Alle Artikel mit dem Schlagwort “podcast

Till Ottlitz: Vier Tage Angst

In diesem Herbst wird dieses Land den 30sten Jahrestag des Mauerfalls begehen. Es wird Sonderseiten und Erinnerungen geben, Feierlichkeiten und Jubiläums-Reden. Und es gibt Journalismus, der sich diesem Thema widmet. Gerade eben ist eine Radio-Dokumentation zum Thema erschienen, die ich hier allein deshalb empfehlen muss, weil sie die erste ist, die ich audio-bingte. Ich weiß nicht, ob es den Begriff gibt, aber bei 4 Tage Angst ist mir passiert, was man von Serien in Streaming-Portalen kennt: Sie ist so spannend erzählt, dass ich nicht aufhören konnte sie anzuhören.

Es ist eine sehr gegenwärtig gemachte Dokumentation über einen Teil deutscher Geschichte, die nicht nur wegen des Jubiläums unglaublich aktuell ist. Diese Dokumenation erzählt von den Schrecken eines Unrechtsstaats und von dem Zauber der Menschlichkeit, die nicht fragt, sondern hilft – unabhängig von politischen Überzeugungen. Es ist eine Geschichte von der Not und der Angst, die Menschen in die Flucht treibt. Diese innerdeutsche Geschichte einer Flucht lässt die aufgeheizte Stimmung um Migration in diesem Land in einem neuen Licht erscheinen – und zeigt Dimensionen der deutschen Teilung.

Dass die Geschichte so ergreifend und aktuell ist, liegt aber auch daran, dass ihr Autor Till Ottlitz sich über die merkwürdige Regel hinwegsetzt, dass Journalisten sich nicht selber zum Thema machen sollten. Denn diese Geschichte verdankt ihre Spannung und Tiefe genau dieser Tatsache, denn „Vier Tage Angst“ ist die Geschichte von Bärbel Ottlitz, die Geschichte der Mutter des Autors. Dadurch ist dieser große politische Podcast auch wahnsinnig intim und persönlich. Es ist die private Geschichte der Familie Ottlitz, die große Teile der Politik und der Geschichte diese Landes greifbar macht. Damit zeigt der Podcast, worin der Wert herausragenden Journalismus liegen kann: dass er das Große im Kleinen sichtbar macht.

Das ist handwerklich und dramaturgisch herausragend gut gemacht. Besonders empfehlenswert ist dieser Podcast aber vor allem, weil Till Ottlitz sich als Autor selber angreifbar und verletztlich zeigt. In einer Folge gesteht er, dass ihm Gespräche so nahe gehen, dass ihm Tränen in den Augen stehen, in einer anderen hört er sich an, wie seine Mutter sagt, dass sie keine Kinder hätte bekommen wollen, wenn die Flucht nicht geglückt wäre.

Die Flucht glückt am Ende, aber bis es soweit ist, durchlebt Bärbel Ottlitz vier Tage Angst. Von diesen vier Tagen handelt der Podcast, über den ich nicht mehr verraten will als den Transparenz-Hinweis, dass ich mit Till persönlich bekannt bin.

Der Podcast läuft in den nächsten Wochen auf Bayern2 im klassischen Radio, man kann die Folgen aber schon jetzt digital anhören, auf der Website, bei Apple Podcast – und ich finde das sollte man tun

Folge 1: Republikflucht
Folge 2: Keine Antwort unter dieser Nummer
Folge 3: Treffpunkt Alexanderplatz
Folge 4: Independence Day
Folge 5: Abtauchen
Folge 6: Der Geruch von Pizza

Fünf Gründe warum Podcasts kein Geld verdienen (jedenfalls nicht einfach so)

Seth Godin ist ein BesserBescheidwisser in Fragen von Internet und Marketing. Ich habe den Eindruck, die beiden Themen wachsen immer mehr zusammen und immer mehr Menschen nutzen das Internet vor allem für Marketing-Zwecke: Reichweite, Interaktion, Kontakte – all das scheint mehr Menschen anzutreiben als die Tatsache, dass man sich im Internet so gut wie noch nie zuvor nach eigenen Interessen vernetzen und fortbilden kann.

Seth Godin hat – wie gefühlt fast jeder andere Internet-Mensch auch – einen Podcast. Der heißt Akimbo und ist sehr empfehlenswert. In der aktuellen Folge spricht er Meta! über Podcasts und mir ist danach so einiges klarer geworden – über das Internet, Marketing und das große Problem mit der Werbung (Foto: unsplash). Deshalb halte ich hier fünf Dinge fest, die ich bei Godin über die Frage gelernt habe, wie man mit Aufmerksamkeit Geld verdienen kann. Nicht alle Gründe sind auch meine Meinung (dafür kenn ich mich gar nicht gut genug aus), aber sie sind in jedem Fall spannende Denkansätze.

