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Annäherungen im Urheberrecht

Im Rahmen der Münchner Medientage hat der Bayerische Rundfunk eine Diskussionssendung zum Thema Urheberrecht aufgezeichnet, die heute abend auf BRalpha ausgestrahlt wird. Sie trägt den Titel „Neue Spielregeln für die Gratiskultur? Was ist der Film unserer Gesellschaft wert?“ und beginnt 22.30 Uhr. Es diskutieren …

>> Bruno Kramm , streitbarer Urheberrechtsbeauftragter der Piratenpartei
>> Fred Breinersdorfer , Drehbuchautor, Jurist und Mitunterzeichner der Offenen Briefs der Tatort-Drehbuchautoren
>> Simon Verhoeven , Regisseur, Autor und Schauspieler
>> Albrecht Hesse, Juristischer Direktor und Stellevertretender Intendant des Bayerischen Rundfunks

… und sie diskutieren auf erstaulichem Niveau. Vielleicht muss ich das sagen, denn ich hatte die Aufgabe die Diskussion zu leiten. Wie mir das gelungen ist, kann man heute abend im Fernsehen selber beurteilen. Dabei wird man feststellen, dass trotz allen verbalen Rangeleien gerade zwischen Kramm und Breinersdorfer, eine erstaunliche Einigkeit zu erzielen ist. So stimmten alle Diskutanten darin überein, dass die bestehende Abmahnkultur einem legitimierten Urheberrecht nicht dienlich ist und dass es falsch ist, auf der Ebene der Privatnutzer gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen. Es sei wichtig, die kommerziellen Anbieter vom Schlag kino.to und MegaUpload zu belangen. Darin waren sich alle vier Podiumsteilnehmer einige.

Allein das hat mich so erstaunt, dass ich die Sendung hier empfehlen will. Nach einer Phase der hitzigen Debatte scheint jetzt vielleicht die Zeit gekommen, Übereinstimmungen zu benennen und an konkreten Lösungen zu arbeiten! Schön wärs!!