Alle Artikel mit dem Schlagwort “design

loading: Design Emotions

Kann man ein Design-Buch über Crowdfunding finanzieren? Der Grafik- und Webdesigner Mario Wehner will genau das auf VisionBakery beweisen. Er hat den loading-Fragebogen ausgefüllt.

mwdesing

Was machst du?
Ich bin Grafik- Webdesigner in der Nähe von Würzburg. Bei meiner Arbeit geht des darum die Menschheit mit hochwertigen Print- und Onlinemedien zu bereichern. Im Zuge dessen ist mein Buch `Design Emotions – Der Wegweiser für gute Gestaltung` entstanden. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Leitfaden für gutes Grafikdesign inkl. einer Werkschau von mir. Auf insgesamt 180 Seiten gebe ich einen Einblick in meine kreative Gedankenwelt.
Die Texte wurden allesamt von mir verfasst, die Idee, sowie Recherche, Gestaltung, Layout, Schrift & Satz entstammen meiner Feder. Das erste Kapitel beantwortet die Frage, was gutes Design ausmacht. Ein prominentes Beispiel aus der Designgeschichte, die legendäre Hochschule für Gestaltung Ulm, gibt Antworten auf diese Frage. Die aufgestellten Thesen werden auf die heutige Zeit übertragen. Der wertvollste und innovativste Konzern der Welt Apple dient als weiteres Beispiel. Kapitel 2 durchleuchtet den kreativen Workflow. Von Inspirationsquellen über Ideenfindung bis zur visuellen Umsetzung am Rechner skizziere ich meine Herangehensweise. Im Rahmen des 3. Kapitels wird eine Werkschau mit ausgewählten Arbeitsbeispielen von mir vorgestellt und dokumentiert.  Mit der Crowdfundingaktion möchte ich eine Erstauflage von 100 Stk. finanzieren.

Warum machst du es so?
Mehrwerte sind mir eine Herzensangelegenheit über die ich mich und meine Arbeit definiere. Dieser Wiedererkennungs- und Mehrwert wird durch eine einzigartige Sympbiose aus Bild, Text, Gestaltung, Typografie Papier und Verarbeitung kommuniziert. Meine ganz persönliche grafische Handschrift spiegelt sich v.a. allem in der Cover- und Faltplakatgestaltung wieder und auch der inhaltliche Aspekt hat eine ganz persönliche Note. Ich möchte gängige Klischees und Meinungen in Bezug auf kreativer Arbeit in ein rechtes Licht rücken, bei den Leuten Verständnis für mein Schaffen wecken und nicht zuletzt auch mein eigenes Portfolio in sorgfältiger Weise dokumentiert und aufbereitet präsentieren.

Wer soll das lesen?
Die Zielgruppe ist breit gestreut und kann sich überall aufhalten. Letztlich spreche ich sowohl designaffine Insider, als auch interessierte Laien an. Ich möchte ein Feuerwerk entfachen und Menschen für meine Arbeit und gestalterische Fragen im Allgemeinen Begeistern. Wo noch kein Bewusstsein für diese Fragen vorhanden ist, möchte eine Zielgruppe generieren und mit ins „Boot“ holen. Insider sollen neue für sie spannende Erkenntnisse aus meinem kreativen Gedankenwerk ziehen und diese Botschaft weiter verbreiten.

Was sollten Menschen mehr wissen?
Die Zukunft gehört den Mutigen! Mut bedeutet neue, noch nicht beschrittene Pfade zu gehen! Ein Zitat von Erich Kästner lautet: „Lernen ist wie schwimmen gegen den Strom: Stillstand bedeutet Rückschritt.“ Die Symbiose aus geistiger und gestalterischer Arbeit kann einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen neuer Ufer leisten und somit zu Neuem nie gekannten Fortschritt führen.

>>> Hier kann man Design Emotions bestellen.