Godin lobt Podcasts und rät jeder und jedem, einen Podcast zu starten. Deshalb hat er unter dem Slogan „Podcasting is the new Blogging“ ein Podcast-Fellowship-Programm aufgesetzt. „Podcasting hilft die eigene Stimme zu finden, aber es ist kein guter Weg um Geld zu verdienen“, sagt er. Dass er darauf kommt, hängt mit Daten über das Podcast-Ökosystem zusammen, die Andreessen Horrwoitz erhoben haben und die Andrew Chen hier zusammengefasst hat – wie er das begründet, sagt viel über den Unterschied zwischen klassischer Werbung und Online-Werbung aus. Deshalb halte ich es hier fest:

1. Podcast sind groß(artig) – und anders

„Es gibt kein Medium, das mir bekannt ist“, sagt Godin mit Bezug auf die Daten der Podcast-Erhebung, „das so schnell wächst wie Podcasts – mit Ausnahme von Surfen im Netz.“ Und dann ergänzt er beeindruckende Wachstumszahlen von Menschen, die regelmäßig Podcasts hören (in den USA) – vor allem auf dem iPhone. Aber Podcasts sind nicht nur groß, sondern auch großartig – weil sie sich meist dem Clickbait um Aufmerksamkeit entziehen, den wir von anderen Medien kennen. Godin vergleicht Podcasts deshalb eher mit klassischen Büchern – mit der Ruhe und der Erkenntnistiefe, die entsteht, wenn ein Medium sich einem Thema ausführlich widmet. Die Frage lautet nun: Kann man mit diesem wachsenden Medium Geld verdienen? Die Antwort hängt von der Perspektive ab. Godin vergleicht die durchaus erstaunliche Summe, die für Podcast-Werbung in den USA ausgegeben wird mit dem Betrag, der dort für Werbung in Kinos ausgegeben wird: das Podcast-Budget macht gerade mal ein Drittel davon aus.

2. Podcasts sind zu neu

Warum ist der Podcast-Anteil so gering? Godins Antwort (die er im Podcast mit Zahlen begründet, die belegen, wie hoch der Betrag ist, den Werbetreibende ausgeben, um eine durchschnittliche Podcast-Hörer-Stunde zu erreichen im Vergleich zur gleichen Zeit im Radio, in Magazinen, Zeitungen) lautet: Werbung wird häufig von anderen Menschen gekauft als von denen, die sie bezahlen (Stichwort Media-Agenturen). Die Einkäufer müssen ihren Chefs begründen, warum sie die Werbe-Euros ausgerechnet für diese Werbeform ausgegeben haben. Und dabei, so Godin, schneiden sehr neue Werbemöglichkeiten viel schlechter ab als ältere. Der Grund: Die Chefs sind einfach noch nicht so vertraut mit Werbung in Podcasts. Sie kennen Fernseh-Werbung. Und der Einkauf richtet sich, so Godin, nach dem, was die Chefs kennen.

3. Das Internet hat Werbung zu Direktmarketing gemacht

Die zentrale Ausnahme von dieser Biografie der Werbeformen bildet das Internet, so Godin. Denn Internet-Werbung ist eigentlich im klassischen Sinn keine Reklame, die auf Image zielt. Internet-Werbung ist, so Godin, Direkt-Marketing. Direkt-Marketing zielt auf direkte Aktionen ab, die man genauso direkt messen kann. „Damit unterläuft die Internet-Werbung grundlegenden Prinzipien anderer Werbeformen“, erklärt Godin. Denn bei klassischer Fernsehwerbung konnte man den Return of Invest (ROI) eben nicht so deutlich messen wie man das heute bei Google-Ads messen kann. Außerdem basierte diese klassische Werbung auf Knappheit und der Sorge, dass ein Mitbewerber diesen einen Platz für einen TV-Werbespot bucht. Das Internet löst diese Begrenzung auf und verändert das Ökosystem für Werbung (spannender Weise betont Godin, dass dass nicht bedeutet, dass sich klassische Werbung auflösen wird).

4. Podcasts sind schwer messbar, sie brauchen Sponsoren

Anders als Online-Werbung sind Podcasts kaum messbar. Und das, was man in der Breite messen kann, ist eher ernüchternd. Godin zitiert eine Zahl, nach der der durchschnittliche Podcast gerade mal auf 124 Hörerinnen und Hörer kommt. Diese Zahl basiert aber auch auf einer unfassbar großen Gesamtzahl an Podcasts, die es allein in Amerika gibt. Soll heißen: es gibt auch Angebote mit sehr viel größerer Hörerschaft. Doch diese sind sehr schwer vermarktbar – nach klassischen Regeln. Godin rät deshalb: Es braucht Sponsoren, die die Nähe zu schätzen wissen, die durch gute Podcasts entsteht. Das ist eine andere Form der Werbung als das Direkt-Marketing in Google-Ads und die klassische Marken-Werbung in anderen Medien. Podcasts liegen genau dazwischen – und genau deshalb kann man so schwer Geld mit ihnen verdienen. So Godin.

5. Podcasts werden nach dem Buch-Prinzip funktionieren

Godin rät, genau diese Zwischenposition zu nutzen, die Podcasts im Werbeumfeld einnehmen. Er vergleicht sie deshalb wiederholt mit Büchern. Dort gibt es Ausnahmen, die zu Beststellern werden, aber die meisten Bücher werden keine Bestseller – sie werden geschrieben, weil jemand etwas zu sagen hat. Genau diesen Anspruch sollten auch Podcasts haben, so Godin. Dann finden sie auch weitere Wege um Geld zu verdienen.
Ich finde das einen erstaunlichen Ansatz, der die Frage aufwirbt: Warum kümmern sich Buchverlage nicht mehr um Podcasts?

