von Herzen das Beste!!!

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Ich habe es ja schon angedeutet: das iPhone wird zum Kinderspielzeug. Die App namens Peekaboo Wild macht aus dem Smart Phone ein Kinderbuch, in dem wilde Tiere auftauchen und zu erraten sind. Hier zum Beispiel nachts im Schlaf:

peekabo

Die Illustrationen zu dem Spiel stammen – wie schon im Vorgänger Peekaboo Barn – von Divva Srinivasan. Ziel des Spiels ist es, Tiere zu erraten, die hinter Türen auftauchen.