/////

Unter dem Schlagwort loading stelle ich in loser Folge handgemachte bzw. Crowdfunding-Projekte vor, die spannend sind und/oder für eine neue Bezahlkultur stehen. Das mache ich (auch), weil mein aktuelles Buch ebenfalls über Crowdfunding verfügbar gemacht wurde. Man kann den loading-Ideen im Blog folgen (hier den RSS-Feed zum Schlagwort „loading“ in den Reader nehmen) oder einen Newsletter mit den Vorschlägen abonnieren:


Jacek Utko über Zeitungsdesign

Der Feuilletonist weist auf Jacek Utkos TED-Vortrag über Design und die Zukunft der Zeitung hin:

Das Interessante daran: Utko geht davon aus, dass Zeitung sterben werden, aber er zieht daraus überraschende Schlüsse:

Newspapers, just before death — since we agree that, sooner or later, they will die — just before death, they blossom, design-wise. Never in history has design and visual journalism been as good as it is now. This happens not only in Western Europe and America, but even more in countries in Latin America. Asia is waking up; they will do beautiful stuff in the near future.

People perceive newspapers as boring pages with letters, but I can find so many examples around the world of sophisticated, artistic, beautiful work. They’re not dying because they’re not good. They’re dying because of more general reasons connected with technology and behavior.

Just before newspapers die, they come to highest possible level of development.

Garcia übers Netz

Mario Garcöa befasst sich in seinem (lesenswerten) Blog mit der Frage, wie die reine Online-Ausgabe einer (ehemaligen) Tageszeitung beschaffen sein soll. Dabei hat er zum Beispiel, den auf die wöchentliche Erscheinung, umgestiegende Christian Science Monitor im Auge, wenn er rät:

1.Nobody should attempt to recreate the disappearing printed newspaper into its online only edition.

2. Remember that newspapers are something you read, but the web is something you do.

3. Emphasize the cult of personality: the Internet is a highly personal medium. Bring in your best columnists.

4. Learn from social networking sites such as Twitter, Facebook, etc. and their sense of the “instantaneous” moment.

5. Redefine news, to extend it to the personal

6.Do the daily garage sale: yes, garage sales are centers of curiosity. Someone else’s trash becomes another person’s new possession.

7. Go all out to sell advertising packages in a variety of configurations.

8. Pursue highly local people coverage, down to the Little League games. Remember, nobody else will do that.

9. Use the fantastic storytelling capabilities of online to guide users thru events in the city; show me a video clip of that exhibit opening at the museum this weekend, or the local high school musical that opens tonight.

10. Nothing says that investigative pieces belong ONLY on a printed page. In fact, everything that belongs on the printed page can be enhanced and made better online, if you try.

Diese Punkte sind nicht nur aus Design-Gründen empfehlenswert (oben nur gekürzte Version), sie enthalten auch den großartigen, weil richtigen Satz: „Remember that newspapers are something you read, but the web is something you do.“

Wie Mario Garcia ein Zeitungsdesign erstellt

1. Build a prototype that is based on the realities of the newspaper’s daily production, its human resources and technology.
2. Incorporate the strong foundation of what I call the Fabulous Four:
–Story Structures: create a systematic approach to how each type of story is told in the newspaper. Usually, I create six to eight of these.
=Typography: create a systematic approach to how typography will be utilized for every detail, from the smallest photo credit under a photograph, to the biggest headline on othe day a major breaking news occurs.
–Page architecture: nothing can be more important and easier to systematize than the grid the newspaper will follow.
–Color palette: Give the designers a range of colors that will become part of the newspaper’s brand, but that will, through continued use, offer visual consistency to the product.

3. Make sure the prototype is more like a regular laid out newspaper than an art directed one. Remember, the talent pool involved in the creation of the prototype might NOT be there to carry the day to day production.
4. Create templates and styleguides that ensure that these basic foundations are explained clearly to all who will work with them.

Mario Garcia stellt in seinem Blog vier Schritte für ein erfolgreiches Design-Konzept vor.