Hier den Podcast von Seth Godin anhören, hier gibt es den Podcast, den ich zu meinem letzten Buch gemacht habe und unter dem Hashtag #klangstrecke schaue ich mir gerne auf Twitter Podcast-Empfehlungen .

Fünf Tipps, wie man einen Job findet, den man liebt

Ich bin großer Fan des Podcasts „The Arthur Brooks Show“. Regelmäßige Blogleser*innen haben den Hinweis auf Arthur Brooks schon hier sehen können. Jetzt ist die zweite Staffel seines Podcasts gestartet, die er – passend zu seinem neuen Buch – unter das Oberthema Liebe gestellt hat: Love Your Enemys folgt dem Thema der ersten Staffel, nämlich den Herausforderungen an eine zivilisierte Streitkultur. Der Podcast geht auf eine spannende Weise etwas darüberhinaus und stellt zum Beispiel die Frage: Wie findet man einen Job, den man liebt? (Foto: Unsplash)

Brooks hat dafür mit interessanten Menschen gesprochen. Zum Beispiel mit dem „Givers/Takers“-Autor Adam Grant, der selber einen tollen Podcast zu dem Thema macht (WorkLife für TED). Zum Ende des Gespräch versucht Brooks Ratschläge aus dem zu kondensieren, was Grant erforscht hat. Er schlägt die ersten drei Punkte aus der folgende Liste vor, die ich zum zwei weitere Punkte ergänzt habe. Punkte vier stammt aus dem Gespräch mit Adam Grant und Punkt fünf ist ein Ratschlag aus dem Gespräch mit dem Autor William Deresiewicz, der gerade das Buch „Excellent Sheep“ veröffentlicht hat.

1. Achte auf das richtige Verhältnis von Kontrolle und Autonomie. Finde einen Job, den du zu „deinem Job“ machen kannst. Der wichtigste Auslöser für Unzufriedenheit im Job, konnte man vorher lernen, sind schlechte Chefs. Solche, die keine Wertschäftung weitergeben und ein zu hohes Maß an Kontrolle ausüben. Solches Verhalten, so Grant, unterdrückt zwei Treiber für Zufriedenheit im Arbeitskontext: Die Möglichkeit, selber zu bestimmen und den Wert der eigenen Arbeit zu erkennen (Selbstwirksamkeit)

2. Finde einen Ort, an dem du die Leute magst, an dem ihr den gleichen Werten folgt und du Vertrauen teilst und bekommst. Vertrauen bekommt nur wer auch Vertrauen gibt. Deshalb beschreibt dieser Punkt keine Eigenschaften eines guten Jobs, sondern Aufgaben wie man einen Job zu einem guten machen kann: indem man auf Basis von ähnlichen Werten und Sympathie Vertrauen aufbaut.

3. Versuche in dem was du tust, einen tieferen Nutzen für andere zu stiften und dabei selber hinzuzulernen. Selbstwirksamkeit ist dann besonders wichtig, wenn man merkt, dass die eigene Arbeit anderen hilft, dass sie Nutzen stiftet. Grant erläutert dies in dem Podcast anhand von Studien, die beweisen, dass Menschen nicht nur höhere Zufriedenheit für, sondern auch bessere Ergebnisse im Job entwickeln, wenn sie Sinn in dessen Zielen erkennen.

4. Du solltest nicht nach einem Job suchen, der dich am glücklichsten macht. Suche einen Job, in dem du am meisten lernen kannst. Grant wählt diesen Ratschlag als Antwort auf diejenigen, die behaupten, man müsse nur seinen Träumen folgen. Das sei irreführend, sagt er. Wichtiger sei es, sich einem kalkulierten Maß an Überforderung auszusetzen und zu lernen. Denn das Meistern einer Lernkurve sei ein guter Indikator für Zufriedenheit.

5. Es wird nicht alles super sein. Sei offen für eine guten Kompromiss. Dieser Ratschlag stammt aus dem Gespräch mit William Deresiewicz. Er warnt davor, einen guten Kompromiss als Kapitulation zu interpretieren. Sehr locker übersetzt, sagt er: „Finde heraus, was du willst und dann kann auch die zweitbeste Lösung sehr zufrieden machen.“

Ich notiere das hier, weil mich Teile des Gesprächs an die Shruggie-Haltung erinnert haben. Ich notiere es aber vor allem, um den Podcast zu empfehlen.

Stabiler Mythos (Was würde der Shruggie tun? Live und Open Air aus Berlin)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen.

Was für ein Finale!!! Am 20.6. um 20:06 Uhr drücken wir im ZweiDreiRaum in Berlin-Kreuzberg auf „Aufnahme“ und zeichnen den ersten Podcast mit U-Bahn auf: Live und Open Air die Folge Stabiler Mythos aus der Reihe Was würde der Shruggie tun?.

