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Meme in den Unterricht! Das Tincon-Zeugnis

Ich durfte heute in meiner Funktion als Phänomeme-Blogger auf der Tincon sprechen. Es ging um Internet-Quatsch, Meme und den aktivsten Teil der Popkultur: die Netzkultur. Es war ein Spaß und alles prüfungsrelevant. Teilnehmer*innen können sich unten ihr Zeugnis herunterladen!

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Verbunden mit dem Zeugnis ist eine Forderung, die ich den jugendlichen Besucher*innen der Tincon mit auf den Weg gegeben habe: Ich finde, Meme gehören in den Unterricht, Internet-Quatsch gehört auf den Lehrplan!

„Wir leben in einer hyper-memetischen Kultur“, schreibt Limor Shifman in ihrem Buch „Meme – Kunst, Kultur und Politik im digitalen Zeitalter“ und Felix Stalder spricht in seinem sehr empfehlenswerten Buch „Kultur der Digitalität“ gar von einer „digitalen Volkskultur des Remix und Mashups“(…), die „von unzähligen Personen mit sehr unterschiedlicher Intensität und unterschiedlichem Anspruch betrieben“ wird. „Die Gemeinsamkeit mit der traditionellen Volkskultur, im Gesangsverein oder anderswo, liegt darin, dass Produktion und Rezeption, aber auch Reproduktion und Kreation weitgehend zusammenfallen.“

Weil ich das genau so sehe, halte ich es für überfällig, diese digitale Volkskultur auch auf den Lehrplan zu heben. Egal ob in Heimat- und Sachkunde (Mein Zuhause ist das Internet), in Geschichte oder womöglich gar in einem eigenen Fach – es ist dringend nötig, die Kultur des Netzes auch im Unterricht zu behandeln. Mit der gleichen Berechtigung, mit der Schüler*innen Musikinstrumente im Schulunterricht einsetzen, sollen sie auch digitale Kreativitätsinstrument (Mashup, Remix, Referenz) in der Schule kennenlernen.

Vielleicht wird das unten stehende Zeugnis, das Tincon-Teilnehmer*innen ausdrucken und ausfüllen können, ein erster Schritt zur inhaltlichen Digitalisierung des Lehrplans. Vielleicht gehen sie mit dem Zeugnis zu ihren Lehrer*innen und fordern eine inhaltliche Digitalisierung des Unterrichts ein.

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PDF-Download

Mehr zum Thema Internet-Quatsch auch auf Phänomeme.de – wo auch der Begriff Phänomeme erklärt ist

In eigener Sache: Geschenke, Termine und Jobs im Newsletter

Kurzer Hinweis in eigener Sache: in der nächsten Woche erscheint die März-Folge des Digitale Notizen-Newsletter. Ich weise deshalb besonders darauf hin, weil ich in der neuen Folge etwas ausprobieren werde: eine Rubrik mit Geschenken (Überraschung!), Terminhinweisen und interessanten Stellenausschreibungen. Keine Sorge, im Mittelpunkt steht weiterhin der „distanzierte Blick, der die Frage stellt: Was bleibt von all den Neugikeiten und Veränderungen? Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Welche Muster kann man erkennen?“ – darüberhinaus will der Newsletter sich aber auch weiterentwickeln und vielleicht einen weiteren Mehrwert bieten. Wer Interesse daran hat, kann sich hier kostenlos eintragen!

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Ebenfalls ein wenig in eigener Sache ist der Hinweis auf zwei spannende Konferenzen, die man im April und Mai besuchen sollte (nicht nur, weil ich daran teilnehme) Es geht um die Direttissima-Konferenz am 22. April in München und um die TinCon vom 27. bis 29. Mai in Berlin.