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Presseclub – nachgedreht

Am Sonntag war ich Gast im ARD-Presseclub zum Thema Angst vorm nächsten Mal – Die Lehren aus der Bluttat von Winnenden (den man hier als Audiopodcast nachhören kann). Da ich kein regelmäßiger Gast in Fernsehstudios bin, war ich durchaus überrascht, welche Reaktionen eine solche Sendung hervorrufen kann – und dass es durchaus einige Zuschauer des Presseclubs gibt, die parallel das Netz zur Kommentierung nutzen.

Auf einige der Reaktionen möchte ich verweisen, weil sie meines Erachtens die Grundthese der digitalen Kluft bestätigen, die sich an der Debatte um die Konsequenzen aus dem Amoklauf ablesen lässt. Diese Spaltung mache ich an der Digitalisierung und ihren Folgen fest und sie lässt sich auch am Umgang mit dem Internet, neuen Medien und Killerspiel genannten Ego-Shootern ablesen.

Einige Reaktionen beziehen sich zudem auf eine unklare Formulierung meinerseits, durch die sich Sportschützen und Mitglieder in Schützenvereinen verunglimpft sahen. Dies war nicht meine Absicht als ich andeutete, dass die Frage von Bewunderung oder Sympathie für diese unfassbare Tat nicht an dem Medium Internet hängt. Damit wollte ich nicht pauschal Sportschützen negativ darstellen. Dies wäre ein Fehler, weil Sportschützen sonst das gleiche Schicksal widerfahren würde wie Computerspielern.

Nachzulesen sind die öffentlichen Anmerkungen in den Kommentaren auf jetzt.de, in meinem dortigen Gästebuch, auf Twitter sowie im Gästebuch des Presseclub.

Twittern zum Amoklauf

Bei Focus-Online gibt es einen Nachrichtenticker zum Amoklauf in Winnenden, den man auf FOCUSlive auch auf Twitter verfolgen kann. Eine ungewöhnliche, aber interessante Idee, um sich nachrichtlich mit einer solchen Meldung zu befassen.

Update: Bild macht was ähnliches unter twitter.com/bild_aktuelles

Update 2: Auch CNN nutzt Twitter im Zusammenhang mit dem Amoklauf:

Sind sie in Winnenden. Sprechen sie English? Wollten sie mit uns auf CNN sprechen? Haben sie Fotos?

via

Update 3: Stefan Niggemeier fasst die Debatte übers Twittern am heutigen Tag zusammen. Neben den diskussionswürdigen Beiträgen finde ich die Reaktion von Focus-Online Chef <Jochen Wegner besonders beachtlich: Er stellt sich einerseits vor seine Leute, die in der Tat zum Teil unangemessen twitterten, geht aber andererseits auf die geäußerte Kritik ein. Respekt!