Es handelt sich um die vorerst letzte Folge des Projekt. Denn das Crowdfunding für zehn Jahre Podcasting ist gescheitert – was wir in der Folge aber erst ganz am Ende thematisieren. Statt zehn Folgen in die Zukunft haben wir aber zehn Folgen seit dem Start zusammengebracht. Die kann man hier nachhören:

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!
… die Live-Folge aus dem Lovelace in München „Live und Love“
… die Startnext-Ankündigungs-Folge
… die Folge Piratenpodcast-Powerplay
… das große Finale Stabiler Mythos

Shownotes:
> Mehr zu #10jahrezukunft in diesem Blogeintrag
> Hier steht, warum Upload-Filter vielleicht keine gute Idee sind
> das Buch Matchplan von Christoph Biermann ist super – habe ich hier aufgeschrieben
> Hintergründe zur ewigen Bundesligatabelle und Tasmania Berlin.
>Kochen mit den Zutaten aus dem Kühlschrank – die Idee stammt von Michael Faschingbauer
> Der Shruggie-Ansatz zu kleinen Zielen, stand hier schon mal im Newsletter
> Fettarm ist ein Teekesselchen und hier gibt es mehr über Faire Milch
>Die Frage von @janboehm zur Erbschaftssteuer
> Die Frage zum Welli bei gutefrage
> alle Fragen zu 10 Jahre Zukunft
> Für mehr Hoffnung mit Rebecca Solnit
> Die Talkshow Kontrovers im Deutschlandfunk
> Der Rücktritt vom Rücktritt – am Beispiel von Lionel Messi

!!! Ein großer Dank an alle, die uns im vergangenen halben Jahr beim Quatschen unterstützt haben!!!

Kann es (noch) besser werden? (Digitale Juni-Notizen)

Dieser Text ist Teil der Juni-Folge meines monatlichen Newsletters „Digitale Notizen“, den man hier kostenlos abonnieren kann.

Seit einer kleinen Weile gibt es in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn kabelloses Internet. WIFIonICE nennt die Bahn das. Das ist schön. Außer dem WLAN gibt es aber noch etwas, was unsichtbar in der Luft liegt, wenn man einen Zug betritt. Man findet diese besondere Stimmung nicht nur in den schnellen ICE-Zügen, auch Regional- und manchmal sogar U-Bahnen sind betroffen. Das ist nicht so schön wie das WLAN. Es handelt sich um ein grundlegendes Grummeln, ein nörgelndes Nicht-Einverstanden sein, das man als „Schlechte Laune auf Eis“ beschreiben könnte. Es geht um die Haltung vieler Reisender jedes Ereignis auf der Fahrt als Ausweis für die Unfähigkeit der Bahn zu interpretieren. Egal, was passiert, es gibt nur eine Reaktion: „Typisch!“ Und das ist nicht nett gemeint.

Natürlich sind unter den vielen tausenden Bahnreisenden jeden Tag auch welche, die fröhlich gestimmt sind, optimistisch den Blick auf die Dinge richten, die funktionieren und höflich und nett bleiben im Austausch mit dem Personal. Sie sind aber erstens entschiedend leiser als die Typisch-Fahrer*innen und zweitens ist ihre Meinung bei weitem nicht so anschlussfähig wie das breite Bahn-Nörgeln, das einem stets zustimmendes Nicken nicht nur im Abteil garantiert.

Es gibt eine zweite Sache in diesem Land, die mit einem vergleichbaren Vorurteil zu kämpfen hat wie die Bahn: die Zukunft. Genau wie der Zugverkehr ist auch bei der Zukunft niemand offensiv dagegen (wie auch), aber einverstanden ist man dennoch nicht. Zukunft ist zu einer reiner Sonntagsreden-Floskel geworden, deren Gestaltung kaum Alltags-Antrieb ist. Dass jemand lauthals sagt, dass er die Zukunft gut findet, weil er glaubt, dass die Welt dann besser sein wird, hört man in diesem Land genauso selten wie man im Zug ein Lob auf die Bahn hört.

Ich glaube diesem Zukunfts-Zaudern liegt ein Mangel an innovativem Denken zugrunde.
„Die Fähigkeit, die Welt, so wie sie ist, zu verbessern und vieles in ihr ,neu zu erfinden'“, schreibt Wolf Lotter in seinem Buch „Innovation“, „ist eine zentrale kulturelle Leistung, vielleicht die wichtigste von allen.“ Der Brandeins-Autor spricht in seinem lesenswerten Buch von „barrierfreiem Denken“ und definiert Innovation als, „den berechtigten Anlass für die Hoffnung, dass es besser wird. Der Beweis, dass die Zukunft existiert.“

Anders formuliert: Wer innovatives Denken lernen möchte, muss die Fähigkeit trainieren, Zukunft als gestaltbaren Raum zu denken. Das Morgen und Übermorgen ist nicht schicksalhaft vorherbestimmt, es kann durch unser Zutun verändert, ja, verbessert werden.

Glauben Sie daran? Engagieren Sie sich dafür? Oder finden wir nicht allesamt immer wieder Entschuldigungen, warum es sich am Ende dann doch nicht lohnt? Warum erlauben wir uns so selten die Hoffnung darauf, dass unser Mit- und Zutun Einfluss auf die Zukunft hat?

Ich habe die Befürchtung, dass dies unter anderem daran liegt, dass der Referenzrahmen relevanter Entscheidungsträger*innen in diesem Land eben nicht das Heute oder Morgen ist, sondern das Gestern. Denn gestern waren die Dinge besser – so sehen sie es jedenfalls häufig. Hoffnung heißt für sie vor allem: den Status-Quo zu verteidigen. Das ist ein ehrenvoller Antrieb, aber eben ein anderer als jener, der Menschen vor einer Generation inspirierte, die sich auf das Ziel konzentrierten: Meine Kinder sollen es mal besser haben.

Ob man die kulturelle Leistung der Innovation erbringen kann, ist also weniger eine Frage der Übung als eine Frage der Perspektive, die man auf die Welt wirft. Wenn man so will, handelt „Das Pragmatismus-Prinzip“ von nichts anderem als von dem Versuch, innovatives Denken immer wieder und immer wieder neu anzuwenden. In dem Buch gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie der Wechsel der Perspektive uns dabei helfen kann. Diesen Perspektiv-Wechsel haben Yannic Hannebohn und ich einzuleiten versucht, als wir vor ein paar Wochen das Crowdfunding für den Podcast „Was würde der Shruggie tun?“ gestartet haben: Wir wollten ihn für zehn Jahre finanzieren!

Zehn Jahre!
Das klingt nach einer kleinen Ewigkeit, wenn man aber ins Jahr 2008 zurückdenkt, stellt man fest, wie nah zehn Jahre in Wahrheit sind. Das haben wir in dem Hashtag #10JahreZukunft zusammengefasst. Beides sollte den Blick öffnen auf die Zukunft als gestaltbaren Raum.

Ob das geklappt habe? Darüber kann man streiten: Yannic und ich haben das in der jüngsten Ausgabe des Podcasts getan. Wir haben gewettet, ob das Crowdfunding noch erfolgreich wird. Am Donnerstag dieser Woche endet es. Am Mittwoch nehmen wir eine Live-Folge in Berlin auf (20.6.,20:06 Uhr Gitschiner Straße 20 Berlin).

Vielleicht wird es die letzte Folge unseres kleinen Projekts.
Vielleicht aber auch nicht.

In jedem Fall ist das Projekt aktuell eine gute Übung in der positiven Antwort auf die Frage, die wie keine zweite innovatives Denken offenlegt:

Kann es (noch) besser werden?


Dieser Text stammt aus dem monatlichen Newsletter Digitale Notizen, in dem man mir beim Denken zusehen kann.

In diesem Newsletter sind z.B. erschienen: „Altland“ (April 2018) „#smarterphone“ (März 2018) „Anleitung zum Unkreativsein“ (Januar 2018) „Newsletter über Newsletter“ (Dezember 2017), „Wir sind unbeugsam“ (Oktober 2017), „Unser Land – unsere Regeln“ (September 2017) „Selbstverpflichtung gegen den Terror“ (August 2017), „Freiheit zum Andersdenken“ (Juli 2017), „Was Medien vom Laufen lernen können“ (Mai 2017), „Fairer Teilen“ (März 2017) „Streiten lernen – für ein besseres Internet“ (Januar 2017), „Digitaler Heimat- und Brauchtumsverein“ (Oktober 2016), „Ein Dutzend Ideen für die Journalistenausbildung“ (September 2016) „Kulturpragmatismus“ (Juni 2016), „Denke kleiner“ (Februar 2016 ) „Social-Media-Gelassenheit“ (Januar 2016).

Piratenpodcast Powerplay (Was würde der Shruggie tun? 009)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen, der gerade auf Startnext ein Zehn-Jahres-Projekt begonnen hat

Es gibt so viele Fragen. Manche davon schicken uns Hörerinnen und Hörer (an 0174 350 3082), manche davon entdeckt Yannic in anderen Podcasts. Darum geht es in dieser Piraten-Podcast-Folge. Denn der Shruggie beantwortet dieses Mal Fragen aus anderen Podcasts.

Außerdem geht es um eine Wette: Gelingt das Crowdfunding auf Startnext oder ist das hier schon die vorletzte Folge? Yannic und Dirk wetten und planen ihren Besuch in Kreuzberg

am 20.06. um 20:06 Uhr im Zwei Drei Raum in der Gitschiner Str. 20 in 10969 Berlin

Dort nehmen wir eine Live-Folge auf – die letzte von diesem kleinen Podcast? Es lohnt sich in jedem Fall vorbeizukommen! Es gibt entspanntes Gelaber – und wir beantworten auch die Fragen, die unter dem Hashtag #10jahrezukunft vorgeschlagen wurden (Details hier)

Vorher kann man aber hier anhören, welche Fragen Yannic in Podcasts entdeckt hat – und zwar aus diesen Podcasts, die wir dringend empfehlen:

> Fest und Flauschig
> Creamspeak
> Feuer und Brot
> Rasenfunk

Hier die Piratenpodcast-Powerplay-Folge auf Soundcloud anhören. Außerdem im Hör-Archiv…

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!
… die Live-Folge aus dem Lovelace in München „Live und Love“
… die Startnext-Ankündigungs-Folge

Shownotes:
>Falls jemand den Titel nicht versteht
> Mehr zu #10jahrezukunft in diesem Blogeintrag
> Der Shruggie ist zwischen Possimisten und Eptimisten
> Die Urban-Sound-U-Bahn in Berlin
> Kopiermeister wg. Lob der Kopie
> Die Folge mit der Frage nach dem richtigen Podcast-Tempo gibt es hier
> Haben Bibi und Tina einen Podcast?
> Sind Stefanie Giesinger und Max Giesinger befreundet?
> Wer ist Uli Schulz?
> Das hier ist Uli Stein
> Der Besuch von Eva Schulz im Neo Magazin Royale
> Was haben Sebastian und Max von Creamspeak mit den Screenshots zu tun?
> Jens Spahn, Sophie Passmann und die Frage, wie der Heimatort von Jens Spahn heißt (Spahndau?)
> Der Instagram-Accounts von Feuer und Brot
> Kann der Shruggie klatschen? Bzw.: Wer setzt den Sinnspruch „Keiner klatscht – nur der Shruggie. Du kannst es aber nicht hören“ um?
> Hintergründe zu der Idee Heimatverein Internet – inklusive einem Essay zum Thema aus der Süddeutschen Zeitung
> Warum das Internet ein toller Ort ist, den man verteidigen soll!
> Das deutsche Auswärtstrikot 2014 – und meine Analyse: Belgien ist klarer Titelfavorit bei der WM, wegen des belgischen Auswärtstrikots
> Yannics Podcast-Empfehlung: The Habitat
> Am 21. Juni ist Sommeranfang – und das Finale des Crowdfundings auf Startnext
> Am 20. Juni nehmen wir eine Live-Folge im ZweiDreiRaum in Kreuzberg (Berlin) auf – dafür wünschen wir uns weitere Fragen von dir an den Shruggie! Ruf ihn an oder schreibe eine SMS/WhatsApp an 0174 350 3082

In Kategorie: DVG

Der längste Podcast der Welt (Was würde der Shruggie tun? 008 mit Crowdfunding)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen, der gerade auf Startnext ein Zehn-Jahres-Projekt begonnen hat

Lange nichts gehört. Doch da sind wir endlich wieder! Yannic war im Urlaub und gemeinsam hatten wir eine Idee: Wir beginnen auf Startnext das längste Podcast-Abo der Welt. Zehn Jahre lang machen wir jedes Jahre ein Folge „Was würde der Shruggie tun?“ – wenn Ihr das wollt.

Denn das ist ja die Idee von Crowdfunding: Menschen können mithelfen, Projekte möglich zu machen (wer Hintergründe zu meiner Crowdfunding-Erfahrung sucht: 2012 habe ich mal ein Buch mit Startnext geschrieben) – und ihr könnt jetzt mithelfen, den Shruggie zehn Jahre lang zu hören!

Alle Details dazu erzählen wir in dieser Podcast-Folge, die keine Hörerfragen beantwortet, sondern nur die Frage „Was würde Yannic tun?“ – in der Antwort erfahren wir viel über Trampen und über alte deutsche Nationalspieler. Hier kann man die Folge anhören

… und hier gibt es alle bisherigen Folgen zum Nachhören:

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!
… die Live-Folge aus dem Lovelace in München „Live und Love“
… die Startnext-Ankündigungs-Folge

Shownotes:
> Die Live-Folge aus dem Lovelace in München steht hier – und hier gibt es ein paar Eindrücke
> Eindrücke von Yannics Urlaub gibt es auf seiner Instagram-Seite
> Das Emoji zum Trampen
> Ein Bild von der republica
> Am 21. Juni ist Sommeranfang – und das Finale des Crowdfundings auf Startnext
> Bonus-Info zu Julius (der schon in Folge 05 aufgetreten ist): am 20. Juni nehmen wir eine Live-Folge im ZweiDreiRaum in Kreuzberg (Berlin) auf!

In Kategorie: Pop

Live und Love (Was würde der Shruggie tun? 007 – mit Publikum)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip“ ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen und gibt es hier bei iTunes, hier bei Soundcloud und hier als RSS-Feed.


Da gucken uns ja Leute zu:
Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen haben sich im Lovelace-Hotel in München auf eine Bühne gesetzt und geredet (also vor allem Dirk). Das hier ist die Aufnahme der wunderbaren Abendveranstaltung mit wahnsinnig vielen Fragen für das sprechende Emoticon aus dem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“ – unter anderem:

… Wie steht der ¯\_(ツ)_/¯ zu Feminismus? #dmcmuc
… Warum seid ihr mit dem ¯\_(ツ)_/¯ eigentlich nicht auf Voctag? #dmcmuc
… Der K/Carsten hat noch eine Idee, aber ich tendiere zum Prinzip der Gelassenheit. Das wird zum Problem, was soll ich tun?
… Soll man seinem Chef sagen, dass der Typ den er einstellen will ein Arsch ist?
… Was würde DAS ¯\_(ツ)_/¯ tun, wenn die Zombie-Apokalypse kurz bevor stünde? (Dominik vom Podcast @nerdmeetsyou)
… Kann man Erfolg und Slow Business vereinbaren? von Susanne Klinger von @hauseins
… Warum sind wir noch keinen Zeitreisenden begegnet? von Thomas mit C aus dem Publikum
… Sollte man immer vom Positiven oder immer vom Negativen ausgehen, um überrascht zu werden? Wie gehst du ran an die Welt, Shruggie? Eine Computerstimme
… Soll ich mich für ein Unterhaltungsbuch oder ein kluges Buch entscheiden? @bastihosan
… Schnellfragerunde mit @smandel_8
Warum ist die Erde rund und nicht blumenförmig?
Warum sprießt mein Avocado-Kern nicht so wies im Internet steht?
Warum bleiben Menschen in Beziehungen, in denen sie unglücklich sind?
… Was würde der ¯\_(ツ)_/¯ tun wenn auf seiner Facebook-Veranstaltung alle nur auf „vielleicht“ drücken? aus dem Publikum
… Ich folge seit ein paar Monaten rechten Accounts auf Twitter, die scheißen mir aber die Timeline zu. Was soll ich da tun? von @dschottner
… Wann wird der Religionsunterricht abgeschafft und für alle ein verpflichtender Ethik-Unterricht eingeführt? vom #dmcmuc
… Donald Trump tritt bei der nächsten US-Präsidentschaftswahl erneut an – wen würde der ¯\_(ツ)_/¯ wählen? aus dem Publikum
… Was denkt Angela Merkel WIRKLICH über die Ehe für alle? von @moritzhartm
… Soll ich angesichts der Digitalisierung von Arbeitsplätzen umschulen und auf was? von einem alten Bekannten.

Zum Nachhören gibt es hier…
… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die fünfte reguläre Folge „Bringt bitte Gold mit!

Shownotes:
> Wir sind im temporären Hotel Lovelace in München – und hier gibt es ein Eindrücke
> Was Justin Trudeau über Feminismus gesagt hat
> Die Folge mit der Voctac-Frage
> hier geht es zum Blog/Podcast NerdMeetsYou
> „Einsamkeit ist eine ansteckende Krankheit, ist nicht nur ein toller Witz“, sondern eine Idee von Manfred Spitzer (der meint das aber ernst)
> Dirks Lieblingsthema Smartphones weiterlesen unter #smarterphone
> Mehr zum Thema Zukunftsangst und Kulturpragmatismus
> das tolle Podcastlabel Hauseins von Susanne Klingner und Katrin Rönicke
> Das „erlebende Selbst“ und das „erinnernde Selbst“ aus dem Buch „Schnelles Denken – langsames Denken“ von Daniel Kahnemann
> Die ernsthafte Version vom Shruggie ist Gary Vaynerchuck
> Die zitierte Stelle von Stephen Hawking stammt aus diesem Interview mit John Oliver
> Stephen Hawking zum Thema Vorhersehung
> Zum Thema Pessimismus und Optimismus – der Appell für Hoffnung
> Das empfohlene Buch von Rebecca Solnit
> Was Christian Lindner (hätte gerne eine Urkunde) mit einer Beziehung zu tun hat: Bloss nichts falsch machen
> Falls Martin Schulz diesen Podcast hört: Wir haben eine Joboption! (Buchhändler für Amazon)
> Mehr zum Thema Ambiguitätstoleranz in dieser Podcast-Folge
> Hier war Dirk #nacktimnetz
> Die Zwei-Browser-Lösung
> Die Rex-Tillerson-Verwechslung
> Der blöde Merkel-Tweet
> Die Liste von John Perry Barlow, dessen Name Dirk nicht einfällt
> die Groko-Aufregung

Du hast auch eine Frage an den Shruggie? Dann frag ihn: 0174 350 3082!

Live-Podcast: „Was würde der Shruggie tun?“ im Lovelace

Am Mittwoch 14.3.2018 mache ich gemeinsam mit Yannic Hannebohn auf der Bühne des Lovelace-Hotel in München Quatsch. Und weil ich hoffe mir ziemlich sicher bin, dass das lustig wird, will ich jetzt hiermit offiziell nochmal eine Einladung an alle aussprechen, die sich in und um München aufhalten: Komm um 20.15 Uhr ins Lovelace-Hotel in München (Kardinal-Faulhaber-Straße). Der Eintritt ist frei und es gibt neben einem tollen Ort (der dort so nicht auf ewig sein wird) auch ganz viel ¯\_(ツ)_/¯

Denn der Quatsch, den wir machen, heißt Live-Podcast und soll eine Folge des Podcasts „Was würde der Shruggie tun?“ mit Publikum werden. Der Podcast handelt vom ¯\_(ツ)_/¯ dem sprechende Emoticon aus meinem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“

Die Betreiber des Lovelace haben es in ihrem Newsletter so beschrieben:


Dirk, a talented journalist working for the local Süddeutsche Zeitung is a real expert when it comes to digital change and futurism. The cover on his book says it all. It looks like this :

¯\_(ツ)_/¯

You all now this sign, but you’ve probably never heard its name: shruggie! It’s an emoticon saying: „I don’t know, but I’m still okay.“

Together with Yannic Hannebohn, Dirk created a podcast called „Was würde der shruggie tun?“. In this diverting piece of audio, the shruggie comes to life and answers questions sent in via WhatsApp or text to this number +49174 3503082. He mostly gives tips about how to live life the clueless way. The shruggie stands for a new form of pragmatism. It cherishes solution processes that are healed by time and the processes it brings. It’s the digital way to say, „In the end, it will be all good“.

All three of them: Yannic, Dirk and the shruggie are going to record a live podcast at The Lovelace!

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn wir uns am Mittwoch sehen. Wer nicht kommen kann, kann dem Shruggie aber auch aus der Entfernung eine Frage stellen: Einfach eine Nachricht an +49174 3503082. Und außerdem kann man hier alle Folgen des Podcast nachhören:

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“
… die dritte reguläre Folge „Rückruf vom Smiley
… die vierte reguläre Folge „Jetzt rufen wir mal an!
… die insgesamt sechste Folge namens „Bringt Bitte Gold mit!

Rückruf vom Smiley (Was würde der Shruggie tun? 004)

Was würde der Shruggie tun? – Antworten vom sprechenden Emoticon aus „Das Pragmatismus-Prinzip ist ein Podcast mit Yannic Hannebohn und Dirk von Gehlen und gibt es hier bei iTunes, hier bei Soundcloud und hier als RSS-Feed.

Es wird viel gelacht in dieser Folge, die man unbedingt bis zum Ende anhören sollte. Denn in der letzten Fragen lernen wir einen alten Bekannten kennen, der nochmal anruft. Quasi nebenbei werden die ganz großen Fragen beantwortet: Es geht um den Rundfunk in der Schweiz, ums Alleinreisen, Berliner Turnschuhe und sowas Banales wie den Sinn des Lebens. Der Shruggie, das sprechende Emoticon aus dem Buch „Das Pragmatismus-Prinzip“, stellt sich all diesen Themen – und lässt sich auch von Aufnahmewidrigkeiten nicht aus der Bahn werfen. Deshalb kommt hier die dritte reguläre Folge des Laberpodcasts „Was würde der Shruggie tun?“ mit dem Titel Rückruf vom Smiley, in dem wir diese Fragen hören:

… die Cliffhanger-Frage aus der Ambiguitäts-Folge von @tran_vominhthu, in der es um Mobbing geht.
… die Eine-Milliarde-Franken-Frage von @metamythos aus der Schweiz
… die Frage nach dem BVG-Sneaker
… ein kryptische Frage zu Crypto-Themen von @philippaaron
… die Frage nach dem Sinn des Lebens – anonym über @voctag
… die Frage von @alicehasters von @feuerundbrot nach Reisetipps
… den Rückruf vom Smiley

Da willst du auch mal dabei sein? Dann stell dem Shruggie jetzt deine Frage. Schreib sie in seinen iTunes-Feed in die Kommentare oder sprich sie ihm auf den Anrufbeantworter (0174 350 3082)


Zum Nachhören gibt es hier…

… die Teaserfolge „Bei Anruf ratlos“,
… die erste reguläre Folge „Heimspiel am Tisch Pragma“
… die zweite reguläre Folge „Getting Ambiguitätstoleranz With It“

Shownotes:
> Vorab ein Dankeschön an @filid, für die großartige Shruggie-Box! – und das passende Wallpaper.
>Das zitierte Buch von Heinrich Böll heißt Murkes Gesammeltes Schweigen und handelt vom Innenleben des WDR. Die angesprochene Kopier-Stelle habe ich auf Instagram gepostet.
> Die zitierte Idee von Netzpolitik stammt aus dem Jahr 2009 und steht hier
> Hintergrund zur Abstimmung in der Schweiz gibt es hier
> Hintergrund zum BVG-Sneaker gibt es hier. Zu der Social-Media-Kampagne habe ich vor einer Weile mal Peter Wittkamp interviewt. Und der angesprochene BVG-Song heißt Is mir egal und stammt von Kazim Akboga.
> Hintergrund zu Begriff der Ressourcenorientierung.
> Hier kann man Wetterpate werden – und die Seite vom Unicode-Consortium gibt es hier
> Die App Voctag gibt es hier im App-Store
>Wer sich für das Bild vom Kochen mit dem, was man im Kühlschrank hat, interessiert, sollte bei Michael Faschingbauer nachlesen, der ein gutes Buch über Effectuation geschrieben hat.
> Der Podcast von Alice Hasters (und ihrer Freundin Maxi) heißt Feuer und Brot und ist dringend zum Anhören empfohlen!
> Das zitierte Interview mit dem Angstforscher steht hier
> Der erste Anruf vom Smiley ist hier zu hören

> Falls Du Hausmeister einer Mehrzweckhalle bist und uns zum Live-Podcasting einladen möchtest: Melde dich bei uns – oder beim Shruggie unter der Nummer 0174 350 3082